{"id":156187,"date":"2025-06-01T08:12:09","date_gmt":"2025-06-01T08:12:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156187\/"},"modified":"2025-06-01T08:12:09","modified_gmt":"2025-06-01T08:12:09","slug":"von-dresden-nach-berlin-marion-ackermann-startet-als-praesidentin-der-stiftung-preussischer-kulturbesitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156187\/","title":{"rendered":"Von Dresden nach Berlin: Marion Ackermann startet als Pr\u00e4sidentin der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Als neue Pr\u00e4sidentin der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz (SPK) geht Marion Ackermann mit dem Teamspirit aus Dresden <a href=\"#teamspirit\">an den Start<\/a>, wo sie lange Chefin der Staatlichen Kunstsammlungen war.<\/li>\n<li><a href=\"#wiedereroeffnung\">Gut gewappnet<\/a> f\u00fchlt sie sich durch ihre Zeit an der Elbe auch f\u00fcr die Herausforderungen an der Spree: Dazu geh\u00f6ren Bau-Projekte wie das Pergamonmuseum, Kostendruck und die weitere Reform der SPK.<\/li>\n<li>In Dresden wie auch in Berlin sind f\u00fcr sie die Themen <a href=\"#Restitution\">Raubkunst und Restitution<\/a> zentral.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a name=\"teamspirit\">Teamspirit aus Dresden<\/a> f\u00fcr die neue Mega-Aufgabe in Berlin<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuf die Frage, was sie von der Elbe an die Spree mitnimmt, verwies <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/ackermann-skd-interview-kultur-news-104.html\" title=\"Warum SKD-Chefin Marion Ackermann Dresden verl\u00e4sst und nach Berlin geht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ackermann<\/a> im Gespr\u00e4ch mit MDR KULTUR auf den Team-Gedanken: &#8222;Das Tolle war die Erfahrung, nicht allein zu sein, sondern dass wir beispielsweise mit der Direktorinnenkonferenz ein Team geschaffen haben, um die gro\u00dfen Aufgaben gemeinsam zu bew\u00e4ltigen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSo sei es gelungen, den 15 Einrichtungen im SKD-Verbund &#8222;die Autonomie und Strahlkraft zu lassen, gleichzeitig aber das Ganze zu vertreten&#8220;. Um eine Gesamtstrategie, &#8222;eine Erz\u00e4hlung&#8220; f\u00fcr die 25 Einrichtungen der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz gehe es nun auch in Berlin.\n<\/p>\n<p><a name=\"wiedereroeffnung\">Wiederer\u00f6ffnung<\/a> Pergamonmuseum: &#8222;Wir z\u00e4hlen die Monate&#8220;<\/p>\n<p class=\"text\">\nZu der vom Bund und allen L\u00e4ndern getragenen SPK mit rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geh\u00f6ren neben der Staatsbibliothek Berlin und mehreren Instituten auch die Staatlichen Museen zu Berlin mit 15 Sammlungen und 4,7 Millionen Objekten an 19 Standorten. Darunter sind weltbekannte Museen wie die Gem\u00e4ldegalerie, die Neue Nationalgalerie und das Pergamonmuseum, das derzeit saniert wird und in weiten Teilen ab Fr\u00fchjahr 2027 wiederer\u00f6ffnen soll, wie Ackermann weiter ausf\u00fchrte: &#8222;Wir z\u00e4hlen die Monate, nicht mehr die Jahre.&#8220; Auf zwei Etagen pr\u00e4sentiere sich dann die neu konzipierte Schau des Museums f\u00fcr Islamische Kunst.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch f\u00fcr die weiter laufenden Bauprojekte k\u00e4men ihr Erfahrungen aus Dresden zugute, f\u00fcgte Ackermann hinzu. Anders als dort trage in Berlin der Bund den gesamten Bauhaushalt, &#8222;was keine geringe Summe ist, aber auch notwendig, weil man hier im Welterbe baut&#8220;, betonte Ackermann mit Blick etwa auf die Berliner Museumsinsel, die Unesco-Weltkulturerbe ist, und die vielen anderen denkmalgesch\u00fctzten Bauten von Schinkel bis Scharoun, die es zu erhalten gelte.\n<\/p>\n<p>Museumsinsel \u00f6ffnet ab Juni wieder &#8222;normal&#8220;, Museumsbetrieb bleibt Herausforderung<\/p>\n<p class=\"text\">\nAb Juni w\u00fcrden die Museen auf der Museumsinsel wieder &#8222;zu den normalen Zeiten \u00f6ffnen&#8220;, also dienstags bis sonntags, k\u00fcndigte Ackermann au\u00dferdem an. Das sei eine gute Nachricht, zugleich seien wie in Dresden und andernorts die Haushalte f\u00fcr Betrieb und Sicherheit der Museen, vor allem die Kosten f\u00fcr Energie oder Aufsichtspersonal enorm gestiegen. Hier brauche es weitere \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDar\u00fcber hinaus gelte es, mit Leuchtturmprojekten, also &#8222;Gro\u00dfausstellungen&#8220; Wirtschaftsunternehmen oder private M\u00e4zene als Sponsoren f\u00fcr die Programmarbeit zu gewinnen.\n<\/p>\n<p><a name=\"Restitution\">Raubkunst<\/a> und Restitution: Neuer Fokus auf Kooperation in Herkunftsl\u00e4ndern<\/p>\n<p class=\"text\">\nAls zentrale Aufgabe sieht Ackermann weiterhin die <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/ausstellungen\/provenienzforschung-kunstobjekte-100.html\" title=\"Provenienzforschung: den Biografien von Kunstobjekten auf der Spur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Provenienzforschung<\/a>, sie lobte die Arbeit ihres Amtsvorg\u00e4ngers Hermann Parzinger: &#8222;Berlin ist mit Restitutionen vorangegangen.&#8220; Auf dem Feld seien auch die <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/dresden-radebeul\/bernd-ebert-skd-direktor-nachfolge-ackermann-kultur-news-104.html\" title=\"Dresden: Bernd Ebert ist neuer SKD-Direktor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Staatlichen Kunstsammlungen Dresden<\/a> sehr aktiv gewesen. Hier beginnt aus ihrer Sicht nun &#8222;ein neues Kapitel&#8220;.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach den erfolgten R\u00fcckgaben von Objekten in den letzten Jahren gehe es nun zunehmend um &#8222;die gelebte Kooperation auf Augenh\u00f6he mit den Partnern und Partnerinnen in den Herkunftsl\u00e4ndern&#8220;. Als Beispiel nannte Ackermann die f\u00fcr November 2025 geplante Er\u00f6ffnung des &#8222;Edo Museum of West African Art&#8220; in Nigeria, das restituierte <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/mitteldeutschland\/orte\/leipzig\/kolonialismus-grassi-museum-kunstraub-voelkermord-voelkerkunde-100.html\" title=\"Rassismus-Debatte: Leipziger &quot;Grassi-Museum f\u00fcr V\u00f6lkerkunde&quot; pr\u00fcft seine Best\u00e4nde\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Benin-Bronzen<\/a> beherbergen soll. Aus Sachsen seien drei Bronzen transferiert worden, aus Berlin hunderte, betonte Ackermann. Wichtig sei es nun, die Zusammenarbeit vor Ort voranzutreiben.\n<\/p>\n<p>SPK-Reform soll weitergehen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie studierte Kunsthistorikerin Ackermann war seit 2016 SKD-Generaldirektorin. Die 60-J\u00e4hrige \u00fcbernimmt das Amt von Hermann Parzinger, der die SPK seit 2008 leitete. In seine Amtszeit fallen der Bau des Humboldt-Forums, die Sanierung des Pergamonmuseums, der 2024 begonnene Neubau des Museums der Moderne im Kulturforum, aber auch die R\u00fcckgabe von Raubkunst wie den Benin-Bronzen und die angeschobene Reform der Stiftung, die als chronisch unterfinanziert gilt, aber mit einer neuen Vereinbarung, die Bund und L\u00e4nder im M\u00e4rz 2025 trafen, gest\u00e4rkt werden soll.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nQuelle: MDR KULTUR (Andre Sittner), SPK, SKD, Redaktionelle Bearbeitung: ks<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als neue Pr\u00e4sidentin der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz (SPK) geht Marion Ackermann mit dem Teamspirit aus Dresden an den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":156188,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[2704,296,3364,29,2386,30,66,2075,33235,81,2264,859,24607,54935],"class_list":{"0":"post-156187","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-ausstellungen","9":"tag-berlin","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-dresden","13":"tag-germany","14":"tag-kulturnachrichten","15":"tag-kunst","16":"tag-marion-ackermann","17":"tag-mdr","18":"tag-museum","19":"tag-sachsen","20":"tag-staatliche-kunstsammlungen-dresden","21":"tag-stiftung-preussischer-kulturbesitz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114607105344493833","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156187","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=156187"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156187\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/156188"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=156187"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=156187"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=156187"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}