{"id":15223,"date":"2025-04-08T08:59:09","date_gmt":"2025-04-08T08:59:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15223\/"},"modified":"2025-04-08T08:59:09","modified_gmt":"2025-04-08T08:59:09","slug":"warum-trumps-zoelle-die-afd-in-ein-dilemma-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15223\/","title":{"rendered":"Warum Trumps Z\u00f6lle die AfD in ein Dilemma bringen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 08.04.2025 10:13 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Donald Trump ist ein Vorbild f\u00fcr die AfD. Doch dessen Entscheidung, weltweit Z\u00f6lle zu verh\u00e4ngen, st\u00fcrzen die B\u00f6rsen ins Chaos. Was sagen f\u00fchrende AfD-Politiker? Und was bedeutet das f\u00fcr die Strategie der Partei?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/kilian-pfeffer-101.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Kilian Pfeffer\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/kilian-pfeffer-106.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Welt steht an der Schwelle zu einem Handelskrieg, ausgel\u00f6st von US-Pr\u00e4sident Donald Trumps Zollank\u00fcndigungen. Doch in der AfD gibt es ziemlich viele \u00c4u\u00dferungen, die geradezu wohlwollend klingen. Die von Parteichef Tino Chrupalla etwa. Die AfD sieht er in keinem Dilemma. &#8222;Trump will die anderen Wirtschaftsm\u00e4chte zwingen zu verhandeln. Er will seine Wirtschaft sch\u00fctzen. Ist das ist nicht verst\u00e4ndlich?&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie AfD selbst sei immer f\u00fcr freien Handel. Zum Absturz der B\u00f6rsen weltweit meint Chrupalla, die B\u00f6rsen seien ohnehin \u00fcberhitzt gewesen, es handele sich eine Kurskorrektur. Man werde die Lage beobachten und regelm\u00e4\u00dfig neu bewerten.<\/p>\n<p>    Glauben an Trumps Versprechen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNoch verst\u00e4ndnisvoller ist Matthias Moosdorf, der noch-au\u00dfenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion. Er ist gerade in Japan unterwegs, in Hiroshima. Moosdorf diagnostiziert, dass sich in den n\u00e4chsten 12 bis 16 Monaten die Dinge an der B\u00f6rse korrigieren w\u00fcrden. Danach werde eine riesige Prosperit\u00e4t eintreten. Das klingt nach Trump, der den Amerikanern ein &#8222;neues goldenes Zeitalter&#8220; versprochen hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZumindest Moosdorf scheint daran zu glauben. Trump sei eben disruptiv, er bringe die Dinge in Unordnung, meint Moosdorf. Er gehe anders an Probleme heran.<\/p>\n<p>    Kurswechsel in der Partei<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nL\u00e4ngst gibt es einen Kurswechsel in der AfD. War die Partei den liberalen USA unter Joe Biden und Kamala Harris kritisch gegen\u00fcber eingestellt und deutlich positiver gegen\u00fcber Russland, so hat sich die Positionierung mit dem Wahlsieg Trumps ver\u00e4ndert. Jetzt hat man eben Freunde in Ost und West, wie Parteichefin Alice Weidel auch schon betont hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs gibt in der Partei eine ziemlich gro\u00dfe Begeisterung f\u00fcr Trump und seine r\u00fccksichtslose Art, gegen das verhasste &#8222;woke Amerika&#8220; vorzugehen. Man kann daraus ableiten, wie sich viele in der AfD idealtypisches Regieren in Deutschland vorstellen.<\/p>\n<p>    Weidel: Z\u00f6lle m\u00f6glichst verhindern<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber untersch\u00e4tzen die Parteivorderen m\u00f6glicherweise die Gefahr, die in der jetzigen Situation von zu viel N\u00e4he zu Trump ausgehen k\u00f6nnte? Schlie\u00dflich sieht sich die AfD als harter Vertreter nationaler deutscher Interessen. Und die deutsche Wirtschaft leidet unter Trumps Kurs.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nParteichefin Weidel scheint verstanden zu haben, dass das in Deutschland m\u00f6glicherweise nicht gut ankommt. Obwohl auch sie sich in der Vergangenheit positiv \u00fcber Trump ge\u00e4u\u00dfert hat. Es gehe nun nicht darum, l\u00e4sst Weidel sich zitieren, &#8222;ob die Z\u00f6lle nachvollziehbar oder gerechtfertigt sind, es geht darum, sie m\u00f6glichst zu verhindern&#8220;.<\/p>\n<p>    Neue Strategie?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenige \u00e4u\u00dfern sich so deutlich wie Gerold Otten, gerade gescheiterter AfD-Kandidat f\u00fcr den Posten des Bundestagsvizepr\u00e4sidenten und stellvertretender verteidigungspolitischer Sprecher. Er bezeichnet Trumps Handeln als &#8222;wirtschaftspolitischen Harakiri&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie USA schadeten sich selbst, so Otten, und was Trump mit den Z\u00f6llen bezwecke, werde er so schnell nicht erreichen. Man m\u00fcsse Trump klarmachen, dass er Deutschland wirtschaftspolitisch Schaden zuf\u00fcge. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass Trump davon beeindruckt ist? Und wie stellt sich die AfD nun strategisch auf?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, war bei Trumps Amtseinf\u00fchrung in Washington D.C. Sie r\u00e4umt in einem Telefonat mit dem ARD-Hauptstadtstudio ein, dass die Situation schwierig sei. Die USA verfolgten ihre origin\u00e4ren au\u00dfenpolitischen Interessen, und die seien eben nicht dieselben wie die von Deutschland.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon Storchs Schlussfolgerung: Die Bundesregierung m\u00fcsse Druck auf die EU aus\u00fcben, damit z\u00fcgig ein Deal mit Trump ausgehandelt werde, der deutsche Arbeitspl\u00e4tze sch\u00fctze. Ansonsten kritisiert die AfD die EU stark und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/afd-wahlprogramm-106.html\" title=\"Entwurf f\u00fcr AfD-Wahlprogramm: Raus aus der EU und dem Euro\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hat sich in ihrem Wahlprogramm daf\u00fcr eingesetzt, dass Deutschland aus der EU austritt.<\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVerhandeln schl\u00e4gt auch Markus Frohnmaier vor, Landesvorsitzender in Baden-W\u00fcrttemberg und seit Kurzem im Vorstand der AfD-Bundestagsfraktion. Er ist offenbar Trump-Fan, in seinem B\u00fcro steht ein Bild des US-Pr\u00e4sidenten im Regal. Entsprechend schl\u00e4gt auch er keine kritischen T\u00f6ne gegen\u00fcber Trump ein. Ja, die Z\u00f6lle der Trump-Administration schadeten der deutschen Exportwirtschaft, so Frohnmaier, aber es sei trotzdem ein differenzierter Blick &#8222;statt plumper Trump-Hetze geboten&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr ihn sind die Zollank\u00fcndigungen &#8222;eine Aufforderung, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und eine L\u00f6sung zu finden&#8220;. Schlie\u00dflich sei Trump ein &#8222;Dealmaker und kein Autokrat&#8220;.<\/p>\n<p>    Hoffen auf Verhandlungsl\u00f6sung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch auch wenn Parteichef Chrupalla das bestreitet: Die AfD befindet sich durchaus in einem gewissen Dilemma. Allzu lautstark darf die Partei Trump aktuell nicht loben. Er hat gerade ein weltweites Chaos an den B\u00f6rsen angerichtet und droht mit einem Handelskrieg, der Deutschlands angeschlagene Wirtschaft weiter besch\u00e4digen k\u00f6nnte. Das w\u00fcrde gegen deutsche Interessen versto\u00dfen, die die AfD ja vertritt, wie sie selbst immer wieder erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKritisiert die AfD Trump zu stark, k\u00f6nnte sie die Partnerschaft mit den neuen Freunden aus den USA gef\u00e4hrden, bevor sie \u00fcberhaupt richtig begonnen hat. Die AfD kann gerade nur hoffen, dass es eine Verhandlungsl\u00f6sung gibt, bevor die Situation weiter eskaliert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.04.2025 10:13 Uhr Donald Trump ist ein Vorbild f\u00fcr die AfD. 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