{"id":160205,"date":"2025-06-02T21:07:10","date_gmt":"2025-06-02T21:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/160205\/"},"modified":"2025-06-02T21:07:10","modified_gmt":"2025-06-02T21:07:10","slug":"ueber-3-000-briefe-an-kai-wegner-wegen-kuerzungen-im-sozialbereich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/160205\/","title":{"rendered":"\u00dcber 3.000 Briefe an Kai Wegner wegen K\u00fcrzungen im Sozialbereich"},"content":{"rendered":"<p>\tProtestaktion in Berlin<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\t\u00dcber 3.000 Briefe an Kai Wegner wegen K\u00fcrzungen im Sozialbereich<\/p>\n<p>\n        Mo. 02.06.25 | 18:36 Uhr  | Von Jonas Wintermantel\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"#top-of-comments\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1748898429_791_size=708x398.jpg\" alt=\"Wegen K\u00fcrzungen im Sozialbereich wurden \u00fcber 3.000 Briefe an Kai Wegner \u00fcbergeben. (Quelle: rbb24\/J. Wintermantel)\" title=\"Wegen K\u00fcrzungen im Sozialbereich wurden \u00fcber 3.000 Briefe an Kai Wegner \u00fcbergeben. (Quelle: rbb24\/J. Wintermantel)\" id=\"1455076004\"\/><\/p>\n<p>rbb24 \/ J. Wintermantel<\/p>\n<p>Video: rbb24 Abendschau | 02.06.2025 | Laurence Thio | Bild: rbb24 \/ J. Wintermantel <\/p>\n<p>Der Senat plant im laufenden Haushalt Einsparungen in Milliardenh\u00f6he \u2013 betroffen sind auch Angebote der Jugend- und Sozialarbeit. Dagegen regt sich Protest. Am Montag wurden 3.000 Briefe &#8211; symbolisch &#8211; an Kai Wegner \u00fcbergeben. Von Jonas Wintermantel<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>&#8222;Lieber Kai, die Schulsozialarbeit hat mir geholfen, dass ich p\u00fcnktlich komme. Sie ist wichtig f\u00fcr Kinder, falls sie Konflikte haben. Wenn die Schulsozialarbeit nicht ausreicht, dann g\u00e4be es mehr Schl\u00e4gereien, mehr Konflikte.&#8220; So beginnt einer der \u00fcber 3.000 Briefe, die Berliner Kinder und Jugendliche an den Regierenden B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) geschrieben haben \u2013 als Reaktion auf die geplanten K\u00fcrzungen im Berliner Landeshaushalt. Die Briefe wurden am Montagmittag symbolisch mit einer Schubkarre vor das Rote Rathaus gebracht.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1613657012\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tBriefe aus Schulen und Jugendclubs<\/p>\n<p>Die Protestaktion unter dem Titel &#8222;#BriefeAnKai&#8220; wurde vom Sozialarbeits-Tr\u00e4ger &#8222;tandem BLT&#8220; initiiert, mit Unterst\u00fctzung zahlreicher Berliner weiterer sozialer Tr\u00e4ger wie FiPP, Gangwas oder dem Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverband.<\/p>\n<p>Hintergrund sind die K\u00fcrzungen in Milliardenh\u00f6he im Berliner Landeshaushalt, die gerade auch Projekte in der Jugendhilfe, Jugendclubs oder die Schulsozialarbeit treffen. Nach Angaben der Veranstalter sind schon heute \u00fcber 600 soziale Projekte von Einsparungen betroffen.<\/p>\n<p>Zur Aktion vor dem Roten Rathaus sind auch einige Sch\u00fcler:innen gekommen. Zum Beispiel der elfj\u00e4hrige Eric, der sich an seiner Grundschule gerade \u2013 mit Hilfe der Schulsozialarbeiter \u2013 zum Streitschlichter ausbilden l\u00e4sst. Auch er hat einen Brief geschrieben: &#8222;Ich habe geschrieben, dass es Menschen gibt, die die Schulsozialarbeit brauchen, weil es ihnen vielleicht nicht so gut geht oder weil sie irgendein Problem haben, mit dem sie nicht alleine sein sollten&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tK\u00fcrzungen bei Jugendlichen seien &#8222;Milchm\u00e4dchenrechnung&#8220;<\/p>\n<p>Der 16-j\u00e4hrige Muhammad hat seinen Brief im Namen seines Jugendclubs im Soldinerkiez geschrieben \u2013 dem Jugendclub &#8222;Soko 116&#8220;: &#8222;Es ist wichtig f\u00fcr mich, dass andere Jugendliche mehr Freundschaften finden und miteinander spielen k\u00f6nnen. Dass sie nicht nur alleine zu Hause rumsitzen&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p>Neben ihm steht Julia, die in Muhammads Jugendclub als Sozialarbeiterin arbeitet. K\u00fcrzungen im Sozialbereich \u2013 das sei f\u00fcr sie eine &#8222;Milchm\u00e4dchenrechnung&#8220;. Ihr Jugendclub sei f\u00fcr viele Kinder h\u00e4ufig die erste Anlaufstelle nach der Schule &#8211; oft der einzige sichere R\u00fcckzugsort. &#8222;Die \u00dcberlegung, Jugendclubs gerade in so prek\u00e4ren Orten zu k\u00fcrzen, ist absolut fatal&#8220;, sagt Julia. &#8222;Das, was heute gek\u00fcrzt wird, kann sp\u00e4ter doppelt und dreifach investiert werden.&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1748898430_234_size=708x398.jpg\" alt=\"Wegen K\u00fcrzungen im Sozialbereich wurden \u00fcber 3.000 Briefe an Kai Wegner \u00fcbergeben. (Quelle: rbb24\/J. Wintermantel)\" title=\"Wegen K\u00fcrzungen im Sozialbereich wurden \u00fcber 3.000 Briefe an Kai Wegner \u00fcbergeben. (Quelle: rbb24\/J. Wintermantel)\" id=\"articlesContList_picture_278719903\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_718991502\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1229011364\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tMehr Kinder in Berlin \u2013 aber weniger Geld vom Senat<\/p>\n<p>So sehen das auch die Veranstalter:innen. &#8222;Aktuell leben 600.000 Kinder in der Stadt, 400.000 Tausen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Wie kann man in einer Zeit, wo die Zahl steigt, die Unterst\u00fctzung k\u00fcrzen?&#8220;, ruft Ria Schneider ins Mikrofon. Sie ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von &#8222;tandem BLT&#8220;, das die Aktion initiiert hat. &#8222;Das Gegenteil m\u00fcsste der Fall sein&#8220;, sagt Schneider weiter. &#8222;Mehr Unterst\u00fctzung, mehr Pr\u00e4vention, wir brauchen Investition in die Kinder und Jugendliche jetzt.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr den Vorsitzenden des Berliner Landessch\u00fclerausschusses Orcun Ilter kommen K\u00fcrzungen auch mit Blick auf die aktuelle politische Lage nicht infrage: &#8222;Wir leben in schwierigen Zeiten&#8220;, sagt Ilter. &#8222;Wir sprechend immer dar\u00fcber, es brauche besser politische Bildung, mehr Demokratiebildung. Aber im gleichen Atemzug spart man da, wo es dringend notwendig ist.&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1239696916\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tWegner nimmt Briefe nicht pers\u00f6nlich entgegen<\/p>\n<p>Der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner selbst war am Montag nicht da, um die Briefe entgegenzunehmen. Auch kein anderer Senatsvertreter fand daf\u00fcr die Zeit. Schriftlich teilt die Senatssprecherin mit, dass wegen der noch laufenden Haushaltsberatungen aktuell keine Aussagen \u00fcber K\u00fcrzungen getroffen werden k\u00f6nnten. Die Briefe wurden daher kurzer Hand direkt vor dem Rathaus-Eingang geparkt und anschlie\u00dfend in die nahegelegene Poststelle gebracht. Den lauten Protest vor seiner Haust\u00fcr d\u00fcrfte Wegner mutma\u00dflich trotzdem mitbekommen haben.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1\"\/><\/p>\n<p>Sendung: rbb24 Abendschau, 02.06.2025, 19:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Jonas Wintermantel<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Protestaktion in Berlin &#8211; \u00dcber 3.000 Briefe an Kai Wegner wegen K\u00fcrzungen im Sozialbereich Mo. 02.06.25 | 18:36&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":160206,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-160205","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114615815047583021","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/160205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=160205"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/160205\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/160206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=160205"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=160205"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=160205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}