{"id":149723,"date":"2025-05-29T20:14:13","date_gmt":"2025-05-29T20:14:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149723\/"},"modified":"2025-05-29T20:14:13","modified_gmt":"2025-05-29T20:14:13","slug":"ohne-jede-spur-der-fall-der-nathalie-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149723\/","title":{"rendered":"Ohne jede Spur \u2013 Der Fall der Nathalie B."},"content":{"rendered":"<p><b>Inhalt \/ Kritik<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei Monate nach der Geburt ihrer Tochter ist es langsam an der Zeit f\u00fcr die 26-j\u00e4hrige Triathletin Nathalie (<strong>Luise von Finckh<\/strong>), wieder mit dem Training zu beginnen. Doch den Ausflug mit dem Fahrrad wird sie noch bitter bereuen. Als ein Auto zu dicht auff\u00e4hrt, st\u00fcrzt sie mit ihrem Rad. Anstatt der verungl\u00fcckten jungen Frau zu helfen, schl\u00e4gt der Fahrer (<strong>Dominic Marcus Singer<\/strong>) sie jedoch, fesselt sie und nimmt sie mit zu sich. Als Nathalie nicht nach Hause kommt, ahnt ihr Mann Martin (<strong>Stefan Gorski<\/strong>) schnell, dass da etwas nicht stimmt. Doch seine Sorgen sto\u00dfen bei dem Dorfbeamten Kapfhammer (<strong>Robert Stadlober<\/strong>) und seiner Kollegin Ivanovic (<strong>Claudia Kottal<\/strong>)\u00a0auf taube Ohren. Also bleibt ihm nichts anderes \u00fcbrig, als mit anderen auf eigene Faust nach seiner Frau zu suchen \u2026<\/p>\n<p>Die wahre Geschichte einer Entf\u00fchrung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Donnerstagabend, da ist im Ersten wieder Krimi angesagt. Zuletzt lief auf diesem Programmplatz etwa <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2025\/05\/die-tote-vom-jakobsweg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Tote vom Jakobsweg<\/a>, bei dem es nahe des bekannten Pilgerwegs zu einem Mord kam. Davor gab es zwei Ausgaben von Der Amsterdam-Krimi. Auch am Feiertag muss das Publikum nicht auf seine w\u00f6chentliche Dosis Verbrechen verzichten, die Zuschauer und Zuschauerinnen sollen bei Laune gehalten werden und auch weiterhin treu einschalten. Wobei es diesmal ausnahmsweise nicht um einen Mord geht, der aufgekl\u00e4rt werden muss. Stattdessen steht in Ohne jede Spur \u2013 Der Fall der Nathalie B.\u00a0eine Entf\u00fchrung im Mittelpunkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese hat auch einen wahren Hintergrund. Genauer basiert der Film auf der Entf\u00fchrung von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nathalie_Birli\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Nathalie Birli<\/strong><\/a> im Jahr 2019, einer \u00f6sterreichischen Sportlerin. Der Fall ist damit bekannt, was den R\u00e4tselfaktor automatisch gering werden l\u00e4sst. Es ist auch nicht so, als w\u00fcrden hier irgendwelche Fragen offengelassen. Oft sehen Entf\u00fchrungsthriller so aus, dass eine Person spurlos verschwindet und wir denjenigen folgen, die sie suchen. Ohne jede Spur \u2013 Der Fall der Nathalie B. hingegen l\u00e4sst das Publikum an dem Verbrechen jedoch unmittelbar teilhaben. Wir sehen also, wie Nathalie entf\u00fchrt wird und wie es im Anschluss weitergeht. Auch der T\u00e4ter wird nicht gerade versteckt. Die Suchszenen gibt es dennoch. Tats\u00e4chlich springt der Film st\u00e4ndig zwischen den beiden Str\u00e4ngen hin und her, zeigt mal die Protagonistin in ihrem \u00dcberlebenskampf, mal den Ehemann und die anderen, wie sie Nathalie suchen.<\/p>\n<p>Realistisch, aber mit L\u00e4ngen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Regisseurin <strong>Esther Rauch<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2024\/10\/nord-bei-nordost-westend\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nord bei Nordost: Westend<\/a>) ist dabei um Realismus bem\u00fcht, w\u00e4hlt einen n\u00fcchternen Ansatz, um die Geschichte zu erz\u00e4hlen. Das ist prinzipiell durchaus in Ordnung, es gibt schlie\u00dflich genug True-Crime-Produktionen, die manipulativ und voyeuristisch sind, auf eine richtig plumpe Weise. Es f\u00fchrt aber wie schon vor einigen Wochen bei <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2025\/04\/mord-auf-dem-inka-pfad\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mord auf dem Inka-Pfad<\/a> \u2013 eine weitere <strong>ARD<\/strong>-Produktion um ein wahres Verbrechen \u2013 dazu, dass der Film zwischenzeitlich langweilig ist. Genauer sind es gerade die Szenen um den Ehemann, die wenig Eindruck hinterlassen. Zwar versucht Ohne jede Spur \u2013 Der Fall der Nathalie B., an diesen Stellen Emotionalit\u00e4t zu erzeugen, sowohl durch den Ehemann wie auch dessen Eltern. Tats\u00e4chliche Spannung kommt aber nicht auf, eben weil man wei\u00df, dass das alles gar nichts bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eindrucksvoller sind die Szenen, in denen Nathalie mit ihrem Entf\u00fchrer allein ist. Sofern man die Geschichte noch nicht kennt, kann das durchaus packend sein, weil es immer mal wieder zu brenzligen Situationen kommt, bei denen man nicht wei\u00df, ob die Protagonistin noch einmal herauskommt. Schauspielerisch ist das auch ganz gut gel\u00f6st. Allerdings schafft es Ohne jede Spur \u2013 Der Fall der Nathalie B. nicht, einem die beiden Figuren wirklich n\u00e4herzubringen. Bei Nathalie fehlt einfach die Zeit, um sie genauer vorzustellen, bevor es losgeht. Florian wiederum gewinnt ein wenig Kontur, aber auch nicht so weit, dass man verstehen w\u00fcrde, warum er das tut. Nat\u00fcrlich muss man nicht jeden Verbrecher nachvollziehen k\u00f6nnen, manche sind auch deshalb faszinierend, weil sie so unverst\u00e4ndlich sind. Hier ist es aber eher so, dass man nach Anschauen des Films das Gef\u00fchl hat, dass es eine Lekt\u00fcre des entsprechenden Wikipedia-Eintrags auch getan h\u00e4tte.<\/p>\n<p><b>Credits<\/b><\/p>\n<p><strong>OT:<\/strong>\u00a0\u201eOhne jede Spur \u2013 Der Fall der Nathalie B.\u201c<br \/><strong>Land:<\/strong>\u00a0Deutschland<br \/><strong>Jahr:<\/strong>\u00a02025<br \/><strong>Regie:<\/strong>\u00a0Esther Rauch<br \/><strong>Drehbuch:<\/strong> Jonas Brand, Lia Perez<br \/><strong>Musik:<\/strong>\u00a0Ren\u00e9 Dohmen, Joachim D\u00fcrbeck<br \/><strong>Kamera:<\/strong> Mario Minichmayr<br \/><strong>Besetzung:<\/strong> Luise von Finckh, Dominic Marcus Singer, Stefan Gorski, Benjamin Sadler, Aglaia Szyszkowitz, Claudia Kottal, Robert Stadlober<\/p>\n<p><b>Kaufen \/ Streamen<\/b><\/p>\n<p>Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf \u00fcber diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass f\u00fcr euch Mehrkosten entstehen. 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