{"id":156251,"date":"2025-06-01T08:46:15","date_gmt":"2025-06-01T08:46:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156251\/"},"modified":"2025-06-01T08:46:15","modified_gmt":"2025-06-01T08:46:15","slug":"sichere-nanomedizin-in-der-schwangerschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156251\/","title":{"rendered":"Sichere Nanomedizin in der Schwangerschaft"},"content":{"rendered":"<p>Wenn eine Schwangerschaft kompliziert wird, steht nicht nur das Leben der Mutter auf dem Spiel, sondern auch das des ungeborenen Kindes. Doch was tun, wenn Medikamente gegen weitverbreitete Infektionen und andere Schwangerschaftskomplikationen wie Schwangerschaftsvergiftung, Diabetes oder eine drohende Fr\u00fchgeburt entweder nicht wirken oder zu riskant sind?<\/p>\n<p>Die medizinische Forschung hat eine m\u00f6gliche Antwort: Nanozyme. Die winzigen, k\u00fcnstlich hergestellten Partikel k\u00f6nnten dazu beitragen, Entz\u00fcndungsprozesse in der Plazenta zu behandeln, ohne Mutter oder Kind zu schaden. Ein Team aus Forschenden der Empa, der ETH Z\u00fcrich, des Kantonsspital St. Gallen und der chinesischen \u00abZhejiang University\u00bb entwickelt nun in einem vom Schweizer Nationalfonds (SNF) gef\u00f6rderten Projekt neuartige Nanozyme. Dabei wird der Entwicklungsprozess von umfassenden Studien zu deren Medikamentensicherheit begleitet.<\/p>\n<p>Ein Baukasten f\u00fcr sichere Therapien<\/p>\n<p>Nanozyme sind kleinste synthetische Verbindungen im Nanometer-Bereich mit Enzym-artigen Eigenschaften, die bereits in anderen medizinischen Feldern erforscht werden, etwa in der Krebstherapie. Aufgebaut sind sie aus einem nanostrukturierten Kern (z.B. Metallatome oder Metalloxide), der die enzymatische Aktivit\u00e4t bestimmt, und Oberfl\u00e4chenmodifikationen, die die Stabilit\u00e4t der Nanozyme erh\u00f6hen und ihre Spezifit\u00e4t verbessern. \u00abAuf diese Weise wollen wir einen massgeschneiderten Einsatz f\u00fcr verschiedene Anwendungsbereiche erm\u00f6glichen\u00bb, erkl\u00e4rt Empa-Forscher Tagaras.<\/p>\n<p>Die Aktivit\u00e4t der Nanozyme \u00e4ndert sich dabei, je nachdem welche Krankheitsprozesse im Einsatzgebiet vorherrschen: Aus einem \u00abStealth Mode\u00bb, einer Art inaktivem Tarnkappen-Zustand, k\u00f6nnen sie aktiv werden, um bei Entz\u00fcndungsprozessen etwa reaktive Sauerstoffspezies (ROS) einzufangen oder bei einer Infektion Bakterien zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Nanozyme geht dabei mit Laborexperimenten zur Sicherheit der neuartigen Medikamente einher. Hier wenden die Forschenden in den Empa-Labors entwickelte und erprobte Modelle an, die das Geschehen an der Plazenta und im Organismus von Mutter und Kind naturgetreu abbilden. \u00abDer Aufbau, der Stoffwechsel und das Ineinandergreifen von m\u00fctterlichem und fetalem Gewebe sind beim Menschen einzigartig\u00bb, sagt Teamleiterin Tina B\u00fcrki vom \u00abNanomaterials in Health\u00bb-Labor der Empa in St. Gallen. Daher sei es erforderlich, die Wirkung der Nanozyme an Labormodellen mit menschlichen Zellen und Geweben zu untersuchen. Zum Einsatz kommt hier das bereits etablierte Plazenta-Modell, wof\u00fcr das Team voll funktionsf\u00e4hige menschliche Plazenten nutzt, die nach Kaiserschnitten zur Verf\u00fcgung gestellt wurden. \u00abNur dank menschlichem Plazentagewebe lassen sich aussagekr\u00e4ftige Resultate zum Transport und der Wirkung der Nanozyme ermitteln\u00bb, sagt die Empa-Forscherin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn eine Schwangerschaft kompliziert wird, steht nicht nur das Leben der Mutter auf dem Spiel, sondern auch das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":156252,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29947,29,29948,30,141,29949,16064,29950,232,29952,4060,15,6989,29945,29951,29953,29946,29944,29943,26837],"class_list":{"0":"post-156251","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-baeretswil","9":"tag-deutschland","10":"tag-fischenthal","11":"tag-germany","12":"tag-gesundheit","13":"tag-gossau-zh","14":"tag-gratis","15":"tag-grueningen","16":"tag-health","17":"tag-hinwil","18":"tag-lokal","19":"tag-news","20":"tag-online","21":"tag-portal","22":"tag-rueti-zh","23":"tag-seegraeben","24":"tag-wetzikon","25":"tag-zuercher-oberland","26":"tag-zueri-oberland","27":"tag-zuerich"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114607238930716756","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156251","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=156251"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156251\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/156252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=156251"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=156251"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=156251"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}