{"id":163186,"date":"2025-06-04T00:18:13","date_gmt":"2025-06-04T00:18:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/163186\/"},"modified":"2025-06-04T00:18:13","modified_gmt":"2025-06-04T00:18:13","slug":"wie-mitteldeutschland-an-seiner-digitalen-zukunft-baut-du-bist-halle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/163186\/","title":{"rendered":"Wie Mitteldeutschland an seiner digitalen Zukunft baut \u2013 Du bist Halle"},"content":{"rendered":"<p>Die Zukunft ist digital \u2013 und sie hat bereits begonnen. Ein deutliches Zeichen daf\u00fcr setzte die Smart Cities-Regionalkonferenz am Dienstag im Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) in Halle (Saale). Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Landesverwaltungen, Ministerien und Stadtwerken aus ganz Mitteldeutschland kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Projekte zu pr\u00e4sentieren und \u00fcber die n\u00e4chsten Schritte der digitalen Stadtentwicklung zu diskutieren.<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnet wurde die Konferenz mit einem ebenso \u00fcberraschenden wie symbolkr\u00e4ftigen Vergleich: \u201eEs gibt weltweit mehr Smartphones als Zahnb\u00fcrsten.\u201c Mit dieser provokanten Feststellung wurde der Fokus der Veranstaltung sofort klar: Digitalisierung ist allgegenw\u00e4rtig \u2013 in der Wirtschaft, im privaten Alltag, aber noch nicht in dem Ma\u00dfe, wie es in vielen St\u00e4dten und Verwaltungen w\u00fcnschenswert w\u00e4re. Genau hier setzt das Smart-City-Konzept an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1200\" height=\"676\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/WhatsApp-Image-2025-06-03-at-14.50.01-2-1200x676.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-318487\"  \/><\/p>\n<p><strong>Digitalisierung als kulturelles Thema \u2013 Halle zeigt den Weg<\/strong><\/p>\n<p>Das diesj\u00e4hrige Motto des kulturellen Themenjahres in Halle \u2013 \u201eSmart sein: Br\u00fccken bauen \u2013 Netzwerke nutzen\u201c \u2013 gab auch den inhaltlichen Rahmen der Konferenz vor. Es geht um weit mehr als neue Technik: Es geht um Zusammenarbeit, Wissenstransfer, Partizipation, Akzeptanz \u2013 und letztlich darum, wie St\u00e4dte zukunftsf\u00e4hig bleiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In seiner Begr\u00fc\u00dfung sprach Halles Oberb\u00fcrgermeister Dr. Alexander Vogt offen \u00fcber die Herausforderungen, vor denen viele Kommunen stehen: \u201eWir haben einen gro\u00dfen Nachholbedarf, um smart zu denken und die IT einzubinden.\u201c Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch und betonte die Vorreiterrolle Halles in der digitalen Stadtentwicklung: \u201eIch bin stolz, dass wir mit unserem Smart City-Projekt ein Leuchtturm in der Region sind.\u201c Ziel m\u00fcsse es sein, Erfahrungen und Werkzeuge auch mit anderen Kommunen zu teilen \u2013 insbesondere mit denen, die keine direkte F\u00f6rderung erhalten. Halle wolle zeigen, was m\u00f6glich ist, wenn man Innovation konsequent denkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1200\" height=\"676\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/WhatsApp-Image-2025-06-03-at-14.56.15-1200x676.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-318490\"  \/><\/p>\n<p><strong>HAL-Plan: Der digitale Zwilling Halles als Blaupause<\/strong><\/p>\n<p>Zentrales Element der Smart-City-Strategie Halles ist der \u201eHAL-Plan\u201c \u2013 ein digitaler Zwilling der Stadt. Dabei handelt es sich um ein hochdetailliertes, dreidimensionales Modell, das eine Vielzahl stadtplanerischer, \u00f6kologischer und verwaltungstechnischer Anwendungen erm\u00f6glicht. Der HAL-Plan dient als Planungs-, Steuerungs- und Visualisierungsinstrument f\u00fcr st\u00e4dtische Prozesse \u2013 vom Fl\u00e4chenmanagement \u00fcber Bauvorhaben bis hin zur Umwelt\u00fcberwachung.<\/p>\n<p>\u201eMit jeder Visualisierung steigt auch die Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung\u201c, betonte Dr. Vogt und verwies auf konkrete Gro\u00dfprojekte in Halle, bei denen der HAL-Plan bereits zum Einsatz kommt: das RAW-Gel\u00e4nde, das Zukunftszentrum am Riebeckplatz sowie der geplante Bildungscampus in Halle-Neustadt. Der Nutzen geht jedoch weit \u00fcber die Stadtgrenzen hinaus. Bereits zw\u00f6lf weitere Kommunen nutzen den HAL-Plan \u2013 darunter auch die Landeshauptstadt Magdeburg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1200\" height=\"676\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/WhatsApp-Image-2025-06-03-at-14.51.26-1200x676.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-318488\"  \/><\/p>\n<p><strong>Bundesministerium lobt Halle als Vorbildkommune<\/strong><\/p>\n<p>Renate Mitterhuber vom Bundesministerium f\u00fcr Bauen, Stadtentwicklung und Wohnen w\u00fcrdigte in ihrer Rede die Leistungen Halles im Rahmen des F\u00f6rderprogramms f\u00fcr smarte St\u00e4dte. Insgesamt seien deutschlandweit 73 Modellprojekte im Einsatz, aus denen mehr als 700 digitale L\u00f6sungen hervorgegangen seien. Halle zeichne sich dabei besonders dadurch aus, dass Digitalisierung nicht isoliert betrachtet werde, sondern als integraler Bestandteil einer strukturellen und gesellschaftlichen Transformation. \u201eOhne Kooperationen sind die kommunalen Aufgaben wirtschaftlich kaum noch zu stemmen\u201c, betonte sie. Der HAL-Plan sei ein gelungenes Beispiel f\u00fcr intelligente Ressourcennutzung und Interkommunale Zusammenarbeit. \u201eEin Knaller, der sogar bis nach Magdeburg hallt\u201c, sagte sie mit einem Augenzwinkern.<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung als Grundpfeiler<\/strong><\/p>\n<p>Sabine Odparlik, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung in der halleschen Stadtverwaltung, unterstrich die Bedeutung systematischer Evaluierung und wissenschaftlicher Begleitung der Projekte. Gerade in einer sich schnell wandelnden digitalen Welt sei es essenziell, nicht nur technische L\u00f6sungen zu entwickeln, sondern auch ihren tats\u00e4chlichen Nutzen f\u00fcr das Gemeinwohl zu \u00fcberpr\u00fcfen. \u201eAm Ende muss man eine Auswahl treffen, was Mehrwerte im Sinne einer Smart City f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung schafft\u201c, so Odparlik. Dies gelte insbesondere f\u00fcr Bildungsprojekte, bei denen man gezielt auf externe Expertise setze.<\/p>\n<p>Ein oft untersch\u00e4tzter Aspekt sei dabei das Nutzerverhalten. \u201eWie viele Menschen nutzen tats\u00e4chlich das, was entwickelt wurde?\u201c, fragte Odparlik \u2013 und lieferte die Antwort gleich mit: Nur durch aktive R\u00fcckkopplung und Partizipation k\u00f6nne Digitalisierung nachhaltig funktionieren. Der Druck sei hoch, denn: \u201eDie Digitalisierung in der Welt schreitet weiter voran. Da gehen wir sonst als Verwaltung unter. Also wir m\u00fcssen\u201c, betonte sie die Dringlichkeit des digitalen Wandels.<\/p>\n<p><strong>Magdeburg: Vom Workshop zur Umsetzung in nur vier Wochen<\/strong><\/p>\n<p>Wie schnell Digitalisierung auch in kommunalen Strukturen umgesetzt werden kann, zeigte das Beispiel Magdeburg. Ken Gericke, Leiter des Stadtplanungs- und Vermessungsamtes der Landeshauptstadt, berichtete von seinem ersten Kontakt mit dem HAL-Plan: \u201eBei einem Workshop der Landesregierung habe ich das Projekt kennengelernt und gesagt: Das ist so cool, das brauche ich f\u00fcr Magdeburg.\u201c Zur eigenen \u00dcberraschung kam die Zustimmung aus Halle sofort \u2013 und binnen nur vier Wochen war der digitale Zwilling in Magdeburg einsatzbereit. \u201eDiese Geschwindigkeit kennt man sonst nicht unbedingt aus der Verwaltung\u201c, sagte Gericke und lobte ausdr\u00fccklich die unkomplizierte und offene Zusammenarbeit mit Halle.<\/p>\n<p><strong>Stadtwerke Halle: Smarte Technik f\u00fcr den Alltag<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Stadtwerke Halle pr\u00e4sentierten eine beeindruckende Palette an Smart-City-Anwendungen. Peter Kolbert gab Einblicke in mehrere laufende Projekte der Tochterunternehmen \u2013 insbesondere im Bereich Mobilit\u00e4t und Umwelt.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Die Hallesche Verkehrs AG (HAVAG) nutzt Echtzeitdaten, um den \u00f6ffentlichen Nahverkehr effizienter zu gestalten. Die zentrale Leitstelle sieht auf einen Blick, wo sich Busse und Stra\u00dfenbahnen befinden, kann gezielt Lautsprecher oder Infotafeln ansteuern und so den Informationsfluss verbessern. Die gewonnenen Daten dienen zudem der Verkehrsplanung \u2013 etwa bei der Erstellung bedarfsgerechter Fahrpl\u00e4ne.<\/p>\n<p>Geplant ist au\u00dferdem eine automatisierte Ermittlung des Besetzungsgrads von Fahrzeugen sowie die Analyse von Fahrgaststr\u00f6men, um nachvollziehen zu k\u00f6nnen, an welchen Stationen besonders viele Menschen ein- oder aussteigen. Ein weiteres Beispiel f\u00fcr innovative Datennutzung ist das Sensorentestfeld in der Dieselstra\u00dfe im Energiepark. Dort messen Sensoren u.\u202fa. die Bodenfeuchte in 30, 60 und 90 Zentimetern Tiefe, sowie Umweltparameter wie Feinstaub, Niederschlag, Windst\u00e4rke und Sonneneinstrahlung \u2013 wertvolle Daten f\u00fcr Klima- und Stadtplanung.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger wird die Digitalisierung greifbar: Mit der App \u201eMein Halle unterwegs\u201c k\u00f6nnen Nutzer in Echtzeit Informationen \u00fcber Taxis, Stra\u00dfenbahnen, Busse, Carsharing, Lades\u00e4ulen oder Baustellen in ihrer Umgebung abrufen. So wird der Alltag einfacher, vernetzter \u2013 und smarter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1200\" height=\"676\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/WhatsApp-Image-2025-06-03-at-14.50.01-1-1200x676.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-318489\"  \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zukunft ist digital \u2013 und sie hat bereits begonnen. 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