{"id":160778,"date":"2025-06-03T02:21:13","date_gmt":"2025-06-03T02:21:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/160778\/"},"modified":"2025-06-03T02:21:13","modified_gmt":"2025-06-03T02:21:13","slug":"ein-kritischer-artikel-des-magazins-spiegel-zur-besteuerung-von-ruestungskonzernen-hat-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/160778\/","title":{"rendered":"Ein kritischer Artikel des Magazins Spiegel zur Besteuerung von R\u00fcstungskonzernen hat a"},"content":{"rendered":"<p>(Neu: UBS-Analyst im 3. Absatz)<\/p>\n<p>FRANKFURT (dpa-AFX Broker) &#8211; Ein kritischer Artikel des Magazins &#8222;Spiegel&#8220; zur Besteuerung von R\u00fcstungskonzernen hat am Montag im Tagesverlauf den R\u00fcckenwind aus der Rekordrally bei Rheinmetall DE0007030009 genommen. Nachdem sich der Kurs zun\u00e4chst noch mit bis zu 1.944 Euro der n\u00e4chsten Tausendermarke gen\u00e4hert hatte, fiel er bis auf 1.744 Euro zur\u00fcck. Aus dem Handel gingen die Aktien dann mit 1819,00 und damit dreieinhalb Prozent unter ihrem Schlusskurs vom Vortag.<\/p>\n<p>In dem Artikel des &#8222;Spiegel&#8220; wird gefragt, wie es sich verhindern l\u00e4sst, dass die immensen staatlichen Gelder, die in die Verteidigung flie\u00dfen sollen, in den Taschen der Aktion\u00e4re von R\u00fcstungskonzernen landen. Von Teilverstaatlichungen oder einer \u00dcbergewinnsteuer ist daher die Rede.<\/p>\n<p>Analyst Sven Weier von der Schweizer Gro\u00dfbank UBS h\u00e4lt eine Sondersteuer allerdings f\u00fcr kontraproduktiv mit Blick auf einen deutlichen Ausbau der europ\u00e4ischen R\u00fcstungsproduktion. Zudem w\u00fcrden solche Steuerpl\u00e4ne derzeit wohl auch kaum breite politische Unterst\u00fctzung finden.<\/p>\n<p>Die Verteidigungsinvestitionen sind seit drei Jahren das zentrale Thema bei Rheinmetall und anderen R\u00fcstungsaktien. Sie haben seit dem russischen \u00dcberfall auf die Ukraine Anfang 2022 daf\u00fcr gesorgt, dass der Rheinmetall-Kurs in der Spitze um das mehr als 20-Fache gestiegen ist. Allein 2025 hat sich der Wert der Aktien nochmals verdreifacht.<\/p>\n<p>Bei den anderen beiden bekannten Aktien aus dem deutschen R\u00fcstungssektor, Renk DE000RENK730 und Hensoldt DE000HAG0005, schrumpften die Kursgewinne am Montag auf rund 4 und rund 8 Prozent. Sie hatten ihre Rekordrally am Montag ebenfalls fortgesetzt, auch dank einer Hochstufung von Hensoldt durch die US-Bank JPMorgan. Mit bis zu 105,20 Euro wurden die Aktien des Radar-Spezialisten in erstmals zeitweise \u00fcber der Marke von 100 Euro gehandelt. Renk kamen dieser Schwelle mit bis zu 85,70 Euro ebenfalls n\u00e4her.<\/p>\n<p>Am Montag war im Ukraine-Krieg eine zweite Verhandlungsrunde zwischen Russen und Ukrainern \u00fcber eine m\u00f6gliche Waffenruhe angesetzt. Unmittelbar davor hatten Milit\u00e4rs und Geheimdienste beider Kriegsparteien am Wochenende jedoch teils spektakul\u00e4re Angriffe gestartet. Vor allem ein Schlag der Ukraine gegen Russlands strategische Bomberflotte hatte f\u00fcr Aufmerksamkeit gesorgt.<\/p>\n<p>&#8222;Unserer Einsch\u00e4tzung nach werden die Ereignisse dieses Wochenendes kaum die Voraussetzungen f\u00fcr einen dauerhaften Waffenstillstand in der Ukraine schaffen&#8220;, schrieb die Expertin Chloe Lemarie vom Analysehaus Jefferies am Morgen. Der ukrainische Geheimdienst hatte nach eigenen Angaben viele kleine Drohnen nach Russland geschmuggelt und sie dort von Lastwagen aus in der N\u00e4he russischer Milit\u00e4rflugpl\u00e4tze angreifen lassen.<\/p>\n<p>JPMorgan-Analyst David Perry rechnet in den kommenden f\u00fcnf Jahren mit einer au\u00dferordentlich starken Gesch\u00e4ftsentwicklung bei Unternehmen aus dem R\u00fcstungsbereich &#8211; vor allem in Deutschland. Am Montag passte er den Bewertungsma\u00dfstab f\u00fcr Hensoldt auf das Niveau an, das er bei Renk und Rheinmetall schon ber\u00fccksichtigt hatte. Dabei zog er auch mit seiner Empfehlung &#8222;Overweight&#8220; gleich.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die britischen Branchenwerte BAE Systems GB0002634946, Babcock GB00B0WMWD03 und QINETIQ GB00B0WMWD03 bleibt Perry optimistisch &#8211; mit erh\u00f6hten Kurszielen. So k\u00fcndigte Gro\u00dfbritannien am Montag Milliardeninvestitionen in Milit\u00e4r und Verteidigung an. Zu den Ma\u00dfnahmen geh\u00f6rt der Bau von bis zu zw\u00f6lf neuen U-Booten. Die Regierung plant zudem mit Ausgaben in H\u00f6he von 15 Milliarden britischen Pfund (rund 18 Mrd Euro) f\u00fcr britische Programme zur Herstellung von Atomsprengk\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Analyst Perry grenzte die Briten in seiner Studie aber noch etwas von den deutschen Konzernen ab, f\u00fcr die sein Bewertungsma\u00dfstab noch h\u00f6her liege. &#8222;Dies spiegelt wider, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben viel schneller und deutlicher erh\u00f6hen muss, da das Land von 1990 bis 2020 chronisch zu wenig in die Verteidigung investiert hat.&#8220; Deutschland habe zudem eine deutlich geringere Staatsverschuldung als Gro\u00dfbritannien und k\u00f6nne seine Ausgaben dynamischer erh\u00f6hen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(Neu: UBS-Analyst im 3. 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