{"id":16095,"date":"2025-04-08T16:42:31","date_gmt":"2025-04-08T16:42:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/16095\/"},"modified":"2025-04-08T16:42:31","modified_gmt":"2025-04-08T16:42:31","slug":"berlin-angeklagter-bittet-um-vergebung-nach-attacke-auf-juedischen-studenten-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/16095\/","title":{"rendered":"Berlin: Angeklagter bittet um Vergebung nach Attacke auf j\u00fcdischen Studenten in Berlin"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 08.04.2025 18:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Ein j\u00fcdischer Student der FU Berlin wurde vor einem Jahr auf offener Stra\u00dfe t\u00e4tlich angegriffen und verletzt. Die Tat wurde als antisemitisch eingestuft. Nun l\u00e4uft der Prozess gegen einen 24-J\u00e4hrigen &#8211; dieser bat gleich zu Beginn um Vergebung.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Prozess um die Attacke auf den j\u00fcdischen Studenten Lahav Shapira hat ein angeklagter Ex-Kommilitone den Angriff gestanden und um Vergebung gebeten. Ein antisemitisches Motiv f\u00fcr die Tat stritt der 24-J\u00e4hrige jedoch ab. &#8222;Es tut mir sehr leid&#8220;, sagte er zum Prozessauftakt am Dienstag vor dem Amtsgericht Tiergarten. Der Vorfall belaste ihn.<br \/>\u00a0<br \/>Der Mann bot an, dem Opfer ein Schmerzensgeld von zun\u00e4chst 5.500 Euro zu zahlen. Sp\u00e4ter wolle er weitere monatliche Zahlungen leisten.<\/p>\n<p>    Angeklagter habe Anti-Gewalt-Training absolviert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2024\/02\/angriff-bruder-shapira-fu-uni-berlin-antisemitismus.html\" title=\"den damals 30 Jahre alten Studenten am 2. Februar 2024 auf offener Stra\u00dfe in Berlin-Mitte attackiert und schwer verletzt\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">den damals 30 Jahre alten Studenten am 2. Februar 2024 auf offener Stra\u00dfe in Berlin-Mitte attackiert und schwer verletzt<\/a> zu haben. Das Opfer ist Bruder des bekannten K\u00fcnstlers und Satirikers Shahak Shapira.<br \/>\u00a0<br \/>Laut Anklage sei Shapiras Engagement im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt ausschlaggebend f\u00fcr die als antisemitisch eingestufte Tat gewesen, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Der kampfsporterfahrene Angeklagte muss sich wegen gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung verantworten.<br \/>\u00a0<br \/>Er habe nach dem Vorfall ein Anti-Gewalt-Training absolviert, zudem befinde er sich in therapeutischer Behandlung, erkl\u00e4rte der Angeklagte.<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/rbb-davidstern-anhaenger-100.jpg\" alt=\"Symbolbild:Vorderansicht Person mit Davidstern Anh\u00e4nger.(Quelle:picture alliance\/imagebroker\/O.Latkun)\" title=\"Audio: rbb24 Inforadio | 08.04.2025 | Oda Tischewski | picture alliance\/imagebroker\/O.Latkun\"\/><\/p>\n<p>&#8222;Dieser Griff an die Davidstern-Kette, ob sie offen liegt oder verdeckt ist&#8220;<\/p>\n<p>            Die Proteste sind abgeflaut, die Camps abgebaut \u2013 doch die Stimmung an den Berliner Hochschulen ist weiterhin gereizt: J\u00fcdische Studierende berichten weiter von Angst, Ausgrenzung und offenem Antisemitismus. Von Oda Tischewski<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/04\/berlin-hochschulen-stimmung-antisemitisch-prozess-beginn-angriff-shapira.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p>    Antisemitismusbeauftragter begleitet Prozess<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZum ersten Verhandlungstag in dem Verfahren vor dem Amtsgericht Tiergarten war auch der Bundesbeauftragte f\u00fcr j\u00fcdisches Leben in Deutschland und Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, anwesend. Klein sagte am Montag, das Verfahren zeige deutlich, &#8222;wie gef\u00e4hrlich Antisemitismus ist und wie wichtig seine konsequente Verfolgung und Ahndung durch die Justiz ist&#8220;.<br \/>\u00a0<br \/>Antisemitismus breche sich gerade nach dem Terrorangriff der Hamas auf <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/thema\/israel\/index.html\" title=\"Israel\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Israel<\/a> vom 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgel\u00f6sten Krieg im Gaza-Streifen &#8222;auch in Deutschland ungehemmt Bahn&#8220; und werde zunehmend normalisiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKlein betonte, eine wachsende Zahl von Menschen halte es &#8222;auf fatale Weise f\u00fcr legitim, den hier lebenden J\u00fcdinnen und Juden Verantwortung f\u00fcr die Gewalt im Nahen Osten zuzusprechen&#8220;. Das entspreche einem g\u00e4ngigen antisemitischen Muster. Es sei wichtig, dass bei Ermittlungen Judenhass als Motiv auch zielgenau von den Strafverfolgungsbeh\u00f6rden erkannt wird.<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/rbb-urn-854.jpg\" alt=\"Archivbild: Einsatzkr\u00e4fte der Polizei stehen vor einem Geb\u00e4ude der Freien Universit\u00e4t in der Kaiserwerther Stra\u00dfe. (Quelle: dpa\/Carstensen)\" title=\"urn:newsml:dpa.com:20090101:241023-935-300906 | dpa\/Carstensen\"\/><\/p>\n<p>Vier ausl\u00e4ndischen Aktivisten droht Ausweisung aus Deutschland<\/p>\n<p>            Drei EU-B\u00fcrger und ein Amerikaner sollen an pro-pal\u00e4stinensischen Aktionen in Berlin teilgenommen haben. Ihnen werden mehrere Straftaten vorgeworfen. Verurteilt sind sie nicht. Nun sollen sie das Land verlassen.<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2025\/04\/berlin-ausweisung-studenten-studierende-propalaestina-israel-protest-palestine.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p>    Angeklagter soll Opfer aus Bar gefolgt sein<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer mutma\u00dfliche T\u00e4ter soll seinem Opfer an dem Februar-Abend 2024 aus einer Bar gefolgt sein, um ihn zur Rede zu stellen. Dabei sei <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2024\/02\/fu-berlin-antisemitismus-angriff-juedischer-student-konsequenzen-gefordert.html\" title=\"es um eine vorherige Auseinandersetzung an der FU Berlin\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">es um eine vorherige Auseinandersetzung an der FU Berlin<\/a> gegangen, die auch im Zusammenhang mit dem terroristischen Hamas-Angriff auf Israel stand.<br \/>\u00a0<br \/>Unvermittelt soll der Mann dann seinem Opfer mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, wodurch der das Gleichgewicht verlor, wie die Staatsanwaltschaft bei der <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2024\/09\/berlin-anklage-antisemitische-attacke-auf-studenten.html\" title=\"Anklage im vorigen Herbst\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Anklage im vorigen Herbst<\/a> mitteilte. Als sich das Opfer wiederaufrichten wollte, soll der damals 23 Jahre alte Angeklagte ihm ins Gesicht getreten haben. Shapira erlitt multiple Gesichtsfrakturen und eine Hirnblutung und lag vier Tage im Krankenhaus.<br \/>\u00a0<br \/>Der Prozess wird am Donnerstag, 17. April fortgesetzt. Unter anderem soll dann ein Polizist zu einem Video befragt werden, das auf dem Handy des 24-J\u00e4hrigen sichergestellt wurde. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft belegt es das antisemitische Motiv der Tat. Auch das Urteil k\u00f6nnte dann gesprochen werden.<\/p>\n<p>    Shapira verklagt auch die FU<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLahav Shapira verklagte im vorigen Sommer auch die <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2024\/06\/lahav-shapira-klage-fu-berlin-antisemitismus.html\" title=\"FU Berlin beim Verwaltungsgericht\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">FU Berlin beim Verwaltungsgericht<\/a>. Er beruft sich auf das Berliner Hochschulgesetz, das Diskriminierungen, insbesondere auch wegen antisemitischer Zuschreibungen, verbietet. Die FU habe die antisemitische Stimmung, die zu dem Angriff gef\u00fchrt habe, zu lange toleriert, so sein Vorwurf.<br \/>\u00a0<br \/>Wie eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts dem rbb am Montag best\u00e4tigte, soll der m\u00fcndliche Prozess vor der zw\u00f6lften Kammer des Gerichts am 15. Juli beginnen.<\/p>\n<p>\u00a0<br \/>Die FU hatte dem Angeklagten <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2024\/02\/berlin-fu-berlin-angriff-hausverbot-student-antisemitismus.html\" title=\"nach dem Angriff Hausverbot erteilt\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">nach dem Angriff Hausverbot erteilt<\/a>. Shapira war in der Folge auch bei einem Treffen von Opfern politischer Gewalt bei Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier eingeladen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSendung: rbb24, 08.04.2025, 13:00 Uhr<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2025\/04\/berlin-prozess-antisemitische-attacke-fu-student-shapira.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Rundfunk Berlin-Brandenburg\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1743587833_143_lra-rbb-logo-100.svg.svg+xml\" height=\"40\" width=\"40\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.04.2025 18:04 Uhr Ein j\u00fcdischer Student der FU Berlin wurde vor einem Jahr auf offener Stra\u00dfe t\u00e4tlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16096,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,2239],"class_list":{"0":"post-16095","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-rbb"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114303345918884950","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16095","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16095"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16095\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16096"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16095"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16095"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16095"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}