{"id":156687,"date":"2025-06-01T12:41:11","date_gmt":"2025-06-01T12:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156687\/"},"modified":"2025-06-01T12:41:11","modified_gmt":"2025-06-01T12:41:11","slug":"exklusive-bild-liste-senat-reserviert-acht-orte-in-berlin-fuer-windraeder-regional","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156687\/","title":{"rendered":"Exklusive BILD-Liste: Senat reserviert acht Orte in Berlin f\u00fcr Windr\u00e4der | Regional"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 <b>Noch arbeitet der Wind nur in Pankow. Aber der Berliner Senat hat jetzt acht Stadt-Fl\u00e4chen favorisiert, auf denen k\u00fcnftig Windr\u00e4der erlaubt werden sollen. Von Arkenberge im Norden bis Grunewald im S\u00fcden. Je zur H\u00e4lfte im Osten und Westen der Hauptstadt soll der Fl\u00e4chennutzungsplan ge\u00e4ndert werden.<\/b><\/p>\n<p>Um die Festlegung von Standorten kommt Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (60, SPD) nicht herum \u2013 gesucht werden am Ende 446 Hektar Wind-Energiegebiete. Die abgel\u00f6ste Ampel-Regierung hat im Jahr 2022 mit dem Wind-an-Land-Gesetz festgelegt, dass Stadtstaaten bis zum Jahr 2032 immerhin 0,5 Prozent ihrer Landesfl\u00e4che zur Erzeugung von <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/windkraftanlage\/windkraftanlagen-news-fotos-videos-20388628.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Windenergie<\/a> ausweisen m\u00fcssen (Fl\u00e4chenl\u00e4nder 2 Prozent).<\/p>\n<p>Bislang wird mit 230 Meter hohen Windr\u00e4dern kalkuliert, von denen eins umgerechnet jeweils 3700 Haushalte versorgen k\u00f6nnte. Unterm Strich sollen in der Bundesrepublik im Jahr 2030 demnach 80 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.<\/p>\n<p>Berlins acht Zukunfts-Orte f\u00fcr Windr\u00e4der<\/p>\n<p>\u25ba Blankenfelde\/Arkenberge (Pankow)<\/p>\n<p>\u25ba Buchholz Nord (Pankow) <\/p>\n<p>\u25ba Landschaftsraum Wartenberg\/Falkenberg (Lichtenberg) <\/p>\n<p>\u25ba Krummendammer Heide (Treptow-K\u00f6penick) <\/p>\n<p>\u25ba S\u00fcdlicher Grunewald (Steglitz-Zehlendorf) <\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>\u25ba Am Teufelsberg (Charlottenburg-Wilmersdorf) <\/p>\n<p>\u25ba Rieselfelder Gatow Karolinenh\u00f6he (Spandau) <\/p>\n<p>\u25ba Jungfernheide\/Tegel<\/p>\n<p><b>Viel Gegenwind gibt es schon jetzt am Standort Gatow. Der dort zust\u00e4ndige Spandauer Baustadtrat Thorsten Schatz (42, CDU) nennt die Rieselfelder ein &#8222;No-Go&#8220;. Es ist das gr\u00f6\u00dfte Landschaftsschutz-Gebiet der Hauptstadt. Die m\u00e4chtigen Windr\u00e4der (bis 270 Meter) w\u00e4ren auch aus Kladow am anderen Havelufer gut zu sehen \u2013 dort wohnen viele Politiker-Promis.<\/b><\/p>\n<p>Ausgesiebt wurden die aktuell acht gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4chen mit Potenzial in <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/berlin-regional\/home-15823246.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> aus einer ersten urspr\u00fcnglichen Liste mit 31 gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4chen. Heraus kamen dabei insgesamt 596 Hektar Vorzugs-Fl\u00e4chen \u2013 also gibt es noch einen Puffer von gut 150 Hektar, falls Pl\u00e4ne im Rahmen der anlaufenden Beteiligungsprozesse wieder gekippt werden. Laut Fl\u00e4chennutzungsplan (FNP) sind die meisten vorgesehenen Fl\u00e4chen derzeit als Wald (285 Hektar) ausgewiesen, gefolgt von Gr\u00fcn- und Landwirtschaftsfl\u00e4chen (166 Hektar), aber auch 56 Hektar als gewerbliche Baufl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Ein Risiko bei der Auswahl sind nahe Brutpl\u00e4tze von Vogelarten, die mit den Rotoren kollidieren k\u00f6nnten (Rotmilan, Wei\u00dfstorch, Wanderfalke). Nicht angetastet werden zudem Naturschutzgebiete und \u00f6kologisch wertvolle W\u00e4lder, aber auch UNESCO-Welterbe-Fl\u00e4chen, Standorte f\u00fcr zivile und milit\u00e4rische Luftfahrt, festgesetzte Baufl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch<\/p>\n<p>Genug Wind f\u00fcr Rotoren gibt es \u00fcberall in der Hauptstadt. Experten fanden durchweg die erforderlichen 6,5 Meter je Sekunde in 150 Meter H\u00f6he. Allerdings ist eine wichtige Voraussetzung: 500 Meter Abstand zu den n\u00e4chstgelegenen Wohnh\u00e4usern \u2013 das entspricht der zweifachen H\u00f6he der angepeilten Windr\u00e4der.<\/p>\n<p><b>\u201eWichtig ist zu betonen, dass mit der \u00c4nderung des Fl\u00e4chennutzungsplans noch keine direkte Realisierung zusammenh\u00e4ngt\u201c, so Gaeblers Sprecher Martin Pallgen zur B.Z. \u201eDie \u00c4nderung ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer m\u00f6glichen Nutzung f\u00fcr Windenergie.\u201c Berlin muss bis Ende 2027 einen Anteil von 0,25 Prozent und bis Ende 2032 einen Wert von 0,5 Prozent der Landesfl\u00e4che nachweisen.<\/b><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (60, SPD) will im Fl\u00e4chennutzungsplan Windenergie-Fl\u00e4chen ausweisen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/17b7a44b0155cf868308da114a850266,bca7b51d\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (60, SPD) will im Fl\u00e4chennutzungsplan Windenergie-Fl\u00e4chen ausweisen<\/p>\n<p>Foto: picture alliance\/dpa<\/p>\n<p>Die geforderten 446 Hektar Vorranggebiete f\u00fcr Windr\u00e4der muss Berlin m\u00f6glicherweise nicht komplett auf eigenem Grund und Boden sichern \u2013 es soll auch Deals per Staatsvertrag mit anderen Bundesl\u00e4ndern geben, die ihr Soll schon erf\u00fcllt haben. Allerdings: Diese M\u00f6glichkeit ist im Juni 2024 abgelaufen, eine Fristverl\u00e4ngerung scheiterte an der vorgezogenen <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/bundestagswahl\/bundestagswahl-alle-infos-76680844.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundestagswahl<\/a>. Der Senat hofft jetzt auf Verhandlungen mit der neuen Bundesregierung.<\/p>\n<p>Hier ist Widerspruch gegen Windr\u00e4der m\u00f6glich<\/p>\n<p>Sie haben Einw\u00e4nde? Vom 10. Juni bis einschlie\u00dflich 11. Juli kann man sich elektronisch \u00e4u\u00dfern unter der E-Mail-Adresse: windenergie.fnp@senstadt.berlin.de. Zudem wird in der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung eine Ausstellung gezeigt (Mo.-Fr., 8-16 Uhr, Raum 0026, Erdgeschoss W\u00fcrttembergische Stra\u00dfe 6). Bei Gespr\u00e4chsbedarf Terminvereinbarung unter Tel. 030\/ 90173-5879.<\/p>\n<p><b>Der Bau eines Windrades dauert circa vier Monate, kostet neun Millionen Euro. Der Betreiber muss dem Grundst\u00fccks-Eigent\u00fcmer eine Pacht zahlen. Er selbst erh\u00e4lt f\u00fcr die eingespeisten Kilowattstunden eine Verg\u00fctung.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Noch arbeitet der Wind nur in Pankow. 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