{"id":15603,"date":"2025-04-08T12:23:13","date_gmt":"2025-04-08T12:23:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15603\/"},"modified":"2025-04-08T12:23:13","modified_gmt":"2025-04-08T12:23:13","slug":"was-man-zu-klein-paris-alles-wissen-kann-aber-nicht-muss-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15603\/","title":{"rendered":"Was man zu Klein-Paris alles wissen kann \u2013 aber nicht muss \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Zur Buchmesse stellte Manja Reinhardt \u201eBlaue Gl\u00fccksorte in und um Leipzig\u201c vor, ein Buch, das die Leser\/-innen \u00fcberall hinf\u00fchrt, wo Wasser die Stadt lebendig macht. Aber bei der Gelegenheit konnte sie auch ein neues Leipzig-Quiz vorstellen, das in derselben Verlagsgruppe erschien. Ein kleines Rettungswerkzeug f\u00fcr Partys, denen es an Gespr\u00e4chsstoff mangelt oder wo Leute beieinander sitzen und meinen, sie w\u00fcrden Leipzig in allen Facetten schon kennen. Denkste, darf man da sagen.<\/p>\n<p>Und dann das Quiz auspacken, mit seinen hundert meist nicht ganz ernst gemeinten Fragen. Denn was (be-)merkenswert an einer Stadt ist, das sind ihre verqueren Eigenschaften, das, was es anderswo nicht gibt, was manchmal komisch und zum Kopfsch\u00fctteln ist. Manchmal auch bierernst gemeint. Denn Einheimische k\u00f6nnen auch nachtragend sein, wenn man die \u2013 aus ihrer Sicht \u2013 wirklich wichtigen Dinge \u00fcber ihre Stadt nicht wei\u00df.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/7a9733dbc5e444c3a00f6f94226e1b55.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/kultur\/lebensart\/2025\/04\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/kultur\/lebensart\/2025\/04\/1\"\/><\/p>\n<p>Dass man zum Beispiel den h\u00f6chsten Rathausturm Deutschlands besitzt, dass ein Bursche namens Karl May hier mal verhaftet wurde oder dass da im S\u00fcden der Stadt das gr\u00f6\u00dfte Denkmal Europas steht. Auf das man sogar klettern kann und auch sollte. Da hat man n\u00e4mlich einen der sch\u00f6nsten Rundblicke \u00fcber die Stadt.<\/p>\n<p>Eine Einladung<\/p>\n<p>Aber Manjas Reinhardts Fragen sind eben auch eine Auswahl dessen, wie die Leipziger auf ihre Stadt schauen und was daran sie f\u00fcr ruhmesw\u00fcrdig finden \u2013 ob nun die M\u00e4dlerpassage, den hier gegr\u00fcndeten Reclam Verlag, den Thomanerchor oder die Apel-Steine, die in mehreren Ortsteilen herumstehen. Da d\u00fcrfte so mancher R\u00e4tselrater \u00fcberrascht sein und merken: Man wei\u00df ja doch nicht alles \u00fcber die Stadt. Es gibt immer noch was zu entdecken.<\/p>\n<p>Die Schaub\u00fchne Lindenfels genauso wie das Connewitzer Kreuz oder den Br\u00fchl mit seiner Geschichte. Das Quiz ist letztlich eine einzige Einladung, seine bequemen Schuhe anzuziehen, loszulaufen und gezielt Ausschau zu halten nach den Dingen und Orten, die man vorher doch noch nicht kannte. Und mit denen man sich dann beim Party-Spiel gr\u00fcndlich in die Brennnesseln gesetzt hat, weil Einbildung eben noch keine Kenntnis ist.<\/p>\n<p>Manche Dinge sind nat\u00fcrlich etwas schwieriger \u2013 so wie das besondere Kleid, das man im Stadtgeschichtlichen Museum sehen kann, oder die Herkunft des Namens f\u00fcr das Gewandhausorchester. Die Lange Lene werden wohl auch eher nur Bewohner des entsprechenden Ortsteils alle kennen, genauso wie eher nur Kenner der Materie auch etwas mit dem Hufeisen an der Nikolaikirche anfangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Besonderheiten einer Stadt<\/p>\n<p>Zu jedem Fakt, den es zu erraten gilt, hat sich Manja Reinhardt drei m\u00f6gliche Antworten ausgedacht. Nur eine ist richtig. Man kann das Spiel also mit sich selber spielen (und sich hinterher \u00fcber eine magere Punktzahl gr\u00e4men) oder mit Freunden auf der Party. Wobei das Quiz sich tats\u00e4chlich auch zum Kennenlernen der wichtigsten Dinge zu Leipzig eignet, denn auf der R\u00fcckseite der Karten wird jedes Mal erkl\u00e4rt, welche die richtige L\u00f6sung und was dahinter steckt.<\/p>\n<p>Und wenn man sich nicht allzu sehr \u00e4rgert, wenn man mal etwas nicht wei\u00df, dann kann man das Spiel auch einfach zur Unterhaltung spielen \u2013 im Zug zum Beispiel (aber bitte nicht in der Stra\u00dfenbahn). Man kann den gr\u00f6\u00dften Besserwisser in der Runde ermitteln. Oder einfach seine Freude daran haben, dass eine so nett in die mitteldeutsche Landschaft platzierte Stadt doch irgendwie lauter Besonderheiten hat, die sie von anderen St\u00e4dten unterscheiden.<\/p>\n<p>Und damit erkennbar machen. Und erinnerbar. Feste Regeln gibt es nicht, versichert der Verlag. Daf\u00fcr etliche \u00dcberraschungen mit Messe, \u00e4ltester Ferneisenbahn und einem Bier namens Gose. Wolkensimulator und Teddyb\u00e4r gibt noch als Extra dazu. Wenn man sie richtig err\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Manja Reinhardt \u201eLeipzig-Quiz\u201c<\/strong>, Grupello Verlag, D\u00fcsseldorf 2025, 12,90 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zur Buchmesse stellte Manja Reinhardt \u201eBlaue Gl\u00fccksorte in und um Leipzig\u201c vor, ein Buch, das die Leser\/-innen \u00fcberall&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15604,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,1803,859],"class_list":{"0":"post-15603","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leipzig","12":"tag-rezension","13":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114302327538902815","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15603","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15603"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15603\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15603"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}