{"id":162316,"date":"2025-06-03T16:27:13","date_gmt":"2025-06-03T16:27:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/162316\/"},"modified":"2025-06-03T16:27:13","modified_gmt":"2025-06-03T16:27:13","slug":"nach-eisbaer-drama-mit-kap-begann-die-zukunft-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/162316\/","title":{"rendered":"Nach Eisb\u00e4r-Drama: Mit Kap begann die Zukunft &#8211; Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Vor 25 Jahren mussten alle Karlsruher Eisb\u00e4ren erschossen werden. Der Neuanfang war schwer. Erst mit dem jetzt erkrankten Eisb\u00e4r Kap gelang die Weiterzucht. Ein R\u00fcckblick.<\/b><\/p>\n<p>Eisb\u00e4ren-Nachwuchs Mika begeistert seit Monaten die Menschen, seit gut einer Woche machen sie sich Sorgen um seinen Vater: Eisb\u00e4r Kap ist seit Ende Mai  erkrankt. Woran, wei\u00df man trotz einiger Untersuchungen noch nicht. <a href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/lokal\/kreis-germersheim_artikel,-zoo-zustand-von-eisb%C3%A4r-kap-stabiler-_arid,5779680.html\" target=\"_blank\" class=\"external-link-new-window\" title=\"der Link\" rel=\"nofollow noopener\">Allerdings geht es ihm schon wieder etwas besser.<\/a> Aber Kap ist nicht nur der Vater von Mika. Mit ihm begann nach dem dramatischen Tod aller Karlsruher Eisb\u00e4ren die Gegenwart in der Eisb\u00e4ren-Anlage.<\/p>\n<p>Erschossen wurden die Karlsruher Eisb\u00e4ren in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"N\u00fcrnberg\" data-rtr-id=\"5e2170c35dfac76923516dad9eb9e3355009676f\" data-rtr-score=\"18.47185165421558\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"5\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/nuernberg?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">N\u00fcrnberg<\/a>. Dort befanden sich Yukon und seine vier Damen Silke, Nadine, Efgenia und Tatjana seit Mai 1999 im \u201eExil\u201c. Die Eisb\u00e4ren-Anlage in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Karlsruhe\" data-rtr-id=\"80c7016b06fa35b3df6c5c0b41fd6df26fb493b1\" data-rtr-score=\"86.70544290288153\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"1\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/karlsruhe?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Karlsruhe<\/a> sollte komplett neu gebaut werden: mit k\u00fcnstlichem Eisberg, Felsen, Wasserfall, Tundra-Landschaft und Badebecken mit Unterwasserscheiben \u2013 geplant war die damals modernste Eisb\u00e4renanlage <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Europa\" data-rtr-id=\"39e7f7fa764abfffb19d8f1651d69023170e7664\" data-rtr-score=\"5.4849252934898605\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"17\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/europa?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europas<\/a>. Eigentlich sch\u00f6ne Aussichten f\u00fcr die Karlsruher B\u00e4rengruppe. Diese war aber bald schon dezimiert: Eisb\u00e4rin Tatjana starb nach wenigen Monaten in N\u00fcrnberg an Krebs.<\/p>\n<p>Auge in Auge mit den B\u00e4ren<\/p>\n<p>Das Schicksal der verbleibenden vier Karlsruher Eisb\u00e4ren war am 29. M\u00e4rz 2000 besiegelt. An diesem Abend stand ein Mann, der mit seinem Kind die Pinguin-Anlage besuchte, pl\u00f6tzlich einem Eisb\u00e4ren gegen\u00fcber. Zoo-Mitarbeiter versuchten zun\u00e4chst mit Leckerbissen, den B\u00e4ren in das Gehege zur\u00fcckzulocken. <\/p>\n<p>Das scheiterte nicht nur, alles kam sogar noch schlimmer: Bei den drei Eisb\u00e4ren, die noch im Gehege waren, wuchs die Neugierde schneller als der Hunger. Am Ende waren alle vier B\u00e4ren frei im Zoo unterwegs, nur ein Maschendrahtzaun trennte sie von einem Ausflugslokal. Der N\u00fcrnberg Tiergarten liegt zwar in einem Waldgebiet, aber stellenweise nur 300 bis 500 Meter von den ersten H\u00e4usern entfernt. Die Gefahr f\u00fcr die Menschen war gro\u00df: Yukon war 3,20 Meter lang und wog 500 Kilogramm, die B\u00e4rinnen waren etwa halb so gro\u00df. Die Masse t\u00e4uscht: Eisb\u00e4ren k\u00f6nnen schnell auf 70 Stundenkilometer beschleunigen und gelten als die gef\u00e4hrlichsten Landraubtiere.<\/p>\n<p>Am Ende sind alle Tiere tot<\/p>\n<p>Alle Versuche, die Tiere zu bet\u00e4uben, scheiterten. Einem Veterin\u00e4r  gelang es dem Nachrichtenportal Nordbayern.de zufolge sogar, einem Eisb\u00e4r so nahe zu kommen, dass er zwei Pfeile auf das Tier schie\u00dfen konnte. Aber die dicke Fettschicht und die Aufregung verhinderten, dass das Bet\u00e4ubungsmittel wirkte, wird vermutet. Bevor die Eisb\u00e4ren in ein Wohngebiet eindringen konnten, wurden sie von Tier\u00e4rzten erschossen. Yukon schleppte sich noch schwer verletzt ins Gehege zur\u00fcck, ein Polizist gab ihm den Gnadenschuss.<\/p>\n<p>Wer die Eisb\u00e4ren aus dem Gehege freigelassen hatte, wurde nie abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt. Zwar verhaftete die Polizei einen 30-j\u00e4hrigen Mann, der unter psychischen Problemen litt. Doch dieser stritt die Tat ab, konnte letztlich nicht \u00fcberf\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Drei neue B\u00e4ren im Gehege<\/p>\n<p>Als im Herbst 2000 die neue Eisb\u00e4ren-Anlage in Karlsruhe er\u00f6ffnet wurde, lebten dort nur zwei betagte B\u00e4rinnen aus Rotterdam. Sie nutzten die 1900 Quadratmeter gro\u00dfe k\u00fcnstliche Polarwelt nie komplett. Mehr Leben kehrte erst Ende 2001 ein, als drei einj\u00e4hrige Eisb\u00e4ren aus europ\u00e4ischen Zoos einzogen. Neben Vitus und Nika, die das neue Zuchtpaar werden sollen, ist der in Moskau geborene Kap vor\u00fcbergehend mit von der Partie. <\/p>\n<p>2016 stellte sich heraus, dass Vitus zeugungsunf\u00e4hig ist. Das M\u00e4nnchen wurde an einen anderen Zoo abgegeben, Kap kehrte 2023 aus dem Tierpark Hagenbeck nach Karlsruhe zur\u00fcck. Der Plan: Die fr\u00fcher erfolgreiche Karlsruher Eisb\u00e4renzucht fortzusetzen. Mit Mika ist er vorerst aufgegangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor 25 Jahren mussten alle Karlsruher Eisb\u00e4ren erschossen werden. Der Neuanfang war schwer. 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