{"id":151318,"date":"2025-05-30T10:56:10","date_gmt":"2025-05-30T10:56:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/151318\/"},"modified":"2025-05-30T10:56:10","modified_gmt":"2025-05-30T10:56:10","slug":"s-bahnhof-hermsdorf-pendeln-mit-rad-und-bahn-berlin-baut-fahrradparkhaeuser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/151318\/","title":{"rendered":"S-Bahnhof Hermsdorf \u2013 Pendeln mit Rad und Bahn: Berlin baut Fahrradparkh\u00e4user"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img306451\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/306451.jpeg\" alt=\"Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) \u00f6ffnet per App die T\u00fcr f\u00fcrs Fahrradparken am S-Bahnhof Hermsdorf.\"\/><\/p>\n<p>Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) \u00f6ffnet per App die T\u00fcr f\u00fcrs Fahrradparken am S-Bahnhof Hermsdorf.<\/p>\n<p>Foto: nd\/Andreas Fritsche<\/p>\n<p>In Berlin werden jedes Jahr 30\u2009000 Fahrr\u00e4der gestohlen, wei\u00df die im Bezirk Reinickendorf f\u00fcr den Verkehr zust\u00e4ndige Stadtr\u00e4tin Julia Schrod-Thiel (CDU). Ihr pers\u00f6nlich ist es zweimal widerfahren. Einmal hatte sie ein Rad an einem U-Bahnhof abgestellt, das andere Mal an einem S-Bahnhof. Insofern ist Schrod-Thiel froh, dass es nun am S-Bahnhof Hermsdorf eine Radabstellanlage gibt.<\/p>\n<p>Damit gebe es \u00bbdie Gewissheit, dass man das Fahrrad abends noch da findet, wo man es abgestellt hat\u00ab, ordnet Berlins <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1181976.verkehr-ute-bonde-neue-verkehrssenatorin-fuer-berlin-schwebt-ein.html?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verkehrssenatorin Ute Bonde<\/a> (CDU) ein. \u00bbUnd der Sattel ist trocken\u00ab, erg\u00e4nzt sie mit Blick auf den str\u00f6menden Regen, der gerade niedergeht. Davor gesch\u00fctzt w\u00e4ren der Sattel auch in den herk\u00f6mmlichen Fahrradst\u00e4ndern direkt am Eingang zum S-Bahnhof, denn diese St\u00e4nder sind \u00fcberdacht. Doch in einen Metallk\u00e4fig einschlie\u00dfen und so vor Dieben besser sch\u00fctzen lassen sich die Drahtesel nun wenige Schritte weiter dort, wo sonst bisher nur Autos parkten.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn (DB) hat das Gel\u00e4nde zur Verf\u00fcgung gestellt, denn sie hat ein ureigenes Interesse daran. \u00bbWir freuen uns \u00fcber jeden, der sein Fahrrad nicht mit in die S-Bahn nimmt, denn dann ist dort mehr Platz\u00ab, erkl\u00e4rt der DB-Konzernbevollm\u00e4chtigte <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1177740.verkehr-regionalbahnsteig-am-bahnhof-blankenfelde-fertiggestellt.html?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alexander Kaczmarek<\/a>. Von seinen Mitarbeitern kennt er den Begriff \u00bbBahnhofsrad\u00ab. Das ist ein alter, klappriger Drahtesel, den man getrost am Bahnhof stehen lassen kann, weil er nicht geklaut wird \u2013 und wenn doch, so w\u00e4re es kein gro\u00dfer Verlust. \u00bbIn Zukunft kann man auch auf seinem schicken, neuen, vielleicht sogar E-Bike hierherfahren\u00ab, sagt Kaczmarek.<\/p>\n<p>Die Abstellanlage ist ein engmaschig vergittertes H\u00e4uschen mit mehreren Boxen, in die jeweils zw\u00f6lf R\u00e4der passen. Insgesamt ist Platz f\u00fcr 72 <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1184427.mobilitaetsgesetz-radfahren-in-berlin-und-wieder-ein-weiteres-geisterrad.html?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fahrr\u00e4der<\/a>. Erwartet werden nicht nur Nutzer aus Berlin-Hermsdorf, sondern auch aus dem benachbarten Glienicke\/Nordbahn. Bis zur Stadtgrenze nach Norden sind es mit dem Fahrrad nur f\u00fcnf Minuten und bis hinein in die Mitte der brandenburgischen Gemeinde Glienicke\/Nordbahn kaum mehr als zehn Minuten. F\u00fcr Pendler gibt es keine schnellere M\u00f6glichkeit, zur Arbeit zu kommen, als mit dem Rad herzufahren und in die S-Bahn umzusteigen. Mit dem Auto w\u00e4ren sie vor allem im Berufsverkehr niemals so schnell im Berliner Zentrum. Dann ist aber auch die aus Oranienburg kommende S-Bahn oft \u00fcberf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Der Service kostet so gut wie nichts. Denn das Rad f\u00fcr jeweils bis zu 24 Stunden einschlie\u00dfen ist gratis. Wer von Berlin aus eine Dienst- oder Urlaubsreise antritt und deshalb l\u00e4nger wegbleibt: F\u00fcr den zweiten und jeden folgenden Tag werden 70 Cent berechnet. Eine Jahreskarte gebe es f\u00fcr 70 Euro, erl\u00e4utert Michael Fugel. Er ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von InfraVelo, einer 2017 gegr\u00fcndeten Tochtergesellschaft der landeseigenen Gr\u00fcn Berlin GmbH.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbWir freuen uns \u00fcber jeden, der sein Fahrrad nicht mit in die S-Bahn nimmt, denn dann ist dort mehr Platz.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nAlexander Kaczmarek\u2003DB-Konzernbevollm\u00e4chtigter<\/p><\/blockquote>\n<p>InfraVelo plant und betreibt nicht nur solche Radabstellanlagen, sondern entwickelte auch die dazugeh\u00f6rige Software. Entsperrt werden die T\u00fcren n\u00e4mlich an einem neben der Anlage aufgestellten Terminal mittels einer speziellen App f\u00fcrs Mobilfunktelefon, \u00fcber die auch die anfallenden Geb\u00fchren berechnet werden. Die ParkYourBike-App kann kostenlos heruntergeladen werden und die ersten drei Monate der Nutzung sind ebenfalls kostenfrei.<\/p>\n<p>Wer ein Rad aus der Anlage stehlen wollte, k\u00f6nnte sich die App nat\u00fcrlich auch besorgen und so Zugang verschaffen. Er m\u00fcsste dazu aber seine Daten hinterlegen und w\u00fcrde es der Polizei wesentlich einfacher machen, ihn zu schnappen, als wenn er auf freier Stra\u00dfe ein Fahrradschloss knackt.<\/p>\n<p>Die Technologie stellte InfraVelo bereits f\u00fcr den Schlie\u00dfmechanismus anders gebauter Radboxen zur Verf\u00fcgung. Diese sind an mittlerweile f\u00fcnf Bahnh\u00f6fen in Brandenburg zu finden, wie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Fugel sagt.<\/p>\n<p>Muckefuck: morgens, ungefiltert, links<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/306453.jpeg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>nd.Muckefuck ist unser Newsletter f\u00fcr Berlin am Morgen. Wir gehen wach durch die Stadt, sind vor Ort bei Entscheidungen zu Stadtpolitik \u2013 aber immer auch bei den Menschen, die diese betreffen. Muckefuck ist eine Kaffeel\u00e4nge Berlin \u2013 ungefiltert und links. Jetzt <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/muckefuck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">anmelden<\/a> und immer wissen, worum gestritten werden muss.<\/p>\n<p>Noch am selben Tag wird eine der Hermsdorfer Anlage im Prinzip baugleiche, allerdings deutlich kleinere Anlage f\u00fcr 24 Fahrr\u00e4der am Berliner S-Bahnhof Adlershof in Betrieb genommen. Eine dritte dieser Art f\u00fcr 48 R\u00e4der soll im laufenden Jahr am S-Bahnhof Lichterfelde er\u00f6ffnet werden.<\/p>\n<p>Die Baukosten in Hermsdorf beliefen sich auf 350\u2009000 Euro, zu 70 Prozent bezahlt mit F\u00f6rdermitteln des Bundeswirtschaftsministeriums. Die \u00fcbrigen 30 Prozent \u00fcbernahm die Senatsverkehrsverwaltung. Bevor die F\u00f6rdermittel des Wirtschaftsministeriums organisiert werden konnten, hatte InfraVelo innerhalb von zwei Jahren bereits f\u00fcnf andere Abstellanlagen in Berlin mit Platz f\u00fcr insgesamt 150 R\u00e4der errichtet.<\/p>\n<p>In Hermsdorf dauerte es vier Monate, bis alles fertig war. Die letzten Handgriffe erledigten die Bauarbeiter am Mittwochmorgen bis 8 Uhr. Dann machten sie, unter dem Vordach des S-Bahnhofs vor dem Regen gesch\u00fctzt, erst einmal eine Zigarettenpause und betrachteten zufrieden ihr Werk. Es sei alles so sch\u00f6n geworden, wie es sein sollte, berichten die M\u00e4nner stolz. Wie es aussehen w\u00fcrde, wenn nicht alles geklappt h\u00e4tte wie geplant? Die Arbeiter lachen und einer sagt: \u00bbDas verraten wir nicht!\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) \u00f6ffnet per App die T\u00fcr f\u00fcrs Fahrradparken am S-Bahnhof Hermsdorf. 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