{"id":161531,"date":"2025-06-03T09:24:14","date_gmt":"2025-06-03T09:24:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/161531\/"},"modified":"2025-06-03T09:24:14","modified_gmt":"2025-06-03T09:24:14","slug":"wenn-worte-an-grenzen-stossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/161531\/","title":{"rendered":"Wenn Worte an Grenzen sto\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBYlv tspBYlw\">Es hei\u00dft, jeder Ukrainer sei mittlerweile direkt oder indirekt vom Krieg und seinen traumatischen Folgen betroffen: Kinder und Eltern werden zu Waisen, Soldaten und Soldatinnen verlieren Kameraden oder Gliedma\u00dfen. Familien leben seit Jahren voneinander getrennte Leben, im Exil, zuhause, an der Front und in Kriegsgefangenschaft. Was macht das mit den Menschen, und welche Rolle spielen B\u00fccher im vierten Kriegsjahr?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/abo.tagesspiegel.de\/tagesspiegel-app?icid=single-topic_13793359___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergr\u00fcnde und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen.  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Das fragten sich auch zwei der Kuratorinnen des<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/arsenal-buchfestival-in-kiew-ein-stuck-normalitat-im-krieg-11759831.html?icid=in-text-link_13793359\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> 13. Kyjiwer Bucharsenal-Festivals,<\/a> die amerikanische Historikerin Marci Shore von der Yale University und die ukrainische \u00dcbersetzerin und Autorin Oksana Forostyna. Sie sind sich sicher: Alles bleibt \u00dcbersetzung, so das Leitmotiv des von ihnen geplanten Festivals. <\/p>\n<p> K\u00f6nnen Grenzerfahrungen sprachlich ausgedr\u00fcckt werden? <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">\u201eDie grundlegendste Frage ist doch: K\u00f6nnen diese Grenzerfahrungen \u00fcberhaupt sprachlich ausgedr\u00fcckt werden? Kann man seine eigenen traumatischen Erfahrungen in Worte fassen? Und kann man sie dann \u00fcberhaupt in einer anderen Sprache einem anderen Menschen vermitteln? Diese Frage scheint gerade jetzt sehr, sehr wichtig zu sein\u201c, erkl\u00e4rt Shore. Gerade jetzt h\u00e4nge viel davon ab, ob die Ukrainer der Welt erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, was sie erleben. Extreme Umst\u00e4nde lassen sich aber nie komplett \u00fcbermitteln. Man m\u00fcsse es aber versuchen, so Forostyna. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/ich-habe-ein-zweites-telefon-mit-putin-foto-wie-sich-das-queere-leben-in-russland-wahrend-des-kriegs-verandert-hat-13743367.html?icid=single-topic_13793359___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eIch habe ein zweites Telefon mit Putin-Foto\u201c Wie sich das queere Leben in Russland w\u00e4hrend des Kriegs ver\u00e4ndert hat <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/kiewer-buch-arsenal-festival-das-bedurfnis-nach-kultur-im-krieg-10054339.html?icid=in-text-link_13793359\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Einen Ort f\u00fcr diesen Dialog will das Festival schaffen<\/a>. Genau deshalb sei Veteranen-Literatur schon seit 2017 ein fester Programmpunkt, sagt Katryna Slavinska, verantwortlich f\u00fcr das diesj\u00e4hrige Verlagsprogramm des Buchfestivals. So ist auch der Pionier im Bereich Veteranenliteratur, Markobooks, wieder vor Ort. Doch mittlerweile sind die Romane, Sachb\u00fccher und Gedichtb\u00e4nde von Soldaten und Veteranen im ukrainischen Mainstream angekommen. <\/p>\n<p> Starautor Artem Chekh <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Gro\u00dfe Verlage f\u00fchren <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/neuer-band-des-ukrainers-serhij-zhadans-gedichte-die-das-schweigen-uber-die-schrecken-uberwinden-12884722.html?icid=in-text-link_13793359\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">namhafte k\u00e4mpfende Starautoren wie Artem Chekh.<\/a> Eine zentrale Ausstellung widmet sich dem stetig wachsenden Genre der Kriegs- und Veteranenliteratur. Gelesen w\u00fcrden sie von Soldaten, jungen Leuten, aber auch Ehepartnern und M\u00fcttern der Streitkr\u00e4fte und interessierten Zivilisten, die verstehen wollen, was genau die Soldaten erleben, so Kyrylo Dorolenko vom Ministerium f\u00fcr Veteranen, das die Ausstellung organisiert hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/neuer-band-des-ukrainers-serhij-zhadans-gedichte-die-das-schweigen-uber-die-schrecken-uberwinden-12884722.html?icid=single-topic_13793359___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Neuer Gedichtband des Ukrainers Serhij Zhadan Die Sprache ist st\u00e4rker als der Krieg <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Aber auch im Exil operierende Verlage, Werke ehemaliger Kriegsgefangener und von Russland verschleppter Zivilisten, wie Maksym Butkevych, Stanislav Aseev und der jungen Krimtartarin Leniie Umerova, die nach zwei Jahren russischer Gefangenschaft freikam, finden auf dem Festival Beachtung. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Die diesj\u00e4hrige Ausgabe sollte das Lesen als Akt der Freiheit beleuchten. Butkevych, der mehr als zwei Jahre in russischer Gefangenschaft verbrachte, erz\u00e4hlte im Gespr\u00e4ch mit Slavinska, wie das Lesen in Gefangenschaft half, Autonomie \u00fcber die eigenen Gedanken zu bewahren. Insbesondere ein Buch von Viktor Frankl, aber auch George Orwells \u201e1984\u201c h\u00e4tten ihm geholfen, die Zeit zu \u00fcberstehen. Doch Lesen helfe ebenso, den Kriegsalltag mental zu \u00fcberstehen. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>B\u00fccher einer verlorenen Kindheit<\/strong><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">In einer weiteren Ausstellung ging es darum, Erlebnisse aus den Kriegsjahren zu reflektieren und zu verarbeiten. Gezeigt wurden B\u00fccher einer verlorenen Kindheit aus der wachsenden Sammlung des \u201eMuseums der Kriegskindheit\u201d. \u201eEs sind B\u00fccher, die Kinder am Tag der Evakuierung mitnahmen, Schulb\u00fccher, die im Luftschutzkeller f\u00fcr etwas Normalit\u00e4t sorgten, aber auch ein Buch aus einer deutschen Fl\u00fcchtlingsunterkunft\u201d, erkl\u00e4rt Museumsmanagerin Oksana Karpiuk. Sie ist \u00fcberzeugt, dass Ausstellungen wie diese den Ukrainern helfen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten: \u201eDiese Kriegserfahrung ist heute Teil unseres Alltags und um zu funktionieren, normalisieren wir vieles, was wir erleben, obwohl es abnormal ist.\u201d <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/eindrucke-von-der-buchmesse-in-kiew.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-13793491\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAThr\"\/> B\u00fcchertisch auf der Buchmesse in Kiew  <\/p>\n<p class=\"tspADfz\"> \u00a9 Kristina Thomas <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Was man in der Ukraine niemandem erkl\u00e4ren muss: Warum mehrere Brigaden auf einem Buchfestival Spenden f\u00fcr ihre Ausstattung sammeln. \u201eNat\u00fcrlich bleiben sie thematisch beim Buch\u201d, so Festival-Leiterin Yuliia Kozlovets. Die Asow-Brigade hat Fotob\u00fccher dabei, etwa von legend\u00e4ren K\u00e4mpfern, die 2022 die Stadt Mariupol verteidigten und so den Sturm auf Kyjiw verhinderten. Wie auch auf den Musikfestivals und Konzerten in Kyjiw spenden Besucher nebenbei Geld f\u00fcr die Verteidigung. Dass dieser Moment in Freiheit vom Halten der Frontlinie abh\u00e4ngt, ist den meisten Menschen bewusst.<\/p>\n<p> Schutz bietet das Kellergew\u00f6lbe des alten Waffenarsenals <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Hinzu kommt die t\u00e4gliche Bedrohung. Denn Russland attackiert die ukrainischen St\u00e4dte nahezu t\u00e4glich mit Raketen, Drohnen und Marschflugk\u00f6rpern. F\u00fcr zehntausende Besucher mussten ausreichend Luftschutzbunker und Fluchtwege organisiert werden. Unter anderem im imposanten Kellergew\u00f6lbe des alten Waffenarsenals fanden die G\u00e4ste Schutz. Dieses Jahr wurde gleich drei Mal das Programm unterbrochen. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Obwohl man vorbereitet war, schwankt Festivalleiterin Kozlovets zwischen Entt\u00e4uschung und Wut. Im Gew\u00f6lbe tr\u00f6stet man sich unter Kollegen: \u201eMan plant alles akribisch bei vollem Bewusstsein, dass es von einer Sekunde auf die andere einfach abgesagt werden muss\u201c, sagt Kozlovets. \u201eG\u00e4ste reisen von weit her an \u2013 Frankreich, den USA, oder Kanada \u2013 bereiten sich monatelang vor. Man k\u00fcmmert sich um eine Unterkunft, doch dann ert\u00f6nt der Luftalarm und alles war umsonst.\u201d Das sei bitter.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Dennoch hat sich der Aufwand gelohnt. 30.000 Besucher schlenderten auch in diesem Jahr durch die imposanten Hallen des alten Waffenarsenals. Mehr als einhundert Verlage und sechs Buchhandlungen pr\u00e4sentierten sich, hinzu kamen mehr als 200 Veranstaltungen. Am Wochenende bildeten sich lange Schlangen an Eingang, St\u00e4nden und Signiertischen, etwa f\u00fcr das neue Buch der Starautorin Kateryna. Mit dabei war auch das \u00dcbersetzungsfestival \u201eTranslatorium\u201d mit einem eigenen Programm. Der Ukraine fehlen \u00dcbersetzer:innen, und im Ausland fehlen \u00dcbersetzer f\u00fcrs Ukrainische. Das wollen die Initiatoren \u00e4ndern.<\/p>\n<blockquote class=\"tspB2l9\">\n<p>Liebesromane, Krimis und Fantasy liegen im Trend, befeuert von Tiktokern und Social Media. Es geht den Menschen um Realit\u00e4tsflucht, um dem rauen Kriegsalltag mental zu entfliehen, aber auch darum, neue Kraft zu sch\u00f6pfen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB2ma\"><strong>Kateryna Illchuk<\/strong> vom Charkiwer Verlag Vivat\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Der Designer Anton Homeniuk ist mit seiner Freundin hier, um die Atmosph\u00e4re zu genie\u00dfen und unter kreativen Gleichgesinnten zu sein. \u201eIch selbst lese gar nicht so viel, aber ich bin hier, weil es das einzige Festival seiner Art ist in Kyjiw, mit dieser Art von Besuchern. Es geht neben B\u00fcchern um Design und Kunst. Deshalb komme ich her.\u201d<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Vor dem Krieg fliehen \u2013 wenn auch nur mental<\/strong><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Laut Kateryna Illchuk vom Charkiwer Verlag Vivat \u00e4hneln die Lesetrends in der Ukraine denen in anderen L\u00e4ndern: \u201eLiebesromane, Krimis und Fantasy, befeuert von Tiktokern und Social Media. Es geht den Menschen um Realit\u00e4tsflucht, um dem rauen Kriegsalltag mental zu entfliehen, aber auch darum, neue Kraft zu sch\u00f6pfen.\u201c Zahlen von Verlagsh\u00e4usern wie dem 2020 gegr\u00fcndeten Wykhola Verlag, die sich auf ukrainische Autoren spezialisieren, zeigen, dass die heimischen Stimmen immer beliebter werden. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/verleger-andrii-ovarchuk.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-13793497\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAThr\"\/> \u201eB\u00fccher an die Front\u201c: Der Verleger Andrii Ovarchuk an seinem Stand <\/p>\n<p class=\"tspADfz\"> \u00a9 Kristina Thomas <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Vivat und Vykhola betreiben auch Buchclubs \u2013 ein weiterer Trend in der Ukraine. Viele Verlage und Buchhandlungen laden dazu ein, sich den Clubs anzuschlie\u00dfen. Aber diese Buchclubs entstehen genauso unter Freunden, in gro\u00dfen Konzernen \u2013 oder bei den Streitkr\u00e4ften. Die Soldatin Nataliia Sad moderiert einen Buchclub f\u00fcr Frauen, die ihre Ehem\u00e4nner und nahe Angeh\u00f6rige verloren haben. \u201eEs geht darum, durch all die Herausforderungen und die traurigen Geschichten in ihrem Leben st\u00e4rker zu werden. Deshalb versuche ich, B\u00fccher zu finden, die sie nicht noch mehr verletzen, damit wir uns entspannen k\u00f6nnen.\u201d <\/p>\n<p> B\u00fccher sind wichtig f\u00fcr die Soldaten an der Front <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Zw\u00f6lf B\u00fccher hat sie eingekauft, darunter eins von John Irving, und \u00fcber Madame Tussaud, aber auch Sachb\u00fccher \u00fcber US-Politik, Psychologie und Gesundheit: \u201eIch will fit bleiben, denn es ist ziemlich schwierig, dauerhaft den Helm und die schusssichere Weste zu tragen. Also will ich lernen, wie ich meinen K\u00f6rper effizienter bewege. Das Buch ist daher sehr beliebt bei Soldaten.\u201d<\/p>\n<blockquote class=\"tspB2l9\">\n<p>Ich versuche B\u00fccher zu finden, die nicht noch mehr verletzen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB2ma\"><strong>Nataliia Sad<\/strong>, Buchclubmoderatorin und Soldatin<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Wie wichtig B\u00fccher f\u00fcr Soldaten an der Front sind, wei\u00df Andrii Ovarchuk. F\u00fcr sein Projekt \u201eB\u00fccher an die Front\u201d sammelt er B\u00fccherspenden. Mehr als eintausend B\u00fccher wurden auf dem Festival gespendet. Andrii ist zufrieden. Besonders freut ihn, dass es viele Neuerscheinungen sind, die die Soldaten im Osten des Landes nicht ohne Weiteres kaufen k\u00f6nnen. Eines davon \u00fcberreichte ihm Pr\u00e4sidentengattin Olena Zelenska, die mit dem Pr\u00e4sidenten am zweiten Tag zu Besuch war. Es ist die Neuauflage des Klassikers \u201eMeister des Schiffs\u201c von Yuryj Yanovsky, einem Kriegskorrepondenten des Zweiten Weltkriegs.<\/p>\n<p> Mehr zur ukrainischen Kulturszene auf Tagesspiegel Plus <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/kunsttherapie-in-der-ukraine-wie-filmemacher-musiker-und-kunstlerinnen-kindern-eine-auszeit-vom-krieg-geben-13742224.html?icid=topic-list_13793359___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kunsttherapie in der Ukraine Kindern eine Auszeit vom Krieg geben <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/queerspiegel\/als-queerer-soldat-fur-die-ukraine-im-krieg-ich-kenne-viele-schwule-in-der-armee-die-ihre-identitat-verbergen-13314415.html?icid=topic-list_13793359___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Als queerer Soldat f\u00fcr die Ukraine im Krieg \u201eIch kenne viele Schwule in der Armee, die ihre Identit\u00e4t verbergen\u201c <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/das-grauen-von-charkiw-5150806.html?icid=topic-list_13793359___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sergej Gerassimows Buch &#8222;Feuerpanorama&#8220; Das Grauen von Charkiw <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Das Festival klang mit einem Konzert des DakhTrio aus, einem musikalischen Projekt des Kyjiwer \u201eDakh\u201d-Theaters. Sofiia Baskakova, Ihor Dymov und Volodymyr Rudenko holen mit ihren theatralisch-musikalischen Interpretationen die klassische ukrainische Poesie in die Gegenwart, darunter Werke legend\u00e4rer Dichter wie Taras Shevchenko und Vasyl Stus.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Die Performance endete mit den Worten \u201eIch bin, und ich bin das Volk\u201d aus einem Gedicht von Pavlo Tychyna. Doch der allerletzte Applaus galt den Sirenen. Kurz nach 21 Uhr, als der tosende Applaus gerade verstummt war, ging der Luftalarm wieder los. Doch die russischen Raketenbomber und Drohnen k\u00f6nnen die ukrainische Kultur nicht zum Schweigen bringen. Jeder Sieg wird gefeiert, wenn es auch ein symbolischer ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es hei\u00dft, jeder Ukrainer sei mittlerweile direkt oder indirekt vom Krieg und seinen traumatischen Folgen betroffen: Kinder und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":161532,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,56343,307,317,215,107,2657],"class_list":{"0":"post-161531","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-olena-selenska","14":"tag-russland","15":"tag-ukraine","16":"tag-unterhaltung","17":"tag-wolodymyr-selenskyj","18":"tag-zweiter-weltkrieg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114618712924681671","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/161531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=161531"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/161531\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/161532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=161531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=161531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=161531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}