{"id":160821,"date":"2025-06-03T02:44:15","date_gmt":"2025-06-03T02:44:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/160821\/"},"modified":"2025-06-03T02:44:15","modified_gmt":"2025-06-03T02:44:15","slug":"preiskontrolle-bundeskartellamt-wirft-amazon-wettbewerbswidrige-praktiken-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/160821\/","title":{"rendered":"Preiskontrolle: Bundeskartellamt wirft Amazon wettbewerbswidrige Praktiken vor"},"content":{"rendered":"<p>Das Bundeskartellamt h\u00e4lt Amazons Einflussnahme auf die Preisbildung auf seiner H\u00e4ndlerplattform Marketplace f\u00fcr &#8222;wettbewerblich bedenklich&#8220;. Das geht aus einer vorl\u00e4ufigen rechtlichen Einsch\u00e4tzung hervor, die das Kartellamt dem E-Commerce-Riesen laut Mitteilung am Montag \u00fcbersandt hat. <\/p>\n<p>Demnach sollen H\u00e4ndler auf dem Marketplace bestimmte, von Amazon vorgegebene Preisgrenzen nicht \u00fcberschreiten. Das k\u00f6nnte ein wettbewerbsrechtlicher Missbrauch sein, meint die Beh\u00f6rde und gibt dem Unternehmen nun Gelegenheit, zu den Vorw\u00fcrfen Stellung zu nehmen.  <\/p>\n<p>47.500 H\u00e4ndler<\/p>\n<p>Auf die Handelsplattform Amazon.de entfalle rund 60 Prozent des Umsatzes im deutschen Onlinehandel, <a href=\"https:\/\/www.bundeskartellamt.de\/SharedDocs\/Meldung\/DE\/Pressemitteilungen\/2025\/06_02_2025_Amazon.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">hei\u00dft es in der Mitteilung des Kartellamts<\/a>. Neben dem Handel auf eigene Rechnung unterh\u00e4lt Amazon den Marktplatz mit nach eigenen Angaben 47.500 deutschen Verkaufspartnern.<\/p>\n<p>Mithilfe verschiedener Algorithmen \u00fcberpr\u00fcfe Amazon auf seinem Marktplatz die Preise der H\u00e4ndler, erkl\u00e4rt das Kartellamt. W\u00fcrden die Preise als zu hoch bewertet, w\u00fcrden diese entweder ganz vom Marktplatz entfernt oder weniger prominent angezeigt. Dazu k\u00e4men weitere Einschr\u00e4nkungen bei der Darstellung, etwa in der Suchergebnisliste.<\/p>\n<p>Diese Automatismen reduzierten die Sichtbarkeit von H\u00e4ndlerangeboten und griffen intransparent in die Preisgestaltungsfreiheit der Verk\u00e4ufer ein, moniert das Kartellamt. Die Einschr\u00e4nkungen seien nach aktueller Einsch\u00e4tzung &#8222;unangemessen und sachlich nicht gerechtfertigt&#8220;. <\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident der Bonner Beh\u00f6rde, Andreas Mundt, h\u00e4lt das vor allem dann riskant f\u00fcr den Wettbewerb im E-Commerce in Deutschland, &#8222;wenn die betroffenen H\u00e4ndler ihre eigenen Kosten nicht mehr decken k\u00f6nnen und die Handelsplattform in kartellrechtswidriger Weise zur Behinderung des restlichen Onlinehandels eingesetzt wird&#8220;.<\/p>\n<p>Amazon weist Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck<\/p>\n<p>Amazon weist die Vorw\u00fcrfe entschieden zur\u00fcck. Eine Konzernsprecherin betonte, das Unternehmen sei &#8222;in keiner Weise&#8220; mit der Einsch\u00e4tzung einverstanden. Firmen auf dem Marketplace k\u00f6nnten ihre Preise frei und unabh\u00e4ngig festlegen. K\u00f6nne Amazon seinen Kunden nicht bei der Suche nach g\u00fcnstigen Angeboten helfen, f\u00fchre dies zu einer &#8222;schlechten Einkaufserfahrung&#8220;. Amazon m\u00fcsste dann &#8222;nicht wettbewerbsf\u00e4hige oder sogar missbr\u00e4uchliche Preise beg\u00fcnstigen&#8220;.  <\/p>\n<p>Das Kartellamt hat Amazon <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Kartellamt-mit-haerterer-Wettbewerbskontrolle-auch-bei-Amazon-7163987.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">als Unternehmen mit \u00fcberragender markt\u00fcbergreifender Bedeutung f\u00fcr den Wettbewerb eingestuft<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Preiskontrolle-und-Brandgating-Kartellamt-verschaerft-Gangart-gegen-Amazon-7342379.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">st\u00fctzt sich in dem Fall<\/a> auch auf die Mittel der damit verbundenen &#8222;erweiterten Missbrauchsaufsicht&#8220;. Der Konzern beschwerte sich dagegen. Der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/BGH-bestaetigt-Amazons-ueberragende-marktuebergreifende-Bedeutung-9696277.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesgerichtshof st\u00fctzte 2024 aber die Auffassung der Kartellw\u00e4chter<\/a>. <\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vbr@heise.de\" title=\"Volker Briegleb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vbr<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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