{"id":151840,"date":"2025-05-30T15:32:14","date_gmt":"2025-05-30T15:32:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/151840\/"},"modified":"2025-05-30T15:32:14","modified_gmt":"2025-05-30T15:32:14","slug":"warum-russland-trotz-sanktionen-bald-sein-rohoel-auf-dem-weltmarkt-verkaufen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/151840\/","title":{"rendered":"Warum Russland trotz Sanktionen bald sein Roh\u00f6l auf dem Weltmarkt verkaufen kann"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/442172329-scaled.jpg\" class=\"attachment-original size-original\" alt=\"Griechische Reedereien legen wieder vermehrt in Russland an (Symbolbild).\"  data-portal-copyright=\"picture alliance \/ Zoonar | Dmitry Rukhlenko\" \/><\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\tGriechische Reedereien legen wieder vermehrt in Russland an (Symbolbild).<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tpicture alliance \/ Zoonar | Dmitry Rukhlenko\n\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<ul>\n<li>Griechische Reedereien steuern wieder verst\u00e4rkt russische H\u00e4fen an, um ihren Marktanteil im Roh\u00f6lhandel auszubauen.<\/li>\n<li>Der R\u00fcckgang der \u00d6lpreise beg\u00fcnstigt diesen Wiedereinstieg, da der Handel mit russischem \u00d6l unter 60 US-Dollar (ca. 52 Euro) trotz Sanktionen legal bleibt.<\/li>\n<li>Griechische Reeder profitieren von ihrer Stellung im Tankersektor und guten Beziehungen zur US-Regierung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu Jahresbeginn \u00fcberlegten westliche Energiekonzerne, nach einem m\u00f6glichen Friedensschluss wieder mit Russland zu handeln. Griechische Reedereien dagegen agieren bereits aktiv und steuern verst\u00e4rkt russische H\u00e4fen an, um ihre Rolle im globalen Roh\u00f6lhandel auszubauen, <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/business\/energy-oil\/sliding-oil-prices-have-reopened-the-door-to-russian-crude-15cc8dc0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">berichtet \u201eThe Wall Street Journal\u201c.<\/a><\/p>\n<p>Dieser Wiedereinstieg wird durch den R\u00fcckgang der <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/oelpreis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00d6lpreise<\/a> beg\u00fcnstigt, da der Handel mit russischem \u00d6l unterhalb von 60 US-Dollar (etwa 52 Euro) pro Liter trotz westlicher Sanktionen weiterhin legal ist. Die Griechen profitieren dabei nicht nur von ihrer marktbeherrschenden Stellung im Tankersektor, sondern auch von einem guten Draht zur US-Regierung. Laut Berichten von \u201eThe Wall Street Journal\u201c haben Gespr\u00e4che mit Vertretern der <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/donald-trump\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">US-Regierung<\/a> unter Pr\u00e4sident Donald Trump offenbar das Vertrauen gest\u00e4rkt, keine Sanktionen bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Auch wenn Trump zuletzt wieder kritischere T\u00f6ne gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/wladimir-putin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Putin<\/a> anschlug.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den griechischen Reedereien meiden die meisten westlichen Unternehmen jedoch den Handel mit <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/russland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Russland<\/a> weiterhin aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Risiken. Noch Ende 2023 hatten auch die Griechen sich zur\u00fcckgezogen, als die Preise \u00fcber die Sanktionsgrenze stiegen. In der Zwischenzeit \u00fcbernahm die sogenannte \u201eSchattenflotte\u201c alter <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/schiff\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schiffe<\/a> mit unbekannten Eigent\u00fcmern den Transport. Seitdem die Preise jedoch gefallen sind, sichern sich die griechischen Tanker nun wieder bedeutende Marktanteile im Export russischen \u00d6ls, so das \u201eThe Wall Street Journal\u201c.<\/p>\n<p>Viele griechische Schiffe legen wieder in Russland an<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/Griechenland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Griechenland<\/a>, als Mitglied der Nato und EU, unterst\u00fctzte nach der Ukraine-Invasion 2022 Sanktionen gegen Russland. Trotzdem f\u00fchrten ein Anstieg der saudischen \u00d6lproduktion und Sorgen um die Weltwirtschaft zu einem Preisr\u00fcckgang bei <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/rohoel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Roh\u00f6l<\/a>. Brent-\u00d6l fiel um 14 Prozent auf etwa 64 Dollar (etwa 56 Euro) pro Liter und russisches \u00d6l wird mit einem deutlichen Abschlag von knapp 50 Dollar (etwa 44 Euro) gehandelt. Gleichzeitig verlangten \u00d6lh\u00e4ndler von griechischen Reedereien, zahlreiche sanktionierte Schiffe der \u201eSchattenflotte\u201c zu ersetzen, die durch die Sanktionen stillgelegt wurden.<\/p>\n<p>Laut Schifffahrtsdaten und Branchenexperten schicken die Reeder Ioannis Alafouzos, Andreas Martinos und George Prokopiou wieder Schiffe nach Russland. Die Familie Alafouzos kontrolliert \u00fcber das b\u00f6rsennotierte Unternehmen Okeanis Eco Tankers mehr als ein Dutzend Tanker und stellte den Handel mit russischem \u00d6l 2023 auf Wunsch skandinavischer Investoren ein. Wie \u201eThe Wall Street Journal\u201c schreibt, transportiert die Familie dennoch weiterhin russisches \u00d6l mit Tankern in Privatbesitz.<\/p>\n<p>Nicht alle Besitzer griechischer Reedereien sind \u00fcberzeugt<\/p>\n<p>Seit <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/ukraine-krieg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kriegsbeginn<\/a> hat die griechische Reederei von Alafouzos etwa 140 Mal russische H\u00e4fen angelaufen. Prokopious Dynacom Tanker haben laut <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/schifffahrt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schifffahrtsdaten<\/a> zudem in diesem Jahr bereits sechsmal russisches Roh\u00f6l geladen. Martinos Firma Minerva schickte im M\u00e4rz nach \u00fcber einem Jahr wieder einen Tanker f\u00fcr russisches \u00d6l los. Beide Unternehmen transportierten zudem vielfach russische Produkte wie Diesel und kasachisches Roh\u00f6l. Auf Anfragen von \u201eThe Wall Street Journal\u201c reagierten Dynacom und Minerva nicht.<\/p>\n<p>Allerdings sind nicht alle Besitzer griechischer Reedereien \u00fcberzeugt, dass diese h\u00f6heren Raten die Risiken ausgleichen. George Economou von TMS Tankers, der nach Einf\u00fchrung der Preisobergrenze 2022 gro\u00dfe Mengen russischen Roh\u00f6ls transportierte, h\u00e4lt sich derzeit zur\u00fcck und konzentriert sich stattdessen auf den Transport von Heiz\u00f6l.<\/p>\n<p>Branchenexperten wie Basil Karatzas, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der US-amerikanischen Karatzas Marine Advisors betonen zudem, dass die Marktsituation \u201einstabil\u201c ist und viele Reeder \u201eeine andere Risikobewertung\u201c haben.<\/p>\n<p class=\"has-text-align-right\">EF<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/204461800-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei der Er\u00f6ffnungszeremonie des TurkStream-Erdgaspipeline in Istanbul. Laut Forschern m\u00fcsste man Gasfl\u00fcsse durch die Pipeline verringern, um Russlands Einnahmen zu mindern.\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/eu-gab-mehr-geld-fuer-russische-energie-aus-als-fuer-die-ukraine-hilfen\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tDie EU gibt mehr Geld f\u00fcr russisches \u00d6l und Gas aus als f\u00fcr Ukraine-Hilfen, zeigt eine Analyse<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Griechische Reedereien legen wieder vermehrt in Russland an (Symbolbild). picture alliance \/ Zoonar | Dmitry Rukhlenko Griechische Reedereien&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":151841,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,1565,13,14,15,1124,1125,4043,4044,850,307,6402,5226,12,306],"class_list":{"0":"post-151840","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-griechenland","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-oelpreis","15":"tag-rohoel","16":"tag-russia","17":"tag-russian-federation","18":"tag-russische-foederation","19":"tag-russland","20":"tag-schiff","21":"tag-schifffahrt","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114597511080509083","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/151840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=151840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/151840\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/151841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=151840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=151840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=151840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}