{"id":154045,"date":"2025-05-31T11:47:13","date_gmt":"2025-05-31T11:47:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/154045\/"},"modified":"2025-05-31T11:47:13","modified_gmt":"2025-05-31T11:47:13","slug":"drohender-handelskrieg-trumps-neue-stahlzoll-ankuendigung-eine-provokation-zu-viel-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/154045\/","title":{"rendered":"Drohender Handelskrieg &#8211; Trumps neue Stahlzoll-Ank\u00fcndigung: Eine Provokation zu viel? &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Br\u00fcssel\/Washington (dpa) &#8211; In der EU gab es zuletzt Hoffnung, eine weitere Eskalation des Zollkonflikts mit den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> doch noch abwenden zu k\u00f6nnen. Mitten in den laufenden Verhandlungen k\u00fcndigt nun aber US-Pr\u00e4sident Donald Trump eine Verdopplung der bereits bestehenden Sonderz\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumimporte von 25 auf 50 Prozent an. Ist damit ein echter Handelskrieg programmiert? Fragen und Antworten im \u00dcberblick:<\/p>\n<p>Warum \u00fcberrascht die neue Ank\u00fcndigung?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Vor allem, weil es zuletzt so aussah, dass auch Donald Trump an einer einvernehmlichen L\u00f6sung des Handelskonflikts interessiert sein k\u00f6nnte. Nachdem Trump der EU Ende vergangener Woche noch einmal f\u00fcr Anfang Juni eine neue drastische Zollerh\u00f6hung angedroht hatte, lie\u00df er sich Sonntag darauf erstmals auf ein Gespr\u00e4ch mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen ein. Im Anschluss zog Trump die Drohung wieder zur\u00fcck und machte deutlich, dass bis zum 9. Juli verhandelt werden soll. Mit dem guten Gespr\u00e4ch gebe es nun neuen Schwung, hie\u00df es aus der EU-Kommission.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Seitdem gab es mehrere Telefonate zwischen den Handelsbeauftragten beider Seiten. Zuletzt telefonierte am Freitag EU-Handelskommissar Maros Sefcovic mit US-Handelsminister Howard Lutnick.<\/p>\n<p>Wie reagiert die EU auf die neue Ank\u00fcndigung?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Von der f\u00fcr die Zollverhandlungen zust\u00e4ndigen EU-Kommission gab es zun\u00e4chst keine Reaktion. Sie hatte zuletzt mehrfach deutlich gemacht, dass sie sich auf die Verhandlungen konzentrieren will. Sollten die neuen Z\u00f6lle wirklich am Mittwoch in Kraft treten und auch f\u00fcr Einfuhren aus der EU gelten, d\u00fcrfte es aber schwierig werden, nicht zu reagieren.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnte eine Antwort der EU aussehen?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Regierungen der EU-Staaten hatten bereits im April den Weg f\u00fcr erste Gegenz\u00f6lle zwischen 10 und 25 Prozent als Reaktion auf die von US-Pr\u00e4sident Donald Trump angeordneten neue Z\u00f6lle freigemacht. Diese k\u00f6nnten theoretisch umgehend in Kraft gesetzt werden und unter anderem in den USA produzierende Hersteller von Jeans, Motorr\u00e4dern, Rindfleisch oder Zitrusfr\u00fcchten treffen. An weiteren Ma\u00dfnahmen wird gearbeitet. Erwogen werden weitere Zusatzabgaben auf Industrie- und Agrarprodukte wie Autos, S\u00fc\u00dfkartoffeln und Whiskey.<\/p>\n<p>Was will Trump mit den Z\u00f6llen erreichen?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Der US-Pr\u00e4sident will mit den Z\u00f6llen angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren und Produktionsstandorte in den USA sichern. Die zus\u00e4tzlichen Geb\u00fchren f\u00fcr Importe w\u00fcrden die US-<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Stahlindustrie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stahlindustrie<\/a> st\u00e4rken, sagte er am Freitag in einer Rede vor Mitarbeitern eines Stahlbetriebs im Bundesstaat Pennsylvania.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Unter Druck: Auch in der Stahlindustrie in Europa gibt es Existenzsorgen - vor allem wegen Dumpingprodukten aus China.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/145242ba-b259-4fdf-92f2-08a1c87290c8.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Unter Druck: Auch in der Stahlindustrie in Europa gibt es Existenzsorgen &#8211; vor allem wegen Dumpingprodukten aus China. (Foto: Hauke-Christian Dittrich\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Zugleich sollen die Zolleinnahmen dazu dienen, sein teures Wahlversprechen gro\u00dfer Steuersenkungen zumindest teilweise gegenzufinanzieren. Formell werden die bereits geltenden Sonderz\u00f6lle auf die Einfuhr von Stahl, Aluminium und Autos von der US-Regierung mit dem Schutz der nationalen Sicherheit begr\u00fcndet. Aus Sicht der EU sind das Vorgehen und die Argumentation allerdings nicht vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO).<\/p>\n<p>Was f\u00fcr Konsequenzen k\u00f6nnten die Z\u00f6lle f\u00fcr die EU haben?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die europ\u00e4ische Stahlindustrie bef\u00fcrchtete bereits Anfang des Jahres, dass wegen neuer US-Z\u00f6lle weitere Produktionskapazit\u00e4ten und Arbeitspl\u00e4tze abgebaut werden m\u00fcssen. Demnach waren die USA 2024 der zweitgr\u00f6\u00dfte Exportmarkt f\u00fcr die europ\u00e4ischen Stahlproduzenten. Sie machten damals nach Angaben des Verbands der europ\u00e4ischen Stahlindustrie (Eurofer) 16 Prozent der gesamten EU-Stahl-Exporte aus.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Deutschlands gr\u00f6\u00dfter Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel \u00e4u\u00dferte sich damals hingegen vergleichsweise gelassen. Das Unternehmen in Essen verwies darauf, dass sein Hauptmarkt f\u00fcr Stahl <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Europa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> ist. Der Export an Stahlprodukten in die USA sei vernachl\u00e4ssigbar gering, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Kann die EU Trump beim Thema Stahl entgegenkommen?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Theoretisch k\u00f6nnten sich die EU und die USA darauf verst\u00e4ndigen, gemeinsam gegen durch massive Subventionen getriebene \u00dcberkapazit\u00e4ten auf dem Weltmarkt anzugehen. F\u00fcr diese wird vor allem China verantwortlich gemacht. Auch Unternehmen aus der EU leiden enorm unter Preisdumping. Die Europ\u00e4ische Kommission hat deswegen ein System von Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr die heimische Stahlindustrie geschaffen. Dieses wurde zuletzt im Fr\u00fchjahr noch einmal nachgesch\u00e4rft.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250531-930-612941\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Br\u00fcssel\/Washington (dpa) &#8211; In der EU gab es zuletzt Hoffnung, eine weitere Eskalation des Zollkonflikts mit den USA&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":154046,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,940,147,29,548,663,9865,158,3934,3935,13,5307,14,15,12,939,4464,149,64,5225,55],"class_list":{"0":"post-154045","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-aluminium","11":"tag-ausland","12":"tag-deutschland","13":"tag-eu","14":"tag-europa","15":"tag-europaeische-kommission","16":"tag-europaeische-union","17":"tag-europe","18":"tag-european-union","19":"tag-headlines","20":"tag-metalle","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-stahl","25":"tag-stahlindustrie","26":"tag-sueddeutsche-zeitung","27":"tag-usa","28":"tag-welthandel","29":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114602288336765681","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/154045","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=154045"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/154045\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/154046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=154045"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=154045"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=154045"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}