{"id":157363,"date":"2025-06-01T18:46:09","date_gmt":"2025-06-01T18:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/157363\/"},"modified":"2025-06-01T18:46:09","modified_gmt":"2025-06-01T18:46:09","slug":"eskalation-im-stahlstreit-droht-eu-droht-trump-mit-schnellen-gegenzoellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/157363\/","title":{"rendered":"Eskalation im Stahlstreit droht: EU droht Trump mit schnellen Gegenz\u00f6llen"},"content":{"rendered":"<p>                    Eskalation im Stahlstreit droht<br \/>\n                EU droht Trump mit schnellen Gegenz\u00f6llen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              31.05.2025, 15:22 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Der Zollstreit zwischen den USA und der EU geht in die n\u00e4chste Runde. Die Europ\u00e4er drohen mit baldigen Gegenma\u00dfnahmen, nachdem US-Pr\u00e4sident Trump die Z\u00f6lle f\u00fcr Stahl und Aluminium verdoppelt hat. Eine Einigung ist nicht in Sicht.<\/strong><\/p>\n<p>Die EU \u00fcbt scharfe Kritik an der neuen Zoll-Ank\u00fcndigung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und droht mit einer Reaktion noch vor dem Sommer. &#8222;Wir bedauern die angek\u00fcndigte Erh\u00f6hung der US-Z\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumimporte von 25 auf 50 Prozent zutiefst&#8220;, sagte ein Sprecher der f\u00fcr die EU-Handelspolitik zust\u00e4ndigen EU-Kommission in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Sie untergrabe die laufenden Bem\u00fchungen um eine Verhandlungsl\u00f6sung im Handelsstreit, schaffe zus\u00e4tzliche Unsicherheit f\u00fcr die globale Wirtschaft und erh\u00f6he die Kosten f\u00fcr Verbraucher und Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks. Die EU sei bereit, Gegenma\u00dfnahmen zu ergreifen, hie\u00df es weiter. Dies k\u00f6nne auch fr\u00fcher passieren als am 14. Juli. <\/p>\n<p>Zu diesem Termin w\u00fcrden nach derzeitigem Stand automatisch Gegenz\u00f6lle der EU in Kraft treten, die bereits wegen der ersten Zollentscheidungen von Trump geplant wurden. Die EU hatte diese Ma\u00dfnahmen eigentlich bereits am 14. April in Kraft setzen wollen, sie dann aber ausgesetzt, nachdem Trump vielen Staaten und der EU 90 Tage lang eine Pause von bestimmten Z\u00f6llen gew\u00e4hrt hatte. Dieses Zeitfenster soll eigentlich f\u00fcr Verhandlungen genutzt werden. Die EU hatte bereits mehrfach betont, dass sie entschiedene Ma\u00dfnahmen gegen US-Z\u00f6lle einf\u00fchren wird, sollten die Verhandlungen scheitern.<\/p>\n<p>Verdopplung der Z\u00f6lle angek\u00fcndigt<\/p>\n<p>Trump will Z\u00f6lle f\u00fcr die Einfuhr von Stahl in die Vereinigten Staaten von derzeit 25 Prozent auf 50 Prozent des Warenwerts verdoppeln. Die zus\u00e4tzlichen Geb\u00fchren f\u00fcr Importe w\u00fcrden die US-Stahlindustrie st\u00e4rken, sagte er in einer Rede vor Mitarbeitern eines Stahlbetriebs im Bundesstaat Pennsylvania. Der Republikaner betonte, &#8222;Z\u00f6lle&#8220; seien sein absolutes Lieblingswort.<\/p>\n<p>Auf seiner Plattform Truth Social erkl\u00e4rte Trump wenig sp\u00e4ter, auch die Z\u00f6lle auf Aluminium sollten auf 50 Prozent verdoppelt werden. Die neuen S\u00e4tze sollen demnach schon ab kommenden Mittwoch (4. Juni) gelten. Weder von der f\u00fcr die Zollverhandlungen zust\u00e4ndigen EU-Kommission noch vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium gab es zun\u00e4chst eine Reaktion. <\/p>\n<p>Trumps Ank\u00fcndigungen l\u00f6sten Sorgen in der deutschen Stahlindustrie aus. &#8222;Die von Pr\u00e4sident Trump angek\u00fcndigte Verdopplung der US-Z\u00f6lle auf Stahlimporte markiert eine neue Eskalationsstufe im transatlantischen Handelskonflikt&#8220;, sagte die Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Kerstin Maria Rippel.<\/p>\n<p>&#8222;Eine 50-Prozent-Abgabe auf Stahlexporte ist eine massive Belastung f\u00fcr unsere Branche, da sie den Druck auf die ohnehin krisenhafte Konjunktur weiter erh\u00f6hen wird und unsere Stahlindustrie auf vielf\u00e4ltige Weise trifft&#8220;, betonte Rippel. Die Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden die direkten Exporte in die USA st\u00e4rker belasten.<\/p>\n<p>Noch problematischer sei aber der indirekte Effekt: Traditionelle Lieferl\u00e4nder drohten durch die &#8222;exorbitanten Z\u00f6lle&#8220; den Zugang zum US-Markt zu verlieren und w\u00fcrden in der Folge ihren Stahl in den EU-Markt umleiten. Dadurch werde sich der ohnehin bereits erhebliche Importdruck auf Europa weiter versch\u00e4rfen. Die bisherigen Abgaben auf die Einfuhr von Stahl werden von der US-Regierung &#8211; genauso wie jene auf Aluminium und Autos &#8211; formell mit dem Schutz der nationalen Sicherheit begr\u00fcndet. <\/p>\n<p>Der Import von Stahlprodukten in die USA d\u00fcrfte mit der Verdoppelung der Z\u00f6lle schwieriger werden &#8211; und der Preis f\u00fcr Stahl in den USA d\u00fcrfte mittelfristig steigen. Stahl wird unter anderem von der Industrie, etwa bei der Produktion von Autos und am Bau, gebraucht.<\/p>\n<p>Auch Deutschland exportiert viel Stahl in die USA<\/p>\n<p>Die USA waren Stand 2024 hinter der EU weltgr\u00f6\u00dfter Stahlimporteur. Die wichtigsten Herkunftsl\u00e4nder eingef\u00fchrter Stahlprodukte sind nach Angaben der US-Regierung Kanada, Brasilien und Mexiko. Zu den zehn gr\u00f6\u00dften Exporteuren in die USA z\u00e4hlt demnach auch Deutschland.<\/p>\n<p>Laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl sind die USA der wichtigste Absatzmarkt f\u00fcr die europ\u00e4ische Stahlindustrie. Aus der gesamten EU seien 2023 rund vier Millionen Tonnen in die USA exportiert worden. Allein aus Deutschland seien es j\u00e4hrlich rund eine Million Tonnen, zumeist Spezialstahl. Deutschland ist demnach der gr\u00f6\u00dfte Stahlproduzent in der EU. <\/p>\n<p>Trump war in den USA zuletzt verspottet worden. Das Schlagwort &#8222;TACO&#8220; machte die Runde, was f\u00fcr &#8222;Trump always chickens out&#8220; steht, also etwa &#8222;Trump macht immer einen R\u00fcckzieher&#8220;. Das war auf seine Zollpolitik bezogen. Ob seine Zoll-Ank\u00fcndigung etwas damit zu tun hat, ist aber unklar.<\/p>\n<p>Schon vergangenen Freitag hatte Trump der EU mit einem Abbruch der Verhandlungen und Z\u00f6llen von 50 Prozent ab dem 1. Juni gedroht. Dabei ging es um den gesamten Warenaustausch, nicht nur um Stahl und Aluminium. Am vergangenen Wochenende hatte er dann erkl\u00e4rt, er r\u00e4ume der EU eine Frist bis zum 9. Juni f\u00fcr einen Kompromiss ein. Hauptgrund daf\u00fcr scheint ein Telefonat mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen gewesen zu sein. Sie hatte um mehr Zeit gebeten, aber auch schnelle Verhandlungen zugesichert.<\/p>\n<p>Am Donnerstag wurde die Lage dann noch komplizierter. Ein Bundesgericht blockierte Trumps Zollpolitik und hob fast alle von ihm verh\u00e4ngten Z\u00f6lle auf. Doch die US-Regierung legte Berufung ein. F\u00fcr die Dauer des Berufungsverfahrens traten die Z\u00f6lle dann wieder in Kraft. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eskalation im Stahlstreit droht EU droht Trump mit schnellen Gegenz\u00f6llen 31.05.2025, 15:22 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":157364,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,106,548,942,663,158,3934,3935,212,13,14,15,16,12,55215,64,211],"class_list":{"0":"post-157363","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-donald-trump","11":"tag-eu","12":"tag-eu-kommission","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-handelskonflikte","18":"tag-headlines","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-politik","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-stahlbranche","24":"tag-usa","25":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114609598119703642","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=157363"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157363\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/157364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=157363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=157363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=157363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}