{"id":150254,"date":"2025-05-30T01:08:15","date_gmt":"2025-05-30T01:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/150254\/"},"modified":"2025-05-30T01:08:15","modified_gmt":"2025-05-30T01:08:15","slug":"oetker-geht-essen-lecker-prassen-an-der-riviera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/150254\/","title":{"rendered":"Oetker geht essen: Lecker prassen an der Riviera"},"content":{"rendered":"<p>Wo k\u00f6nnten leichter Sommergef\u00fchle aufkommen als an der eleganten C\u00f4te d\u2019Azur, der sch\u00f6nsten K\u00fcste der Welt mit ihren Palmen und dem t\u00fcrkisfarbenen Wasser. Vor allem aber auch an der teuersten K\u00fcste. Denn seit US-Amerikaner und Asiaten die Hotel- und Restaurantpreise allj\u00e4hrlich zu neuen H\u00f6hen treiben, kann selbst ein einfaches Mittagessen m\u00e4chtig ins Geld gehen. Damit man beim Prassen wenigstens sch\u00f6n sitzt, kommen hier die besten Restaurant-Terrassen f\u00fcr einen wirklich unvergesslichen Sommer.<\/p>\n<p>Bienvenue im H\u00f4tel du Cap-Eden-Roc<\/p>\n<p>Beginnen wir mit einem Restaurant, auf dessen Sonnenterrasse sich der Gast vorkommt, als w\u00e4re er tats\u00e4chlich selbst &#8222;Der gro\u00dfe Gatsby&#8220; \u2013 eben nur in Frankreich statt auf Long Island.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/EdenRoc-1.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Hier f\u00fchlt man sich wie ein Hollywood-Star.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/EdenRoc-1.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Hier f\u00fchlt man sich wie ein Hollywood-Star.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Eden Roc)<\/p>\n<p> Mehr C\u00f4te d\u2019Azur-Zauber als auf dem pittoresken Felsen am Cap von Antibes geht nun wirklich nicht. Das mond\u00e4ne Haus existiert seit 1863, fr\u00fcher war es Sommerresidenz f\u00fcr Schriftsteller, Maler und Aristokraten, sp\u00e4ter wurde es Heim der Sommerfrische f\u00fcr Hollywood-Stars und Sternchen. So h\u00e4ngt im Hotelflur an der Wand die Widmung von Paris Hilton, die das Eden-Roc als das beste Hotel der Welt bezeichnet. Zumindest von der Lage gibt es wenig Vergleichbares. Die Seeseite der Villa f\u00fchrt auf die Klippen von Antibes hinaus, der Blick hin\u00fcber auf die kleineren Inseln ist hypnotisch. Segelboote kommen vorbei und das Meer und der Himmel sind so, als w\u00e4re man selbst auf einem Kreuzfahrtschiff, sogar ein historischer Rettungsring h\u00e4ngt drau\u00dfen am Gel\u00e4nder.<\/p>\n<p>Auch kulinarisch trumpft das Haus, das seit fast 60 Jahren der <a href=\"www.oetkercollection.com\" rel=\"Follow\" target=\"_blank\">Bielefelder Familie Oetker<\/a> geh\u00f6rt, gro\u00df auf. Im Sternerestaurant Louroc gilt das vor allem bei den Preisen. Die Amerikaner sind im eigenen Land ja schon seit Jahren bereit, beinahe jeden absurden Preis f\u00fcr luxuri\u00f6se Hotelzimmer zu zahlen, deshalb ziehen auch s\u00fcdeurop\u00e4ische Hoteliers mit vielen amerikanischen Kunden immer mehr nach, das gilt auch in den Restaurants. Im Louroc beginnt kaum eine Vorspeise unter 60 Euro. Der Hit ist das Steak Diane, das direkt am Tisch vom Ma\u00eetre zubereitet wird, mit reichlich (und viel zu viel) Senf und Cognac, das gibt eine h\u00fcbsche Flamme, ein Hingucker f\u00fcr Influencer, schmeckt aber wie ein d\u00fcnnes, durchgebratenes St\u00fcck Fleisch f\u00fcr 90 Euro. Es ist die g\u00fcnstigste Hauptspeise im Haus. Unterkomplex und \u00fcberw\u00fcrzt, wie es eigentlich nur snackfreudige Amerikaner bestellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Deshalb wenden wir uns lieber erfreulicherem zu \u2013 und genau das trifft auf das Tagesrestaurant namens Grill zu. Hier sitzen allmitt\u00e4glich die Sch\u00f6nen und Reichen auf einer unglaublichen Sonnenterrasse, es gibt schicke H\u00fcte zu bewundern und Handtaschen, die mehrere Monatsgeh\u00e4lter teuer sind. Es ist Schickeria vom Feinsten, die auch Otto Normalb\u00fcrger mal gesehen haben muss \u2013 aber es ist dazu auch noch unglaublich lecker.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Eden-Roc-2.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Sommerk\u00fcche mit frischem Thunfisch.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Eden-Roc-2.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Sommerk\u00fcche mit frischem Thunfisch.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Eden Roc)<\/p>\n<p> Das beginnt schon beim klassischsten aller Salate, der echten Nicoise aus dem benachbarten Nizza, der hier in Perfektion serviert wird: Der Thunfisch schmeckt elegant wie selten, nicht dieses fadsalzige Dosenzeug, sondern gro\u00dfe, feine Filets. Dazu kommen Sardellen, Wachteleier, reichlich Staudensellerie, Tomaten, ein paar dicke Fava-Bohnen, kein Dressing, sondern nur ein wenig \u00d6l \u2013 es ist so simpel wie hingebungsvoll. Das Highlight ist aber die RawBar am Eingang zum Restaurant, wo junge K\u00f6che den Fang des Tages roh zubereiten: Die Gelbschwanzmakrele wird etwa als Carpaccio in dicken Scheiben aufgeschnitten, so hat sie das kr\u00e4ftigste Aroma, dazu kommen Yuzu, Granatapfelkerne und Koriander \u2013 ein Gedicht. Noch st\u00e4rker ist das Doraden-Ceviche mit Passionsfrucht und gr\u00fcner Zitrone, frischer kann ein Fisch nicht schmecken.<\/p>\n<p>Am Ende des Men\u00fcs bringt die junge Kellnerin eine sehr h\u00fcbsche Dessertauswahl zum Aussuchen an den Tisch, sehr kreative T\u00f6rtchen wie einen Seemannsknoten, der aus Vanille und wei\u00dfer Schokolade besteht, reichlich Karamell inklusive. Es ist ein w\u00fcrdiger Abschluss f\u00fcr diesen Ort, der sch\u00f6ner kaum sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Auf einen Stern ins F\u00fcrstentum<\/p>\n<p>Mehr Bling-Bling geht nicht? Doch. Rund 30 Kilometer Luftlinie weiter \u00f6stlich. Denn da liegt der Zwergstaat Monaco, in dem anders als im Vatikan nicht der Glaube regiert, sondern das Geld. Weil hier die Steuern niedrig sind und Stars und Superreiche deshalb Wohnungen kaufen. Nur ist eben kein Land da, auf dem Monaco erweitert werden k\u00f6nnte &#8211; im Norden liegen die Felsen Frankreichs, im S\u00fcden das Meer. So baut sich das F\u00fcrstentum in die H\u00f6he, immer neue Wolkenkratzer entstehen, l\u00e4ngst sehen die paar Quadratkilometer aus wie Dubai im Kleinen, nur eben viel h\u00fcbscher.<\/p>\n<p>Jeden Abend spielen sich vor dem Casino und dem H\u00f4tel de Paris die gleichen merkw\u00fcrdigen Szenen ab: Wenn die Haute-Vol\u00e9e im Ferrari vorf\u00e4hrt oder in der Rolls-Royce Corniche und dann hunderte Touristen sich vor, neben und am liebsten auch in den Wagen fotografieren lassen. Der Reichtum in Monaco tr\u00e4gt bisweilen kuriose Z\u00fcge: Bei unserem letzten Aufenthalt wurde meine Frau im Mittelmeer von einer Qualle gebissen. Der sehr gut aussehende Bademeister des Monte Carlo Beach Club machte sich daran, die Tentakel aus ihrer Haut zu streichen \u2013 und er benutzte daf\u00fcr allen Ernstes seine goldene Kreditkarte.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Elsa-1.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Sch\u00f6ner als hier kann man kaum sitzen.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Elsa-1.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Sch\u00f6ner als hier kann man kaum sitzen.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Elsa)<\/p>\n<p> Die wichtigsten Hotels und Restaurants des kleinen Staates sind fest in staatlicher Hand, sie geh\u00f6ren allesamt zur Societ\u00e9 des Bains de Mer, also zur Gesellschaft f\u00fcr Seeb\u00e4derbetriebe. Klingt wie eine Klitsche, ist aber der gr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber in Monaco, der Jahresumsatz betr\u00e4gt 700 Millionen Euro. Kein Wunder, verantwortet die SBM auch den Casinobetrieb genau wie das erste Haus am Platz, das H\u00f4tel de Paris und den Monte-Carlo Beach Club.<\/p>\n<p>Im Ersteren hat Alain Ducasse sein ber\u00fchmtestes Lokal, das Le Louis XV. Nebenan im L\u2019Hermitage hat der japanische Meisterkoch Yasunari Okazaki soeben f\u00fcr sein grandioses Sushi im L\u2019Abysse auf Anhieb zwei Sterne bekommen.<\/p>\n<p>Im Letzteren, dem Strandclub am Rande des Felsens, auf dem Monaco liegt, gibt es das <a href=\"www.montecarlosbm.com\/de\" rel=\"Follow\" target=\"_blank\">Restaurant Elsa<\/a>. Viel sch\u00f6ner kann man im F\u00fcrstentum nicht sitzen, es sind wei\u00df eingedeckte Tische auf einem Terrassenvorsprung, es gibt wei\u00dfe Sonnenschirme und sehr viel Platz und Privatsph\u00e4re \u2013 und einen unverbauten Blick aufs Mittelmeer, im engen Monte-Carlo eine echte Rarit\u00e4t.<\/p>\n<p>Eben hat das Elsa einen Stern bekommen, auch den schon ein Jahr nach der Er\u00f6ffnung mit den neuen Chefkochs Marcel Ravin und Domenico D&#8217;Antonio.<\/p>\n<p>Und die machen wirklich mal Bling-Bling, dass es eine wahre Freude ist, nicht protzig, sondern einfach nur aufregend und wahnsinnig gut. Das beginnt schon beim Reigen der Amuse-Bouches, einem Ritt durchs Mittelmeer, kleinteilig und floral, mit T\u00f6rtchen von Zucchini und Kalmar, dazu reichlich Kaviar, aufgeschlagenen und mit Kressecr\u00e8me und Algen gef\u00fcllten Eiern, zarten Tarteletts mit Langustinen-Tartar, die auf hunderten echten Muscheln und Meeresschnecken liegen. Eine Liebeserkl\u00e4rung f\u00fcr Augen und Gaumen. Und genau so geht es weiter, mit einem dampfenden Carabineiro, der im Meerwasser gegart wurde \u2013 Mittelmeeraroma pur. Nur zart ged\u00e4mpfte Makrele trifft Oliven und ein Sorbet von Limette \u2013 oder die Rotbarbe, die so oft v\u00f6llig \u00fcbergrillt wird. Hier ist sie perfekt, der Radicchio bringt genau die perfekte Bitterkeit zum Fisch, eine leichte Zabaione rundet die Aromen ab.<\/p>\n<p>Das Elsa ist ein kulinarisches Erlebnis und den Erste-Reihe-Meerblick gibt&#8217;s noch dazu.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6nste Villa von Saint-Tropez<\/p>\n<p>Kein Riviera-Besuch ohne einen Abstecher zum gr\u00f6\u00dften Hotspot schlechthin f\u00fcr die Sch\u00f6nen und Reichen \u2013 welcome to Saint-Tropez.<\/p>\n<p>Die kleine D\u00e9partementale-Stra\u00dfe in das St\u00e4dtchen ist permanent verstopft. Deshalb empfiehlt es sich, das Hotel schon ein St\u00fcck vor der Stadt zu suchen. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck, dass genau dort, auf einem H\u00fcgel in Gassin mit einem hypnotischen Blick auf die Bucht, die <a href=\"www.Villabelrose.com\" rel=\"Follow\" target=\"_blank\">Villa Belrose<\/a> liegt.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Althoff-Villa-Belrose-Luftansicht-Foto-Andreas-Stenger.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Ein bisschen au\u00dferhalb und besonders charmant - die Villa Belrose.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Althoff-Villa-Belrose-Luftansicht-Foto-Andreas-Stenger.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Ein bisschen au\u00dferhalb und besonders charmant &#8211; die Villa Belrose.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Andreas Stenger)<\/p>\n<p> Ein kleines Haus ist diese Villa \u2013 oder wie der sympathische Chef Robert van Straaten mit holl\u00e4ndischem Dialekt sagt: &#8222;Ich leite hier seit Jahren meinen kleinen, aber feinen Campingplatz.&#8220;<\/p>\n<p>Nun ja, deutlich luxuri\u00f6ser geht es hier schon zu, der Pool ist toll, genau wie der Fitnessraum, die souver\u00e4ne Barcrew l\u00e4sst keine W\u00fcnsche offen. Es gibt nicht so viele Zimmer, deshalb ist die Stimmung intim. Und die Freude gro\u00df, dass auch die K\u00fcche wieder an alte Glanzzeiten anschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Ein paar Jahre hat Duc Ngo, der Berliner Sushi-K\u00f6nig, hier die Karte kuratiert. Nun darf wieder ein Franzose ran, was hier, inmitten der Provence, des franz\u00f6sischen Gem\u00fcsegartens schlechthin, auch Sinn ergibt: Jimmy Coutel hei\u00dft der junge Mann mit kahlem Kopf, der schon seit vier Jahren in Saint-Tropez kocht, nun als alleiniger K\u00fcchenchef.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Spargel-Belrose.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Spargel an der Riviera? So geht das.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Spargel-Belrose.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Spargel an der Riviera? So geht das.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Alexander Oetker)<\/p>\n<p> Und der Mann kann was: Seine Kreationen zeugen vom gro\u00dfen Stolz auf die Produkte der Provence \u2013 und von absoluter Kennerschaft. So ist es sein Freund Sydney, der im nahen Grimaud einen riesigen Garten hat, in dem er ausschlie\u00dflich f\u00fcr die Villa Belrose Gem\u00fcse z\u00fcchtet. Brutal regional und saisonal eben. Daraus macht Jimmy Coutel zum Beispiel einen exzellenten vegetarischen Teller, der auch ein Hingucker ist: mit confierten Tomaten, Zucchini, Auberginen, Artischocken, es ist schlicht, aber gerade deshalb so grandios, weil jedes einzelne Gem\u00fcsest\u00fcck so reif und deshalb geschmackvoll ist, wie man es hierzulande selten bis gar nicht bekommt. <\/p>\n<p>Coutel versteht es auch, seine Gerichte so kreativ anzurichten, dass sie sich sogar f\u00fcr Instagram chic fotografieren lassen, das ist wichtig an diesem Bling-Bling-Ort \u2013 aber der Vorteil in der Villa Belrose ist: Es schmeckt trotzdem. Wie der gr\u00fcne und wei\u00dfe Spargel, die Stangen wurden kleinteilig aufgeschnitten und als Blume drapiert, darauf kommt ein Kondiment von N\u00fcssen und wei\u00dfem Tr\u00fcffel, ein leckerer Hingucker. Der Wolfsbarsch kommt mit gef\u00fcllter Morchel und Erbsen an den Tisch, dazu gibt es ger\u00e4ucherten Aal und eine grandiose, tiefe und schlicht perfekte Jus von Kardamom und Knoblauch \u2013 eine Sauce zum Hineinlegen.<\/p>\n<p>Highlight ist f\u00fcr den Kritiker das Dessert vom farbenpr\u00e4chtigen Rhabarber, formsch\u00f6n in einen Kreis gelegt, sodass gr\u00fcn und pink noch mehr strahlen, dazu gibt es ein Tartelett von Vanille und Kirsche und cremigen Milchschaum mit kleinen lilafarbenen Bl\u00fcten \u2013 ein Traum am Golf von Saint-Tropez.<\/p>\n<p>Das kleine Hotel am Ende der Welt<\/p>\n<p>Zum Abschluss unserer Riviera-Rundfahrt kommt hier noch mein Geheimtipp an den Felsen von Saint-Raphael. Hier liegt das <a href=\"www.beaumier.com\/fr\/proprietes\/hotel-les-roches-rouges\/\" rel=\"Follow\" target=\"_blank\">H\u00f4tel Les Roches Rouges<\/a> von der sehr exklusiven Beaumier-Gruppe, die sich haupts\u00e4chlich auf das perfekte Design versteht: Durchdacht, nachhaltig, sehr zur\u00fcckgenommen und eben gerade nicht protzig, sondern wundersch\u00f6n.<\/p>\n<p>So ist dieses Haus f\u00fcr mich eines der sch\u00f6nsten Herbergen auf der Welt. Der Ort ist perfekt f\u00fcr ein Wochenende zum Durchatmen, denn hier, am salzigen Naturpool oder bei einem Sprung vom Steg ins sonnenwarme Mittelmeer, f\u00fchlen sich schon zwei Tage Erholung so an wie anderswo eine ganze Woche.<\/p>\n<p>Es ist ein Traum, dieses Haus, die stilvollen M\u00f6bel, die immer wieder auftauchenden Farben Gelb und Blau, die so perfekt mit dem Sommerhimmel und dem Meer kontrastieren. Der Blick f\u00e4llt auf die Goldinsel gegen\u00fcber, die \u00cele d\u2019Or, die im Abendlicht gl\u00e4nzt.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Roches-Rouges-1.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Alexandre Baule kn\u00fcpft an seinen Vorg\u00e4nger an und macht trotzdem vieles anders.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Roches-Rouges-1.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Alexandre Baule kn\u00fcpft an seinen Vorg\u00e4nger an und macht trotzdem vieles anders.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Lucas Dutertry)<\/p>\n<p> Eben hat das Hotel f\u00fcr die Saison neu er\u00f6ffnet, nebenan ist dieses Jahr ein neues Geb\u00e4ude hinzugekommen, das exklusive Suiten beherbergt. Und es gibt einen neuen K\u00fcchenchef: Alexandre Baule hei\u00dft er und er setzt die sch\u00f6ne Tradition seines Vorg\u00e4ngers, des Sternekochs Jos\u00e9 Bailly fort, auf der Speisekarte die Produzenten sogar namentlich zu w\u00fcrdigen. Schlie\u00dflich sind sie es, die n\u00e4chtelang auf dem Meer auf Fischfang gehen, in d\u00fcrren Jahren trotzdem geniale Tomaten ziehen und nachhaltig Tierzucht betreiben, f\u00fcr die Milch und die tollen K\u00e4se, die im Haus angeboten werden.<\/p>\n<p>Die Location f\u00fcrs Dinner in sechs oder acht G\u00e4ngen (vegetarisch oder als Mittelmeer-Hommage mit viel Fisch) k\u00f6nnte sch\u00f6ner nicht sein: Die Tische stehen in gro\u00dfem Abstand auf der Terrasse hoch \u00fcber dem Meer, drau\u00dfen ist auch die Open-Air-Bar, der Blick aufs gro\u00dfe Blau ist hypnotisch.<\/p>\n<p>Und dann Alexandre Baules fantastische, total produktorientierte K\u00fcche \u2013 reduziert aufs Maximum: Wie beim Tintenfisch, den der Koch als Canneloni rollt, gef\u00fcllt ist er mit einer Mousse aus gr\u00fcnen Erbsen und Fava-Bohnen mit viel Estragon und schwarzem Knoblauch. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Roches-Rouges-2.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Bei diesem Essen m\u00f6chte man ewig sitzen.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Roches-Rouges-2.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Bei diesem Essen m\u00f6chte man ewig sitzen.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Lucas Dutertry)<\/p>\n<p> Ebenso wie der ganz sorgf\u00e4ltig und nur ganz kurz bei gro\u00dfer Hitze angefl\u00e4mmte rote Thunfisch, der so pur und rein und fabelhaft schmeckt, dazu serviert Baule nur eine feine Kr\u00e4utersauce und katalanisch gegrillte Fr\u00fchlingszwiebel. <\/p>\n<p>Der junge Koch, der aus der Is\u00e8re, dem gebirgigen Osten Frankreichs stammt, versteht sich auch auf Fleisch: Sein Milchlamm serviert er als blutrotes Filet, das in der Qualit\u00e4t an zartestes Wagyu erinnert, die dunkle So\u00dfe ist franz\u00f6sische Spitzenklasse. Dazu gibt es eine gebackene Zucchinibl\u00fcte, eine der besten Delikatessen im S\u00fcden Frankreichs. Wahnsinnig gut. So passt auch der Koch zu diesem Ort am Ende der Welt, den der Gast nur sehr ungern wieder verlassen mag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wo k\u00f6nnten leichter Sommergef\u00fchle aufkommen als an der eleganten C\u00f4te d\u2019Azur, der sch\u00f6nsten K\u00fcste der Welt mit ihren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":150255,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1834],"tags":[3364,29,3688,6391,156,30,984,1222,1209],"class_list":{"0":"post-150254","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-essen","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-essen","11":"tag-essen-und-kochen","12":"tag-frankreich","13":"tag-germany","14":"tag-international","15":"tag-monaco","16":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114594113553459860","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=150254"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150254\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/150255"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=150254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=150254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=150254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}