{"id":156394,"date":"2025-06-01T10:06:23","date_gmt":"2025-06-01T10:06:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156394\/"},"modified":"2025-06-01T10:06:23","modified_gmt":"2025-06-01T10:06:23","slug":"stories-of-surrender-ueber-ego-und-erfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156394\/","title":{"rendered":"Stories of Surrender\u201c \u00fcber Ego und Erfolg"},"content":{"rendered":"<p>Schwarze Jeansjacke, get\u00f6nte Brille, die Haare zur\u00fcckgek\u00e4mmt: Bono betritt das Hotelzimmer in Cannes genau so, wie man ihn vor Augen hat. Der S\u00e4nger der irischen Band U2 ist gut gelaunt; gerade hat er sein Konterfei auf dem Wende\u00adcover eines Filmmagazins entdeckt. \u201eIch bin Scarlett Johanssons B-Seite\u201c, lacht er mit Blick auf den Hollywoodstar, der auf der eigentlichen Titelseite zu sehen ist. Zu den Filmfestspielen in S\u00fcdfrankreich ist der Ire gekommen, um den Konzertfilm \u201eBono: Stories of Surrender\u201c vorzustellen. Er komme gerade aus Amsterdam, berichtet er, wo er mit zwei seiner Kinder seinen 65. Geburtstag gefeiert hat.<\/p>\n<p><strong>Bono, vor ein paar Jahren ver\u00f6ffentlichten Sie Ihre Autobiographie \u201eSurrender \u2013 40 Songs, eine Geschichte\u201c. Nun gibt es mit \u201eBono: Stories of Surrender\u201c den Film dazu, f\u00fcr den Sie sich bei Ihrer Buch-Tour oder besser gesagt One-Man-Show filmen lie\u00dfen. Hier wie dort werden Sie sehr pers\u00f6nlich und teilen private Geschichten aus Ihrem Leben. Was hat Sie dazu veranlasst?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Wenn man ber\u00fchmt wird, f\u00e4ngt man an, sich \u00fcber die Jahre eine Art Panzer zuzulegen. Die volle Montur: R\u00fcstung, Schild, Schwert. Das braucht man, wenn man unbeschadet diesen Irrsinn \u00fcberstehen will. Aber nat\u00fcrlich wiegt das schwer, und irgendwann wird es geradezu zu einer Pflicht, diese R\u00fcstung auch mal wieder komplett abzulegen. Ich wollte mich verletzlich machen, und das hatte etwas sehr Befreiendes.<\/p>\n<p><strong>Ging es Ihnen auch darum, sich selbst besser zu verstehen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Da ist sicherlich etwas dran. Ich habe immer geglaubt, dass meine Pers\u00f6nlichkeit und mein Charakter vor allem gepr\u00e4gt wurden durch die B\u00fccher, die ich zeitlebens verschlungen habe, Romane, politische Manifeste. Aber irgendwann habe ich mir eingestanden, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen, gerade die der Kindheit, viel mehr Einfluss haben auf einen Menschen, als es jeder Text je k\u00f6nnte. Fast alles, was ich in meinem Leben getan habe, war ein Versuch, meinen Vater zu beeindrucken. Nicht zuletzt all meine Weltverbesserungsambitionen. Und wenn ich mich frage, warum ich eigentlich S\u00e4nger geworden bin, lautet die Antwort doch ganz schlicht: weil ich das Loch zu f\u00fcllen versucht habe, das entstand, als meine Mutter mich verlassen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"DSGVO Platzhalter\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/gdpr-layer.webp.webp\" loading=\"lazy\" class=\"absolute w-full\"\/> Externe Inhalte aktivieren <\/p>\n<p><strong>Ihre Mutter starb, als Sie 14 Jahre alt waren. <\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Stimmt, aber in dem Alter f\u00fchlt sich das an, als sei man verlassen worden. Und es gibt kaum ein schlimmeres Gef\u00fchl als diesen Schmerz, glaube ich. Nicht umsonst gibt es diesen legend\u00e4ren, auch von Van Morrison gesungenen Song \u201eSometimes I Feel Like a Motherless Child\u201c.<\/p>\n<p><strong>War die Auseinandersetzung mit Ihren Eltern also der wichtigste Grund, das Buch zu schreiben?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Einerseits ja. Aber andererseits ging es mir auch darum, eine Sprache zu finden f\u00fcr meinen Glauben. Religion spielt in meinem Leben seit jeher eine gro\u00dfe Rolle, und ich wollte davon ausgehend einen Dialog er\u00f6ffnen mit der Kunst, der Musik und den lang andauernden Beziehungen in meinem Leben. Womit wir dann bei meiner Frau sind; letztlich ist das Buch eine Liebeserkl\u00e4rung an sie.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie durch die intensive Besch\u00e4ftigung mit dem eigenen Leben f\u00fcr das Buch und die Show etwas Neues gelernt \u00fcber sich selbst?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Dass ich tief in meinem Innersten eine oberfl\u00e4chliche Person bin (lacht). Aber im Ernst, das Herz ist tr\u00fcgerisch \u00fcber alle Ma\u00dfen. Und besonders tr\u00fcgerisch ist der Performer. Deswegen l\u00e4uft zum Abspann des Films der U2-Song \u201eThe Showman (Little More Better)\u201c: \u201eThe showman gives you front row to his \u00adheart \/ The showman prays his heart\u00adache will chart.\u201c Aber meine Lieblingszeile in dem Song ist eine, die ich mir bei meinem guten Freund Jimmy Iovine, dem Gr\u00fcnder von Interscope Records, gemopst habe: \u201eIch habe gerade genug Selbstbewusstsein, um dort anzukommen, wo ich hinwill.\u201c Vermutlich ist das f\u00fcr mich die gr\u00f6\u00dfte Erkenntnis mit Blick auf mich selbst gewesen: dass all die Unsicherheit, die ich mein Leben lang nie abgelegt habe, nicht Grund zum Frust ist, sondern im Gegenteil der Motor, der mich am Laufen h\u00e4lt. In diesem Sinne ist Unsicherheit eigentlich die gr\u00f6\u00dfte Sicherheit, die man als K\u00fcnstler haben kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\u201eWenn man die Chance hat zu hoffen, dann muss man es tun\u201c: Bono w\u00e4hrend der Promo-Tour f\u00fcr \u201eStories of Surrender\u201c\" height=\"2000\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/wenn-man-die-chance-hat-zu.jpg\" width=\"3000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>\u201eWenn man die Chance hat zu hoffen, dann muss man es tun\u201c: Bono w\u00e4hrend der Promo-Tour f\u00fcr \u201eStories of Surrender\u201cReuters<\/p>\n<p><strong>Nach all den Jahren erleben Sie noch Momente der Verunsicherung?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Klar, gerade auf der B\u00fchne. Ich singe quasi gegen mein Unbehagen an. Deswegen werde ich immer besonders nerv\u00f6s, wenn ich irgendwo auftreten muss, ohne zu performen. Ich bin nun einmal kein Schauspieler; ich brauche die Musik und das Mikrofon. Die Aussicht, den Film \u00fcber mein Schaffen hier in Cannes zu pr\u00e4sentieren, behagte mir gar nicht. Meine Tochter Eve, die Schauspielerin ist, hat mir dann ins Gewissen geredet und mich daran erinnert, dass ich schon ganz andere Auftritte gemeistert habe.<\/p>\n<p><strong>Eve ist das zweite Ihrer vier Kinder. Haben Sie in der Beziehung zu ihnen bewusst daran gearbeitet, ein anderes Verh\u00e4ltnis zu etablieren als das komplizierte, das Sie zu Ihrem Vater hatten?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Tats\u00e4chlich war das etwas, worauf ich immer sehr bewusst geachtet habe, und ich hoffe, es ist mir gelungen. Letztlich habe ich mit allen vieren im Laufe ihres Heranwachsens das gleiche Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt und ihnen aufgezeigt, wie ein typisches Vater-Kind-Verh\u00e4ltnis aussehen k\u00f6nnte: Man ger\u00e4t aneinander und verliert den Bezug, spricht eine Weile nicht miteinander oder sagt nur das absolut N\u00f6tigste. Irgendwann, meistens dann, wenn die Enkelkinder ins Spiel kommen, findet man im Idealfall wieder zusammen. So habe ich das mit meinem Vater erlebt und dutzendfach in der Nachbarschaft gesehen. Mein Vorschlag an meine Kinder war, all diese Zwischenschritte zu \u00fcberspringen und von Anfang an auf N\u00e4he, Herzlichkeit und gute Kommunikation zu setzen. Zu meiner Freude fanden sie das eine gute Idee.<\/p>\n<p><strong>Im Film sprechen Sie viel von Hoffnung, nicht nur mit Blick auf die eigene Familie, sondern weit dar\u00fcber hinaus. Ihren Drang zum Verbessern der Welt haben Sie ja bereits erw\u00e4hnt. Aber viel Optimismus ist da aktuell nicht geboten, oder?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Die albanische Politikwissenschaftlerin und Autorin Lea Ypi sagt: Wenn man die Chance hat zu hoffen, dann muss man es tun. Hoffnung als moralische Verpflichtung! Gerade, da sich viele Menschen eben gar keine Hoffnung erlauben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Ihre Erinnerungen stehen unter dem Motto \u201eSurrender\u201c, also \u201eErgeben\u201c. <\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Ergeben! Was f\u00fcr ein groteskes Wort in einer Zeit, in der unsere Welt entschlossen scheint, sich selbst in Brand zu setzen. Wir stehen so kurz vor einem Weltkrieg wie nie zuvor zu meinen Lebzeiten, und ich rede \u00fcber Gewaltlosigkeit. Glauben Sie mir, ich wei\u00df, wie l\u00e4cherlich die wei\u00dfe Flagge aussehen kann. Das war nicht anders, als wir sie damals auf der \u201eWar\u201c-Tour buchst\u00e4blich auf der B\u00fchne schwenkten zu \u201eSunday Bloody Sunday\u201c.<\/p>\n<p><strong>Damals war Ihre irische Heimat nicht weit von einem B\u00fcrgerkrieg entfernt.<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Ganz genau. Aber instinktiv \u2013 und sicherlich naiv \u2013 wussten wir als Band, dass Gewaltverzicht der einzig richtige Weg ist. Ich hatte John Lennon im Ohr, Martin Luther King und Joan Baez. Am Ende war es tats\u00e4chlich die Gewaltlosigkeit, die in Irland den Frieden gebracht hat. Das sollte man dieser Tage nicht vergessen, wo viele den Gedanken daran erneut absurd finden und eher das Gegenteil im Sinn haben. Allerdings habe ich den Eindruck, dass das Strecken der Waffen aktuell deutlich weniger abwegig erscheint als noch vor zwei Jahren. Viele Ukrainer w\u00e4ren inzwischen sicherlich froh, nicht mehr k\u00e4mpfen zu m\u00fcssen. Und die Hamas zwingt zahlreiche Menschen dazu, sich diesem religi\u00f6sen Extremismus zu verschreiben, der nicht an Frieden interessiert ist. Dabei hei\u00dft doch das Wort Islam \u00fcbersetzt \u201eErgebung\u201c. Manche verstehen das als \u201eUnterwerfung\u201c. Aber f\u00fcr mich bedeutet das, sich Gott hinzugeben, was Hand in Hand mit einem Verzicht auf Gewalt einhergeht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\u201eEs ist leichter, die Welt zu ver\u00e4ndern als die Welt in sich selbst\u201c: Bono mit Pr\u00e4sident Joe Biden, der ihm die \u201ePresidential Medal of Freedom\u201c verleiht\" height=\"1894\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/es-ist-leichter-die-welt-zu.jpg\" width=\"3000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>\u201eEs ist leichter, die Welt zu ver\u00e4ndern als die Welt in sich selbst\u201c: Bono mit Pr\u00e4sident Joe Biden, der ihm die \u201ePresidential Medal of Freedom\u201c verleihtLaif<\/p>\n<p><strong>Von Ihnen stammt aber auch die Aussage, dass das Ergeben besonders schwerf\u00e4llt, wenn man \u2013 wie Sie \u2013 ein K\u00e4mpfer ist und praktisch schon mit erhobenen F\u00e4usten geboren wurde. Wann kommt der K\u00e4mpfer in Ihnen heute noch durch?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Zum Gl\u00fcck habe ich es zu Hause in Irland nicht mehr mit paramilit\u00e4rischen Einheiten zu tun wie in meiner Jugend. Heute ist, das habe ich irgendwann begriffen, mein gr\u00f6\u00dfter Gegner die eigene Scheinheiligkeit. Und das Ego.<\/p>\n<p><strong>An Letzterem hat es Ihnen nie gemangelt, hatte man den Eindruck.<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Ich finde es auch nicht verwerflich, ein gewisses Ego zu haben. Im Gegenteil. Aber man sollte immer an sich und seinem Ego arbeiten, sich hinterfragen und offen bleiben. Mit 22 Jahren habe ich geglaubt, dass ich nicht die Welt ver\u00e4ndern kann, lediglich die Welt in mir selbst. Heute denke ich dagegen, dass es leichter ist, die Welt zu ver\u00e4ndern als die Welt in sich selbst.<\/p>\n<p><strong>Da sind wir wieder bei Bono, dem Weltverbesserer. F\u00fcr diesen Anspruch wurden Sie immer auch verlacht. Haben Sie mit Ihrem Engagement dem eigenen Image und wom\u00f6glich dem Erfolg von U2 auch geschadet?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Keine Frage, immer wieder. Aber das ist okay, das geh\u00f6rt dazu. Ich habe die Band genauso wie unser Publikum immer wieder bis zum \u00c4u\u00dfersten strapaziert. Eine B\u00fchne mit George W. Bush zu teilen, als der gerade dabei war, im Irak einzumarschieren \u2013 das brachte mir und U2 nicht gerade Pluspunkte ein.<\/p>\n<p><strong>Bereuen Sie es, mit Bush gemeinsame Sache gemacht zu haben?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Nein, kein bisschen. Denn ich habe dazu beitragen k\u00f6nnen, die damals gr\u00f6\u00dfte Gesundheitsintervention in der Medizingeschichte ins Leben zu rufen. PEPFAR, der President\u2019s Emergency Plan for AIDS Relief, hat im Kampf gegen HIV und AIDS bis heute 26 Millionen Menschen das Leben gerettet. Das war es wert, Bush nicht auf offener B\u00fchne f\u00fcr andere Aspekte seiner Politik zu kritisieren. Auch wenn ich unter vier Augen dar\u00fcber durchaus offen mit ihm gesprochen habe.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4sident Trump hat nun PEPFAR bei Beginn seiner neuen Amtszeit so gut wie abgeschafft . . .<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Es ist entsetzlich, mit welcher Leichtigkeit und offenkundigen Freude dieser Imperator diese lebenserhaltenden Ma\u00dfnahmen durchtrennt hat. Und dass mit Elon Musk nun ein reicher, wei\u00dfer S\u00fcdafrikaner mitverantwortlich daf\u00fcr ist, ob die \u00e4rmsten schwarzen Kinder in S\u00fcdafrika ihre antiretroviralen Medikamente bekommen. Das hat schon etwas von einer R\u00fcckkehr der Apartheid, muss ich sagen. Ich w\u00fcrde Musk gerne vor Augen f\u00fchren, was wir im Kampf gegen AIDS alles erreicht haben. Jetzt die Ma\u00dfnahmen abzuschaffen, ist in etwa so, als sei man unterwegs zum Mars und w\u00fcrde kurz vor der Ankunft wieder umkehren. V\u00f6llig bescheuert. Ich f\u00fcrchte wirklich, dass am Ende von Trumps Pr\u00e4sidentschaft eine Million Kinder gestorben sein werden, deren Tod man durch das Beibehalten von Programmen wie PEPFAR h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen. Sie sehen schon: Ich kann es nicht lassen, den Mund aufzumachen. Dabei sollten wir doch eigentlich \u00fcber den Film sprechen.<\/p>\n<p><strong>Wir k\u00f6nnen zum Abschluss ja noch einmal den Bogen zur\u00fcck schlagen. Hoffen Sie, dass auch junge Zuschauer bei \u201eBono: Stories of Surrender\u201c einschalten und so vielleicht zum ersten Mal die Musik von U2 h\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Das war nicht das Ziel des Films, es w\u00fcrde mich aber sehr gl\u00fccklich machen, wenn es einige unserer Songs auch in Zukunft in die Playlists von Menschen schaffen w\u00fcrden, die uns neu f\u00fcr sich entdecken. Aber ich habe meinen Frieden damit gemacht, dass U2 es sicherlich nie wieder in die Radiocharts schaffen wird.<\/p>\n<p>Zur Person<\/p>\n<p class=\"p2 sm:p2-medium items-start pb-[30px]\"><strong>Geboren <\/strong>am 10. Mai 1960 als Paul David Hewson in Dublin.<\/p>\n<p class=\"p2 sm:p2-medium items-start pb-[30px]\"><strong>W\u00e4hrend seiner Schulzeit <\/strong>erhielt er den Spitznamen Bono Vox (lateinisch f\u00fcr \u201egute Stimme\u201c); gek\u00fcrzt machte er ihn zum K\u00fcnstlernamen.<\/p>\n<p class=\"p2 sm:p2-medium items-start pb-[30px]\"><strong>Popul\u00e4r <\/strong>wurde die Band U2, die Bono mit drei Freunden gegr\u00fcndet hatte, in den Achtzigerjahren; zu den zahlreichen Hits z\u00e4hlen \u201ePride (In the Name of Love)\u201c, \u201eSunday Bloody Sunday\u201c, \u201eWith or Without You\u201c, \u201eBeautiful Day\u201c.<\/p>\n<p class=\"p2 sm:p2-medium items-start pb-[30px]\"><strong>Seit 1982 <\/strong>ist er mit Alison Hewson verheiratet; zwei T\u00f6chter und zwei S\u00f6hne, einer von ihnen, Elijah Hewson, ist ebenfalls Musiker.<\/p>\n<p class=\"p2 sm:p2-medium items-start pb-[30px]\"><strong>\u201eBono: Stories of Surrender\u201c<\/strong> ist ab 30. Mai bei AppleTV+ zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schwarze Jeansjacke, get\u00f6nte Brille, die Haare zur\u00fcckgek\u00e4mmt: Bono betritt das Hotelzimmer in Cannes genau so, wie man ihn&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":156395,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-156394","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114607553794045481","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=156394"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156394\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/156395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=156394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=156394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=156394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}