{"id":15086,"date":"2025-04-08T07:44:10","date_gmt":"2025-04-08T07:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15086\/"},"modified":"2025-04-08T07:44:10","modified_gmt":"2025-04-08T07:44:10","slug":"landleben-kurzweiliger-und-kritischer-roman-ueber-stadtflucht-ndr-de-kultur-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15086\/","title":{"rendered":"&#8222;Landleben&#8220;: Kurzweiliger und kritischer Roman \u00fcber Stadtflucht | NDR.de &#8211; Kultur &#8211; Buch"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 08.04.2025 06:00 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Nina Polaks &#8222;Landleben&#8220; nimmt die Sehnsucht der St\u00e4dter nach der Natur humorvoll aufs Korn. Ein scharfsinniger Roman \u00fcber das Streben nach einem einfacheren Leben.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/stoltenberg232.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Annemarie Stoltenberg<\/a><\/p>\n<p>Ihren ersten Roman wollte die 1986 im niederl\u00e4ndischen Haarlem geborene Nina Polak schon vor dem 18. Geburtstag schreiben. Sie hat damals auch mit der Arbeit daran begonnen, ihr Fr\u00fchwerk dann aber doch keinem Verlag angeboten. Jetzt erscheint bei mare nach dem Roman &#8222;Zuhause ist ein gro\u00dfes Wort&#8220; ihr zweites Buch. Es hat den Titel &#8222;Landleben&#8220;. Hier nimmt sie virtuos die Sehnsucht mancher St\u00e4dter nach dem Leben in der Natur auf die Schippe.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/buecher512_v-contentgross.jpg\" alt=\"Rote und rosafarbene B\u00fccher stehen vor einen rosafarbenen Hintergrund. \u00a9 IMAGO \/ Panthermedia \" title=\"Rote und rosafarbene B\u00fccher stehen vor einen rosafarbenen Hintergrund.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nNeues gibt es beispielsweise von Wolf Haas, Antje R\u00e1vik Strubel oder Kristine Bilkau und vielen weiteren. Ein Blick aufs Literaturjahr.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Neue B\u00fccher 2025: Was erschienen ist - und was noch kommt\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buch\/tipps\/Neue-Buecher-2025-Was-erschienen-ist-und-was-noch-kommt,literaturausblick136.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Die Erkenntnis, dass Mist stinkt<\/p>\n<p>Rivka und Esse hei\u00dfen die beiden Frauen, die ein neues sch\u00f6nes Leben gemeinsam auf dem Land beginnen wollen. Schon w\u00e4hrend der ersten Zeit nach dem Kauf eines schmucken H\u00e4uschens mitten in der Landschaft stellt sich heraus, dass Mist stinkt, das Wetter sich oft widrig zeigt und noch dazu ein Pilgerweg direkt \u00fcber ihr Grundst\u00fcck f\u00fchrt. Also sind unentwegt fremde Wanderer dort zu erwarten. Rivka ist schockiert.<\/p>\n<p class=\"quote\">\n&#8222;Esse, wir haben uns ein Haus am Pieterpad gekauft.&#8220; Es sollte eine ernste Mitteilung werden, aber als sie die Worte aus ihrem eigenen Mund h\u00f6rt und Esses perplex-belustigtes Gesicht sah, brachen sie beide in Lachen aus. Wenn sie von Esse eins gelernt hatte, dann war es das: den unabl\u00e4ssigen Strom an Beschwerden, die nun einmal in ihr aufbrodelten, ab und zu mit etwas Abstand zu betrachten. Erblich war sie mit einer Karawane von K\u00fcmmernissen belastet, die sie ein Leben lang begleiten w\u00fcrde, aber dank Esse konnte sie inzwischen mehr Milde daf\u00fcr aufbringen und dem ganzen Chaos ab und zu auch etwas Komisches abgewinnen.<br \/>\nLeseprobe\n<\/p>\n<p>St\u00f6rfaktor Perfektion &#8211; oder: die Rivalin<\/p>\n<p>Es ist eine gl\u00fcckliche Beziehung zwischen den beiden hier auf dem Lande, mit Marmeladengl\u00e4sern am Stra\u00dfenrand und freundlichen Nachbarn. Aber das Idyll wird gest\u00f6rt durch eine Frau, die in jeder Hinsicht perfekt wirkt: Sch\u00f6n, erfolgreich und gut integriert in das Dorfleben.<\/p>\n<p>Sie ist Imkerin, Psychiaterin und als Autorin von Bestseller-Ratgebern etwa zum Thema Angst regelm\u00e4\u00dfig in Talkshows zu sehen. Rivka schreibt eher literarische B\u00fccher, die nicht so leicht verk\u00e4uflich sind. F\u00fcr sie ist Eva Alta ein rotes Tuch, Anlass f\u00fcr Ver\u00e4rgerung:<\/p>\n<p class=\"quote\">\nMan nahm irgendeine Geschichte &#8211; beziehungsweise hochfrisierte Meinung -, brachte sie so zu Papier, dass eine Botschaft heraussprang, die gleicherma\u00dfen hochtrabend wie leicht verdaulich war, und lie\u00df diese Botschaft dann zwischen zwei Buchdeckel gebunden zu Tausenden \u00fcber den Ladentisch wandern, als Fast Food f\u00fcr eine \u00d6ffentlichkeit, die nach Sinn lechzte, nach einem Weltbild, aber zu faul war, um wirklich mal ein Buch zu lesen, eines, das einem Aufmerksamkeit und Mitdenken abverlangte.<br \/>\nLeseprobe\n<\/p>\n<p>&#8222;Landleben&#8220;: Souver\u00e4n, komisch und empathisch<\/p>\n<p>Eva Alta hat offenkundig bald ein Auge auf Rivkas geliebte Esse geworfen und die Beziehung bekommt Risse. Diese Geschichte ist so alt wie die Menschheit. Sie hei\u00dft: Stress unter Leuten, die sich lieben. Wie Nina Polak sie allerdings erz\u00e4hlt, ist souver\u00e4n, voller Komik, anteilnehmend und doch k\u00fchl in der Forderung, dass die Personen in diesem Drama sich nach Schicksalsschl\u00e4gen auch wieder berappeln sollten. Es vermittelt einen beherzten Zugriff auf die Herausforderungen des Lebens.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersetzung l\u00e4\u00dft an manchen Stellen das Original durchschimmern. Etwa wenn jemand raus &#8222;auf&#8220; den See schwimmt, &#8222;Fleischkroketten&#8220; isst oder der Plural von Kohl hier &#8222;Kohle&#8220; hei\u00dft und nicht Kohlk\u00f6pfe. M\u00f6ge gedeihen, was hier auf den Feldern, \u00c4ckern und Beeten w\u00e4chst und dieser hinrei\u00dfend geschriebene Roman viele Leserinnen und Leser finden.\u00a0<\/p>\n<p>Landleben<\/p>\n<p>von Nina\u00a0Polak<\/p>\n<dl>\n<dt class=\"dtHidden\">Seitenzahl:<\/dt>\n<dd>256 Seiten<\/dd>\n<dt class=\"dtHidden\">Genre:<\/dt>\n<dd>Roman<\/dd>\n<dt class=\"dtHidden\">Zusatzinfo:<\/dt>\n<dd>\u00dcbersetzt von Stefanie Ochel<\/dd>\n<dt>Verlag:<\/dt>\n<dd>Mare Verlag<\/dd>\n<dt>Ver\u00f6ffentlichungsdatum:<\/dt>\n<dd>20. M\u00e4rz 2025<\/dd>\n<dt>Bestellnummer:<\/dt>\n<dd>978-3-86648-690-4<\/dd>\n<dt>Preis:<\/dt>\n<dd>24 \u20ac<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR Kultur |<br \/>\nNeue B\u00fccher |<br \/>\n08.04.2025 | 12:40 Uhr<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter zu diesem Artikel<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buch\/Romane-Buch-Rezensionen-Lesungen-und-Podcasts,romane107.html\" title=\"Inhalte zum Thema &#039;Romane&#039;\" aria-label=\"Inhalte zum Thema &#039;Romane&#039;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Romane<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.04.2025 06:00 Uhr Nina Polaks &#8222;Landleben&#8220; nimmt die Sehnsucht der St\u00e4dter nach der Natur humorvoll aufs Korn.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15087,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,1796,29,214,441,30,10281,438,10280,439,440,83,1795,1800,215],"class_list":{"0":"post-15086","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-buchtipps","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-fernsehen","14":"tag-germany","15":"tag-landleben","16":"tag-ndr","17":"tag-nina-polak","18":"tag-norddeutscher-rundfunk","19":"tag-norddeutschland","20":"tag-radio","21":"tag-roman","22":"tag-romane","23":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15086"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15086\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}