{"id":159237,"date":"2025-06-02T12:32:10","date_gmt":"2025-06-02T12:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/159237\/"},"modified":"2025-06-02T12:32:10","modified_gmt":"2025-06-02T12:32:10","slug":"karol-nawrocki-polens-abrissbirne-fuer-die-eu-meinung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/159237\/","title":{"rendered":"Karol Nawrocki: Polens Abrissbirne f\u00fcr die EU? &#8211; Meinung"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Mit Karol Nawrocki hat Polen einen rechtskonservativen EU-Skeptiker zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt. Wieso eigentlich?<\/b><\/p>\n<p>Die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Polen\" data-rtr-id=\"7414732b2846a8e11d2c32eb7b4a38037d5f3a32\" data-rtr-score=\"25.44478812248685\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"16\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/polen?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polen<\/a> haben am  Sonntag mehrheitlich einen Mann zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt, der zu einer Abrissbirne f\u00fcr die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"EU\" data-rtr-id=\"9ecd84802fdb061133734ad2a6b51cd284e1cb49\" data-rtr-score=\"763.357549719492\" data-rtr-etype=\"organisation\" data-rtr-index=\"1\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/eu?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ\u00e4ische Union<\/a> werden k\u00f6nnte: Karol Nawrocki ist \u00fcberzeugter Deutschland- und EU-Skeptiker. Er teilt mehr Werte und Ansichten mit dem ungarischen  Machthaber Orban als mit dem deutschen Kanzler Merz. Viele Polen sehen in ihm gerade  deshalb einen Hoffnungstr\u00e4ger f\u00fcr ihr Land. F\u00fcr das geeinte <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Europa\" data-rtr-id=\"39e7f7fa764abfffb19d8f1651d69023170e7664\" data-rtr-score=\"13.1023816888339\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"13\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/europa?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> ist das Votum  unserer Nachbarn eine Ohrfeige. Sie kommt nicht aus dem Nichts, trifft uns aber schallend.<\/p>\n<p>Nun ist gerade <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Deutschland\" data-rtr-id=\"6c48d7d5b099c64b41367070a52ae27833560fd5\" data-rtr-score=\"14.178781317661615\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"7\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/deutschland?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a> gut beraten, Polen keine Ratschl\u00e4ge in Sachen Demokratie zu geben. Waren es doch Hitlers Nazis, die die Nachbarn im Osten \u00fcberfallen und damit den Zweiten Weltkrieg gestartet haben. Viele Polen haben die St\u00e4rke gefunden, uns zu vergeben, wieder Vertrauen zu schenken. Viele Polen tragen aber neben den alten auch ganz neue Wunden in sich. Die \u00d6ffnung hin zum Westen war f\u00fcr sie wie ein Versprechen. Auf dass ihr Land im Verbund mit den Freunden gleicherma\u00dfen Wohlstand und Frieden genie\u00dfen k\u00f6nne. Mittlerweile scheint eine nicht zu untersch\u00e4tzende Anzahl an Polen daran zumindest  Zweifel zu hegen. Auch das haben einige mit ihrer Wahl  zum Ausdruck gebracht.  <\/p>\n<p>Polen entfremdet sich<\/p>\n<p>Die Polen entfremden sich mit ihrem Votum weiter von der EU. Nach den f\u00fcr Europafreunde erfreulichen  Parlamentswahlen 2023, bei denen die rechtsstaatsfeindliche PiS-Partei die Mehrheit verloren hatte, w\u00e4hlt Polen den Protektionismus. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der Despoten ihren Machthunger stillen, in der sich die Welt neu sortiert. Und das ausgerechnet als Land, dem schon durch seine geographische Lage eine so bedeutende Rolle bei der Frage nach  Krieg und Frieden zukommt. <\/p>\n<p>Die EU hat Frieden versprochen. Ihre Mitgliedsstaaten haben auf Aufschwung gehofft. Der Frieden hat f\u00fcr viele f\u00fcr lange  Zeit gehalten, der Aufschwung aber ist f\u00fcr den einen oder anderen ausgeblieben. Die Abwesenheit von Krieg macht sich nicht jede und jeder zu jeder Zeit bewusst. Die Abwesenheit von Jobs oder Geld wohl. Wer ohnehin das Gef\u00fchl hat, sich im Abschwung zu befinden, w\u00e4hlt im Zweifelsfall den radikalen Weg. Wer der EU, dem Staat oder auch der Globalisierung die Schuld an der eigenen Lage gibt, votiert tendenziell f\u00fcr jene, die all das infrage stellen. <\/p>\n<p>Friedensgarant EU<\/p>\n<p>Dabei ist die Europ\u00e4ische Union von unsch\u00e4tzbarem Wert. Sie ist das gr\u00f6\u00dfte Friedensprojekt der Neuzeit. Sie hat vielen Menschen auf unserem Kontinent ein Leben ohne Krieg erm\u00f6glicht.  Selbst Menschen aus Deutschland und Frankreich  begegnen sich heute freundschaftlich, treffen sich zum Spielen im Kindergarten in Liederschiedt, zum Feiern auf dem Campingplatz am Stockweiher oder auch  zum Einkaufsbummel im Cora in Saargem\u00fcnd. <\/p>\n<p>Ein friedvolles Miteinander und eine partnerschaftliche Nachbarschaft sind Werte an sich. Aber sehen auch ausreichend Europ\u00e4er den Wert noch voll? Oder ist Europa aus Sicht zu vieler seinen Wert los? Die Wahl in Polen und auch der Zuspruch f\u00fcr die am Wochenende in Budapest miteinander feiernden Viktor Orban und Alice Weidel lassen Schlimmes bef\u00fcrchten. Muss die EU am Ende erst sterben, damit die EU-B\u00fcrger ihren wahren Wert erkennen? <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit Karol Nawrocki hat Polen einen rechtskonservativen EU-Skeptiker zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt. Wieso eigentlich? 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