{"id":154608,"date":"2025-05-31T16:58:04","date_gmt":"2025-05-31T16:58:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/154608\/"},"modified":"2025-05-31T16:58:04","modified_gmt":"2025-05-31T16:58:04","slug":"berlin-merz-trifft-am-donnerstag-trump-im-weissen-haus-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/154608\/","title":{"rendered":"Berlin | Merz trifft am Donnerstag Trump im Wei\u00dfen Haus"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Berlin (dpa) &#8211; Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist am Mittwochabend nach Washington, um dort am Donnerstag erstmals seit seinem Amtsantritt US-Pr\u00e4sident Donald Trump zu treffen. Geplant seien ein Gespr\u00e4ch der beiden im Wei\u00dfen Haus, ein gemeinsames Mittagessen und eine anschlie\u00dfende Pressebegegnung, gab Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin bekannt.<\/p>\n<p>Es ist das erste Treffen der beiden seit Merz` Amtsantritt am 6. Mai. Davor waren sich die beiden vor vielen Jahren nur einmal fl\u00fcchtig in New York begegnet. Merz bricht am Mittwochabend nach einem Abendessen mit den Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder in Berlin nach Washington auf. Bei der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz am Donnerstag l\u00e4sst er sich von Kanzleramtschef Thorsten Frei vertreten.\u00a0<\/p>\n<p>Trump wird den Kanzler im G\u00e4stehaus des Pr\u00e4sidenten, dem Blair House, neben dem Wei\u00dfen Haus \u00fcbernachten lassen &#8211; eine besondere Ehre. Bei dem Gespr\u00e4ch in Washington d\u00fcrften die Bem\u00fchungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs, die Reaktion der Nato auf die wachsenden Bedrohungen von au\u00dfen und der Zollstreit zwischen den USA und der EU im Mittelpunkt stehen. Vor allem geht es aber darum, ob die beiden einen guten Draht zueinander finden.<\/p>\n<p>Wie oft hatten die beiden schon Kontakt?<\/p>\n<p>Merz und Trump haben in den vergangenen Wochen mehrfach telefoniert &#8211; einmal zu zweit und danach dreimal in gr\u00f6\u00dferer Runde mit mehreren anderen europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs zu den Bem\u00fchungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs. Merz hat inzwischen die Handy-Nummer des US-Pr\u00e4sidenten und tauscht sich mit ihm per SMS aus. Seit dem j\u00fcngsten Telefonat sprechen sich die beiden auch mit den Vornamen Friedrich und Donald an.<\/p>\n<p>Was ist das Top-Thema des Besuchs?<\/p>\n<p>An Nummer eins d\u00fcrften die Bem\u00fchungen um ein Ende des Krieges in der Ukraine stehen. Merz hat sich dabei unter den Europ\u00e4ern mit an die Spitze gesetzt, zeigte sich zuletzt aber frustriert \u00fcber mangelnde Fortschritte. In Washington wird er bei Trump darum k\u00e4mpfen, den Druck auf den russischen Wladimir Putin zu erh\u00f6hen, um ihn zu einer Waffenruhe zu bewegen. Die Europ\u00e4er bereiten dazu ein weiteres Sanktionspaket in dem Bewusstsein vor, dass sie Putin nur zusammen mit den Amerikanern wirklich beeindrucken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wo steht Trump derzeit in Sachen Ukraine?<\/p>\n<p>Trump sagte am Mittwoch, innerhalb der n\u00e4chsten zwei Wochen werde sich zeigen, ob Putin \u00abuns an der Nase herumf\u00fchrt\u00bb oder nicht. \u00abUnd wenn er es tut, werden wir ein wenig anders reagieren.\u00bb Von neuen Sanktionen gegen Russland halte ihn nur die Tatsache ab, \u00abdass ich, wenn ich glaube, dass ich kurz vor einem Deal stehe, das nicht vermasseln m\u00f6chte.\u00bb Ob es bis zu dem Treffen zwischen Merz und Trump zu neuen Gespr\u00e4chen in Istanbul zwischen Russland und der Ukraine kommen wird, ist derzeit noch offen.<\/p>\n<p>Welches Thema steht noch ganz oben auf der Agenda?<\/p>\n<p>Eine L\u00f6sung im Zollstreit mit den USA. Dar\u00fcber verhandelt aber die EU-Kommission mit den USA. Merz wird sich da nicht in die Details einschalten, kann aber als Chef des wirtschaftsst\u00e4rksten europ\u00e4ischen Landes Vertrauen schaffen und Impulse setzen. F\u00fcr die von Trump urspr\u00fcnglich zum 1. Juni angedrohten Z\u00f6lle von 50 Prozent gibt es nun eine Frist bis zum 9. Juli.\u00a0<\/p>\n<p>Was wird mit Blick auf den Nato-Gipfel besprochen?<\/p>\n<p>Ende Juni kommen die Staats- und Regierungschefs des Verteidigungsb\u00fcndnisses in Br\u00fcssel zusammen und werden unter anderem \u00fcber ihre Verteidigungsausgaben reden. Trump hat von den B\u00fcndnispartnern f\u00fcnf Prozent des Bruttoinlandsprodukts gefordert. Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte hat darauf mit einer Kompromissformel reagiert: 3,5 Prozent f\u00fcr das Milit\u00e4r und 1,5 Prozent f\u00fcr Infrastruktur wie Stra\u00dfen oder H\u00e4fen, die f\u00fcr die Verteidigung relevant sein k\u00f6nnen. Merz hat sich diesem Vorschlag angeschlossen.\u00a0<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnte sonst noch zur Sprache kommen?<\/p>\n<p>Merz hat in den vergangenen Wochen einiges getan, um sich den USA gegen\u00fcber kooperativ zu zeigen. Bei einem Thema reagiert er aber ver\u00e4rgert. Die Attacken von US-Vizepr\u00e4sident JD Vance, der den europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten auf der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz eine Gef\u00e4hrdung der Demokratie vorgeworfen hat, findet er \u00ab\u00fcbergriffig\u00bb. Und Kritik aus der US-Regierung an der Einstufung der AfD durch den Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch hat er sich verbeten. \u00abDas ist unsere Sache. Dar\u00fcber entscheiden wir und nicht eine amerikanische Regierung.\u00bb Ob das bei seinem Besuch in Washington zur Sprache kommt, wird sich zeigen.\u00a0<\/p>\n<p>Wen hat Trump schon im Wei\u00dfen Haus empfangen?<\/p>\n<p>Seit seinem Amtsantritt im Januar waren schon zahlreiche Staats- und Regierungschefs bei ihm, darunter Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni. Besonders in Erinnerung geblieben sind aber zwei Besuche: Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj und der s\u00fcdafrikanische Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa wurden vom US-Pr\u00e4sidenten im Oval Office vor laufenden Kameras regelrecht vorgef\u00fchrt.\u00a0<\/p>\n<p>Wie reagiert Merz darauf?<\/p>\n<p>Gelassen. \u00abIch brauche keinen Baldrian, um ruhig zu bleiben und mit dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten ein vern\u00fcnftiges Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren\u00bb, sagte er k\u00fcrzlich im ZDF. Der Kanzler bereitet sich aber intensiv auf den Termin vor. Von mehreren Staats- und Regierungschefs, die bereits bei Trump waren, hat er sich Ratschl\u00e4ge geben lassen, unter anderem von Selenskyj, Ramaphosa, Meloni, dem norwegischen Ministerpr\u00e4sidenten Jonas Gahr Store und dem finnischen Pr\u00e4sidenten Alexander Stubb.\u00a0<\/p>\n<p>Er will auf jeden Fall mit einer positiven Grundhaltung in das Gespr\u00e4ch gehen: \u00abWir werden \u00fcber gemeinsame Interessen zu sprechen haben. Es gibt Unterschiede, aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten und genau dar\u00fcber werden wir dann auch sprechen\u00bb, sagte er im ZDF.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist am Mittwochabend nach Washington, um dort am Donnerstag erstmals seit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":154609,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1605,3364,29,508,30,1209,139,64],"class_list":{"0":"post-154608","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bielefeld","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-diplomatie","12":"tag-germany","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-regierung","15":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114603511174465237","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/154608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=154608"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/154608\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/154609"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=154608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=154608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=154608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}