{"id":159373,"date":"2025-06-02T13:47:08","date_gmt":"2025-06-02T13:47:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/159373\/"},"modified":"2025-06-02T13:47:08","modified_gmt":"2025-06-02T13:47:08","slug":"autoritaeres-regime-in-usa-friedensforscher-geben-nato-keine-chance-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/159373\/","title":{"rendered":"&#8222;Autorit\u00e4res Regime&#8220; in USA: Friedensforscher geben Nato keine Chance mehr"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Autorit\u00e4res Regime&#8220; in USA<br \/>\n                Friedensforscher geben Nato keine Chance mehr <\/p>\n<p>\t\t\t\t              02.06.2025, 15:43 Uhr<\/p>\n<p><strong>Die Analyse ist d\u00fcster: &#8222;Um den Frieden ist es gegenw\u00e4rtig schlecht bestellt&#8220;, schreiben f\u00fchrende Friedens- und Konfliktforscher. Dabei stellt aus ihrer Sicht nicht nur der Kreml ein Problem dar. <\/strong><\/p>\n<p>F\u00fchrende deutsche Friedens- und Konfliktforscher haben die Bundesregierung aufgefordert, sich angesichts der politischen Entwicklung in den USA auf eine Zukunft ohne die Nato vorzubereiten. Mit einer &#8222;zunehmend nationalistisch gesonnenen&#8220; US-Regierung und angesichts &#8222;territorialer Anspr\u00fcche und Drohungen gegen\u00fcber Alliierten&#8220; habe das Verteidigungsb\u00fcndnis &#8222;keine Zukunft&#8220;, sagte Christopher Daase vom Leibniz-Institut f\u00fcr Friedens- und Konfliktforschung.<\/p>\n<p>Die Entwicklung in den USA seit dem Amtsantritt Trumps im Januar bedachte Daase bei der Vorstellung des Friedensgutachtens 2025 mit scharfer Kritik. Es sei dem US-Pr\u00e4sidenten und &#8222;seiner Maga-Bewegung&#8220; gelungen, &#8222;in k\u00fcrzester Zeit und ohne viel Widerstand die \u00e4lteste Demokratie der Welt in ein autorit\u00e4res Regime zu verwandeln&#8220;. Die USA seien nunmehr ein &#8222;weiterer Unsicherheitsfaktor&#8220;. Er f\u00fcgte an: &#8222;Die transatlantische Partnerschaft, wie wir sie kannten, ist am Ende.&#8220;<\/p>\n<p>Deutschland und Europa seien &#8222;durch den autorit\u00e4ren Staatsumbau in den USA direkt bedroht&#8220;. Zwar gehe es angesichts der russischen Bedrohung ohne die Nato derzeit nicht, Europa m\u00fcsse aber &#8222;ohne die USA, vielleicht sogar gegen sie, verteidigungsf\u00e4hig werden&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Die Europ\u00e4ische Union muss Strategien entwickeln, um ihre Verteidigung &#8211; vor allem gegen die Bedrohung durch Russland &#8211; auf lange Sicht unabh\u00e4ngig von den USA sicherzustellen&#8220;, fordern die Wissenschaftler. Es gelte, L\u00fccken in den milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten zu schlie\u00dfen, die R\u00fcstungsbeschaffung zu europ\u00e4isieren und gemeinsame Verteidigungsstrukturen auszubauen, hie\u00df es. Parallel m\u00fcssten R\u00fcstungskontrolle und diplomatische Initiativen daf\u00fcr sorgen, dass Konflikte nicht eskalieren.<\/p>\n<p>&#8222;Um Frieden schlecht bestellt&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Um den Frieden ist es gegenw\u00e4rtig schlecht bestellt. Als politisches Konzept scheint er sich mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine ersch\u00f6pft zu haben&#8220;, schreiben die Forscher. Das weltweite Konfliktgeschehen habe sich in den vergangenen Jahren weiter versch\u00e4rft: 2024 seien mehr als 122 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Gewalt gewesen. Der Krieg in Gaza habe mehr als 53.000 Menschen das Leben gekostet und das Gebiet weitgehend zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Der Bundesregierung empfehlen die Friedensforscher im Gutachten einen &#8222;transparenten, stufenweise angelegten Plan f\u00fcr den Ausbau und die Integration europ\u00e4ischer Verteidigungsstrukturen&#8220;. Daf\u00fcr k\u00f6nnten unter anderem die permanent strukturierte Zusammenerbeit der EU (Pesco) und gemeinsame Missionen der EU gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Allerdings greife es zu kurz, Sicherheit allein durch &#8222;R\u00fcstung, Abschreckung durch Verteidigungsf\u00e4higkeit&#8220; herzustellen, sagte Daase weiter. Denkbar sei etwa, wie w\u00e4hrend des Kalten Kriegs Aufr\u00fcstung mit &#8222;Angeboten zu R\u00fcstungskontrollverhandlungen&#8220; zu verbinden.<\/p>\n<p>Forscher: Israel verletzt V\u00f6lkerrecht<\/p>\n<p>Mit Blick auf den Nahen Osten forderten die Friedensforscher &#8222;dringlicher denn je&#8220; einen Stopp aller Lieferungen von Waffen, die im Gazastreifen und im Westjordanland eingesetzt werden k\u00f6nnten. Israel habe &#8222;in eklatanter Weise&#8220; das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht verletzt und die Grenzen der &#8222;legitimen Selbstverteidigung \u00fcberschritten&#8220;. Von Deutschland fordern die Forscher, internationale Gerichtsbarkeit zu respektieren: &#8222;V\u00f6lkerrecht geht vor Staatsr\u00e4son. Dies schlie\u00dft bis auf Weiteres einen Staatsbesuch des israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanjahu in Deutschland aus.&#8220;<\/p>\n<p>Zudem sollte Deutschland sich &#8222;mittelfristig&#8220; f\u00fcr eine Anerkennung eines pal\u00e4stinensischen Staats einsetzen. Eine dauerhafte L\u00f6sung des &#8222;Pal\u00e4stina-Konflikts&#8220; schr\u00e4nke &#8222;in keiner Weise das Recht Israels auf einen j\u00fcdischen Staat in sicheren Grenzen ein&#8220;, sagte Daase.<\/p>\n<p>Das Friedensgutachten wird j\u00e4hrlich vom Bonn International Center for Conversion (BICC), dem Institut f\u00fcr Entwicklung und Frieden (INEF) der Universit\u00e4t Duisburg-Essen, dem Leibniz-Institut f\u00fcr Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) sowie dem Institut f\u00fcr Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) an der Universit\u00e4t Hamburg herausgegeben. Es erscheint seit 1987.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Autorit\u00e4res Regime&#8220; in USA Friedensforscher geben Nato keine Chance mehr 02.06.2025, 15:43 Uhr Die Analyse ist d\u00fcster: &#8222;Um&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":159374,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,18799,13,929,14,1159,15,16,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-159373","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-friedensgespraeche","11":"tag-headlines","12":"tag-kriege-und-konflikte","13":"tag-nachrichten","14":"tag-nato","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-united-states","19":"tag-united-states-of-america","20":"tag-us","21":"tag-usa","22":"tag-vereinigte-staaten","23":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114614085117352374","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159373","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=159373"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159373\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/159374"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=159373"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=159373"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=159373"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}