{"id":16318,"date":"2025-04-08T18:40:10","date_gmt":"2025-04-08T18:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/16318\/"},"modified":"2025-04-08T18:40:10","modified_gmt":"2025-04-08T18:40:10","slug":"das-auto-bleibt-immer-oefter-stehen-zu-fuss-gehen-boomt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/16318\/","title":{"rendered":"Das Auto bleibt immer \u00f6fter stehen, zu Fu\u00df gehen boomt"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCAmw tspCAmx\">Der Autoverkehr verliert in Berlin immer weiter an Bedeutung. Zugleich gehen die Berliner so viel zu Fu\u00df wie lange nicht. Das geht aus den neuen Daten der Studie \u201eMobilit\u00e4t in St\u00e4dten\u201c hervor, die die Senatsverkehrsverwaltung auf ihrer Internetseite ver\u00f6ffentlicht hat. <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Die Gro\u00dfstudie der Technischen Universit\u00e4t Dresden untersucht bundesweit, wie sich die Menschen in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten fortbewegen. F\u00fcr die aktuelle Untersuchung wurden von Anfang 2023 bis 2024 bundesweit mehr als 280.000 Menschen zu ihren t\u00e4glichen Wegen befragt.<\/p>\n<p> Nur noch 22 Prozent der Wege in Berlin per Auto <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Entsprechend wertvoll sind die Daten f\u00fcr St\u00e4dte und Verkehrsplaner. Und sie zeigen mit Blick auf Berlin eine klare Entwicklung: Erneut sinkt der Anteil der Wege, die die Leute mit dem Auto zur\u00fccklegen. Mittlerweile sind es nur noch 22 Prozent.<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Noch 2018 lag der Wert bei 26 Prozent, 2013 sogar bei 30 Prozent. Zehn Jahre, in denen sich das Mobilit\u00e4tsverhalten der Berliner Bev\u00f6lkerung deutlich ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p class=\"tspAAfh\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. 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Im Vergleich zu den Zahlen von 2018 (30 Prozent) ein erkennbarer Anstieg.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/abo.tagesspiegel.de\/tagesspiegel-app?icid=single-topic_13507684___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCGnc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergr\u00fcnde und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen.  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Noch deutlicher f\u00e4llt die Lage mit Blick auf die Strecken innerhalb der Stadt aus. Hier entscheiden sich die Berliner sogar in 36 Prozent der F\u00e4lle, zu Fu\u00df an ihr Ziel zu kommen. Ins Auto steigt daf\u00fcr nur jeder F\u00fcnfte (20 Prozent).<\/p>\n<p> Anteile von Radverkehr und \u00d6PNV stagnieren <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Kaum Ver\u00e4nderung gibt es dagegen beim Fahrrad- und  beim \u00f6ffentlichen Nahverkehr. Wie 2018 setzten sich die Berliner auch laut der aktuellen Befragung f\u00fcr 18 Prozent aller Wege aufs Fahrrad. Bus und Bahn wurden in 26 Prozent der F\u00e4lle genutzt, ein leichter R\u00fcckgang (2018: 27 Prozent). Der Anteil des \u00d6PNV stagniert damit bereits seit 2013 \u2013 trotz dichterer Takte und deutlich mehr Angeboten in der Zwischenzeit.<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Ein anderes Ergebnis ergibt sich, wenn man die Streckenl\u00e4nge betrachtet. Von den 18 Kilometern, die die Berliner durchschnittlich t\u00e4glich zur\u00fccklegen, macht der \u00f6ffentliche Nahverkehr mit 7,74 Kilometern den gr\u00f6\u00dften Anteil aus (43 Prozent). Dahinter folgt das Auto mit 6,84 Kilometern (38 Prozent). <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Auch wenn die Berliner am h\u00e4ufigsten zu Fu\u00df gehen, bew\u00e4ltigen sie damit t\u00e4glich im Durchschnitt nur etwas mehr als einen Kilometer. Beim Fahrrad sind es 2,34 Kilometer pro Person und Tag.<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Die sinkende Bedeutung des Autoverkehrs zeigt sich jedoch auch hier: Noch 2013 wurden mit 9,36 Kilometern 45 Prozent aller Distanzen im Pkw zur\u00fcckgelegt. Eine Rolle d\u00fcrfte dabei auch spielen, dass immer mehr Berliner Haushalte kein eigenes Auto besitzen. Mittlerweile sind es 46 Prozent. 2013 lag der Anteil noch bei 40 Prozent.<\/p>\n<p> Die Berliner sind immer weniger mobil <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Deutlich wird aus den Daten auch, dass die Berliner insgesamt immer weniger mobil sind. Die zur\u00fcckgelegte Distanz pro Tag sank von 2018 zu 2023 von 20,4 auf nur noch 18 Kilometer. Insgesamt legten die Menschen in der Hauptstadt t\u00e4glich noch 3,3 Wege zur\u00fcck. 2018 waren es noch 3,5. Die durchschnittliche Distanz eines Wegs sank von 5,9 auf 5,5 Kilometer.<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">\u201eDas best\u00e4tigt, was wir seit Jahren beobachten. Seit der Pandemie hat sich das Mobilit\u00e4tsverhalten verschoben\u201c, sagt der Verkehrsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB).<\/p>\n<blockquote class=\"tspCHni\">\n<p>Weil die Leute nicht mehr t\u00e4glich zur Arbeit fahren, merken sie, was sie alles in ihrem Umfeld zu Fu\u00df erledigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspCHnj\">Verkehrsforscher Andreas Knie<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Gro\u00dfer Gewinner dieser Entwicklung sei der Fu\u00dfverkehr. Ausl\u00f6ser daf\u00fcr sei, dass seither immer mehr Menschen zumindest tageweise aus dem Homeoffice arbeiteten. \u201eWeil die Leute nicht mehr t\u00e4glich zur Arbeit fahren, merken sie, was sie alles in ihrem Umfeld zu Fu\u00df erledigen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt der Verkehrsforscher.<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Durch die selteneren Fahrten zur Arbeit werde insgesamt weniger Auto gefahren. \u201eWir haben eine abnehmende Fahrleistung von Autos, sowohl was die Entfernung als auch was die Zahl der Wege angeht\u201c, sagt Knie. Daran m\u00fcsse sich auch die Berliner Verkehrspolitik st\u00e4rker orientieren.<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Im stagnierenden Anteil des Radverkehrs sieht der Experte vor allem einen Arbeitsauftrag: \u201eDer k\u00f6nnte deutlich gr\u00f6\u00dfer sein, wenn wir eine vern\u00fcnftige Infrastruktur f\u00fcr Radfahrer h\u00e4tten.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"tspCHni\">\n<p>Fl\u00e4chendeckend zu sagen, wir m\u00fcssen den \u00d6PNV ausbauen ist fahrl\u00e4ssig falsch. Das stopft nur Geld in die falschen Stellen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspCHnj\">Verkehrsforscher Andreas Knie<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Kritischer blickt er auf die Stagnation im \u00f6ffentlichen Nahverkehr. \u201eGemessen an den Investitionen, die wir dort t\u00e4tigen, ist das entt\u00e4uschend\u201c, sagte Knie. Viel helfe in diesem Fall nicht zwangsl\u00e4ufig viel, meint er. Das zeige sich besonders beim Busverkehr. \u201eDas Busnetz in Berlin ist schon gro\u00df, aber es kann dem Auto au\u00dferhalb des S-Bahnrings nicht Paroli bieten.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Grund daf\u00fcr sei die zunehmend individualisierte Gesellschaft, vermutet Knie. \u201eWir wollen zur eigens bestimmten Zeit im eigenen Raum unterwegs sein. Da ist der \u00d6PNV, wenn er denn in Gro\u00dfgef\u00e4\u00dfen abgewickelt wird, immer weniger attraktiv.\u201c<\/p>\n<p> Mehr zum Thema <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/die-lage-hat-sich-vollig-normalisiert-berliner-senat-sieht-kein-chaos-mehr-durch-a100-bruckensperrung-13470253.html?icid=topic-list_13507684___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCGnc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDie Lage hat sich v\u00f6llig normalisiert\u201c Berliner Senat sieht kein Chaos mehr durch A100-Br\u00fcckensperrung <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/der-trend-geht-zu-rad-und-bahn-in-berlin-gibt-es-immer-mehr-autos--die-immer-weniger-fahren-13029466.html?icid=topic-list_13507684___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCGnc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Trend geht zu Rad und Bahn In Berlin gibt es immer mehr Autos \u2013 die immer weniger fahren <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/grosser-report-fur-berlin-warum-parkraumbewirtschaftung-zu-mehr-autoverkehr-fuhren-kann-13358560.html?icid=topic-list_13507684___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCGnc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfer Report f\u00fcr Berlin Warum Parkraumbewirtschaftung zu mehr Autoverkehr f\u00fchren kann <\/a><\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Der Verkehrsforscher fordert daher eine Abkehr vom bisherigen \u00d6PNV-Ausbau: \u201eFl\u00e4chendeckend zu sagen, wir m\u00fcssen den \u00d6PNV ausbauen, ist fahrl\u00e4ssig falsch. Das stopft nur Geld in die falschen Stellen.\u201c <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Erfolgreich seien die Angebote im Schienenverkehr, also U-Bahn, S-Bahn und Tram. Diese m\u00fcssten weiter ausgebaut werden. F\u00fcr andere Strecken m\u00fcsse Berlin auf einen intelligenten On-Demand-Verkehr mit Shuttlen setzen, fordert Knie. \u201eDa tut sich bislang in Berlin viel zu wenig.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Autoverkehr verliert in Berlin immer weiter an Bedeutung. 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