{"id":163159,"date":"2025-06-04T00:03:09","date_gmt":"2025-06-04T00:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/163159\/"},"modified":"2025-06-04T00:03:09","modified_gmt":"2025-06-04T00:03:09","slug":"berlin-blase-getanzt-7-festival-wehwehchen-und-was-dagegen-hilft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/163159\/","title":{"rendered":"Berlin | Blase getanzt? 7 Festival-Wehwehchen &#8211; und was dagegen hilft"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Es ist wieder die Zeit, in der Festival-Fans auf die \u00c4cker und Wiesen str\u00f6men &#8211; mit XXL-Rucksack, Campingstuhl unter dem Arm und viel Vorfreude auf ausgelassene Feierei im Herzen.\u00a0<\/p>\n<p>Genau die wird im Laufe eines Festivals gerne mal getr\u00fcbt, weil kleinere oder gr\u00f6\u00dfere Wehwehchen auf die Stimmung schlagen. Sieben typische F\u00e4lle &#8211; und was dann hilft:\u00a0<\/p>\n<p>1. Nach Stunden in der Sonne macht der Kreislauf schlapp<\/p>\n<p>Wer stundenlang in der prallen Sonne tanzt, chillt und vor allem: schwitzt, muss damit rechnen, dass der Kreislauf schlappmacht.\u00a0<\/p>\n<p>Rettungssanit\u00e4terin Tamara Sperber ist ehrenamtlich f\u00fcr die Malteser bei Festivals im Dienst. \u00abViele haben Kopfschmerzen oder Schwindel, wenn sie zu viel in der Sonne waren. Teilweise kommt es auch zu \u00dcbelkeit und Erbrechen, Fieber\u00bb, berichtet sie. Mitunter entsteht auch ein Ohrensausen. All das zeigt, dass der Kreislauf auf dem Weg zum Kollaps ist &#8211; und Handlungsbedarf besteht.\u00a0<\/p>\n<p>Dann gilt: ab in den Schatten und viel trinken. Besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag oder Sonnenstich, ist das ein Anlass f\u00fcr einen Besuch im Sanit\u00e4tszelt. Ohnehin gilt: \u00abImmer wenn man sich unsicher ist oder das Gef\u00fchl hat, man braucht Hilfe, sollte man sich trauen, zu uns zu kommen\u00bb, sagt Tamara Sperber. \u00abDaf\u00fcr sind wir da.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Am besten kommt es gar nicht erst so weit. Die Sanit\u00e4terin r\u00e4t, genug zu trinken und zu essen &#8211; und das Festival-Outfit um eine Cap und einen Hut zu erg\u00e4nzen, um den Kopf vor der Sonne zu sch\u00fctzen. \u00abUnd immer mal wieder hinsetzen, nicht die ganze Zeit stehen. Es ist nat\u00fcrlich f\u00fcr den K\u00f6rper viel anstrengender, wenn er immerzu das Blut aus den F\u00fc\u00dfen hochpumpen muss.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>2. Etwas zu tief in die Bierdose geschaut &#8211; und nun ein fieser Kater<\/p>\n<p>Kein Bier vor vier? Eine \u00abRegel\u00bb, die viele Festival-Fans brechen. Was so mancher am n\u00e4chsten Morgen durchaus bereut, wenn er mit dr\u00f6hnendem Kopf aufwacht.\u00a0<\/p>\n<p>Wer jetzt keinen halben Festivaltag an den Kater verlieren will, kann versuchen, ihn in den Griff zu bekommen. Vorsorglich packen Fans am besten jeweils Mittel gegen Kopfschmerzen und \u00dcbelkeit in ihre Festival-Apotheke.\u00a0<\/p>\n<p>Alkohol entzieht dem K\u00f6rper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe. Beides sollte man nachlegen. Helfen k\u00f6nnen nun Elektrolytpulver aus der Apotheke. Doch auch eine Banane oder eine Laugenbrezel, begleitet von Mineralwasser, ist ein gutes Katerfr\u00fchst\u00fcck, so die Landesapothekerkammer Hessen.\u00a0<\/p>\n<p>Um einen Kater von Vorneherein zu vermeiden, gibt es nur einen Weg: Ma\u00df halten beim Alkoholkonsum. Und: \u00abSchon morgens viel Wasser trinken und auch zwischendurch immer wieder\u00bb, r\u00e4t Sanit\u00e4terin Tamara Sperber.\u00a0<\/p>\n<p>3. Autsch! Fiese Verspannungen nach der Nacht auf der Luftmatratze<\/p>\n<p>Wer sich am Morgen von der Luftmatratze erhebt, hat wom\u00f6glich das Bed\u00fcrfnis, erstmal seine Knochen zu sortieren, w\u00e4hrend auf dem Gaskocher der erste Kaffee des Tages br\u00fcht.<\/p>\n<p>Ein guter Zeitpunkt, den fiesen Verspannungen im R\u00fccken mit leichten Dehn\u00fcbungen etwas entgegenzusetzen. \u00abMan kann sich im Stehen nach vorn beugen und versuchen, die Zehen mit den H\u00e4nden zu erreichen\u00bb, sagt der Neurochirurg Munther Sabarini von der Avicenna Klinik in Berlin. Das kann man mehrmals wiederholen und dabei mit dem h\u00e4ngenden Oberk\u00f6rper auch mal nach links oder rechts pendeln.\u00a0<\/p>\n<p>Dem verspannten R\u00fccken k\u00f6nnen Festival-Fans \u00fcbrigens auch schon Aufmerksamkeit schenken, w\u00e4hrend sie noch auf der Luftmatratze liegen. \u00abMan kann die Knie zum Bauch ziehen oder die Beine aufstellen und den Po anheben zu einer Br\u00fccke\u00bb, liefert Sabarini Vorschl\u00e4ge.\u00a0<\/p>\n<p>Doch wie wird die Festival-Nachtruhe r\u00fcckenfreundlicher? Die d\u00fcnne Isomatte ist laut dem R\u00fccken-Experten keine gute Wahl, sie st\u00fctzt die Wirbels\u00e4ule kaum, was Fehlhaltungen und Verspannungen beg\u00fcnstigt. Besser: eine aufblasbare Schlafunterlage, gern auch mit einem festen Kern. \u00abWenn m\u00f6glich, sollte man in R\u00fccken- oder Seitenlage schlafen\u00bb, r\u00e4t Sabarini. Auch in der Bauchlage drohen n\u00e4mlich Verspannungen.\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcbrigens kann auch die n\u00e4chtliche K\u00e4lte die Muskeln verh\u00e4rten lassen, wenn man sich nicht gut genug warmh\u00e4lt. \u00abEine Luftmatratze verliert die W\u00e4rme relativ schnell. Daher ist es nicht verkehrt, eine leichte Decke daraufzulegen, damit sie die W\u00e4rme l\u00e4nger h\u00e4lt\u00bb, sagt Sabarini.\u00a0<\/p>\n<p>4. So wild getanzt, dass am Fu\u00df eine fiese Blase nervt<\/p>\n<p>Stundenlanges Tanzen mit verschwitzten Socken in den Sneakern: Dabei entsteht viel Reibung &#8211; und auf Dauer eine Blase. Sp\u00e4testens, wenn die sich \u00f6ffnet, entstehen Schmerzen, gegen die selbst die Euphorie \u00fcber die Lieblingsband wenig ausrichten kann.\u00a0<\/p>\n<p>Wer gut vorbereitet ist, kann zwei Minuten sp\u00e4ter unbesorgt weiterfeiern. Und zwar dank Blasenpflastern. Sie polstern die wunde Stelle und schirmen sie vor Schmutz und Keimen ab. Tamara Sperber r\u00e4t, die klebenden Helfer selbst mitzubringen.<\/p>\n<p>Und wie kann man vorbeugen? Wer sein bequemstes Schuhwerk tr\u00e4gt, macht viel richtig. Am besten mit Sportsocken, die Feuchtigkeit aufnehmen &#8211; und damit Reibung verhindern. Wer bereits eine wunde Stelle an Ferse oder Zeh sp\u00fcrt, kann auch pr\u00e4ventiv ein Blasenpflaster aufkleben.\u00a0<\/p>\n<p>5. Barfu\u00df auf der Zeltwiese unterwegs und in eine Scherbe getreten<\/p>\n<p>Einen Moment nicht aufgepasst &#8211; schon steckt eine Scherbe im Fu\u00df. Und nun? \u00abIch w\u00fcrde immer ein kleines Wunddesinfektionsmittel mitnehmen, um die Wunde saubermachen zu k\u00f6nnen &#8211; gerade bei all dem Staub auf dem Festivalgel\u00e4nde\u00bb, sagt Tamara Sperber.<\/p>\n<p>Ist die Wunde gereinigt, sch\u00fctzt ein Pflaster die Stelle. Wer vorher barfu\u00df unterwegs war, zieht jetzt lieber wieder Schuhe an. \u00abMan sollte unbedingt aufpassen, dass man mit dieser Wunde dann nicht direkt wieder durch den Dreck l\u00e4uft.\u00bb<\/p>\n<p>Gerade bei Schnitten ist auf den ersten Blick aber nicht immer erkennbar, wie tief sie sind. Wer unsicher ist, holt sich am besten Hilfe von den Profis an der Sani-Station. \u00abWir haben ganz andere M\u00f6glichkeiten, Wunden sauberzumachen und zu verbinden\u00bb, sagt Tamara Sperber.\u00a0<\/p>\n<p>6. \u00dcber einen Zelt-Hering gestolpert und umgeknickt<\/p>\n<p>Wer nachts nach dem letzten Konzert den R\u00fcckweg zum Zelt antritt, kennt ihn: den anspruchsvollen Slalom \u00fcber die gespannten Zeltschn\u00fcre. Nicht jeder meistert ihn.\u00a0<\/p>\n<p>Wer umgeknickt ist, \u00abkann gucken, ob es eine M\u00f6glichkeit gibt, das Gelenk zu k\u00fchlen &#8211; aber das ist nat\u00fcrlich schwer\u00bb, sagt Tamara Sperber. Die K\u00fchltasche gibt nur noch lauwarme Bierdosen her? Dann ist eine Schmerzsalbe eine Option. Schwillt das Gelenk stark an oder f\u00e4llt Laufen schwer, ist das ein Anlass f\u00fcr den Besuch bei den Sanis.\u00a0<\/p>\n<p>7. Unsch\u00f6ne Begegnungen mit Wespen oder Zecken<\/p>\n<p>Zecken, Wespen und anderes Getier: Tamara Sperber r\u00e4t, sich zwischendurch immer mal wieder nach den kleinen Tieren abzusuchen. In die Festival-Apotheke geh\u00f6ren auch unbedingt eine Pinzette und Zeckenkarte, um die Plagegeister rasch zu entfernen.\u00a0<\/p>\n<p>Bienen- oder Wespenstiche sollte man &#8211; wenn m\u00f6glich &#8211; k\u00fchlen und ein Antihistaminikum in Gelform auftragen. In seltenen F\u00e4llen kann ein Wespen- oder Bienenstich eine gef\u00e4hrliche allergische Reaktion ausl\u00f6sen. \u00abEs kommt immer mal wieder vor, dass Leute bei uns landen, bei denen die Atemwege zugeschwollen sind. Das ist ganz klar ein lebensbedrohlicher Zustand\u00bb, sagt Sperber.\u00a0<\/p>\n<p>Wer auf einen Insektenstich unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark reagiert &#8211; mit Schwindel, Atemnot oder Kreislaufproblemen, sollte sich auf jeden Fall Hilfe holen. Das gilt auch bei Bienen- oder Wespenstichen im Bereich von Mund und Rachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Es ist wieder die Zeit, in der Festival-Fans auf die \u00c4cker und Wiesen str\u00f6men &#8211;&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":163160,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[6789,296,2632,29,4327,24396,5561,30,141,4338,2450,624,2715,33103,2627],"class_list":{"0":"post-163159","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-alkohol","9":"tag-berlin","10":"tag-brcmj","11":"tag-deutschland","12":"tag-erste-hilfe","13":"tag-feiern","14":"tag-festival","15":"tag-germany","16":"tag-gesundheit","17":"tag-notfall","18":"tag-party","19":"tag-ratgeber","20":"tag-sommer","21":"tag-tmn8230","22":"tag-verletzungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114622169263724491","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/163159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=163159"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/163159\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/163160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=163159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=163159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=163159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}