{"id":149956,"date":"2025-05-29T22:24:11","date_gmt":"2025-05-29T22:24:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149956\/"},"modified":"2025-05-29T22:24:11","modified_gmt":"2025-05-29T22:24:11","slug":"keine-muecken-in-bremen-warum-sie-noch-nicht-gestochen-wurden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149956\/","title":{"rendered":"Keine M\u00fccken in Bremen? Warum Sie noch nicht gestochen wurden"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\nInfografik<\/p>\n<p>Standdatum: 29. Mai 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nAlec Gosewisch und<br \/>\nHenry Borgelt<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Stechm\u00fccke (Culicidae Arten) auf wei\u00dfer Bl\u00fcte\" data-image-owner=\"dpa | Imagebroker\/alimdi\/Arterra\/Philippe Cl\u00e9m\" data-image-title=\"Stechm\u00fccke (Culicidae Arten) auf wei\u00dfer Bl\u00fcte\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/stechmuecke-106~_v-800x450_c-1748008177005.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/stechmuecke-106~_v-640x360_c-1748008177005.jpg\"\/><\/p>\n<p>Bild: dpa | Imagebroker\/alimdi\/Arterra\/Philippe Cl\u00e9m<\/p>\n<p class=\"article-intro\">M\u00fcckenstiche sind in diesem Jahr bisher eine Seltenheit. Warum scheint es aktuell kaum M\u00fccken zu geben? Und wof\u00fcr sind die nervigen Insekten eigentlich gut?<\/p>\n<p>Das Summen am Ohr kurz vor dem Einschlafen, ungebetene G\u00e4ste beim Picknick am Werdersee oder die juckende Hautstelle, wenn es schon passiert ist: So richtig beliebt machen sich M\u00fccken bei uns nicht. Vielleicht f\u00e4llt deswegen nur wenigen auf, dass sie dieses Jahr ungew\u00f6hnlich selten vorkommen. <\/p>\n<p>Neben den heimischen M\u00fccken breitet sich seit einigen Jahren auch die asiatische Tigerm\u00fccke vor allem in S\u00fcddeutschland aus. Wie gef\u00e4hrlich ist die invasive M\u00fcckenart f\u00fcr das Bremer \u00d6kosystem? Dorothee Meier vom NABU Bremen wei\u00df, wo die heimischen Blutsauger bleiben \u2013 und warum die M\u00fcckenflaute nicht nur vorteilhaft ist.<\/p>\n<p>D\u00fcrre im Fr\u00fchjahr verantwortlich<\/p>\n<p>Nicht nur die Pflanzenwelt ist durch die Trockenheit der letzten Monate bedroht. Auch M\u00fccken sind auf Wasser angewiesen, um schl\u00fcpfen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Die Larven von M\u00fccken leben im Wasser. Da es in Bremen seit Anfang Februar so gut wie keinen Niederschlag gab, existieren kaum Wasserlachen, es steht kein \u00fcbersch\u00fcssiges Wasser in offenen Gef\u00e4\u00dfen und sogar manch flaches Gew\u00e4sser und Graben sind inzwischen ausgetrocknet.<\/p>\n<p>Dorothee Meier, Pressesprecherin NABU Bremen<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>M\u00fccken k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch gr\u00f6\u00dfere Gew\u00e4sser zur Eiablage nutzen. Allerdings gehen mit dem gr\u00f6\u00dferen \u00d6kosystem auch mehr Fressfeinde einher, weshalb sich auch dort keine \u00fcberproportionale Anzahl an M\u00fccken entwickeln kann, sagt Meier.<\/p>\n<p>Wie wirkt sich die M\u00fccken-Flaute auf das restliche \u00d6kosystem aus?<\/p>\n<p>&#8222;Die Trockenheit behindert zunehmend die Entwicklung von Insekten insgesamt. Allerdings reagiert auch jede Art anders, einige Arten k\u00f6nnen st\u00e4rker gef\u00e4hrdet sein, M\u00fccken jedoch nicht&#8220;, erkl\u00e4rt die Expertin. Entscheidend f\u00fcr die Stabilit\u00e4t der \u00d6kosysteme seien neben den einzelnen Arten aber auch die Masse. Da die vergangenen zwei Jahre recht feucht waren, leiden die Wildpflanzen und ihre Bewohner noch nicht so stark. Die Situation w\u00fcrde aber mit zunehmender Trockenheit kritischer werden, so Meier.<\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Mit Insekten- und Vogeltr\u00e4nken lassen sich die Folgen f\u00fcr die Tierwelt abmildern. Das Wasser muss t\u00e4glich erneuert werden.\u00a0<\/p>\n<p>Dorothee Meier, Pressesprecherin NABU Bremen<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Warum wir M\u00fccken brauchen<\/p>\n<p>Obwohl M\u00fccken uns Menschen haupts\u00e4chlich als nervige, surrende Insekten auffallen, sind sie dennoch wichtig f\u00fcr unser \u00d6kosystem, erkl\u00e4rt Meier: &#8222;Jede Art hat ihre Funktion und ihren Zweck.&#8220;<\/p>\n<p>M\u00fccken seien zum Beispiel Nahrung f\u00fcr Amphibien wie Fr\u00f6sche, Kr\u00f6ten und Molche, V\u00f6gel und Flederm\u00e4use, aber auch\u00a0Spinnen erkl\u00e4rt die Sprecherin des NABU. Auch die im Wasser lebenden Larven und Puppen der Insekten dienten als Nahrungsquelle f\u00fcr andere Insekten und Fische. &#8222;Zwar mag keine dieser Arten auf M\u00fccken angewiesen sein, aber neben der Spezialisierung auf bestimmte Nahrungsarten wie bei einigen Wildbienen spielt auch die Masse eine Rolle. Daf\u00fcr sind M\u00fccken auf jeden Fall von Bedeutung.&#8220;<\/p>\n<p>Zudem \u00fcbernehmen M\u00fcckenlarven in Gew\u00e4ssern eine Reinigungsfunktion. Auch damit tr\u00fcgen sie zum Erhalt des N\u00e4hrstoffkreislaufes bei, f\u00fchrt Meier aus.<\/p>\n<p>Wie Sie Stech- und Tigerm\u00fccken auseinander halten k\u00f6nnen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/stechmuecke-grafik-bremen-100~_v-800x800_c-1748524749828.jpg\" data-gallery-entry-for=\"muecken-bremen-weniger-tigermuecke-100\" data-size=\"2560x2560\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAP\/\/\/wAAACH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAICRAEAOw==\"   alt=\"Das Bild zeigt eine Stechm\u00fccke auf grauem Hintergrund.\" title=\"Bild: Imago\/MiS\/Radio Bremen\" data-image-owner=\"Imago\/MiS\/Radio Bremen\" data-image-title=\"Das Bild zeigt eine Stechm\u00fccke auf grauem Hintergrund.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/stechmuecke-grafik-bremen-100~_v-800x800_c-1748524749828.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/stechmuecke-grafik-bremen-100~_v-640x360_c-1748524749828.jpg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Bild: Imago\/MiS\/Radio Bremen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/tigermuecke-grafik-bremen-100~_v-800x800_c-1748524748809.jpg\" data-gallery-entry-for=\"muecken-bremen-weniger-tigermuecke-100\" data-size=\"2560x2560\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAP\/\/\/wAAACH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAICRAEAOw==\"   alt=\"Das Bild zeigt eine Tigerm\u00fccke vor hellgrauem Hintergrund.\" title=\"Bild: dpa\/Radio Bremen\" data-image-owner=\"dpa\/Radio Bremen\" data-image-title=\"Das Bild zeigt eine Tigerm\u00fccke vor hellgrauem Hintergrund.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/tigermuecke-grafik-bremen-100~_v-800x800_c-1748524748809.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/tigermuecke-grafik-bremen-100~_v-640x360_c-1748524748809.jpg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Bild: dpa\/Radio Bremen<\/p>\n<p>Tigerm\u00fccke breitet sich weiter aus<\/p>\n<p>Neben &#8222;normalen&#8220; M\u00fccken ist vor allem die sogenannte Tigerm\u00fccke seit einigen Jahren in aller Munde. Die aus Ostasien stammende Art kommt bisher vor allem in S\u00fcddeutschland vor. Dem Bremer Umweltressort sind hingegen noch keine Sichtungen von Tigerm\u00fccken in Bremen bekannt. Vermeintliche Sichtungen seien oftmals nur Verwechslungen, erkl\u00e4rt das Umweltresort auf Anfrage.<\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">H\u00e4ufig kommt es zur Verwechslung mit der heimischen Ringelm\u00fccke (Culiseta annulata). Diese Stechm\u00fcckenart ist im Norden Deutschlands weit verbreitet und \u00e4hnelt der Tigerm\u00fccke.<\/p>\n<p>Sprecherin des Bremer Landesministeriums f\u00fcr Umwelt, Klima und Wissenschaft<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/invasive-insekten-100~_v-512x288_c-1714054586387.jpg\" data-gallery-entry-for=\"muecken-bremen-weniger-tigermuecke-100\" data-size=\"2560x1440\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Nahaufnahme einer asiatischen Tigerm\u00fccke auf der Haut.\" title=\"Bild: dpa | blickwinkel\/H. Bellmann\/F. Hecke\" data-image-owner=\"dpa | blickwinkel\/H. Bellmann\/F. Hecke\" data-image-title=\"Nahaufnahme einer asiatischen Tigerm\u00fccke auf der Haut.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/invasive-insekten-100~_v-512x288_c-1714054586387.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/invasive-insekten-100~_v-640x360_c-1714054586387.jpg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Die Tigerm\u00fccke ist mit den wei\u00dfen Streifen relativ einfach zu erkennen.<\/p>\n<p>Bild: dpa | blickwinkel\/H. Bellmann\/F. Hecke<\/p>\n<p>Tigerm\u00fccken unterschieden sich besonders anhand der geringeren Gr\u00f6\u00dfe sowie ihrer tiefschwarzen F\u00e4rbung von heimischen Stechm\u00fcckenarten, erkl\u00e4rt das zust\u00e4ndige Ressort weiter. Sollten Sie einmal unsicher sein, ob es sich bei einem Insekt tats\u00e4chlich um eine Tigerm\u00fccke handelt, empfiehlt das Umweltressort die Internetseite <a target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/tiger-platform.eu\/de\/asiatische-tigermuecke\/erkennen\/\" class=\"text-link\">TIGER<\/a>, die Ihnen beim Erkennen von Tigerm\u00fccken hilft.<\/p>\n<p>Das Risiko, sich \u00fcber eine Tigerm\u00fccke hierzulande mit einer tropischen Krankheit zu infizieren, ist laut dem Bremer Gesundheitsressort ebenfalls sehr gering. Um solche Krankheiten \u00fcbertragen zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste die M\u00fccke erst einmal einen infizierten Menschen stechen, um die Krankheit aufzunehmen. <\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Im Fall von tropischen Erkrankungen dann, wenn eine Tigerm\u00fccke nach Deutschland zur\u00fcckgekehrte, infizierte Reisende sticht. Daher wird das Risiko einer Infektion etwa mit tropischen Erregern hierzulande aktuell als \u00e4u\u00dferst gering eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Sprecherin des Bremer Landesministeriums f\u00fcr Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Keine Entwarnung f\u00fcr den Sommer<\/p>\n<p>Dass die bei uns heimischen M\u00fccken momentan eher selten auftauchen l\u00e4sst zwar auf einen m\u00fcckenarmen Sommer hoffen. Ganz so einfach ist das aber nicht. &#8222;M\u00fcckenlarven ben\u00f6tigen durchschnittlich 20 Tage vom Ei bis zum erwachsenen\u00a0Tier, bei hohen Temperaturen auch weniger&#8220;, erkl\u00e4rt Meier. Sollte das regnerische Wetter andauern, das in dieser Woche eingesetzt hat, sodass Senken und offene Gef\u00e4\u00dfe mindestens drei Wochen nicht austrocknen, wird die Anzahl an M\u00fccken deutlich steigen<\/p>\n<p>Mehr zu diesem Thema:<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quellen<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen und dpa.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nBremen Eins, 6. Mai 2025, Der Vormittag, 11:40 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Infografik Standdatum: 29. Mai 2025. 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