{"id":156981,"date":"2025-06-01T15:20:12","date_gmt":"2025-06-01T15:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156981\/"},"modified":"2025-06-01T15:20:12","modified_gmt":"2025-06-01T15:20:12","slug":"berlin-sichert-sich-acht-orte-fuer-riesen-windraeder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/156981\/","title":{"rendered":"Berlin sichert sich acht Orte f\u00fcr Riesen-Windr\u00e4der!"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Frischer Wind f\u00fcr das Berliner Stromnetz. Der <strong><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-kurier.de\/topics\/berliner-senat\" rel=\"nofollow noopener\">Senat<\/a><\/strong> hat acht Fl\u00e4chen im gesamten Stadtgebiet reserviert, auf denen k\u00fcnftig gewaltige Windr\u00e4der in den Himmel wachsen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Vom beschaulichen Arkenberge im Norden bis hinunter zum gr\u00fcnen Grunewald im S\u00fcden \u2013 die potenziellen Standorte verteilen sich gleichm\u00e4\u00dfig auf Ost und West. Um die ehrgeizigen Pl\u00e4ne Realit\u00e4t werden zu lassen, muss der Fl\u00e4chennutzungsplan angepasst werden, schreibt die B.Z. \u2013 eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen f\u00fcr das Berliner Stadtbild.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Was auf den ersten Blick wie ein n\u00fcchterner Verwaltungsakt erscheint, ist in Wahrheit ein Schritt von gro\u00dfer Bedeutung. <strong><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-kurier.de\/topics\/berlin\" rel=\"nofollow noopener\">Berlin<\/a><\/strong> will einen gewichtigen Beitrag zur Energiewende leisten \u2013 und muss es auch: <strong><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-kurier.de\/news\/wirtschaft\/deutschland-ist-nummer-1-beim-windkraft-ausbau-li.2302712\" rel=\"nofollow noopener\">Laut Bundesvorgabe sind Stadtstaaten verpflichtet, bis 2032 mindestens 0,5 Prozent ihrer Landesfl\u00e4che f\u00fcr Windkraft auszuweisen.<\/a><\/strong> Das entspricht f\u00fcr die Hauptstadt rund 446 Hektar, die als Vorranggebiete ausgewiesen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Schon im Jahr 2022 hatte die damalige Ampel-Koalition mit dem sogenannten Wind-an-Land-Gesetz die Weichen gestellt. Der sportliche Plan: Bis 2030 sollen 80 Prozent des deutschen Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Ein ambitioniertes Ziel, das Windr\u00e4der mit bis zu 230 Metern H\u00f6he erfordert \u2013 gewaltige Anlagen, von denen jede einzelne theoretisch bis zu 3700 Haushalte versorgen kann.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht: Aus urspr\u00fcnglich 31 Fl\u00e4chen wurden acht Favoriten ausgew\u00e4hlt, schreibt die B.Z., der die Liste dazu vorliegt. Diese summieren sich auf rund 596 Hektar \u2013 ein bewusster Puffer, um flexibel auf m\u00f6gliche Einw\u00e4nde und Anpassungen reagieren zu k\u00f6nnen. Denn die Erfahrung zeigt: Nicht jeder Standort bleibt im Laufe des Beteiligungsprozesses bestehen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die acht ausgew\u00e4hlten Zonen reichen von Blankenfelde und Buchholz Nord in Pankow \u00fcber den Landschaftsraum Wartenberg\/Falkenberg in Lichtenberg bis zur Krummendammer Heide in Treptow-K\u00f6penick. Auch die westliche Stadt kommt ins Spiel \u2013 etwa mit dem S\u00fcdlichen Grunewald in Steglitz-Zehlendorf oder dem Gel\u00e4nde am Teufelsberg in Charlottenburg-Wilmersdorf. Spandaus Rieselfelder bei Gatow sowie das Areal Jungfernheide\/Tegel komplettieren die Liste.<\/p>\n<p><img alt=\"Die Berliner Stadtwerke haben bereits Erfahrung mit dem Bau von Windr\u00e4dern.\" loading=\"lazy\" width=\"3998\" height=\"2249\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1fdb2783-546c-4f89-8f18-0525b1c02787.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Die Berliner Stadtwerke haben bereits Erfahrung mit dem Bau von Windr\u00e4dern.Eibner\/imago<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Aber nicht \u00fcberall st\u00f6\u00dft der Plan auf Gegenliebe. Insbesondere in Gatow regt sich bereits heftiger Widerstand. Die dortigen Rieselfelder sind als gr\u00f6\u00dftes Landschaftsschutzgebiet Berlins ein sensibles Terrain \u2013 zumal die geplanten Riesenrotoren mit H\u00f6hen von bis zu 270 Metern auch vom anderen Havelufer aus gut sichtbar w\u00e4ren. Eine besondere Brisanz erh\u00e4lt die Debatte dadurch, dass um die Ecke, in Kladow, viele prominente Politiker wohnen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Nicht nur der Blick, sondern auch der Schutz von Flora und Fauna spielt bei der Standortwahl eine entscheidende Rolle. So werden Naturschutzgebiete, \u00f6kologisch wertvolle W\u00e4lder, UNESCO-Welterbest\u00e4tten und Fl\u00e4chen der Luftfahrt kategorisch ausgeschlossen. Auch Brutpl\u00e4tze bedrohter Vogelarten wie Rotmilan, Wei\u00dfstorch oder Wanderfalke k\u00f6nnen Standorte ausschlie\u00dfen \u2013 das Risiko von Kollisionen mit den Rotorbl\u00e4ttern ist gegeben.<\/p>\n<p>\u00dcberall in Berlin herrscht laut Experten ausreichend Wind f\u00fcr Windr\u00e4der<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Ein gro\u00dfer Teil der bevorzugten Fl\u00e4chen ist zurzeit noch als Wald (285 Hektar) oder als landwirtschaftlich beziehungsweise g\u00e4rtnerisch genutztes Gr\u00fcnland (166 Hektar) im Fl\u00e4chennutzungsplan vermerkt. Nur ein kleiner Anteil \u2013 etwa 56 Hektar \u2013 entf\u00e4llt auf Gewerbefl\u00e4chen. Doch eines haben sie alle gemeinsam: \u00dcberall in Berlin herrscht laut Experten ausreichend Wind. Gemessen in 150 Metern H\u00f6he liegt die Geschwindigkeit durchweg bei den erforderlichen 6,5 Metern pro Sekunde.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Allerdings: Zu Wohngebieten muss ein Mindestabstand von 500 Metern eingehalten werden. Das entspricht in etwa der doppelten H\u00f6he der meisten geplanten Windr\u00e4der \u2013 und soll nicht nur den L\u00e4rmpegel, sondern auch potenzielle optische Beeintr\u00e4chtigungen in Grenzen halten.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Wenngleich der neue Fl\u00e4chennutzungsplan noch keinen unmittelbaren Baubeginn bedeutet, markiert er doch einen Meilenstein. Er ist die notwendige Grundlage f\u00fcr alles Weitere \u2013 und Voraussetzung daf\u00fcr, dass Berlin seine Verpflichtungen erf\u00fcllen kann. Schon bis Ende 2027 muss ein Zwischenziel erreicht sein: 0,25 Prozent der Landesfl\u00e4che sollen dann bereits f\u00fcr Windkraft vorgesehen sein.<\/p>\n<p>Der Bau eines einzelnen Windrades dauert etwa vier Monate<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Dabei muss die Hauptstadt die kompletten 446 Hektar nicht zwangsl\u00e4ufig auf eigenem Boden vorhalten. Kooperationen mit anderen Bundesl\u00e4ndern sind eigentlich denkbar \u2013 sofern diese ihr eigenes Fl\u00e4chenziel bereits erreicht haben. Doch genau diese Option ist ins Wanken geraten. Die entsprechende Frist f\u00fcr solche Staatsvertr\u00e4ge lief bereits im Juni 2024 ab. Eine Verl\u00e4ngerung scheiterte an den politischen Turbulenzen rund um die vorgezogene Bundestagswahl. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf neuen Verhandlungen mit der k\u00fcnftigen Bundesregierung.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\"><strong><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-kurier.de\/berlin\/brandenburg\/er-baute-am-fernsehturm-mit-ddr-genie-entwickelt-groesstes-windrad-der-welt-li.2284682\" rel=\"nofollow noopener\">\u00dcbrigens: Der Bau eines einzelnen Windrades dauert etwa vier Monate und kostet rund neun Millionen Euro.<\/a><\/strong> Der Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer profitiert durch Pachteinnahmen, der Betreiber erh\u00e4lt eine Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr den gelieferten Strom.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Wer sich in den Entscheidungsprozess einbringen m\u00f6chte, hat bald Gelegenheit dazu: Vom 10. Juni bis zum 11. Juli k\u00f6nnen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ihre Stellungnahmen per E-Mail einreichen. Unter dieser Adresse: <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/windenergie.fnp@senstadt.berlin.de\" rel=\"nofollow noopener\">windenergie.fnp@senstadt.berlin.de<\/a>. <\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Was sagen Sie zum Thema Windr\u00e4der in Berlin? Schicken Sie uns Ihre Meinung an leser-bk@berlinerverlag.com oder kommentieren Sie unseren Beitrag auf Facebook oder bei X. Wir freuen uns auf Ihre Nachrichten! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frischer Wind f\u00fcr das Berliner Stromnetz. 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