{"id":159610,"date":"2025-06-02T15:52:22","date_gmt":"2025-06-02T15:52:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/159610\/"},"modified":"2025-06-02T15:52:22","modified_gmt":"2025-06-02T15:52:22","slug":"garten-der-lueste-malerei-trifft-ki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/159610\/","title":{"rendered":"Garten der L\u00fcste \u2013 Malerei trifft KI"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"912\" height=\"1311\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-169645\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/www.docma.info-www.docma-.info-draggedimage-41.jpeg\"\/><\/p>\n<p><strong>Inspiriert von den faszinierenden Details des Meisterwerks Der Garten der L\u00fcste von Hieronymus Bosch, kombiniert der ungarische K\u00fcnstler David Szauder traditionelle Bildsprache mit modernster KI, um eindrucksvolle neue Bildwelten zu erschaffen. Christoph K\u00fcnne hat mit ihm in Berlin \u00fcber seine Arbeit gesprochen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-drop-cap\">Lang war die Schlange vor dem \u201eGarten der L\u00fcste\u201c von Hieronymus Bosch im Prado in Madrid. Als David Szauder endlich an der Reihe war, durfte er bis auf Arml\u00e4nge an das Gem\u00e4lde heran. Die \u00adSpanier sind in dieser Hinsicht deutlich entspannter als die Deutschen. Gerade bei diesem Werk, das mit seinen \u00advielen Details und faszinierend skurrilen Szenen einem Wimmelbild gleicht, ist die N\u00e4he zum Original ein ganz besonderes Erlebnis. Obwohl David vor langer Zeit in \u00adBudapest Kunstgeschichte studiert hatte und seitdem ein Fan der Bilder von Hieronymus Bosch war, ber\u00fchrte ihn diese Begegnung unerwartet tief. Im Nachhinein fragte er sich lange, was er mit dieser Erfahrung und den M\u00f6glichkeiten generativer KI-Tools anfangen k\u00f6nnte. Wie es bei der Arbeit mit solchen Werkzeugen fast zwangsl\u00e4ufig ist, folgten zun\u00e4chst unz\u00e4hlige Experimente. <\/p>\n<p>Der Ungar ist es seit seinem Studium gewohnt, an der Schnittstelle zwischen Technik und Kunst zu arbeiten. Schon lange vor der KI besch\u00e4ftigte er sich mit generier\u00adten Bildern, die er mit Programmiertechniken gestaltete. Viele seiner Arbeiten kreisten dabei um das Thema Erinnerung, das in den letzten Jahren vor allem im Zusammenhang mit Demenzerkrankungen im Kontext alternder Gesellschaften immer st\u00e4rker ins \u00f6ffentliche \u00adBewusstsein ger\u00fcckt ist. <\/p>\n<p>Doch es ist nicht nur der Zeitgeist, der ihn mit diesem Thema verbindet. Vor dem Hintergrund seiner Familiengeschichte visualisierte Szauder das Thema schon fr\u00fcher in Form von Portr\u00e4ts, in die er die Erinnerungen als eine Art Kopfschmuck einarbeitete. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"932\" height=\"1341\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-169646\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/www.docma.info-www.docma-.info-draggedimage-1-11.jpeg\"\/>Von der Inspiration zum Projekt<\/p>\n<p>Auch die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/gadgets\/docma-boschs-hoellenhaeuser-a-1038312.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bosch-Themen<\/a> spielen sich mehr im Kopf als in der Realit\u00e4t ab, und so konnte er die Form der mit \u201eGedankenh\u00fcten\u201c illustrierten Portr\u00e4ts als M\u00f6glichkeit nutzen, die f\u00fcr ihn so faszinierenden Motivelemente aus Boschs \u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3Ck6bLUI3QA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Garten der L\u00fcste<\/a>\u201c in neue, eigene Versionen umzusetzen. Bei der Zusammenarbeit mit einer Inneneinrichtungsfirma f\u00fcr eine Ausstellung in Budapest ergab sich die Gestaltung eines Messestandes. Die W\u00e4nde sollten mit Motiven tapeziert werden, die eine von Bosch inspirierte Bildwelt zeigen. Hier dr\u00e4ngte es sich f\u00f6rmlich auf, die Projektidee weiterzuf\u00fchren und zu erweitern. Der Stand war ein Erfolg, und inzwischen bietet die italienische Tapetenfirma \u201eTechnografia\u201c eine Kollektion mit f\u00fcnf dieser von Szauder entworfenen Motivtapeten an.<\/p>\n<p>Das erste Motiv entstand Ende 2023. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine geeignete Software, um die 1024 mal 1024 Pixel gro\u00dfen Bilder f\u00fcr 15 mal 6 Meter breite Anwendungen aus den 1 Megapixel gro\u00dfen Midjourney-Ergebnissen hochzurechnen. Aus diesem Grund bestand das erste Motiv f\u00fcr den Messestand noch aus sich zeilenweise fortsetzenden Bildkacheln, die sp\u00e4ter mit gro\u00dfem <a href=\"https:\/\/www.docma.info\/category\/software\/photoshop\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Photoshop<\/a>-Aufwand aneinander gef\u00fcgt werden mussten. Die nun als Kollektion erh\u00e4ltlichen \u00adMoti\u00adve lie\u00dfen sich dank der Kombination von Midjourney 6, Magnific.ai und Topaz-Gigapixel mit weit weniger technischem Aufwand produzieren. Hinzu kommt, freut sich David Szauder: \u201eMit der neuen Photoshop-KI kann ich nun die Fehler anderer KI \u00adkorrigieren.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"686\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-169644\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/www.docma.info-www.docma-.info-draggedimage-2-7.jpeg\"\/>Weitere Adaptionen<\/p>\n<p>Doch damit war sein KI-Bosch-Projekt noch nicht beendet, denn f\u00fcr ihn ist es wichtig, bei seinen Arbeiten pers\u00f6nlich zu werden, weshalb er Portr\u00e4ts bevorzugt, wie sie hier zu sehen sind. Inzwischen gibt es einige seiner Bosch-Motive auch als animierte Versionen in hochaufl\u00f6senden Pr\u00e4sentationen. Die Arbeit mit bewegten Bildern kommt Szauder entgegen, denn er hatte schon seit den 90er Jahren viele Erfahrungen mit der 3D-Animations-Software Macromedia Director und gesammelt.<\/p>\n<p>Solche vielseitigen Nutzungen von generativen KI-Tools und die Verbindung von Kunst und Technik verdeutlichen, wie Szauder kontinuierlich die Grenzen seines kreativen Schaffens erweitert und dabei stets Wege findet, seine Inspirationen zu verwirklichen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1083\" height=\"863\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-169643\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/www.docma.info-www.docma-.info-draggedimage-3-5.jpeg\"\/>David Szauder <\/p>\n<p>Schon im zarten Alter von acht Jahren begann David Szauder mit einem Commodore C64 zu experimentieren. Ein Jahr sp\u00e4ter entdeckte er das Grafikprogramm Art Studio und gestaltete mithilfe eines Joysticks erste digitale Zeichnungen und Gem\u00e4lde. Sp\u00e4ter studierte er Informatik, Kunstgeschichte und freie Kunst. <\/p>\n<p><strong>Mehr: <a href=\"https:\/\/www.davidarielszauder.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.davidarielszauder.com<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Klick-Tipp<\/p>\n<p>Als eine Art Tribut an Cindy Sherman kommentiert David Szauder alle paar Tage auf seinem <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=100067070466198\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook-Account<\/a> mit von ihm so genannten \u201eKI-Personalisierungen\u201c aktuelle Entwicklungen, indem er sich in Motive aus Nachrichten, Werbung, Kunst oder (sozialen) Medien hineinmontiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1008\" height=\"1008\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-169642\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/www.docma.info-www.docma-.info-draggedimage-4-2.jpeg\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inspiriert von den faszinierenden Details des Meisterwerks Der Garten der L\u00fcste von Hieronymus Bosch, kombiniert der ungarische K\u00fcnstler&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":159611,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,55776,29,214,55777,30,55778,671,1794,215],"class_list":{"0":"post-159610","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-david-szauder","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-garten-der-lueste","13":"tag-germany","14":"tag-hieronymus-bosch","15":"tag-ki","16":"tag-kunst-und-design","17":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114614576445097812","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=159610"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159610\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/159611"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=159610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=159610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=159610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}