{"id":150582,"date":"2025-05-30T04:12:10","date_gmt":"2025-05-30T04:12:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/150582\/"},"modified":"2025-05-30T04:12:10","modified_gmt":"2025-05-30T04:12:10","slug":"seit-2023-wurden-20-berlinerinnen-von-ihrem-partner-oder-ex-getoetet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/150582\/","title":{"rendered":"Seit 2023 wurden 20 Berlinerinnen von ihrem Partner oder Ex get\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBYlv tspBYlw\">Mehrere <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/haftbefehl-wegen-mordes-mutmasslicher-tater-kommt-nach-femizid-in-britz-in-untersuchungshaft-13563913.html?icid=in-text-link_13774591\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Femizide allein in diesem Jahr in Berlin<\/a> haben ein Schlaglicht auf die Gewalt gegen Frauen geworfen. Nun zeigen neue Daten, wie anhaltend und schwerwiegend das Problem ist. So sind allein seit 2023 in der Hauptstadt 20 Frauen von M\u00e4nnern im Zuge partnerschaftlicher oder h\u00e4uslicher Gewalt get\u00f6tet worden. Das geht aus der Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der Gr\u00fcnen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor, die dem Tagesspiegel vorab vorliegt.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Insgesamt wurden seit 2023 demnach 50 Frauen in Berlin von M\u00e4nnern get\u00f6tet. L\u00e4sst man die 15 F\u00e4lle unber\u00fccksichtigt,<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/palliativarzt-uber-einen-mutmasslichen-morder-wie-konnte-mein-kollege-so-werden-13388848.html?icid=in-text-link_13774591\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> die einem Palliativmediziner zugerechnet werden<\/a>, bleiben noch 35 Taten, zu denen auch die F\u00e4lle mit Bezug zu partnerschaftlicher Gewalt z\u00e4hlen.<\/p>\n<p> Wie viele Femizide es in Berlin gibt, ist noch unklar <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Wie viele davon als Femizid eingestuft werden, k\u00f6nnen Senat und Polizei bislang jedoch nicht beantworten. Mittlerweile existiert innerhalb des Landeskriminalamts f\u00fcr den Tatbestand eine Begriffsdefinition, von der Polizei unter Verschluss gehalten. Auf deren Grundlage wurden auch alle T\u00f6tungsdelikte von m\u00e4nnlichen T\u00e4tern an Frauen seit dem vergangenen Jahr eingestuft. Eine abschlie\u00dfende Bewertung stehe jedoch noch aus, schreibt die Innenverwaltung in der Antwort.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/abo.tagesspiegel.de\/tagesspiegel-app?icid=single-topic_13774591___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergr\u00fcnde und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen.  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">\u201eAktuell findet eine Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Berlin dahingehend statt, welche der vom Landeskriminalamt vorab ausgew\u00e4hlten Taten auch nach Verfahrensabschluss als Femizid bewertet werden k\u00f6nnen.\u201c Zudem stimme man sich parallel mit dem Bundeskriminalamt \u00fcber ein bundesweit einheitliches Vorgehen ab. \u201eAus diesem Grund k\u00f6nnen zurzeit noch keine Zahlen f\u00fcr die Jahre 2024 und 2025 ver\u00f6ffentlicht werden.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspSdi\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. 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Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Auch andere Zahlen verdeutlichen das Problem: In knapp zehntausend F\u00e4llen wurden Frauen im vergangenen Jahr Opfer von Delikten mit Gewaltcharakter in ihrer Beziehung wie K\u00f6rperverletzung, N\u00f6tigung, Stalking oder sexueller Missbrauch.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Mehr als 5800 Mal ging es dabei um K\u00f6rperverletzung, in \u00fcber 700 F\u00e4llen davon um schwere. 2674 Mal waren aber auch M\u00e4nner die Opfer von Taten in der Partnerschaft.<\/p>\n<p> Mehr als 170 Mal im Monat bekommen Partner ein Betretungsverbot ausgesprochen <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Zum Schutz vor weiteren Straftaten innerhalb einer Beziehung hat die Berliner Polizei im vergangenen Jahr insgesamt 2088 Wegweisungen durchgef\u00fchrt. Dabei wird T\u00e4tern der Hausschl\u00fcssel abgenommen. Sie d\u00fcrfen die partnerschaftliche Wohnung anschlie\u00dfend f\u00fcr maximal 14 Tage nicht mehr betreten.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Zugleich registrierte die Polizei im vergangenen Jahr knapp 1700 Verst\u00f6\u00dfe gegen das im Gewaltschutzgesetz enthaltene N\u00e4herungs- und Betretungsverbot der gemeinsamen Wohnung. Eine Aufschl\u00fcsselung nach dem Geschlecht der T\u00e4ter enthalten die Daten nicht.<\/p>\n<blockquote class=\"tspB2l9\">\n<p>Frausein ist in Deutschland ein Sicherheitsrisiko.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB2ma\"><strong>Bahar Haghanipour,<\/strong> frauenpolitische Sprecherin der Berliner Gr\u00fcne-Fraktion<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Angesichts dieser Zahlen reichen aus Sicht der frauenpolitischen Sprecherin der Gr\u00fcnen-Fraktion, Bahar Haghanipour, die bisherigen Ma\u00dfnahmen zum Schutz von Frauen nicht aus. \u201eFrausein ist in Deutschland ein Sicherheitsrisiko. Wir Gr\u00fcne fordern deshalb besseren Gewaltschutz. Denn dieser rettet Leben.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">So sei die bislang geltende Dauer von maximal 14 Tagen bei Wegweisungen zu kurz. \u201eWegweisungen sind ein wichtiges Instrument, aber 14 Tage reichen nicht. Gewaltbetroffene Frauen brauchen mehr Zeit, um sich in der belastenden Situation zu sortieren und Schutzma\u00dfnahmen zu ergreifen.\u201c Die Gr\u00fcnen forderten daher eine Verl\u00e4ngerung der Wegweisung auf vier Wochen.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Haghanipour st\u00f6rt sich auch an der noch fehlenden Statistik zu Femiziden. \u201eJeden Monat wird in Berlin mindestens eine Frau von einem Mann get\u00f6tet. Wie viele der Taten eindeutige Femizide sind, ist nicht bekannt\u201c, konstatiert sie und fragt: \u201eWie lange will der Senat noch pr\u00fcfen?\u201c Berlin m\u00fcsse Femizide endlich benennen und als solche erfassen.<\/p>\n<p> Mehr zum Thema <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/femizid-nach-trennung-ex-partner-wegen-mordes-in-berlin-marzahn-angeklagt-13705942.html?icid=topic-list_13774591___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Femizid nach Trennung? Ex-Partner wegen Mordes in Berlin-Marzahn angeklagt <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/tatverdachtiger-ex-partner-hatte-annaherungsverbot-staatsanwaltschaft-beantragt-wegen-femizid-in-neukolln-haftbefehl-13562005.html?icid=topic-list_13774591___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tatverd\u00e4chtiger Ex-Partner hatte Ann\u00e4herungsverbot Staatsanwaltschaft beantragt wegen Femizid in Neuk\u00f6lln Haftbefehl <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/panorama\/elektronische-uberwachung-gewalttatige-ex-partner-mehrheit-fur-fussfessel-13456732.html?icid=topic-list_13774591___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elektronische \u00dcberwachung Gewaltt\u00e4tige Ex-Partner: Mehrheit f\u00fcr Fu\u00dffessel <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Zwar erkennt der innenpolitische Sprecher der Gr\u00fcnen-Fraktion Vasili Franco an, dass bei der Berliner Polizei die Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Sicherheit von Frauen in den vergangenen Jahren gestiegen sei. Dennoch bleibe noch viel zu tun.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">\u201eHochrisikof\u00e4lle m\u00fcssen nicht nur erkannt werden, sondern in effektivem Schutz der Betroffenen m\u00fcnden\u201c, sagte Franco. Nicht selten gebe es Anzeichen lange vor einer Tat, sei es durch Hinweise bei Beratungsstellen, Schulen, Jugend\u00e4mtern oder bei der Polizei. <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/konkrete-bedrohung-schneller-erkennen-wie-berlin-von-gewalt-betroffene-frauen-nun-besser-schutzen-will-13159177.html?icid=in-text-link_13774591\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Niedrigschwellige Fallkonferenzen<\/a> seien daher der Schl\u00fcssel, um Risikof\u00e4lle fr\u00fch zu erkennen und geeignete Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, erkl\u00e4rte der Gr\u00fcne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehrere Femizide allein in diesem Jahr in Berlin haben ein Schlaglicht auf die Gewalt gegen Frauen geworfen. 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