{"id":155966,"date":"2025-06-01T06:04:09","date_gmt":"2025-06-01T06:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/155966\/"},"modified":"2025-06-01T06:04:09","modified_gmt":"2025-06-01T06:04:09","slug":"die-vernichtung-von-muenchen-paris-st-germain-verweigert-inter-mailand-die-teilnahme-am-finale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/155966\/","title":{"rendered":"Die &#8222;Vernichtung&#8220; von M\u00fcnchen: Paris St. Germain verweigert Inter Mailand die Teilnahme am Finale"},"content":{"rendered":"<p><strong>Inter Mailand hat ein erfahrenes Team. Doch das, was an diesem Samstagabend passiert ist, hat diese Mannschaft noch nicht erlebt. Im Champions-League-Finale bekommen die Italiener gegen Paris St. Germain keinen Fu\u00df auf den Boden.<\/strong><\/p>\n<p>Paris St. Germain begann das Spiel gleich mit einem Trick. Wobei, ist Trick wirklich das richtige Wort? Eher nicht. Der h\u00f6chst seltsam anmutende Ansto\u00df der Franzosen ist ja mittlerweile bekannt. Das sonst so passsichere Star-Ensemble semmelte den Ball also auch an diesem Samstagabend wie gewohnt ganz weit nach vorne und dort ins Seitenaus. Sofort r\u00fcckte die Mannschaft nach und setzte den Gegner, setzte Inter Mailand, unter Druck.<\/p>\n<p>Es passierte (noch) nichts. Inter konnte sich befreien. Es war ein seltener Moment. Denn was in den folgenden 90 Minuten geschah, hatte die Welt noch nicht gesehen. Die Mail\u00e4nder wurden im Finale der Champions League historisch hergespielt, verloren 0:5. Ein so deutliches Ergebnis hatte es im Kampf um Europas Fu\u00dfball-Krone noch nicht gegeben. Und wohl selten auch so viel Ratlosigkeit.<\/p>\n<p>&#8222;Wir waren in vielen Punkten einfach zu schlecht, das tut weh&#8220;, befand Torwart Yann Sommer. &#8222;Warum? Das ist schwer zu erkl\u00e4ren, das werden wir uns in den kommenden Wochen noch h\u00e4ufiger fragen.&#8220; Dabei seien sie, so betonten sie, von ihrem Trainer Simone Inzaghi richtig gut auf dieses Spiel eingestellt worden. Doch es waren offenbar Worte, deren Inhalt durch die K\u00f6pfe seiner Spieler flitzte, ohne dort einen Ankerpunkt zu finden.<\/p>\n<p>Das Spiel ihres Lebens<\/p>\n<p>Inter durfte in diesem Finale einfach nicht mitspielen. Sie schauten zu, w\u00e4hrend sie nach etwas suchten, um sich aufzub\u00e4umen. Sie fanden es nicht. Es ging einfach alles viel zu schnell. Das von Katar seit \u00fcber einem Jahrzehnt mit fast zwei Milliarden Euro gef\u00fctterte Paris St. Germain war an diesem Abend so hungrig wie nie. Und auf diesem Beutezug waren sie nicht zu bremsen. Sie spielten vielleicht das Spiel ihres Lebens.<\/p>\n<p>Ganz besonders D\u00e9sir\u00e9 Dou\u00e9. Der 19-J\u00e4hrige k\u00f6nnte das n\u00e4chste Weltwunder im Fu\u00dfball werden. Neben Lamine Yamal vom FC Barcelona. Wom\u00f6glich pr\u00e4gen diese beiden Ausnahmespieler die n\u00e4chsten Jahre, vielleicht eine ganze Dekade oder mehr. Dou\u00e9 bringt alles mit und brachte das ausgerechnet in M\u00fcnchen auf den Rasen. Vor den Augen von Uli Hoene\u00df, der mit gelb beglaster Brille auf der Trib\u00fcne sa\u00df. <\/p>\n<p>Es m\u00fcssen ein paar Stiche ins Herz gewesen sein f\u00fcr den gro\u00dfen Mann des FC Bayern. In seinem Wohnzimmer wurde der Henkelpott ausgespielt und Paris gewann ihn, weil Dou\u00e9, den der FC Bayern im vergangenen Sommer beinahe bekam, magische Dinge der Einfachheit anstellte. Der ehemalige St\u00fcrmer von Stade Rennes entschied sich 2024 jedoch knapp gegen die Bundesliga und f\u00fcr die Ligue 1. PSG soll unter anderem auch das bessere Abl\u00f6se-Angebot gemacht haben. F\u00fcr dem Vernehmen nach 50 bis 60 Millionen Euro kam der Deal zustande.<\/p>\n<p> <strong class=\"article__aside__title\">Paris Saint-Germain &#8211; Inter Mailand 5:0 (2:0)<\/strong> <\/p>\n<p><b>Tore: <\/b>1:0 Hakimi (12.), 2:0 Dou\u00e9 (20.), 3:0 Dou\u00e9 (63.), 4:0 Kwarazchelia (73.), 5:0 Mayulu (86.)<br \/><b>Paris:<\/b> Donnarumma &#8211; Hakimi, Marquinhos, Pacho, Nuno Mendes (78. Hern\u00e1ndez) &#8211; Vitinha &#8211; Jo\u00e3o Neves (84. Zaire-Emery), Fabi\u00e1n (84. Mayulu) &#8211; Dou\u00e9 (66. Barcola), Demb\u00e9l\u00e9, Kwarazchelia (84. Ramos). &#8211; Trainer: Enrique<br \/><b>Mailand:<\/b> Sommer &#8211; Pavard (54. Bisseck, 62. Darmian), Acerbi, Bastoni &#8211; Calhanoglu (70. Asllani) &#8211; Dumfries, Barella, Mchitarjan (62. Carlos Augusto), Dimarco (54. Zalewski) &#8211; Mart\u00ednez, Thuram. &#8211; Trainer: Inzaghi<br \/><b>Schiedsrichter:<\/b> Istvan Kovacs (Rum\u00e4nien)<br \/><b>Gelbe Karten:<\/b> Dou\u00e9, Hakimi (3) &#8211; Zalewski (2), Thuram, Acerbi (2), Inzaghi (Trainer\/3)<br \/><b>Zuschauer:<\/b> 64.500 (ausverkauft)<\/p>\n<p>Nach zw\u00f6lf Minuten war der Fl\u00fcgelst\u00fcrmer vom genialen Vitinha brillant freigespielt worden, er stand alleine im Strafraum. Und dann machte er Dinge, die jahrelang untypisch f\u00fcr PSG waren, er zimmerte nicht drauf, sondern legte quer. Zu Achraf Hakimi, der den Ball gegen sein Ex-Team ohne jede M\u00fche \u00fcber die Linie dr\u00fcckte. Er war der einzige Pariser, der sich in diesem Moment nicht extrovertiert freute. Er hatte mit Inter gro\u00dfe Momente erlebt und hielt sich aus Respekt zur\u00fcck. Er hob fast schon entschuldigend die H\u00e4nde in Richtung der Mail\u00e4nder Fans.<\/p>\n<p>Das 2:0 darf niemals so passieren<\/p>\n<p>Es war der letzte Moment der Zur\u00fcckhaltung von Paris, die nun v\u00f6llig entfesselt waren. Sie pfiffen auf all das Geschw\u00e4tz, dass sie in diesem Finale wom\u00f6glich noch zu gr\u00fcn hinter den Ohren sind, dass ihnen der Gegner die geballte Erfahrung der alten Schlachtr\u00f6sser entgegenwerfen w\u00fcrde. Paris griff an und es war eine wahre Freude, eine unb\u00e4ndige Spielfreude. Ohne Superstars, mit einem Kollektiv, das gro\u00dfe Tr\u00e4ume befeuert. &#8222;Wir haben Geschichte geschrieben und das ist erst der Anfang&#8220;, versprach Dou\u00e9. Der Traum von einer \u00c4ra lebt. Vor allem bei den international umstrittenen Investoren aus Katar wird das gut ankommen <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/sport\/fussball\/Der-brillanteste-und-schmutzigste-Champions-League-Sieg-aller-Zeiten-article25805012.html\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_self\">(wie Sie hier nachlesen k\u00f6nnen).<\/a><\/p>\n<p>Nach 20 Minuten stand es 2:0. Inter hat Einwurf tief in der H\u00e4lfte der Franzosen. Nicolo Barella will eine Ecke rausholen, aber der Ball wird von William Pacho gekl\u00e4rt, der Konter l\u00e4uft \u00fcber Ousmane Demb\u00e9l\u00e9, den neuen Anf\u00fchrer der Mannschaft. Auch er tut untypische Dinge, auch er stellt sein Ego ganz weit weg und legt den Ball auf \u00fcberragende Weise mit einem Chip auf die andere, rechte Seite. Dort ist wieder Dou\u00e9, 2:0. Sein Schuss wird vom \u00e4u\u00dferst ungl\u00fccklich spielenden Federico Dimarco unhaltbar f\u00fcr Sommer abgef\u00e4lscht. Paris St. Germain l\u00e4uft f\u00fcreinander, k\u00e4mpft f\u00fcreinander und spielt miteinander. Paris St. Germain ist die beste Mannschaft (!) in Europa.<\/p>\n<p>Inter Mailand war geschlagen. Diese Erkenntnis legte sich fr\u00fch \u00fcber die M\u00fcnchner Arena, in der die Italiener vor wenigen Wochen ihre erstaunliche Resilienz gegen den FC Bayern im Viertelfinale gezeigt hatten. Ehe sie eine Runde sp\u00e4ter den FC Barcelona von Supertrainer Hansi Flick entzauberten, in zwei magischen N\u00e4chten, die es in der Champions League so noch nicht gegeben hatte. Inter hatte alles, um den Pott zu gewinnen. Und zeigte an diesem Samstagabend nichts. Hakan \u00c7alhano\u011flu bekam keinen Zugriff im Mittelfeld, in dem Vitinha herrschte, mit seinen flei\u00dfigen Nebenleuten Fabian und Joao Neves. Sie webten Spinnennetze, in denen sich Inter verfing und verzweifelt gegen das Gefressenwerden strampelte.<\/p>\n<p>&#8222;Diese Niederlage schmerzt so sehr&#8220;<\/p>\n<p>Paris lie\u00df nicht locker. Nie. Bis zum Ende nicht. Auch, als das Spiel entschieden war, rannte die Mannschaft nach vorne. Sie schoss das 3:0 durch Dou\u00e9, sie schoss das 4:0 durch Khvicha Kvaratskhelia und auch noch das 5:0 durch Senny Mayulu. Inter fiel vor den Augen der Welt auseinander und die heimische Presse war gewohnt gnadenlos in ihrem Urteil: &#8222;PSG dem\u00fctigt Inter, f\u00fcr Mailand wird das Finale zu einer Katastrophe&#8220;, titelte der &#8222;Corriere dello Sport&#8220;. F\u00fcr &#8222;La Repubblica&#8220; ist es schlicht eine &#8222;Vernichtung&#8220; Inters.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Saison endet bislang ohne Titel, vielleicht gibt es noch einen bei der Klub-WM? Danach scheint aber das Ende des Teams besiegelt. Torwart Sommer ist 36, ob er in seiner Karriere noch einmal die Chance auf den Henkelpott bekommt? Gleiches gilt f\u00fcr den unverw\u00fcstlichen Francesco Acerbi (37), f\u00fcr Henrikh Mkhitaryan und Marko Arnautovic (beide 36). Es sind so viele Spieler schon jenseits der 30, es ist eine Mannschaft ohne Zukunft.<\/p>\n<p>Und die ist auch von Simone Inzaghi noch nicht gekl\u00e4rt. Dem Trainer liegen herausragende Angebote vor, sagte er zuletzt, als die Ger\u00fcchte immer lauter verhandelt wurden. Unter anderem aus Saudi-Arabien. Al-Hilal soll ihn mit \u00fcber 50 Millionen Euro Gehalt locken, aber tauscht er wirklich gro\u00dfe Ambitionen gegen gro\u00dfes Geld? In den n\u00e4chsten Tagen soll alles entschieden werden.<\/p>\n<p>&#8222;Diese Niederlage schmerzt so sehr. Es ist eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung, ein Tiefpunkt&#8220;, sagte Inzaghi &#8222;verbittert&#8220;. Sein Team sei &#8222;zu m\u00fcde&#8220; gewesen: &#8222;Paris war immer schneller am Ball. Ich habe den Jungs trotzdem gedankt, auch wenn wir in dieser Saison keinen Titel gewonnen haben.&#8220; \u00dcber die Dinge, die nun kommen, wollte er nicht reden. &#8222;Die Entt\u00e4uschung ist zu gro\u00df, um mir Gedanken zu machen um meine Zukunft. Ich finde es sinnlos, heute \u00fcber die Zukunft von Inzaghi zu sprechen&#8220;, betonte der Inter-Coach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inter Mailand hat ein erfahrenes Team. 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