{"id":161864,"date":"2025-06-03T12:24:13","date_gmt":"2025-06-03T12:24:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/161864\/"},"modified":"2025-06-03T12:24:13","modified_gmt":"2025-06-03T12:24:13","slug":"puppenkiste-verklagt-freistaat-urmel-und-co-gehen-leer-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/161864\/","title":{"rendered":"Puppenkiste verklagt Freistaat: Urmel und Co. gehen leer aus"},"content":{"rendered":"<p>Der Prozess l\u00e4uft seit rund einer Stunde, da wirft Klaus Marschall frustriert seine Brille auf den Tisch. Der Chef der Augsburger Puppenkiste ist klar geworden, dass er wohl keinen Erfolg haben wird, mit seinen Klagen gegen den Freistaat Bayern. Und genauso kommt es: Urmel, Jim Knopf und Co. bekommen keine h\u00f6heren F\u00f6rdergelder vom Freistaat. Das entscheidet das  Verwaltungsgericht Augsburg und weist die Forderungen des Theaterleiters Marschall f\u00fcr die Jahre 2022 und 2023 zur\u00fcck. <\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2022 hatte die Puppenkiste bei der Regierung von Schwaben eine F\u00f6rderung von 250.000 Euro beantragt, aber keine Unterst\u00fctzung erhalten. Als Grund nannte die Bezirksregierung, dass der Haushaltsplan deutlich detaillierter und genauer h\u00e4tte ausfallen m\u00fcssen als in den Vorjahren. Dieser Vorgabe sei die Puppenkiste nicht nachgekommen, so die Regierung von Schwaben. <\/p>\n<p>Das Gericht erkl\u00e4rte, es k\u00f6nne nur beurteilen, ob die F\u00f6rderung willk\u00fcrlich unterblieben sei \u2013 das sei jedoch nicht der Fall. Es gebe keine Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die drei anderen bezuschussten nichtstaatlichen Theater in Schwaben nicht ebenfalls detailliertere Haushaltspl\u00e4ne einreichen mussten. <\/p>\n<p>Klaus Marschall entgegnete, dass die Puppenkiste von Gr\u00f6\u00dfe und Organisationsaufwand her nicht mit den anderen drei Theatern vergleichbar sei. Sein Anwalt kritisierte den b\u00fcrokratischen Aufwand: Man habe &#8222;stundenlang mit Excel-Tabellen in der Regierung von Schwaben gesessen&#8220;, das habe aber trotzdem nicht gereicht. &#8222;Danach kam ein Schreiben, dass wir das noch genauer erkl\u00e4ren m\u00fcssen&#8220;, so sein Anwalt weiter. <\/p>\n<p>Auch die Klage f\u00fcr das Jahr 2023 wurde vom Verwaltungsgericht abgewiesen. F\u00fcr dieses Jahr hatte die Puppenkiste 300.000 Euro beantragt und 187.000 Euro erhalten. Die Klage bezog sich auf die Differenz. \u201eEs gibt keine Hinweise daf\u00fcr, dass die Regierung von Schwaben dabei von g\u00e4ngiger F\u00f6rderpraxis abgewichen ist\u201c, sagte eine Sprecherin des Gerichts. <\/p>\n<p>Ein gerichtlicher Vergleichsvorschlag, wonach die Puppenkiste eine Nachzahlung von rund 16.000 Euro erhalten h\u00e4tte, wurde von Marschall abgelehnt. Sein Anwalt erkl\u00e4rte: &#8222;Wenn das Verwaltungsgericht bei der Vergabe von F\u00f6rdermitteln die Praxis der letzten Jahre st\u00fctzt, dann ist das wirtschaftliche \u00dcberleben der Puppenkiste mehr als in Frage gestellt.&#8220; <\/p>\n<p>Marschall hatte bereits vor dem Urteil erkl\u00e4rt, dass die Zukunft der Puppenkiste nicht gesichert sei: &#8222;Ich kann es nicht garantieren. Es ist absehbar, dass es so, wie es bisher funktioniert hat, in Zukunft nicht mehr funktionieren wird.&#8220; F\u00fcr das Jahr 2026 k\u00fcndigte er Preissteigerungen an. Er bef\u00fcrchtet, dass sich k\u00fcnftig nicht mehr jeder einen Besuch leisten kann. &#8222;Die alleinerziehende Mutter mit drei Kindern wird dann wohl nicht mehr kommen k\u00f6nnen. Es wird dann ein elit\u00e4res Publikum werden.&#8220; Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Prozess l\u00e4uft seit rund einer Stunde, da wirft Klaus Marschall frustriert seine Brille auf den Tisch. 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