{"id":15790,"date":"2025-04-08T14:03:20","date_gmt":"2025-04-08T14:03:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15790\/"},"modified":"2025-04-08T14:03:20","modified_gmt":"2025-04-08T14:03:20","slug":"aufruestung-im-visier-europa-kaempft-mit-einem-zersplitterten-markt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/15790\/","title":{"rendered":"Aufr\u00fcstung im Visier: Europa k\u00e4mpft mit einem zersplitterten Markt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Angesichts der Entwicklungen in Russland und den USA r\u00fcckt f\u00fcr Europa die eigene Aufr\u00fcstung immer mehr ins Visier. Die USA ziehen sich zur\u00fcck, gleichzeitig wissen die Europ\u00e4er, dass sie bei ihrer Verteidigung auf amerikanische Milit\u00e4rhilfe angewiesen sind. In einem Bereich jedoch hat Europa ein gewisses Ma\u00df an Autonomie: Bei den Panzern.<\/p>\n<p>Zusammengerechnet verf\u00fcgen die Armeen der EU <a href=\"https:\/\/www.globalfirepower.com\/armor-tanks-total.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">laut Global Firepower-Daten<\/a> \u00fcber insgesamt 4.262 Panzer, also etwas weniger als die 4.640 Panzer in den USA.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/icon-cross-10x10-grey-6.svg.svg+xml\" width=\"10\" height=\"10\" alt=\"Close advertising\" fetchpriority=\"high\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Situation in den einzelnen Mitgliedsl\u00e4ndern ist jedoch sehr unterschiedlich. Griechenland steht mit 1.344 Fahrzeugen an der Spitze vor Polen mit 614 und Rum\u00e4nien mit 328. Zum Vergleich: Deutschland und Frankreich verf\u00fcgen \u00fcber 296 bzw. 215 Panzer.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich Griechenland aufgrund der historischen Spannungen mit der T\u00fcrkei hervorhebt, hat Polen sein Arsenal als Antwort auf die russische Bedrohung aufgestockt.<\/p>\n<p>Experten zufolge ist die technische Leistungsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen und amerikanischen Ausr\u00fcstung gleichwertig: &#8222;Man muss den Gedanken im Keim ersticken, dass wir hinter den Amerikanern zur\u00fcck sein k\u00f6nnten. Wir haben in Europa sowohl das Know-how als auch die Konstruktionsb\u00fcros, wir haben die Technologien und die wissenschaftliche Forschung, die es uns erm\u00f6glichen, Ger\u00e4te anzubieten, die auf dem gleichen Niveau wie die der USA sind&#8220;, betont Alain De Neve, Forscher am Institut Royal Sup\u00e9rieur de D\u00e9fense.<\/p>\n<p>Allerdings verschafft die Beschaffung von Waffen aus den USA den Vereinigten Staaten dennoch einen Vorteil: &#8222;Von dem Moment an, in dem man Panzerfahrzeuge erwirbt, gibt es alle Subsysteme, die damit einhergehen, die Munition, die Wartung, die Logistik&#8220;, so De Neve, &#8222;man k\u00f6nnte sagen, dass die Europ\u00e4er Waffensysteme entwickeln, w\u00e4hrend die Amerikaner die dazugeh\u00f6rigen \u00d6kosysteme anbieten.&#8220; <\/p>\n<p>Die amerikanischen Ger\u00e4te sind Teil einer Architektur aus Netzwerken, Software und taktischen Verbindungen, die die Koordination der verschiedenen Streitkr\u00e4fte erleichtern und somit in einem internationalen Rahmen wie der NATO optimal agieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Industrielle Problematik: Viele Unternehmen, viele Modelle<\/p>\n<p>Der Fall der Panzer auf dem Alten Kontinent spiegelt die Problematik der Verteidigungsindustrie in Europa wider. Der Markt ist stark fragmentiert mit mehreren Unternehmen und zahlreichen Modellen wie z. B. dem franz\u00f6sischen Leclerc-Panzer, dem deutschen Leopard-Panzer oder dem italienischen Ariete und somit unterschiedlichen Systemen, was die industriellen Absatzm\u00f6glichkeiten einschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Der Leopard ist ein massiver Panzer, der so konstruiert ist, dass er einem massiven Landangriff standhalten kann und in der Lage ist, eine gro\u00dfe Feuerkraft aufzubringen. Ziel war es, die an diesem Modell interessierten Streitkr\u00e4fte schnell zu beliefern.<\/p>\n<p>Sein franz\u00f6sisches Pendant stellt sich eher als ein &#8222;hypertechnologischer&#8220; Panzer dar, der unter anderem in der Lage ist, w\u00e4hrend der Fahrt pr\u00e4zise zu schie\u00dfen. Zwischen seiner Konzeption und seiner Herstellung wurden jedoch neue Technologien hinzugef\u00fcgt, was zu Mehrkosten f\u00fcr den Leclerc-Panzer f\u00fchrte.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn man die Gesamtheit der europ\u00e4ischen gepanzerten Kapazit\u00e4ten, \u00fcber die die europ\u00e4ischen L\u00e4nder verf\u00fcgen, betrachtet, haben wir derzeit tats\u00e4chlich ein Dutzend, ja sogar mehr als ein Dutzend Modelle dort, wo die Amerikaner drei oder vier Modelle \u00e4hnlicher Art herstellen&#8220;, fasst Alain De Neve zusammen.<\/p>\n<p>Dutzende von europ\u00e4ischen Modellen bedeuten unterschiedliche Ausbildung, unterschiedliche Einzelteile und somit eine auf jedes Ger\u00e4t zugeschnittene Wartung. Die Frage nach einer Standardisierung der Ausr\u00fcstung steht seit vielen Jahren im Raum. Doch hinter dieser Produktionsvielfalt verbergen sich wirtschaftliche Interessen.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist eine der Schwierigkeiten auf der Ebene der R\u00fcstungsindustrie. Es ist so, dass die Unternehmen, die in Nationalstaaten angesiedelt sind, von den politischen Beh\u00f6rden unterst\u00fctzt werden, die ein Interesse daran haben, aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden, eventuell aus Gr\u00fcnden der Besch\u00e4ftigung, zahlreiche Unternehmen aufrechtzuerhalten, die unterschiedliche Modelle produzieren&#8220;, erkl\u00e4rt Christophe Wasinski, Professor f\u00fcr internationale Politik an der Freien Universit\u00e4t Br\u00fcssel. <\/p>\n<p>In ihrem im letzten Monat vorgestellten Wei\u00dfbuch f\u00fcr eine <a href=\"https:\/\/germany.representation.ec.europa.eu\/news\/zur-zukunft-der-europaischen-verteidigung-weissbuch-und-rearm-europe-2025-03-19_de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>europ\u00e4ische Verteidigung bis 2030<\/strong><\/a>schl\u00e4gt die Europ\u00e4ische Kommission den 27 Mitgliedstaaten vor, gemeinsame Beschaffungen durchzuf\u00fchren. Diese gemeinsamen Bestellungen w\u00fcrden dazu beitragen, die Interoperabilit\u00e4t von milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung zwischen den Mitgliedsstaaten zu st\u00e4rken. Zwischen den Zeilen versucht die Kommission somit, die nationalen Regierungen dazu zu bewegen, die Fragmentierung des Marktes zu mindern.<\/p>\n<p>Dieses europ\u00e4ische Vorgehen soll auch die industrielle Basis st\u00e4rken, da die Auftr\u00e4ge an Unternehmen vergeben werden m\u00fcssen, die in der EU niedergelassen sind oder ihren Sitz in der Union haben. Auch hierbei handelt es sich um ein Instrument zur F\u00f6rderung des &#8222;Made in Europe&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG Angesichts der Entwicklungen in Russland und den USA r\u00fcckt f\u00fcr Europa die eigene Aufr\u00fcstung immer mehr ins&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15791,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,747,12,64,686],"class_list":{"0":"post-15790","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-ruestungsindustrie","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-usa","21":"tag-verteidigungspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114302720760131642","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15790","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15790"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15790\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15791"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15790"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15790"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15790"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}