{"id":162260,"date":"2025-06-03T15:59:09","date_gmt":"2025-06-03T15:59:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/162260\/"},"modified":"2025-06-03T15:59:09","modified_gmt":"2025-06-03T15:59:09","slug":"bvg-berlin-bei-u1-bis-u4-folgt-eine-hiobsbotschaft-auf-die-andere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/162260\/","title":{"rendered":"BVG Berlin \u2013 Bei U1 bis U4 folgt eine Hiobsbotschaft auf die andere"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img306511\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/306511.jpeg\" alt=\"Aktuell unerwartet spontan und sp\u00e4ter im Jahr dann auch geplant: Fahrg\u00e4ste der U3 sollten sich auf Teilsperrungen der Strecke einstellen.\"\/><\/p>\n<p>Aktuell unerwartet spontan und sp\u00e4ter im Jahr dann auch geplant: Fahrg\u00e4ste der U3 sollten sich auf Teilsperrungen der Strecke einstellen.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Monika Skolimowska<\/p>\n<p>Allein schon wegen planm\u00e4\u00dfiger Sanierungsarbeiten sind mehrere Abschnitte des <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1191086.oepnv-und-bvg-die-u-bahn-bleibt-in-berlin-ein-hochrisikopatient.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1191086.oepnv-und-bvg-die-u-bahn-bleibt-in-berlin-ein-hochrisikopatient.html?sstr=Waisentunnel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berliner U-Bahn-Netzes<\/a> teilweise jahrelang gesperrt. Seit Freitag ist die U3 zwischen den Bahnh\u00f6fen Spichernstra\u00dfe und Wittenbergplatz bis auf Weiteres gesperrt. Nahe dem U-Bahnhof Spichernstra\u00dfe hatte sich Putz von der Tunneldecke gel\u00f6st.<\/p>\n<p>Tagelang Ersatzverkehr auf der U3 <\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser daf\u00fcr sei laut BVG \u00bbein Arbeitsger\u00e4t, das f\u00fcr das Bohren von Leitungen genutzt wird\u00ab. <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190884.gewerkschaften-bvg-tarifabschluss-die-botschaft-der-prozent.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190884.gewerkschaften-bvg-tarifabschluss-die-botschaft-der-prozent.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Berliner Landesbetrieb<\/a> betont, dass es sich um \u00bbFremdbauarbeiten\u00ab handelt. Die Standfestigkeit des Tunnels sei nicht beeintr\u00e4chtigt. Trotzdem w\u00fcrden \u00bbeinige Tage\u00ab Busse die U3 im betroffenen Abschnitt ersetzen. Zun\u00e4chst war die U3 sogar zwischen Fehrbelliner Platz und Wittenbergplatz unterbrochen, die Sperrung konnte am sp\u00e4ten Freitagnachmittag verk\u00fcrzt werden.<\/p>\n<p>Baufachleute der BVG seien vor Ort, um den Tunnel zu begutachten. Au\u00dferdem werde nun gekl\u00e4rt, \u00bbwarum diese Bauarbeiten im Umfeld des U-Bahntunnels stattgefunden haben\u00ab.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Einschlag f\u00fcr die Kummer gewohnten Fahrg\u00e4ste der sogenannten Kleinprofil-Linien U1 bis U4 steht jedoch bereits in nur etwas mehr als einer Woche an. \u00dcber eine halbe Million Fahrg\u00e4ste t\u00e4glich nutzt eine der Linien.<\/p>\n<p>D\u00fcrftige Fahrgastinformation<\/p>\n<p>Vom 10. bis 29. Juni wird die Strecke der U1 und U3 zwischen Gleisdreieck und Nollendorfplatz gesperrt. Hier m\u00fcssen Schwellen erneuert werden. Bisher findet sich dazu nur ein d\u00fcrftiger Hinweis auf der BVG-Unterseite \u00bbHerzensprojekte\u00ab. Wie lieblos die Fahrgastinformation ist, zeigt schon der falsche Hinweis, dass \u00bbder Halt am U-Bahnhof Kurf\u00fcrstendamm\u00ab zu dieser Zeit entf\u00e4llt. <\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich handelt es sich um den Bahnhof Kurf\u00fcrstenstra\u00dfe und der Halt entf\u00e4llt nicht nur, sondern der Streckenabschnitt wird komplett au\u00dfer Betrieb sein. Die U3 wird geteilt in eine Oststrecke von Warschauer Stra\u00dfe bis Gleisdreieck und eine Weststrecke von Nollendorfplatz bis Krumme Lanke. Dazwischen muss die U2 genutzt werden, die ab kommenden Freitag wieder durchgehend fahren soll. Die U1 wird erneut im 15-Minuten-Takt nur zwischen Wittenbergplatz und Uhlandstra\u00dfe pendeln.<\/p>\n<p>Seit 24. M\u00e4rz ist der Abschnitt Gleisdreieck-Wittenbergplatz \u00fcber B\u00fclowstra\u00dfe gesperrt und eine Baulinie U12 Warschauer Stra\u00dfe-Ruhleben eingerichtet. Auch hier werden Gleise und Schwellen erneuert.<\/p>\n<p>Lange Sperrung am Nollendorfplatz droht<\/p>\n<p>Doch f\u00fcr U1, U3 und U4 droht noch gr\u00f6\u00dferes Ungemach. M\u00f6glicherweise im Herbst, aber sp\u00e4testens im Winter m\u00fcssen laut Insidern im Bereich Nollendorfplatz umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgef\u00fchrt werden. Der Zustand des Tunnels sei so schlecht, dass akut gehandelt werden m\u00fcsse. Dann w\u00fcrde, wahrscheinlich \u00fcber Monate, wenn nicht l\u00e4nger, das gleiche Betriebsprogramm gelten wie bei der im Juni anstehenden Sperrung. Die U4 k\u00f6nnte w\u00e4hrend der Bauzeit ganz eingestellt werden.<\/p>\n<p>Informationen von Insidern, dass es akute Standfestigkeitsprobleme am Tunnelteil des U-Bahnhofs Nollendorfplatz gebe, widerspricht die BVG auf Anfrage von \u00bbnd\u00ab vehement. \u00bbEs stimmt, dass im Bereich Nollendorfplatz Sanierungsarbeiten anstehen. Es stimmt nicht, dass es akute Bauf\u00e4lligkeiten gibt\u00ab, hei\u00dft es vom Landesunternehmen. Aktuell planten die Expert*innen der BVG sowohl die Sanierungsarbeiten als auch deren Auswirkungen auf die Fahrg\u00e4ste und m\u00f6gliche Alternativen. Man sei nur sehr knapp einer sofortigen Sperrung entkommen, sagen hingegen Betriebsangeh\u00f6rige.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>\u00bbDa wird noch einiges an f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit \u00fcberraschenden Sperrungen im U-Bahnnetz in den n\u00e4chsten Jahren kommen.\u00ab<\/p>\n<p>BVG-Besch\u00e4ftigter<\/p><\/blockquote>\n<p>Absehbar kann das auch zu Problemen auf dem Ostabschnitt der U3 von Gleisdreieck zur Warschauer Stra\u00dfe f\u00fchren. Denn die Strecke ist dann praktisch abgeschnitten von der Betriebswerkstatt am Bahnhof Olympia-Stadion.<\/p>\n<p>Zwar ist die U3 physisch \u00fcber eine wieder aufgebaute Gleisverbindung am Gleisdreieck mit der U2 verbunden. Allerdings haben die Weichen bisher weder Antriebe noch ist der Gleisbogen in die Stellwerkstechnik integriert.<\/p>\n<p>\u00bbDa wird noch einiges an f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit \u00fcberraschenden Sperrungen im U-Bahnnetz in den n\u00e4chsten Jahren kommen\u00ab, sagt ein BVG-Besch\u00e4ftigter zu \u00bbnd\u00ab.<\/p>\n<p>Hoffnung f\u00fcr den Waisentunnel<\/p>\n<p>Zuversicht verbreitet die BVG hingegen beim seit Jahren vorbereiteten Ersatzneubau der Spreequerung des <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1189799.neubau-projekt-waisentunnel-fuer-bvg-ein-problem.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Waisentunnels in Mitte<\/a>. Es handelt sich um die einzige Anbindung der U5 an das restliche Netz der weiteren sogenannten Gro\u00dfprofillinen U6 bis U9.<\/p>\n<p>\u00bbDie BVG bereitet sich auf einen Start der Bauarbeiten zur Erneuerung des Waisentunnels Ende 2025 bereits jetzt vor, sodass unmittelbar mit Vorliegen der planrechtlichen Zulassung die Arbeiten beginnen k\u00f6nnen\u00ab, hei\u00dft es in einer Pressemitteilung von Freitagnachmittag. Er sei \u00bbelementar f\u00fcr das Berliner U-Bahnsystem\u00ab, denn er erm\u00f6gliche \u00bbgr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Flexibilit\u00e4t beim Erreichen der verschiedenen U-Bahnwerkst\u00e4tten und damit Stabilit\u00e4t bei der Wartung der Z\u00fcge und beim Fahrzeugeinsatz\u00ab. 2029 k\u00f6nnte der Tunnel voraussichtlich wieder in Betrieb gehen.<\/p>\n<p>Offene Fragen gekl\u00e4rt<\/p>\n<p>BVG-Chef Henrik Falk erkl\u00e4rt, dass nun im Planfeststellungsverfahren \u00bbletzte offene Fragen gekl\u00e4rt\u00ab worden seien. Er sei \u00bbzuversichtlich, dass wir den Waisentunnel nun zeitnah neu bauen d\u00fcrfen\u00ab. Seit Jahren herrschte in dem Verfahren Stillstand, unter anderem wegen erheblichen Widerstands des Wasserstra\u00dfen- und Schifffahrtsamts Spree-Havel. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bestehe darin, \u00bbden Ersatzneubau zu errichten und an gleicher Stelle den dortigen Schiffsverkehr aufrecht zu erhalten\u00ab, hei\u00dft es von der BVG.<\/p>\n<p>Seit neun Jahren ist der Waisentunnel wegen seines maroden Zustands gesperrt. U-Bahnwagen k\u00f6nnen zwischen der U5 und dem Restnetz nur zeitaufw\u00e4ndig per Tieflader transportiert werden. Das beschert Probleme bei der Wartung der Fahrzeuge und verhindert auch, dass bei Bedarf kurzfristig Z\u00fcge auf die U5 verlegt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Belastungsprobe Karneval der Kulturen<\/p>\n<p>Besonders bei Gro\u00dfveranstaltungen bekommen Fahrg\u00e4ste das zu sp\u00fcren. Zum Beispiel bei der Fu\u00dfball-EM 2024, als auf der U5 nicht gen\u00fcgend Z\u00fcge zur Vefr\u00fcgung standen, um die Massen von der Fanmeile abzutransportieen.<\/p>\n<p>Spannend d\u00fcrfte es auch am Pfingstsonntag beim Karneval der Kulturen werden. Diesmal startet der Umzug wegen Bauarbeiten in Friedrichshain in der N\u00e4he des S- und U-Bahnhofs Frankfurter Allee und f\u00fchrt zum Alexanderplatz. Doch laut Fahrplaninformation soll die U5 stur nach regul\u00e4rem Sonntagsfahrplan unterwegs sein. Bis etwa 12.30 Uhr alle zehn Minuten, im Anschluss alle f\u00fcnf Minuten. Zwar beginnt der Umzug erst gegen 13.30 Uhr, doch die am Umzug teilnehmenden Gruppen werden bereits deutlich fr\u00fcher vor Ort sein. Zudem soll die letzte Gruppe erst gegen 19 Uhr starten \u2013 da ist der F\u00fcnf-Minuten-Takt bereits seit einer halben Stunde vorbei.<\/p>\n<p>Beim Umzug des Karnevals der Kulturen in Kreuzberg verteilten sich bisher die Teilnehmendenmassen auf drei U-Bahn-Strecken \u2013 trotzdem kam es immer wieder zu massiven \u00dcberf\u00fcllungen, weil die BVG keine Zusatzfahrten anbot. In Friedrichshain und Mitte d\u00fcrften die meisten Menschen mit der U5 anreisen wollen. Die wichtige Stra\u00dfenbahnlinie M10 d\u00fcrfte \u00fcber viele Stunden zwischen Bersarinplatz und Warschauer Stra\u00dfe eingestellt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Aktuell unerwartet spontan und sp\u00e4ter im Jahr dann auch geplant: Fahrg\u00e4ste der U3 sollten sich auf Teilsperrungen der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":162261,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,2236,29,30],"class_list":{"0":"post-162260","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-bvg","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114620266161727135","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/162260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=162260"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/162260\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/162261"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=162260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=162260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=162260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}