{"id":15340,"date":"2025-04-08T10:03:14","date_gmt":"2025-04-08T10:03:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15340\/"},"modified":"2025-04-08T10:03:14","modified_gmt":"2025-04-08T10:03:14","slug":"europa-erlebte-vergangenen-monat-den-waermsten-maerz-seit-messbeginn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15340\/","title":{"rendered":"Europa erlebte vergangenen Monat den w\u00e4rmsten M\u00e4rz seit Messbeginn"},"content":{"rendered":"<p>Der weltweite Temperaturanstieg im Zuge des Klimawandels setzt sich weiter fort: Europa hat vergangenen Monat den bei Weitem w\u00e4rmsten M\u00e4rz seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt, wie das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus am Dienstag mitteilte. Zugleich war der Monat von extremer Trockenheit in L\u00e4ndern wie Deutschland und heftigem Niederschlag etwa in Teilen Spaniens gepr\u00e4gt. Weltweit war der vergangene Monat laut Copernicus der zweitw\u00e4rmste M\u00e4rz seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.<\/p>\n<p>Die Durchschnittstemperatur \u00fcber den europ\u00e4ischen Landmassen habe mit 6,03 Grad 2,41 Grad \u00fcber dem M\u00e4rz-Durchschnittswert in den Jahren 1991 bis 2020 gelegen, legte Copernicus dar. Weltweit lag die Durchschnittstemperatur demnach mit 14,06 Grad 0,65 Grad \u00fcber dem M\u00e4rz-Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020.<\/p>\n<p>Damit war es weltweit der zweitw\u00e4rmste M\u00e4rz nach dem M\u00e4rz 2024. Vor einem Jahr hatte allerdings anders als jetzt auch das Klimaph\u00e4nomen El Ni\u00f1o zu dem Temperaturanstieg beigetragen, wohingegen f\u00fcr 2025 mit einem k\u00fchlenden Effekt durch das Klimaph\u00e4nomen El Ni\u00f1a gerechnet worden war.<\/p>\n<p>Samantha Burgess vom Europ\u00e4ischen Wettervorhersage-Zentrum ECMWF f\u00fchrte aus, in Europa sei der vergangene Monat nicht nur besonders warm, sondern auch von extremen Unterschieden bei den Niederschl\u00e4gen gepr\u00e4gt gewesen. In Teilgebieten des Kontinents wie in einigen Regionen in Spanien und Portugal seien so gro\u00dfe Niederschlagsmengen wie nie zuvor gemessen worden, in anderen L\u00e4ndern wie Deutschland und den Niederlanden sei der M\u00e4rz hingegen von einer Rekord-Trockenheit gepr\u00e4gt gewesen.<\/p>\n<p>Seit 2023 bewegen sich die globalen Durchschnittstemperaturen auf Rekordniveau oder reichen zumindest daran heran. Bis auf eine Ausnahme lagen in den vergangenen 21 Monaten alle Durchschnittstemperaturen mindestens 1,5 Grad \u00fcber dem Durchschnitt des vorindustriellen Niveaus in den Jahren 1850 bis 1900.<\/p>\n<p>Die internationale Gemeinschaft hat im Pariser Klimaabkommen von 2015 vereinbart, die Erderw\u00e4rmung auf ein beherrschbares Ma\u00df von deutlich unter zwei Grad, m\u00f6glichst aber 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Dabei gilt der Mittelwert in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Angesichts der anhaltenden Nutzung fossiler Energietr\u00e4ger wie Erd\u00f6l scheint diese Grenze kaum mehr einzuhalten zu sein.<\/p>\n<p>Die deutsche Klima-Wissenschaftlerin Friederike Otto vom Londoner Imperial College nannte die Tatsache, dass der vergangene Monat sogar 1,6 Grad w\u00e4rmer war als im vorindustriellen Durchschnitt, &#8222;eindr\u00fccklich&#8220;. &#8222;Wir werden also von dem durch die Menschheit verursachten Klimawandel fest in die Zange genommen&#8220;, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Europa ist nach Erkenntnissen der Klimawissenschaft der Kontinent, der sich am st\u00e4rksten erw\u00e4rmt.<\/p>\n<p>Der Ko-Vorsitzende der Arbeitsgruppe des Weltklimarats IPCC zu Klimatologie, Robert Vautard, sprach von einer &#8222;au\u00dfergew\u00f6hnlichen Situation&#8220;. Denn eigentlich h\u00e4tten nach seinen Angaben die gegenw\u00e4rtigen Temperaturen nach zwei Jahren des Klimaph\u00e4nomens El Ni\u00f1o niedriger als in jenem Zeitraum ausfallen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Laut Weltklimarat IPCC steuert die Erde darauf zu, die Schwelle einer Erw\u00e4rmung von 1,5 Grad in den 2030er Jahren dauerhaft zu \u00fcberschreiten. Jedes Zehntelgrad Erw\u00e4rmung hat weitreichende Folgen, denn durch den fortschreitenden Klimawandel nehmen Experten zufolge Wetterextreme wie D\u00fcrren, St\u00fcrmen und Starkregen zu.<\/p>\n<p>Bei der Untersuchung der globalen Temperaturentwicklung k\u00f6nnen Klimaforscher auf Wetterdatenaufzeichnungen zur\u00fcckgreifen, die bis ins Jahr 1850 zur\u00fcckreichen. Allerdings erlauben Eiskerne und Sedimente am Meeresboden auch R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Klima in Urzeiten.<\/p>\n<p>yb\/ju<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der weltweite Temperaturanstieg im Zuge des Klimawandels setzt sich weiter fort: Europa hat vergangenen Monat den bei Weitem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15341,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,10211,10371,548,663,158,3934,3935,13,10366,10368,10367,14,15,12,10370,10369],"class_list":{"0":"post-15340","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-copernicus","11":"tag-der-monat","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-headlines","18":"tag-klimawandels","19":"tag-maerz-durchschnittswert","20":"tag-monat","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-vergangene-monat","25":"tag-wetteraufzeichnungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114301776926285092","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15340"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15340\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}