{"id":151799,"date":"2025-05-30T15:11:10","date_gmt":"2025-05-30T15:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/151799\/"},"modified":"2025-05-30T15:11:10","modified_gmt":"2025-05-30T15:11:10","slug":"warum-deutschland-jetzt-eine-raumfahrtministerin-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/151799\/","title":{"rendered":"Warum Deutschland jetzt eine Raumfahrtministerin hat"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 30.05.2025 15:11 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>50 Jahre nach Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Raumfahrtagentur hat Deutschland ein Raumfahrtministerium. Warum die Bundesregierung das Thema wichtig findet und was Ministerin B\u00e4r vorhat.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/dominic-hebestreit-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Dominic Hebestreit\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hebestreit-dominic-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenn Landwirt Marco Gemballas aus Boldekow in Mecklenburg-Vorpommern auf seinem Traktor sitzt, schaut er auf gleich drei Monitore. Rund ums Lenkrad ist Hightech verbaut. \u00dcber seine Felder steuert er zentimetergenau mit Satelliten-Unterst\u00fctzung aus dem All. Dabei geht es nicht allein um den optimalen Weg und die Navigation, sondern auch um den Zustand seines Ackers.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn kombiniert mit Bodenproben kann der Landwirt mithilfe der Satelliten-Daten seine Weizenfelder optimal d\u00fcngen. Pr\u00e4zisionslandwirtschaft per GPS ist nur ein Anwendungsbeispiel f\u00fcr Entwicklungen aus der Raumfahrt.<\/p>\n<p>    Hightech &#8222;f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEinsatzm\u00f6glichkeiten wie auf dem Acker von Landwirt Gemballas d\u00fcrfte Dorothee B\u00e4r im Sinn haben, wenn sie das All nutzbar machen will &#8211; speziell f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJedenfalls hat sie das j\u00fcngst bei der Vorstellung ihres Regierungsprogramms im Bundestag betont und benutzte daf\u00fcr ein lebensnahes Bild, etwa die Ausr\u00fcstung der vielen Feuerwehren im Land. &#8222;Die Luft- und Raumfahrt hat die Entwicklung entsprechender Materialien und Fasern dramatisch stimuliert.&#8220; Als Beispiel nennt sie feuerfeste Anz\u00fcge. Man mache viel f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum und f\u00fcr das Ehrenamt &#8211; &#8222;das haben wir der Raumfahrt zu verdanken&#8220;, so B\u00e4r.<\/p>\n<p>    Geist des Aufbruchs<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSie stellt sich auch dem Eindruck entgegen, dass das Raumfahrt-Thema nur besonders angesagt sei. Sie sieht darin eine Top-Priorit\u00e4t. Die Bedeutung sei immens. Die Raumfahrt reiche von exakter Navigation bis hin zur Sicherheit. Zugleich sei die Raumfahrt Innovationstreiber. Gerade kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen sollen davon profitieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nB\u00e4r sieht darin eine Chance f\u00fcr die Wirtschaft. &#8222;Wer das vermessen findet oder vielleicht an der ein oder anderen Stelle noch schmunzelt, dem sei auch ins Bewusstsein gerufen, wo wir momentan stehen: bei Null-Wachstum. In vielen Zukunftstechnologien ringen wir um Anschluss und wir gef\u00e4hrden damit massiv unsere Wirtschaft.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Branche soll also auch einen Beitrag leisten zu mehr Wirtschaftswachstum. Bislang verbreitet B\u00e4r daf\u00fcr vor allem einen Geist des Aufbruchs und des Anpackens. Die Zeit der Bedenken sei vorbei.<\/p>\n<p>    Sicherheit aus dem All?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Raumfahrtindustrie versp\u00fcrt man schon so etwas wie Aufbruchstimmung. Darauf deuten die j\u00fcngsten Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) hin. In ihm sind nach eigenen Angaben 95 Prozent der zivilen und milit\u00e4rischen Luft- und Raumfahrtunternehmen hierzulande organisiert. Im vergangenen Jahr lag der Gesamtumsatz der Branche bei 52 Milliarden Euro. Ein Plus von 13 Prozent, ma\u00dfgeblich getragen durch die zivile Luftfahrtindustrie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuwachs gibt es auch bei den Besch\u00e4ftigten, denn die Unternehmen rechnen mit \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen &#8211; vor allem im R\u00fcstungssektor, aber eben auch in der Raumfahrt, so BDLI-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Marie-Christine von Hahn: &#8222;Es sind gro\u00dfe Versprechen im Koalitionsvertrag zu finden, was die Raumfahrt angeht. Und den Versprechen m\u00fcssen Taten folgen, das hei\u00dft, ganz konkrete Raumfahrtprogramme &#8211; auf nationaler und europ\u00e4ischer Ebene.&#8220;<\/p>\n<p>    Schwimmender Weltraumbahnhof in der Nordsee<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben den wirtschaftlichen Potentialen der Raumfahrt sind eben diese Sicherheits- und Verteidigungsaspekte zentral f\u00fcr die neue Bundesregierung. B\u00e4r will den unabh\u00e4ngigen, europ\u00e4ischen Zugang zum Weltall erhalten und ausbauen. Wie das gehen soll, zeigt ein Beispiel einer Startplattform in der Nordsee, die es sogar bis in den Koalitionsvertrag geschafft hat. Von einem schwimmenden Weltraumbahnhof sollen deutsche und europ\u00e4ische Satelliten ins All geschossen werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Ziel der Regierung: eigene Kapazit\u00e4ten schaffen in Zentraleuropa und sich unabh\u00e4ngig machen von den Amerikanern, speziell von Weltraumunternehmen von Tech-Milliard\u00e4r Elon Musk. &#8222;Trotz [der europ\u00e4ischen Tr\u00e4gerraketen] Ariane 6 und Vega C gibt es weiterhin eine starke Abh\u00e4ngigkeit von SpaceX, die \u00fcberwunden werden muss. Dabei sind deutsche Mikrolauncher pr\u00e4destinierte Kandidaten, um neben den Startpl\u00e4tzen in Franz\u00f6sisch-Guyana auch vom europ\u00e4ischen Kontinent aus Raketen zu starten&#8220;, hei\u00dft es aus dem Raumfahrt-Ministerium.<\/p>\n<p>    Test-Mission kurzfristig verschoben<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine funktionierende, deutsche Startplattform in der Nordsee ist allerdings noch Zukunftsmusik. Im vergangenen Sommer musste ein geplanter Erstflug f\u00fcr eine Test-Mission kurzfristig verschoben werden. Schon zum zweiten Mal. Das Bremer Betreiberkonsortium &#8222;German Offshore Spaceport Alliance&#8220; (GOSA) hatte gehofft, dass die ersten Testraketen von der schwimmenden Plattform starten k\u00f6nnen &#8211; vergebens. Ein Grund waren fehlende Genehmigungen der Beh\u00f6rden in Gro\u00dfbritannien, damit die Raketen, die zur Erde zur\u00fcckkehren, wie geplant in britischem Seegebiet landen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Entwicklung geht aber weiter. Sp\u00e4ter soll die Startplattform in Gestalt eines Schiffs genutzt werden, um etwa Klein-Satelliten in den Orbit zu schie\u00dfen. Dabei sollen sogenannte Microlauncher genutzt werden: Relativ kleine Raketen, die eine Last von bis zu 1.000 Kilogramm in den Weltraum tragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    ESA als Basis f\u00fcr die Weiterentwicklung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Europ\u00e4ische Weltraumorganisation (ESA) bilde das R\u00fcckgrat f\u00fcr die Weiterentwicklung der Raumfahrt, hei\u00dft es aus dem Ministerium. Aktuell liegt die ESA-Pr\u00e4sidentschaft auf Ministerebene bei Deutschland. Das will die Bundesregierung nutzen und ein europ\u00e4isches Raumfahrt-\u00d6kosystem aus Industrie, StartUps und Wissenschaft voranbringen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm November tagt der ESA-Ministerrat in Bremen. Dann soll es um die gesamteurop\u00e4ische Raumfahrt-Strategie gehen und darum, wie die ESA-Mitglieder Raumfahrtprojekte gemeinsam m\u00f6glichst schneller voranbringen und aufeinander abstimmen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.05.2025 15:11 Uhr 50 Jahre nach Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Raumfahrtagentur hat Deutschland ein Raumfahrtministerium. 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