{"id":153244,"date":"2025-05-31T04:26:20","date_gmt":"2025-05-31T04:26:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/153244\/"},"modified":"2025-05-31T04:26:20","modified_gmt":"2025-05-31T04:26:20","slug":"sohn-von-john-le-carre-fuehrt-werk-des-vaters-fort-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/153244\/","title":{"rendered":"Sohn von John le Carr\u00e9 f\u00fchrt Werk des Vaters fort"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/kultur\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_kultur\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 30.05.2025, 07:40 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/38412296-john-le-carre-1Ofe.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"John le Carr&#xE9;\"\/>John le Carr\u00e9 starb 2020. \u00a9\u00a0Christian Charisius\/dpa<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Der Meisterspion George Smiley wurde zur beliebtesten Erfindung von John le Carr\u00e9. Nach dem Tod des Autors schl\u00fcpft sein Sohn in das le-Carr\u00e9-Universum, um Smiley eine Vorgeschichte zu geben.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">London &#8211; Viereinhalb Jahre nach dem Tod des Schriftstellers John le Carr\u00e9 erscheint in Deutschland ein neues Buch mit seiner bekanntesten Figur, dem widerwilligen Meisterspion George Smiley. Es ist kein verschollenes Manuskript aus den Archiven. Geschrieben hat \u201eSmiley\u201c einer von le Carr\u00e9s S\u00f6hnen, Nick Harkaway. Der Roman spielt in den 60er Jahren, kurz nach den Ereignissen von le Carr\u00e9s Roman-Durchbruch \u201eDer Spion, der aus der K\u00e4lte kam\u201c.<\/p>\n<p>Sohn f\u00fcllt Zeitfenster<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">John le Carr\u00e9 selbst brachte George Smiley erst ein Jahrzehnt danach in \u201eDame, K\u00f6nig, As, Spion\u201c in seine B\u00fccher zur\u00fcck. Es gibt also ein Fenster von rund zehn Jahren, das mit neuen Geschichten gef\u00fcllt werden kann. Im neuen Buch hat Smiley, traumatisiert von den Ereignissen in Berlin, dem Geheimdienst den R\u00fccken gekehrt. Doch er wird noch einmal in sein bisheriges Leben hineingesogen als ein urspr\u00fcnglich aus Ungarn stammender Verleger in London verschwindet &#8211; und Moskau die Finger im Spiel zu haben scheint.<\/p>\n<p>Familiensache<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das ist vielleicht die Stelle, an der man erw\u00e4hnen sollte, dass weder John le Carr\u00e9, noch Nick Harkaway echte Namen sind. David Cornwell entschied sich einst, als John le Carr\u00e9 zu schreiben, weil er noch beim britischen Geheimdienst angestellt war. Als sein Sohn Schriftsteller wurde, w\u00e4hlte er ebenfalls ein Pseudonym &#8211; um nicht im Schatten des ber\u00fchmten Vaters zu stehen. So wurde aus Nicholas Cornwell Nick Harkaway. Die Ironie, dass er nun den literarischen Betrieb unter dem Namen \u00fcbernimmt, von dem er so bem\u00fcht war, sich loszul\u00f6sen, entgeht ihm nicht. Es war nicht unbedingt sein Plan.<\/p>\n<p>John le Carr\u00e9 hinterlie\u00df Wunschbrief<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">John le Carr\u00e9 hinterlie\u00df einen Brief mit W\u00fcnschen an seine Familie. Dazu geh\u00f6rte, daf\u00fcr zu sorgen, dass seine B\u00fccher weiterhin gelesen werden. Ein Weg, das zu erreichen, w\u00e4ren neue le-Carr\u00e9-B\u00fccher, beschlossen seine Kinder. Harkaway stellte eine Liste von Autoren zusammen, die daf\u00fcr aus seiner Sicht infrage k\u00e4men.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Doch schlug sein Bruder Simon vor, er solle es selbst machen. Also habe er testweise kleine Fragmente geschrieben &#8211; \u201eund es f\u00fchlte sich nat\u00fcrlich an\u201c, sagt Harkaway. \u201eIch musste meine Stimme nicht verstellen.\u201c Der Verlag nennt \u201eSmiley\u201c einen John-le-Carr\u00e9-Roman &#8211; schlie\u00dflich geht es um dessen Universum, und kann nicht mehr als eine Person ein Pseudonym ausf\u00fcllen?<\/p>\n<p>Kindheit mit Smiley<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Harkaway wurde gewisserma\u00dfen in die Welt von Smiley hineingeboren. In seinen ersten Lebensjahren arbeitete sein Vater an der Roman-Trilogie, die mit \u201eDame, K\u00f6nig, As, Spion\u201c begann. \u201eEr schrieb Seiten per Hand und las sie meiner Mutter beim Fr\u00fchst\u00fcck, Mittag oder im Bett vor\u201c, erinnert sich Harkaway. \u201eGerade als ich die Sprache erlernte, bekam ich also zwei Stunden George Smiley jeden Tag.\u201c Im Nachhinein sei ihm klargeworden, dass Smileys Stimme schon immer in ihm steckte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/38412297-buchcover-smiley-NVBG.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"1759\" width=\"1100\" alt=\"Buchcover &#x201E;Smiley&#x201C;\"\/>Geschrieben hat \u201eSmiley\u201c einer von le Carr\u00e9s S\u00f6hnen, Nick Harkaway. (Handout) \u00a9\u00a0-\/Ullstein Buchverlage GmbH\/dpa<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Liest sich \u201eSmiley\u201c nun wie ein John-le-Carr\u00e9-Buch? Ja und nein, k\u00f6nnte man sagen. Er habe nicht versucht, den Stil seines Vaters zu imitieren, betont Harkaway. \u201eIch schrieb immer als ich selbst, aber mit einem Ohr f\u00fcr Smileys Stimme und f\u00fcr die Stimmung der Smiley-B\u00fccher.\u201c Sein Smiley sei zugleich ein Mix aus allen Schauspielern, die den Meisterspion je verk\u00f6rperten, von Alec Guinness bis Gary Oldman. Fans werden in dem Roman auch j\u00fcngere Versionen vieler Figuren wiedererkennen, die das Universum der Smiley-Romane ausf\u00fcllen. Eine Regel, die sich Harkaway daf\u00fcr gab: \u201eJe mehr man erf\u00e4hrt, desto gr\u00f6\u00dfer muss das Mysterium werden.\u201c<\/p>\n<p>N\u00e4chster neuer Smiley-Roman in Arbeit<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wohin die Reise geht, ist mit den drei B\u00fcchern aus den 70er Jahren vorgegeben. Harkaway kann jetzt aber den Weg aufschreiben, der dorthin f\u00fchrte. F\u00fcr kommendes Jahr ist bereits sein zweiter Smiley-Roman angek\u00fcndigt. Er spielt im Jahr 1965 und soll den Meisterspion unter anderem in die USA f\u00fchren. In le Carr\u00e9s B\u00fcchern wurde immer angedeutet, dass Smiley eine aufregende Vergangenheit gehabt hatte. Sein Sohn kann sie jetzt zum Leben erwecken. dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Kultur Stand: 30.05.2025, 07:40 Uhr DruckenTeilen John le Carr\u00e9 starb 2020. \u00a9\u00a0Christian Charisius\/dpa Der Meisterspion George Smiley&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":153245,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-153244","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114600554246457483","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153244","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153244"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153244\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/153245"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}