{"id":157586,"date":"2025-06-01T20:53:03","date_gmt":"2025-06-01T20:53:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/157586\/"},"modified":"2025-06-01T20:53:03","modified_gmt":"2025-06-01T20:53:03","slug":"15-buecher-fuer-2025-leseempfehlungen-von-der-tip-redaktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/157586\/","title":{"rendered":"15 B\u00fccher f\u00fcr 2025 \u2013 Leseempfehlungen von der tip-Redaktion"},"content":{"rendered":"<p>Ein packender Spionagethriller von Nick Harkaway, ein ausgesprochen eleganter Roman \u00fcber die Kargheit des Lebens und v\u00f6lliges Verschwinden von Christian Kracht, verpasste Chancen zwischen luxuri\u00f6sen Dinnerpartys in Nigeria in \u201eDream Count\u201c von Chimamanda Ngozi Adichie oder die faszinierende Familiengeschichte des Ost-Berliner Stararchitekten Henselmann als Roman verpackt. Die tip-Redaktion empfiehlt 15 B\u00fccher, die man 2025 gelesen haben sollte.<\/p>\n<p>1. \u201eSmiley\u201c von Nick Harkaway<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/nick-harkaway.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207229\"  \/><\/p>\n<p>\u201eSmiley\u201c von Nick Harkaway ist ein packender Spionagethriller, der tief in die Welt der Geheimdienste eintaucht. Der Roman folgt dem ehemaligen Agenten Spads, der nach einem verpfuschten Einsatz aus dem Dienst entlassen wurde. Doch als eine r\u00e4tselhafte Mordserie beginnt, die auf eine alte Verschw\u00f6rung hindeutet, wird er erneut hineingezogen. Harkaway verbindet gekonnt klassische Spionageelemente mit Gesellschaftskritik, Humor und rasanter Action. Der Roman thematisiert \u00dcberwachung, Korruption und die Schattenseiten der Macht, w\u00e4hrend er mit einem scharfz\u00fcngigen Stil und komplexen Charakteren \u00fcberzeugt. (LuG)<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ullstein Verlag, 368 S., 24,99 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>2. \u201eAir\u201c von Christian Kracht<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207231\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/christian-kracht.jpg\"\/><\/p>\n<p>Ein Inneneinrichter auf der Suche nach dem perfekten Wei\u00df, auf dem Weg von seinem Wohnort auf den Orkney-Inseln Richtung Stavanger, Redaktionssitz der wohl stilvollsten Zeitschrift auf dem Planeten: Was zun\u00e4chst so typisch Kracht\u2019sche Reflexionen \u00fcber vollendete \u00c4sthetik andeutet, bricht dieses vermeintliche Versprechen schnell und wird zu einem gro\u00dfen, ausgesprochen eleganten Roman \u00fcber die Kargheit des Lebens und v\u00f6lliges Verschwinden. (CHW)<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kiepenheuer &amp; Witsch, 2025, 224 S., 25 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>3. \u201eHundert W\u00f6rter f\u00fcr Schnee\u201c von Franzobel<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207233\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/franzobel.jpg\"\/><\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichische Schriftsteller karikiert in seinem vergn\u00fcglichen Roman die Gro\u00dfmannssucht hinter Polarexpeditionen im Zeitalter des Kolonialismus \u2013 am Beispiel von Robert Edwin Peary. Er entfaltet eine fast schon popliterarische Groteske, die den besessenen Forscher und seine Handlanger in ein fragw\u00fcrdiges Verh\u00e4ltnis zu den Inuits auf Gr\u00f6nland setzt. Leser k\u00f6nnen sich dabei historisches Wissen \u00fcber das unwirtliche Eiland aneignen. Angesichts der j\u00fcngsten Eroberungsfantasien Donald Trumps ein tagesaktueller Mitnahme-Effekt. (WU)<\/p>\n<p>4. \u201eDas Narrenschiff\u201c von Christoph Hein<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207234\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/christoph-hein.jpg\"\/><\/p>\n<p>Mit seinem neuen, 750 Seiten m\u00e4chtigen Roman schreibt Christoph Hein seinen durch Werke wie \u201eDer Tangospieler\u201c (1989), \u201eWillenbrock\u201c (2000) oder \u201eLandnahme\u201c\u00a0 (2004) l\u00e4ngst beglaubigten Ruf als pr\u00e4ziser wie durchdringender Chronist der ostdeutschen Nachkriegsgeschichte mit geduldiger Wucht und schn\u00f6rkelarmer Ausf\u00fchrlichkeit weiter.\u00a0Die Geschichte von Kathinka, die Hein im Buch erz\u00e4hlt, ist die seiner langj\u00e4hrigen, 2002 verstorbenen Ehefrau Christiane Hein, einer Filmregisseurin. Durch seine Hauptfiguren spiegelt Hein viele bekannte historische Wegemarken der DDR. Staatsgr\u00fcndung, 17. Juni 1953, SED-Kulturkahlschlagsplenum,\u00a0Mauerbau, Mauerfall, Abwicklung des Landes. Und es scheint, dass das Narrenschiff eigentlich schon leck geschlagen war, als es mit Elan und Wagemut in See stach. (RIK)<\/p>\n<p>5. \u201eDream Count\u201c von Chimamanda Ngozi Adichie<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207235\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/dream-count.jpg\"\/><\/p>\n<p>Ihr Durchbruch gelang Adichie mit dem beeindruckenden \u201eAmericanah\u201d: Die Figuren waren so vielschichtig, dass die Messlatte f\u00fcr ihren neuen Roman hoch ist. In ihren B\u00fcchern thematisiert sie Rassismus und Sexismus, ohne belehrend oder vorwurfsvoll zu schreiben. Stattdessen gelingt es ihr, Missst\u00e4nde allein durch pr\u00e4zise Beobachtung aufzudecken. \u201eDream Count\u201c hinterfragt verpasste Chancen zwischen luxuri\u00f6sen Dinnerpartys in Nigeria und unbeholfenen Schwangerschaftstests im WC: Adichie schafft es oft, die Momente ausfindig zu machen, die ein ganzes Leben ver\u00e4ndern \u2013 hoffentlich auch diesmal. (DR)<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>S. Fischer Verlag, 528 Seiten, 28 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>6. \u201ebruder, wenn wir nicht family sind, wer dann\u201d von Oliver Lovrenski<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207236\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/oliver-lovrenski.jpg\"\/><\/p>\n<p>2003 geboren, in Oslo aufgewachsen, kroatische Mutter, norwegischer Vater: Oliver Lovrenski ist einer der Shooting Stars Norwegen, Gastland der Leipziger Buchmesse 2025. Diese Prosa pulsiert so unmittelbar wie Rap-Lyrics. Seinen neuen Roman \u201ebruder, wenn wir nicht family sind, wer dann\u201d (Hanser Berlin, \u00fcbersetzt von Karoline Hippe) textete er teils ins Handy. Kurze, kraftvolle, splitterhafte Kapitel \u00fcber Kumpels, Labern, Schei\u00dfe bauen, Tr\u00e4ume, Tr\u00fcmmer, Drogen, Knast, Panik, Bullen: \u201eich verlier mich, mit jedem tag der vergeht verschwinde ich wie der sand aus deiner hand\u201d. (RIK)<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hanser Berlin, 256 S., 22 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>7. \u201eWiederholung\u201c von Vigdis Hjorth<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207237\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/vigdis-hjorth.jpg\"\/><\/p>\n<p>Vigdis Hjorth ist eine der wichtigsten norwegischen Schriftsteller:innen der Gegenwart. Im Fr\u00fchjahr ist ihr neuer Roman \u201eWiederholung\u201d (S.Fischer, \u00dcbersetzung: Gabriele Haefs) erschienen. Eine H\u00fctte in Nordmarka, dem Waldgebiet rund um Oslo. Eine Frau l\u00e4uft mit ihrem Hund durch die Nacht, versetzt sich zur\u00fcck in die 16-J\u00e4hrige, die sie 1975 war. Sie erinnert sich an die Angst ihrer Mutter, sie k\u00f6nnte trinken, mit Jungs schlafen, vor die Hunde gehen: \u201eIhre Angst dichtete mich zurecht, denn Angst und Dichten geh\u00f6ren zusammen.\u201d Und ein Trauma, das nicht vergeht. (RIK)<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>S. Fischer Verlag, 160 S., 22 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>8. \u201e<strong>Twist<\/strong>\u201c von<strong> Colum McCann<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207240\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/colum-mccann.jpg\"\/><\/p>\n<p>Der Schriftsteller und ehemalige Journalist Colum McCann ist bekannt f\u00fcr Prosa \u00fcber Themen, die die Welt bewegen wie den Nahostkonflikt. Sein neuer Roman \u201eTwist\u201c handelt von den Unterseekabeln, durch die der Gro\u00dfteil unserer digitalen Daten flie\u00dft. Und wenn Saboteure oder Naturkatastrophen sie zerst\u00f6ren, schwanken Zivilisationen. Sie m\u00fcssen repariert werden, auf hoher See. Auf solch ein Reparaturschiff schickt McCann einen Reporter. Dieser eigentlich den Fakten verpflichtete Mann zeigt sich zun\u00e4chst als unzuverl\u00e4ssiger Erz\u00e4hler. Denn mehr als f\u00fcr Kabel und Ozeane interessiert er sich f\u00fcr das Privatleben von Conway, Chef der Technikcrew. Wie sich herausstellt, zu Recht. Denn Conway ist verzweifelt \u00fcber Verwerfungen, die Digitalit\u00e4t privat wie politisch ausl\u00f6sen kann, und steuert in ein Desaster. \u201eTwist\u201c erhellt, wie wenig Menschen trotz aller verf\u00fcgbaren Informationen voneinander wissen. \u00a0(CWA)<\/p>\n<p>9. \u201e<strong>Sohn ohne Vater\u201c von Feridun Zaimoglu<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207241\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/feridun-zaimoglu.jpg\"\/><\/p>\n<p>Dieser Jahre sterben die Eltern der sogenannten geburtenstarken Jahrg\u00e4nge. Auch der Held im neuen Roman des Kieler Schriftstellers Feridun Zaimoglu hat seinen Vater verloren. Nun will er zu seiner Mutter in die T\u00fcrkei. Doch er hat Flugangst. Also begleiten wir ihn auf seiner langen Autofahrt in den S\u00fcden: \u201eSohn ohne Vater\u201c ist ein postmigrantischer Reise-, Schelmen- und Familienroman. Erneut erz\u00e4hlt Zaimoglu sprachgewaltig, doch dem\u00fctiger als sonst. Denn die abenteuerliche Fahrt bietet Gelegenheiten f\u00fcr gro\u00dfe Gedanken \u2013 und f\u00fcr kleine wie: \u201eWas hat Vater mir als Kind gesagt? Wenn du aus dem Haus gehst, zieh die Schuhb\u00e4nder fest und streich die Hose an den Knien glatt. Ich halte mich daran.\u201c So ist es, wenn einer trauert. (CWA)<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kiepenheuer &amp; Witsch, 280 S., 24 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>10. \u201eDer Fall Brooklyn\u201c von Jonathan Lethem <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207242\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/jonathan-lethem.jpg\"\/><\/p>\n<p>Der grandiose amerikanische Erz\u00e4hler Jonathan Lethem kehrt mit seinem neuen Roman \u201eDer Fall Brooklyn\u201d zur\u00fcck in das Viertel seiner Kindheit. Hauptdarsteller ist die Dean Street, auf der sich die Ganoven und Gangster, die rich kids und die Jungs aus der Hood wie auf einer gro\u00dfen B\u00fchne versammeln. Dort, wo die gro\u00dfen Tr\u00e4ume aufgef\u00fchrt werden. Tr\u00e4ume, die sich vielleicht erf\u00fcllen, aber wahrscheinlich platzen, wie Seifenblasen im Wind.<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Klett-Cotta, 448 S., 26 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>11. \u201eStriker\u201c von Helene Hegemann<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207243\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/helene-hegemann.jpg\"\/><\/p>\n<p>Fast sieben Jahre nach ihrem letzten, f\u00fcr den Deutschen Buchpreis nominierten Roman \u201eBungalow\u201d legt die multitalentierte Berliner Schriftstellerin, Filmemacherin, Regisseurin und seit vergangenem Jahr auf Literatursendungs-Host Helene Hegemann einen neuen, rasanten Berlin-Roman vor. Eine Kampfsportlerin, die sich mit aller Gewalt auf einen neuen Fight vorbereitet und mit einer Politikerin schl\u00e4ft, findet r\u00e4tselhafte Tags eines im Netz bekannten Sprayers an der Wand vor ihrem Fenster vor. Und vor ihrer T\u00fcr steht eine ebenso r\u00e4tselhafte Frau an der Schwelle zur Obdachlosigkeit. Hegemann setzt in ihrem fesselnden Roman \u201eStriker\u201d eine Kette von seltsamen Ereignissen in Gang.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/kultur\/buecher\/helene-hegemann-striker-interview\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unser Interview mit Helene Hegemann lest ihr hier<\/a>. <\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kiepenheuer &amp; Witsch, 192 S., 23 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>12. \u201eSchwebende Lasten\u201c von Annett Gr\u00f6schner <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207244\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/annett-groeschner.jpg\"\/><\/p>\n<p>Die aus Magdeburg stammende Berliner Schriftstellerin ist immer noch eine von drei ostdeutschen Frauen, die sich betrinken und dabei den idealen Staat erfinden, wie ihre vorherige Buchver\u00f6ffentlichung gemeinsam mit Wenke Seemann und Peggy M\u00e4dler verhie\u00df. Im Fr\u00fchjahr erschien ihr neuer Roman \u201eSchwebende Lasten\u201d, mit dem sie pr\u00e4zise eine Frau aus Magdeburg portr\u00e4tiert, deren Figurenzeichnung auf ihre eigene Mutter zur\u00fcckgreift. Hanna Krause betreibt einen Blumenladen und heiratet 1932 einen Kommunisten, der im Lager ein Bein verliert. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wird aus der Blumenbinderin eine Kranf\u00fchrerin. Aber sie bleibt: eine Frau mit Prinzipien.<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>C.H. Beck, 282 S., 26 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>13. \u201eGood Girl\u201c von Aria Aber<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207245\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/0172438a54e731d15fd5bdf17c850906235808.png\"\/><\/p>\n<p>Nila ist keine 19, sie will Fotografin werden, taucht in Berlins Clubszene ein. Drogen, Sex, Techno. Der bekannteste Berliner Club der Welt hei\u00dft hier Bunker. Und niemand darf wissen, dass ihre Familie in Gropiusstadt nicht aus Griechenland stammt, sondern aus Kabul. Mit \u201eGood Girl\u201d hat die in Los Angeles lebende Dichterin Aria Aber einen fiebrigen, rauschhaften, furios funkelnden Berlin-Roman vorgelegt, der mit virtuoser, an Lyrik geschulter Sprachphantasie die komplexen Biografien von Familien im Exil und von Weggef\u00e4hrtinnen im Ausnahmezustand nachzeichnet. Ein wildes Panorama von Gestrandeten und Gezeichneten in einer Stadt, in der die Tr\u00e4ume im Sterben liegen.\u00a0<\/p>\n<p>14. \u201eToyboy\u201c von Jonas Theresia<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207246\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/jonas-theresia.jpg\"\/><\/p>\n<p>Zwei sehr verschiedene Br\u00fcder stellt der Berliner Autor Jonas Theresia in den Mittelpunkt seines Deb\u00fctromans \u201eToyboy\u201d. Levin scheiterte als Model in Los Angeles, jetzt jobbt er als Escort, Pornodarsteller oder kassiert sabbernde Kommentare von Camsex-Kunden. Sein Bruder Gregor verbringt die Zeit an seinem PC mit Ego-Shooter-Games hat 3.000 Euro an eine Frau gezahlt, die er nie getroffen hat. Und Levin will ihm das Geld wieder beschaffen, die fr\u00fchere N\u00e4he zum Bruder\u00a0zur\u00fcckholen. Und hat daf\u00fcr eine irre Idee, die sich als sehr gef\u00e4hrlich erweist, f\u00fcr alle.\u00a0<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kein &amp; Aber, 224 S., 24 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>15. \u201eDie Allee\u201c von Florentine Anders<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4207248\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/florentine-anders.jpg\"\/><\/p>\n<p>Florentine Anders ist die Enkelin des DDR-Stararchitekten Hermann Henselmann. In ihrem Deb\u00fctroman \u201eDie Allee\u201c bl\u00e4ttert die Berliner Journalistin fesselnd die Biografien der gro\u00dfen, weit verzweigten Familie Henselmann auf, die auf verbl\u00fcffende Weise nicht nur eng mit der Architekturgeschichte Berlins und Deutschlands verwoben ist, sondern mit der deutschen Historie seit der Weimarer Republik. Von der Teilung \u00fcber den Kalten Krieg und Honeckers Kultur-Kahlschlag-Plenum des Zentralkomitees der SED von 1968 bis weit nach dem Mauerfall. Und nat\u00fcrlich erz\u00e4hlt sie auch von Henselmanns wichtiger Rolle bei der Gestaltung der Stalinallee \u2013 f\u00fcr die Henselmann eigentlich ganz andere Pl\u00e4ne hatte.<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Galiani Berlin, 352 S., 24 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehr Literatur aus und \u00fcber Berlin<\/p>\n<p>Ein Familienroman mit viel deutscher Geschichte \u00fcber den Stalinallee-Architekten:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/kultur\/buecher\/florentine-anders-die-allee-roman-hermann-henselmann\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Florentine Anders spricht \u00fcber ihren Roman \u201eDie Allee\u201c.<\/a>\u00a0DJ-Legende, Clubbetreiber, Techno-Papst:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/konzerte-party\/clubs\/sven-vaeth-4-decades-behind-the-decks-bildband\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sven V\u00e4ths neuer Bildband zeigt vier Jahrzehnte Technokultur<\/a>. Wo man sich das Gastland der Leipziger Buchmesse Norwegen erlesen kann: Berliner\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/kultur\/buecher\/pankebuch-buchhandlung-berlin\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Buchhandlung Pankebuch mit Fokus auf Skandinavien<\/a>. Fontane, K\u00e4stner, Herrndorf: Unsere Liste zeigt euch,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/kultur\/buecher\/berliner-schriftsteller-hier-lebten-sie-wohnhaeuser-adressen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wo ber\u00fchmte Berliner Schriftsteller:innen lebten<\/a>. Noch mehr Lesestoff gef\u00e4llig? Weitere sehr sch\u00f6ne\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/lifestyle\/shopping\/buchhandlungen-buchlaeden-berlin\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Buchhandlungen in Berlin empfehlen wir euch hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein packender Spionagethriller von Nick Harkaway, ein ausgesprochen eleganter Roman \u00fcber die Kargheit des Lebens und v\u00f6lliges Verschwinden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":157587,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-157586","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114610098519417163","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=157586"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157586\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/157587"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=157586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=157586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=157586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}