{"id":151520,"date":"2025-05-30T12:44:09","date_gmt":"2025-05-30T12:44:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/151520\/"},"modified":"2025-05-30T12:44:09","modified_gmt":"2025-05-30T12:44:09","slug":"inflation-verharrt-bei-21-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/151520\/","title":{"rendered":"Inflation verharrt bei 2,1 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (dpa) &#8211; Die Teuerungsrate in Deutschland verharrt bei 2,1 Prozent. Diesen Wert f\u00fcr Mai hat das Statistische Bundesamt anhand vorl\u00e4ufiger Daten zur Inflation errechnet. Auch im April hatte die Inflationsrate bei 2,1 Prozent gelegen. Der Auswertung zufolge sind aktuell die Lebensmittel \u00fcberdurchschnittlich im Preis gestiegen, w\u00e4hrend die Verbraucher f\u00fcr Energie erneut weniger hinlegen mussten als vor einem Jahr.<\/p>\n<p>Bei den Energiepreisen ging es weiter nach unten, sie lagen im Mai um 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im April war Energie 5,4 Prozent g\u00fcnstiger als ein Jahr zuvor. Zus\u00e4tzliche Entlastung l\u00e4sst die Ank\u00fcndigung der Bundesregierung erwarten, die Stromsteuer zu senken.<\/p>\n<p>Dass die \u00d6lpreise wegen anhaltender Sorgen um die Weltwirtschaft angesichts des Zollstreits mit den USA unter Druck sind, kommt Verbrauchern zugute: Anfang Mai war Tanken hierzulande so billig wie nie im laufenden Jahr. Ab Mitte des Monats verteuerten sich sowohl Superbenzin der Sorte E10 als auch Diesel aber wieder etwas, wie aus dem Preisvergleich des ADAC hervorgeht.<\/p>\n<p>Lebensmittelpreise ziehen an<\/p>\n<p>Lebensmittel verteuerten sich unterdessen auch im Mai \u00fcberdurchschnittlich &#8211; und zwar erneut um 2,8 Prozent wie bereits im April. Im M\u00e4rz waren es noch 3,0 Prozent.<\/p>\n<p>Hartn\u00e4ckig h\u00e4lt sich deine hohe Teuerung bei Dienstleistungen, zu denen unter anderem Gastst\u00e4ttenbesuche, Pauschalreisen und Autoreparaturen z\u00e4hlen. Nach 3,9 Prozent im April lagen die Preise f\u00fcr Dienstleistungen im Mai noch um 3,4 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. H\u00f6here Lohnkosten werden insbesondere bei Dienstleistungen mit hohem Arbeitskostenanteil schneller an die Kundschaft weitergegeben.<\/p>\n<p>Commerzbank-Chefvolkswirt J\u00f6rg Kr\u00e4mer weist auf das Problem der nach wie vor hohen Kerninflation. Er sagt: \u00abOhne die schwankungsanf\u00e4lligen Preise f\u00fcr Energie und Nahrungsmittel liegt die Teuerungsrate mit 2,8 Prozent noch immer deutlich \u00fcber dem EZB-Ziel von 2 Prozent. Die Inflation ist hartn\u00e4ckig.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Von April auf Mai des laufenden Jahres stiegen die Verbraucherpreise den vorl\u00e4ufigen Berechnungen des Bundesamtes zufolge insgesamt um 0,1 Prozent.<\/p>\n<p>EZB vor n\u00e4chster Zinssenkung?<\/p>\n<p>Im Euroraum lag die Inflation zuletzt stabil bei 2,2 Prozent, wie Eurostat-Daten f\u00fcr den April ergaben. Das ist nur knapp \u00fcber dem von der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) angepeilten Ziel von mittelfristig 2,0 Prozent.\u00a0<\/p>\n<p>Je h\u00f6her die Teuerungsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen, weil sie sich dann f\u00fcr einen Euro weniger leisten k\u00f6nnen. Aber auch dauerhaft sinkende Preise wollen W\u00e4hrungsh\u00fcter m\u00f6glichst vermeiden: Denn in diesem Fall k\u00f6nnten Unternehmen und Verbraucher Investitionen in der Hoffnung auf bald noch g\u00fcnstigere Preise aufschieben &#8211; das w\u00fcrde die Konjunktur bremsen.<\/p>\n<p>Weitere Zinssenkung erwartet<\/p>\n<p>Angesichts der j\u00fcngsten Inflationsentwicklung erwarten Volkswirte, dass die EZB n\u00e4chsten Donnerstag (5. Juni) eine weitere Zinssenkung beschlie\u00dfen wird &#8211; es w\u00e4re die achte seit Sommer 2024. Der f\u00fcr Sparer und Banken relevante Einlagenzins k\u00f6nnte von 2,25 Prozent auf 2,0 Prozent heruntergesetzt werden.\u00a0<\/p>\n<p>Niedrigere Leitzinsen machen in der Regel Kredite g\u00fcnstiger. Das kann die Konjunktur anschieben. Andererseits d\u00fcrften sich f\u00fcr Sparerinnen und Sparer die Zinsen bei Tages- und Festgeldangeboten nochmals verschlechtern.<\/p>\n<p>Weitere Aussichten f\u00fcr Inflation unsicher<\/p>\n<p>Wie sich die Preise f\u00fcr Waren und Dienstleistungen in der Exportnation Deutschland in den n\u00e4chsten Monaten entwickeln werden, h\u00e4ngt auch vom Verlauf des Zollstreits mit den USA ab. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Inflationsrate in Deutschland in den kommenden Monaten um die Zwei-Prozent-Marke schwanken wird.<\/p>\n<p>Diverse Prognosen rechnen damit, dass ein Wert um zwei Prozent auch f\u00fcr das Gesamtjahr 2025 im Jahresschnitt herauskommen wird. 2024 hatte die Inflationsrate in Deutschland im Jahresschnitt 2,2 Prozent betragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiesbaden (dpa) &#8211; Die Teuerungsrate in Deutschland verharrt bei 2,1 Prozent. 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