{"id":150225,"date":"2025-05-30T00:52:18","date_gmt":"2025-05-30T00:52:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/150225\/"},"modified":"2025-05-30T00:52:18","modified_gmt":"2025-05-30T00:52:18","slug":"ukrainekrieg-widerspruechliche-signale-aus-moskau-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/150225\/","title":{"rendered":"Ukrainekrieg: Widerspr\u00fcchliche Signale aus Moskau &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Offenbar als Reaktion auf Sanktionsdrohungen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump soll am kommenden Montag in Istanbul eine zweite Gespr\u00e4chsrunde zwischen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ukraine\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> stattfinden. Ein entsprechendes Angebot\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mid.ru\/ru\/press_service\/spokesman\/official_statement\/2020534\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">hat Russlands Au\u00dfenminister Sergej Lawrow am Mittwochabend<\/a> in Moskau gemacht. Kiew ging darauf ein. Die Positionen und das Vorgehen Moskaus an der Front sprechen allerdings daf\u00fcr, dass es <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Wladimir_Putin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wladimir Putin<\/a> mit dem Treffen mehr darum geht, Zeit zu gewinnen, als einen Waffenstillstand oder gar Frieden zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Nachdem US-Pr\u00e4sident Donald Trump den russischen Machthaber am Sonntag wegen der heftigen Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine f\u00fcr \u201everr\u00fcckt\u201c erkl\u00e4rt und am Dienstag hinzugef\u00fcgt hatte, Putin spiele \u201emit dem Feuer\u201c, reduzierte Moskau schlagartig die Zahl seiner Raketen- und Drohnenangriffe.<\/p>\n<p>Moskau h\u00e4lt seine Forderungen f\u00fcr einen Friedensschluss zur\u00fcck<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Hatte Moskau in der Nacht zum 26. Mai noch 364 Drohnen und neun Marschflugk\u00f6rper abgeschossen, waren es danach deutlich weniger: Die ukrainische Luftwaffe z\u00e4hlte 88 Angriffe mit Shahed-Bombendrohnen und f\u00fcnf mit ballistischen Raketen in der <a href=\"https:\/\/t.me\/kpszsu\/35174\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Nacht zum 28. Mai<\/a>\u00a0und\u00a090 Shahed-Drohnenangriffe in der Nacht <a href=\"https:\/\/t.me\/kpszsu\/35223\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">auf den 29. Mai<\/a>. Die Ukraine griff ihrerseits offenbar erfolgreich mehrere Produktionsst\u00e4tten von Raketen, Marschflugk\u00f6rpern und Drohnen und anderem Milit\u00e4rger\u00e4t in der Region Moskau an, best\u00e4tigte das Institut f\u00fcr Kriegsstudien in Washington.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">An einem Waffenstillstand als Vorstufe f\u00fcr einen Friedensvertrag ist Moskau nicht interessiert, bekr\u00e4ftigte Au\u00dfenminister Lawrow schon vor Tagen. W\u00e4hrend die Ukraine bereits ein Memorandum mit Vorstellungen f\u00fcr einen Friedensschluss an Moskau und Washington \u00fcbergeben hat, wie US-Sondergesandter Keith Kellogg am 27. Mai best\u00e4tigte, fehlt ein Moskauer Memorandum bisher. <a href=\"https:\/\/www.mid.ru\/ru\/press_service\/spokesman\/official_statement\/2020534\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Lawrow zufolge soll die Moskauer Position erst beim Treffen am 2. Juni selbst bekannt gegeben werden<\/a> \u2013 ein bei diplomatischen Verhandlungen ebenso un\u00fcbliches wie r\u00fcdes Vorgehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Einem <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/putin-ukraine-peace-wants-pledge-halt-nato-enlargement-sources-say-2025-05-28\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge<\/a>, der sich auf drei hochrangige russische Quellen beruft, verlangt Putin nach wie vor die volle Kontrolle \u00fcber die Regionen Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja. Bisher kontrolliert Moskau nur die Region Luhansk fast vollst\u00e4ndig und die Region Donezk zu gut zwei Dritteln. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/politik\/ukraine-karte-frontverlauf-e898286\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In Saporischschja und Cherson ist die Kontrolle noch geringer<\/a>. Dort sind vor allem die wichtigen Gro\u00dfst\u00e4dte Cherson, Saporischschja und Dnipro in der Hand Kiews.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Au\u00dferdem sollen westliche L\u00e4nder nach den Vorstellungen Putins eine schriftliche Garantie abgeben, dass die Nato sich nicht weiter nach Osten ausweitet. Dies w\u00fcrde nicht nur der Ukraine, sondern auch L\u00e4ndern wie Moldawien, Georgien oder Aserbaidschan die M\u00f6glichkeit nehmen, je dem westlichen Verteidigungsb\u00fcndnis beizutreten. Der Kreml verlangt \u00fcberdies die Neutralit\u00e4t der Ukraine und die Wiedereinf\u00fchrung des Russischen als zweite Amtssprache. Russischsprachige Parteien und Organisationen waren vor dem Krieg eines der wichtigsten Einfalltore Moskaus in der Ukraine und im ukrainischen Parlament und Pr\u00e4sidialamt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Moskau fordert dem Reuters-Bericht zufolge auch, dass alle westlichen Sanktionen aufgehoben und Hunderte Milliarden Dollar freigegeben werden, die die russische Zentralbank im <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ausland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ausland<\/a> angelegt hatte und welche eingefroren wurden. Der Kreml glaube, \u201edass Russland noch Jahre weiterk\u00e4mpfen kann, egal welche Sanktionen und wirtschaftlichen Schmerzen durch den Westen auferlegt werden\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">US-Pr\u00e4sident Trump wich am Mittwoch einer Frage nach neuen Sanktionen aus\u00a0und sagte, es werde noch \u201eeine, eineinhalb, zwei Wochen\u201c dauern, bevor man sehe, ob Putin ihn vorf\u00fchre oder nicht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Putins Berater Juri Uschakow behauptete, Trump sei \u201enicht ausreichend informiert\u201c; Russland greife ausschlie\u00dflich milit\u00e4rische Ziele und Infrastruktur an. Tats\u00e4chlich gingen die Bilder zerst\u00f6rter Wohnh\u00e4user in den vergangenen Tagen um die Welt. Und unabh\u00e4ngige Forscher berichten, dass Russland Zivilisten systematisch mit Drohnen t\u00f6te.<\/p>\n<p>Eine Untersuchungskommission berichtet von systematischen Drohnenangriffen auf Zivilisten<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Unabh\u00e4ngige Internationale Untersuchungskommission f\u00fcr die Ukraine hat dem UN-Menschenrechtsrat <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/sites\/default\/files\/documents\/hrbodies\/hrcouncil\/coiukraine\/a-hrc-59-crp2-en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">am Mittwoch den Bericht \u201eSie jagen uns: Systematische Drohnenangriffe auf Zivilisten in Cherson\u201c<\/a> vorgelegt. Der Report beschreibt, dass Drohnenpiloten der russischen Streitkr\u00e4fte seit Juli 2024 vom \u00f6stlichen Ufer des Dnjepr-Flusses aus systematisch fast 150 Zivilisten in Cherson und 16 anderen Orten auf der westlichen Seite des Flusses mit bombenbest\u00fcckten Drohnen ermordet und Hunderte weitere verletzt h\u00e4tten. Die Angriffe seien \u201eVerbrechen gegen die Menschlichkeit\u201c und \u201eKriegsverbrechen\u201c, so die Experten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Unterdessen bereitet Russland nach ukrainischen und US-amerikanischen Erkenntnissen eine Sommeroffensive vor, um zumindest die Region Donezk mit den Garnisonsst\u00e4dten Konstantinowka, Kramatorsk und Slowjansk unter Kontrolle zu bekommen. Den USA zufolge soll Russland daf\u00fcr weitere 125 000 Soldaten an der Nord- und Ostgrenze der Ukraine zusammengezogen haben, <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/2025\/05\/28\/zelensky-trump-ukraine-russia-war-sanctions\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">so die <\/a><a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/2025\/05\/28\/zelensky-trump-ukraine-russia-war-sanctions\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Washington Post<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Laut dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodimir Selenskij befinden sich 50 000 russische Soldaten an der Grenze zur Nordregion Sumy. Dort und auch in der Nachbarregion Charkiw will Russland Putin zufolge eine \u201ePufferzone\u201c schaffen, also ukrainisches Territorium besetzen. F\u00fcr Charkiw <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/putin-says-russia-is-carving-out-buffer-zone-ukraines-kharkiv-region-2024-05-17\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">hatte Putin dies schon am 17. Mai 2024 angek\u00fcndigt<\/a>, war aber am ukrainischen Widerstand gescheitert. Das Vorgehen in den Regionen Charkiw und Sumy, wo Russland schon etliche D\u00f6rfer besetzt hat, solle ukrainische Kr\u00e4fte binden, damit der Vorsto\u00df in der Region Donezk bessere Chancen hat. Dort haben russische Einheiten dem Institut f\u00fcr Kriegsstudien in Washington zufolge zuletzt sp\u00fcrbare Gewinne bei den St\u00e4dten Torezk und vor Konstantinowka erzielt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Offenbar als Reaktion auf Sanktionsdrohungen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump soll am kommenden Montag in Istanbul eine zweite Gespr\u00e4chsrunde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":150226,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,147,3364,29,30,13,148,14,15,16,307,12,149,317,306],"class_list":{"0":"post-150225","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-leserdiskussion","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-politik","19":"tag-russland","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-sueddeutsche-zeitung","22":"tag-ukraine","23":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114594050406695087","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=150225"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150225\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/150226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=150225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=150225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=150225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}