{"id":156700,"date":"2025-06-01T12:48:10","date_gmt":"2025-06-01T12:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156700\/"},"modified":"2025-06-01T12:48:10","modified_gmt":"2025-06-01T12:48:10","slug":"hardholz-thueringens-mutmasslich-aelteste-metal-band-plant-weitere-konzerte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156700\/","title":{"rendered":"Hardholz: Th\u00fcringens mutma\u00dflich \u00e4lteste Metal-Band plant weitere Konzerte"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"sprung1\" class=\"jumpLabel\">Leidenschaft f\u00fcr Metal in Tambach-Dietharz<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nZugegeben, die Mannen aus dem Th\u00fcringer Wald sind nicht allen nachgewachsenen Metalfreunden ein Begriff. W\u00e4hrend andere Th\u00fcringer Bands wie <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/thueringen\/ost-thueringen\/saalfeld-rudolstadt\/heaven-shall-burn-erfurt-weichert-metal-band-100.html\" title=\"25 Jahre Heaven Shall Burn: Aus Th\u00fcringen auf die gro\u00dfen B\u00fchnen dieser Welt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heaven Shall Burn<\/a> oder Die Apokalyptischen Reiter in den vergangenen zwanzig Jahren eine europa- oder sogar weltweite Fangemeinde aufbauen konnten, sehen Hardholz ihre Band inzwischen eher als gut gepflegtes Hobby.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Neid kenne ich nicht\u201c, sagt Schlagzeuger Frank Brill. &#8222;Ich g\u00f6nne es den anderen.&#8220; Ein Schicksal, das die Th\u00fcringer auf gewisse Weise mit der kanadischen Band Anvil teilen. Auch diese fristet &#8211; trotz aller Leidenschaft und Ausdauer &#8211; ein musikalisches Leben im Schatten der gro\u00dfen nordamerikanischen Metalbands. Unter manchen Eingeweihten jedoch genie\u00dft sie Kultstatus &#8211; oder zumindest kollegialen Respekt.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Da musst du durch, egal was kommt. Mach dir nur Mut und denk daran: Du bist knallhart, du bist aus Hartholz.<\/p>\n<p>Textzeile aus Song &#8222;Hartholz&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nBlickt man einige Jahrzehnte zur\u00fcck, wird deutlich: Die Th\u00fcringer waren deutlich mehr als eine reine Garagen- oder Kellerband. &#8222;In Spitzenzeiten wurden wir f\u00fcr 120 Mucken im Jahr gebucht\u201c, sagt Bassist Michael Brill, genannt Der H\u00f6lzer.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSchon zuvor rockten die Brill-Br\u00fcder in der Blues- und Hardrockband Orakel. Sie eiferten ihren Helden von Led Zeppelin, Ten Years After und Cream um Eric Clapton nach, liebten aber auch den aufkommenden Punkrock der Sex Pistols und Ramones.\n<\/p>\n<p>Erst die Einstufung, dann viele Auftritte<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch mit Hardholz &#8211; und dem Hardrock-D im Namen &#8211; meinten sie es ernst und unterzogen sich der staatlichen Einstufung. &#8222;Das bescherte uns die sogenannte Sonderstufe, die h\u00f6chste Kategorie f\u00fcr Amateurbands&#8220; erz\u00e4hlt Michael Brill. &#8222;H\u00f6chstens 40 Prozent des Repertoires durften Songs aus dem Ausland sein, so war das damals. Aber wir hatten eh viele eigene Songs, und so kamen wir an zahlreiche Auftrittsm\u00f6glicheiten.&#8220; Und an Studioproduktionen f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/politik-gesellschaft\/kultur\/rundfunk-radio-hoerfunk100.html\" title=\"Rundfunk der DDR\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rundfunk der DDR<\/a>.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nVor allem die Konzerte bedeuteten mehr, als nur zu spielen. Denn w\u00e4hrend Einsteiger-Instrumente und Verst\u00e4rker heute auch schon f\u00fcr den kleinen Geldbeutel zu haben sind, gab es vieles damals einfach nicht. Das Musiker-Leben in der DDR erforderte so einiges an Geschick und Kreativit\u00e4t.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Damit eine Band funktionierte, mussten die Musiker im besten Fall auch Tischler und Elektriker sein&#8220;, sagt Michael Brill. &#8222;Oder man kannte eben Freunde, die ebenfalls Spa\u00df an der Band hatten, und sowas konnten&#8220;, erg\u00e4nzt sein Bruder Franky. &#8222;West-Instrumente wurden bis zum zehnfachen Kurs gehandelt. Folglich hat man sich die ganze Konzerttechnik quasi selbst zusammengeschustert.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nF\u00fcr Tanzmusik sei das DDR-Equipment durchaus brauchbar gewesen, geben die Br\u00fcder zu. Aber f\u00fcr Heavy-Metal? &#8222;Ich brauchte Beckenst\u00e4nder, die nicht beim dritten Schlag umkippen\u201c,  fasst Franky Brill zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leidenschaft f\u00fcr Metal in Tambach-Dietharz Zugegeben, die Mannen aus dem Th\u00fcringer Wald sind nicht allen nachgewachsenen Metalfreunden ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":156701,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[6329,129,29,214,30,55061,43673,81,3969,1779,810,55063,14,55062,861,215],"class_list":{"0":"post-156700","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-band","9":"tag-ddr","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-hardholz","14":"tag-heavy","15":"tag-mdr","16":"tag-metal","17":"tag-music","18":"tag-musik","19":"tag-musikradar","20":"tag-nachrichten","21":"tag-tambach-dietharz","22":"tag-thueringen","23":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114608190867727922","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=156700"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156700\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/156701"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=156700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=156700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=156700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}