{"id":154409,"date":"2025-05-31T15:06:18","date_gmt":"2025-05-31T15:06:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/154409\/"},"modified":"2025-05-31T15:06:18","modified_gmt":"2025-05-31T15:06:18","slug":"berlin-was-bei-gewitter-passiert-und-was-daran-besonders-ist-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/154409\/","title":{"rendered":"Berlin | Was bei Gewitter passiert ? und was daran besonders ist"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Berlin (dpa) &#8211; Blitze erhellen den Himmel, Donner rollt \u00fcber die D\u00e4cher und ein charakteristischer Geruch liegt in der Luft: Gerade in den w\u00e4rmeren Monaten sind solche Naturschauspiele keine Seltenheit. Doch wie kommt es zu einem Blitz? Was passiert in der Wolke? Und wie weit ist das Gewitter wirklich entfernt?<\/p>\n<p>Wie entsteht ein Blitz?<\/p>\n<p>Blitze k\u00f6nnen durch starke elektrische Spannungen in sich auft\u00fcrmenden Gewitterwolken entstehen. Unter anderem durch Reibung und St\u00f6\u00dfe laden sich winzige Eiskristalle positiv auf, gr\u00f6\u00dfere Wassertropfen negativ. Der obere k\u00e4ltere Teil der Wolke ist dadurch meist positiv geladen, der untere mit den Wassertropfen negativ. Die aufgebaute Spannung kann sich als Blitz innerhalb der Wolke entladen. Zudem k\u00f6nnen Blitze zwischen zwei Wolken oder zwischen Wolken und Boden entstehen. Letztere machen nur einen geringen Teil aus. Bei Blitzen kann sich die Luft auf rund 30.000 Grad Celsius erhitzen.\u00a0<\/p>\n<p>Blitze k\u00f6nnen mehrere Kilometer lang sein. Der bislang l\u00e4ngste jemals gemessene Blitz erstreckte sich laut Weltwetterorganisation WMO im Jahr 2020 \u00fcber mehr als 750 Kilometer durch die USA ? etwa die Strecke zwischen Hamburg und Wien. Auch bei der Dauer gibt es Extremwerte: Ein Blitz \u00fcber S\u00fcdamerika habe im selben Jahr rund 17 Sekunden gedauert.<\/p>\n<p>Wie h\u00e4ufig blitzt es in Deutschland?<\/p>\n<p>Nach Angaben des Blitzortungsunternehmen Nowcast hat es in Deutschland 2024 mehr als 1,5 Millionen Blitze mit einer Stromst\u00e4rke von mindestens 5 Kiloampere (kA) gegeben. Das ist die gr\u00f6\u00dfte registrierte Zahl pro Jahr seit 2018. Die meisten Blitze gelangen nicht zum Boden. Laut Blitz-Informationsdienst Aldis\/Blids schlug es rund 210.000 Mal ein &#8211; im Schnitt etwa alle zweieinhalb Minuten.<\/p>\n<p>Warum grollt der Donner?<\/p>\n<p>Donner entsteht durch die extreme Hitze eines Blitzes: Im Blitzkanal erhitzt sich die Luft explosionsartig auf mehrere Tausend Grad. Diese pl\u00f6tzliche Ausdehnung erzeugt eine Druckwelle, die sich in alle Richtungen ausbreitet ? unser Ohr nimmt sie als Donner wahr.<\/p>\n<p>Je nachdem, wie der Blitz zum Beobachtungsort steht, klingt der Donner unterschiedlich: Verl\u00e4uft der Blitz senkrecht zum Beobachter, treffen die Schallwellen gleichzeitig ein ? es entsteht ein lauter Knall. Ist der Blitzkanal dagegen geneigt, erreichen die Schallwellen aus unterschiedlichen Bereichen des Blitzes das Ohr zeitversetzt. So entsteht das typische Grollen.<\/p>\n<p>Um die Entfernung eines Blitzes abzusch\u00e4tzen, hilft die sogenannte Sekundenregel: Schall legt etwa 330 Meter pro Sekunde zur\u00fcck. Z\u00e4hlt man die Sekunden zwischen Blitz und Donner und teilt sie durch drei, ergibt sich in etwa die Entfernung zum Einschlag in Kilometern.<\/p>\n<p>Wann treten die st\u00e4rksten Blitze auf?<\/p>\n<p>Bei w\u00e4rmeren Gewitterlagen kommt es tats\u00e4chlich h\u00e4ufig vor, dass die st\u00e4rksten Blitze erst gegen Ende eines Gewitters auftreten, erkl\u00e4rt Nowcast. W\u00e4hrend zu Beginn meist schw\u00e4chere Entladungen innerhalb der Wolke oder in Bodenn\u00e4he vorkommen, entstehen beim Abzug des Gewitters h\u00e4ufiger besonders kr\u00e4ftige Erdblitze. Diese starten oft im oberen Bereich der Wolke und legen eine gr\u00f6\u00dfere Strecke bis zum Einschlag zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Stromst\u00e4rken von \u00fcber 150.000 Ampere sind m\u00f6glich, in seltenen F\u00e4llen sogar \u00fcber 300.000. Zum Vergleich: Viele Haushaltsger\u00e4te nutzen weniger als zehn Ampere. Ein Blitz kann also zigtausendmal so stark sein. Interessanterweise treten solche extrem starken Blitze nicht zwingend bei den heftigsten Gewittern auf ? auch unscheinbare Wintergewitter k\u00f6nnen sehr starke Entladungen hervorrufen.<\/p>\n<p>Warum kann man den Regen manchmal riechen?<\/p>\n<p>Nach l\u00e4ngerer Trockenheit liegt mit den ersten Regentropfen oft ein ganz besonderer Geruch in der Luft ? Petrichor genannt. Der Begriff stammt aus den altgriechischen W\u00f6rtern \u00abpetros\u00bb (Stein) und \u00abIchor\u00bb, der sagenumwobenen Fl\u00fcssigkeit in den Adern der G\u00f6tter. Gepr\u00e4gt wurde er 1964 von zwei australischen Forschern. Der Duft entsteht, wenn Regen auf trockenen Boden trifft: Pflanzen scheiden bei Trockenheit ein \u00d6l aus, das sich an Bodenpartikel bindet.<\/p>\n<p>Beim Aufprall der Tropfen werden winzige Bl\u00e4schen gebildet, die den Duftstoff in die Luft schleudern. Besonders intensiv riecht es bei leichtem Regen auf trockenen Lehmb\u00f6den. Manche Menschen nehmen diesen Geruch sogar schon wahr, bevor der Regen beginnt ? denn steigende Luftfeuchtigkeit kann die Duftstoffe vorab freisetzen.<\/p>\n<p>Was tun bei Gewitter?<\/p>\n<p>Gewitter \u00fcbersteht man nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes am besten in festen Geb\u00e4uden oder im Auto. \u00abWird man im Freien \u00fcberrascht, sollte man allein stehende B\u00e4ume, hohe T\u00fcrme und Masten, Metallz\u00e4une und Gew\u00e4sser meiden und keinesfalls der h\u00f6chste Punkt in der Umgebung sein\u00bb, r\u00e4t er. \u00abAm wirksamsten ist, wenn man in einer Bodenmulde in die Hocke geht, die F\u00fc\u00dfe eng zusammenstellt und die Arme um die Beine schlingt.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Blitze erhellen den Himmel, Donner rollt \u00fcber die D\u00e4cher und ein charakteristischer Geruch liegt in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":154410,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,383,4028,1973,193],"class_list":{"0":"post-154409","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-umwelt","12":"tag-unwetter","13":"tag-wetter","14":"tag-wissenschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114603070794029935","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/154409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=154409"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/154409\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/154410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=154409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=154409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=154409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}