{"id":159975,"date":"2025-06-02T19:05:09","date_gmt":"2025-06-02T19:05:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/159975\/"},"modified":"2025-06-02T19:05:09","modified_gmt":"2025-06-02T19:05:09","slug":"memorandum-veroeffentlicht-diese-forderungen-stellt-russland-an-die-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/159975\/","title":{"rendered":"Memorandum ver\u00f6ffentlicht: Diese Forderungen stellt Russland an die Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>                    Memorandum ver\u00f6ffentlicht<br \/>\n                Diese Forderungen stellt Russland an die Ukraine<\/p>\n<p>\t\t\t\t              02.06.2025, 20:40 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Bei den Gespr\u00e4chen in Istanbul \u00fcberreicht die russische Delegation der Ukraine ein Memorandum. Das Dokument enth\u00e4lt Forderungen f\u00fcr einen Waffenstillstand sowie einen m\u00f6glichen Friedensvertrag. Ein Blick in den Katalog zeigt: Moskau r\u00fcckt von seinen Maximalzielen nicht ab. <\/strong><\/p>\n<p>Russland hat erstmals sein Memorandum mit Forderungen an die Ukraine f\u00fcr einen Waffenstillstand und einen m\u00f6glichen k\u00fcnftigen Friedensvertrag ver\u00f6ffentlicht. Moskaus Vertreter \u00fcberreichten das dreiseitige Schriftst\u00fcck der Ukraine heute bei der zweiten Gespr\u00e4chsrunde in Istanbul. Kiew k\u00fcndigte eine Pr\u00fcfung des Katalogs an. Russische Medien ver\u00f6ffentlichten die Forderungen. Mit dem Memorandum bleibt der Kreml bei seinen Maximalforderungen und verlangt von Kiew praktisch die Kapitulation.<\/p>\n<p>Moskaus Bedingungen f\u00fcr eine Feuerpause<\/p>\n<p>Russland schl\u00e4gt f\u00fcr eine 30-t\u00e4gige Waffenruhe zwei Varianten vor. Die <b>erste Variante<\/b> sieht einen <b>vollst\u00e4ndigen Abzug<\/b> ukrainischer Truppen aus den von Moskau annektierten ukrainischen Gebieten Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson vor, die bisher nur teils von russischen Truppen kontrolliert werden.<\/p>\n<p>Derzeit kontrollieren die Truppen des Kreml das Luhansker Gebiet fast komplett, das benachbarte Donezker Gebiet zu etwa 70 Prozent und die Regionen Cherson und Saporischschja nur zu etwa zwei Dritteln. Die Gebietshauptst\u00e4dte Cherson und Saporischschja mit ihren Hunderttausenden Einwohnern stehen dabei weiter unter ukrainischer Kontrolle.<\/p>\n<p>Die <b>zweite Variante <\/b>f\u00fcr eine Waffenruhe sieht ein Ende der Kampfhandlungen entlang des derzeitigen <b>Frontverlaufs<\/b> vor. Dabei soll Kiew die <b>Mobilmachung beenden<\/b>, und es sollen <b>keine ausl\u00e4ndischen Waffenlieferungen<\/b> mehr ins Land gelangen. Das schlie\u00dfe auch die Bereitstellung von Aufkl\u00e4rungsdaten durch westliche Staaten ein. \u00dcberwacht werden soll die Feuerpause \u00fcber ein gemeinsames Zentrum, das noch zu gr\u00fcnden w\u00e4re. <\/p>\n<p>Die Ukraine soll zudem einen <b>Stopp von Sabotageakten<\/b> in Russland garantieren. Nach der <b>Aufhebung des geltenden Kriegsrechts<\/b> sollen nicht sp\u00e4ter als 100 Tage danach <b>Wahlen<\/b> in der Ukraine abgehalten werden. Kiew hatte dagegen mehrfach bereits von Moskau eine bedingungslose Waffenruhe f\u00fcr 30 Tage als Voraussetzung f\u00fcr den Start realer Friedensgespr\u00e4che verlangt.<\/p>\n<p>Moskaus Bedingungen f\u00fcr einen dauerhaften Frieden<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Friedensvertrag verlangt Russland von der Ukraine in Punkt eins eine international <b>bindende Anerkennung<\/b>, dass die Halbinsel Krim, die Gebiete Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja Teil der Russischen F\u00f6deration seien. Die ukrainische F\u00fchrung hatte eine solche Anerkennung der v\u00f6lkerrechtswidrigen Annexion stets kategorisch abgelehnt. <\/p>\n<p>In Punkt zwei von zw\u00f6lf fordert Russland eine Verpflichtung der Ukraine zur <b>Neutralit\u00e4t<\/b> und<b> Blockfreiheit<\/b> \u2013 gemeint ist der verbindliche Verzicht etwa auf eine Mitgliedschaft in der Nato. In den weiteren Punkten, von denen bisher einige bekannt waren, geht es um eine Best\u00e4tigung des <b>atomwaffenfreien Status<\/b> und um <b>Begrenzungen<\/b> <b>der Zahl ukrainischer Soldaten<\/b>. So fordert Moskau auch die Aufl\u00f6sung nationalistischer milit\u00e4rischer Gruppierungen und der Nationalgarde. Die Ukraine habe zudem keinen Anspruch auf <b>Reparationszahlungen<\/b>.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine dauerhafte Beilegung des Konflikts verlangt Moskau ferner den <b>Schutz der Minderheitsrechte<\/b> der russischen und der russischsprachigen Bev\u00f6lkerung und die Anerkennung von <b>Russisch als Amtssprache<\/b>. Verpflichten solle sich Kiew zudem aus Moskauer Sicht, alle <b>Sanktionen aufzuheben <\/b>und die diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen. Selbst eine <b>Wiederaufnahme des Gas-Transits<\/b> durch die Ukraine nach Europa ist in dem Papier aufgef\u00fchrt. Ein Friedensvertrag, so h\u00e4lt es die Absichtserkl\u00e4rung fest, solle nach der Unterzeichnung durch eine rechtlich bindende <b>UN-Resolution best\u00e4tigt<\/b> werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Memorandum ver\u00f6ffentlicht Diese Forderungen stellt Russland an die Ukraine 02.06.2025, 20:40 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":159976,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,661,508,13,14,15,16,4043,4044,850,307,12,317],"class_list":{"0":"post-159975","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-diplomatie","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-politik","16":"tag-russia","17":"tag-russian-federation","18":"tag-russische-foederation","19":"tag-russland","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114615335224665784","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159975","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=159975"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159975\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/159976"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=159975"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=159975"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=159975"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}