{"id":158179,"date":"2025-06-02T02:35:11","date_gmt":"2025-06-02T02:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/158179\/"},"modified":"2025-06-02T02:35:11","modified_gmt":"2025-06-02T02:35:11","slug":"un-generalversammlung-baerbock-will-mehr-als-nur-sitzungspraesidentin-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/158179\/","title":{"rendered":"UN-Generalversammlung: Baerbock will mehr als nur Sitzungspr\u00e4sidentin sein"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 02.06.2025 01:48 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die fr\u00fchere Au\u00dfenministerin Baerbock soll heute zur Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung gew\u00e4hlt werden. Die Personalie sorgte bereits im Vorfeld f\u00fcr Kritik &#8211; auch weil sie ihre Rolle anders aus\u00fcben will als ihre Vorg\u00e4nger. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/martin-ganslmeier-110.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Martin Ganslmeier\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/martin-ganslmeier-109.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNormalerweise erfolgt die Wahl des Pr\u00e4sidenten der UN-Vollversammlung unspektakul\u00e4r per Akklamation. Die UN-Botschafter der 193 Mitgliedsstaaten applaudieren h\u00f6flich. Der aktuelle Amtsinhaber gratuliert und freut sich, dass ein Nachfolger gefunden wurde, der den Job ab September f\u00fcr ein Jahr \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn obwohl es um das protokollarisch h\u00f6chste Amt der Vereinten Nationen geht, besteht die Aufgabe vor allem in der Vorbereitung und Durchf\u00fchrung der Sitzungen der Vollversammlung. Dazu geh\u00f6rt, darauf zu achten, dass die Redezeiten eingehalten werden, dass auch die kleineren L\u00e4nder zu Wort kommen und unfreundliche Zwischenrufe geahndet werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnnalena Baerbock hat jedoch schon bei ihrer Vorstellung vor der UN-Vollversammlung Mitte Mai klar gemacht, dass sie das Amt nicht nur zeremoniell als Sitzungspr\u00e4sidentin aus\u00fcben will: &#8222;In ihrem 80. Jahr stehen die Vereinten Nationen vor existenziellen Herausforderungen. Dennoch bin ich \u00fcberzeugt: Dies ist kein Moment der Verzweiflung.&#8220;<\/p>\n<p>    Krise der Vereinten Nationen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSie wolle die aktuelle Krise der Vereinten Nationen als Chance begreifen, k\u00fcndigte Baerbock an. Die Vereinten Nationen stehen seit dem Amtsantritt von US-Pr\u00e4sident Donald Trump unter erheblichem finanziellen und politischen Druck. Trump will die Beitr\u00e4ge der US-Regierung f\u00fcr die UN deutlich zur\u00fcckfahren. Au\u00dferdem hat er den R\u00fcckzug der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Pariser Klimaschutzabkommen, dem UN-Menschenrechtsrat und dem Pal\u00e4stinenserhilfswerk UNRWA angeordnet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDiese schwierige Ausgangslage will Baerbock als Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung f\u00fcr Reformen nutzen. Bei ihrer Vorstellung versprach sie, &#8222;Doppelstrukturen abzubauen, die Effizienz und die Transparenz der UN zu verbessern&#8220;. Dies sei &#8222;harte Arbeit, aber Arbeit, die wir tun m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p>    Suche nach Nachfolger f\u00fcr Guterres<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine weitere wichtige Aufgabe, die auf Baerbock in ihrem neuen Amt zukommt, ist die schwierige Suche nach einem Nachfolger f\u00fcr das Amt des UN-Generalsekret\u00e4rs. Die Amtszeit des Portugiesen Antonio Guterres dauert noch bis Ende 2026. Noch nie war eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen. Baerbock will, dass sich dies \u00e4ndert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor allem aber, dass die UN-Vollversammlung transparent in die Nachfolge-Entscheidung eingebunden wird. Au\u00dferdem will sie ein offenes Ohr f\u00fcr alle Mitgliedsstaaten haben, betonte sie bei ihrer Vorstellung: &#8222;Ich werde allen 193 Mitgliedsstaaten dienen, gro\u00dfen wie kleinen. Als ehrlicher Vermittler. Als einende Kraft. Mit offenem Ohr und offener T\u00fcr.&#8220;<\/p>\n<p>    Kritik aus mehreren L\u00e4ndern<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass Baerbock ihr Amt aktiver als viele ihrer Vorg\u00e4nger aus\u00fcben will, gef\u00e4llt nicht allen Mitgliedsl\u00e4ndern. Bei der Anh\u00f6rung Mitte Mai kam Kritik aus Serbien und Wei\u00dfrussland, weil Baerbock als Au\u00dfenministerin zu polarisierend aufgetreten sei. Scharfe Ablehnung kam vom stellvertretenden UN-Botschafter Russlands, Dmitri Poljanski. Er warf Baerbock &#8222;eklatante Voreingenommenheit&#8220; vor, sprach ihr diplomatische F\u00e4higkeiten ab und wiederholte die falsche Behauptung, Baerbock sei &#8222;stolz auf ihren Gro\u00dfvater, der bei der SS diente&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch deshalb gilt es als sehr wahrscheinlich, dass Russland die Wahl Baerbocks heute verz\u00f6gert und anstelle der \u00fcblichen Wahl per Akklamation eine geheime Abstimmung beantragt. Dies ist ungew\u00f6hnlich und geschah zuletzt 2020 vor der Wahl von Volkan Bozkir aus der T\u00fcrkei. Damals beantragte der armenische UN-Botschafter eine geheime Abstimmung.<\/p>\n<p>    Wahl gilt als sicher<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch selbst bei einer geheimen Abstimmung gilt die Wahl Baerbocks als sicher. Es reicht die einfache Mehrheit der anwesenden Mitgliedsstaaten. Allerdings w\u00fcrde bei einer geheimen Abstimmung deutlich, wie viele Mitgliedsstaaten Baerbock ihre Stimme nicht geben wollen. Welche Staaten dies waren, bleibt geheim.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei der Anh\u00f6rung Mitte Mai lobten die UN-Botschafter mehrerer L\u00e4nder, dass Deutschland eine prominente, bis vor Kurzem noch aktive Au\u00dfenministerin f\u00fcr das Amt zur Verf\u00fcgung stellt. Dagegen gab es in Berlin Kritik an der Personalie. Denn eigentlich war die deutsche Diplomatin Helga Schmid f\u00fcr das Spitzenamt vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchmid hatte bereits zahlreiche Vorstellungsgespr\u00e4che in New York gef\u00fchrt. Doch als nach der Bundestagswahl feststand, dass die Gr\u00fcnen k\u00fcnftig nicht mehr regieren werden, interessierte sich Baerbock selbst f\u00fcr den Top-Job bei der UN. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz und sein designierter Nachfolger Friedrich Merz stimmten zu.<\/p>\n<p>    Amtsantritt im September<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach erfolgter Wahl wird Baerbock ihr neues Amt im September antreten. Sie w\u00e4re erst die f\u00fcnfte Frau in 80 Jahren als Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung. Das Gehalt f\u00fcr das protokollarisch h\u00f6chste Amt der Vereinten Nationen und die Mietkosten f\u00fcr die Wohnung in New York werden \u00fcbrigens nicht aus dem UN-Budget bezahlt. Diese Kosten \u00fcbernimmt jeweils die Regierung des Landes, aus dem die Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.06.2025 01:48 Uhr Die fr\u00fchere Au\u00dfenministerin Baerbock soll heute zur Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung gew\u00e4hlt werden. 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