{"id":163227,"date":"2025-06-04T00:40:09","date_gmt":"2025-06-04T00:40:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/163227\/"},"modified":"2025-06-04T00:40:09","modified_gmt":"2025-06-04T00:40:09","slug":"johann-wadephul-aussenminister-nennt-ton-in-beziehung-zu-den-usa-rau-wie-lange-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/163227\/","title":{"rendered":"Johann Wadephul: Au\u00dfenminister nennt Ton in Beziehung zu den USA &#8222;rau wie lange nicht&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Bundesau\u00dfenminister <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/johann-wadephul\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Johann Wadephul<\/a>\u00a0warnt vor dem geplanten Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) mit US-Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> in Washington vor einer Vertrauenskrise zwischen Deutschland und den USA. In einer Grundsatzrede rief Wadephul dennoch dazu auf, am Erhalt guter Beziehungen zu den <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/usa\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> zu arbeiten. Deutschland m\u00fcsse sich darum bem\u00fchen, &#8222;Br\u00fcckenbauer im transatlantischen Verh\u00e4ltnis&#8220; zu sein, sagte Wadephul bei einer Veranstaltung in Berlin.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zum aktuellen Stand der Beziehungen sagte der Minister laut Redetext: &#8222;Der Ton ist so rau wie lange nicht.&#8220; \u00dcber den Kurs der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trump-Regierung<\/a> zeigte er sich besorgt und ern\u00fcchtert. Er wolle &#8222;nicht herunterspielen, dass es seit dem Amtsantritt von Trumps Regierung im Januar nicht nur einen neuen Stil im Umgang miteinander oder mit anderen B\u00fcndnispartnern gibt, der irritierend ist und viele von uns verunsichert&#8220;, sagte Wadephul. Vielmehr seien &#8222;bei einer ganzen Reihe von Themen \u00c4u\u00dferungen und auch Handlungen zu sehen, die gegen grundlegende Fundamente unseres Miteinanders gerichtet scheinen&#8220;.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Als Beispiele nannte der Au\u00dfenminister Vorw\u00fcrfe der US-Regierung, dass die Meinungsfreiheit in der EU in Gefahr sei, sowie Zweifel am demokratischen Charakter der europ\u00e4ischen Gesellschaften und &#8222;offene Einflussnahmen f\u00fcr bestimmte politische Parteien&#8220;. Wadephul f\u00fcgte hinzu: &#8222;Diese Entwicklungen sehen wir mit gro\u00dfer Besorgnis und ohne Naivit\u00e4t.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zwar habe es auch in den vorangegangenen Jahrzehnten immer wieder transatlantische Debatten gegeben \u2013 etwa \u00fcber die Verteilung der Verteidigungslasten und \u00fcber Handelsfragen. Die j\u00fcngsten &#8222;Meinungsverschiedenheiten, Irritationen, auch manchmal tiefe Verunsicherungen&#8220; wirkten allerdings &#8222;tiefgehender, grunds\u00e4tzlicher, gef\u00e4hrlicher&#8220;, sagte Wadephul. &#8222;Und ja, wir erleben tiefgreifende Ver\u00e4nderungen in den USA selbst, mit unbekanntem Ausgang.&#8220;\n<\/p>\n<p>        &#8222;Wir m\u00fcssen diese Sturmphase aushalten&#8220;        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Man d\u00fcrfe aber &#8222;nicht in Panik verfallen&#8220;, sagte der CDU-Politiker weiter. &#8222;Sondern wir m\u00fcssen diese Sturmphase aushalten, indem wir uns zun\u00e4chst auf unsere eigenen Interessen besinnen.&#8220; Das bedeute auch, dass Deutschland seine Verteidigungsf\u00e4higkeit st\u00e4rken, seine Handelsinteressen wahren sowie sein &#8222;Verst\u00e4ndnis von Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit formulieren&#8220; m\u00fcsse.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                    Newsletter<\/p>\n<p>                    Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Der Minister bekannte sich erneut zu dem von den USA ausgegebenen Ziel, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-05\/wadephul-unterstuetzt-trumps-fuenf-prozent-plan-fuer-militaerausgaben\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">f\u00fcnf Prozent des Bruttoinlandsprodukts f\u00fcr Verteidigung auszugeben<\/a>. Dies werde dazu f\u00fchren, &#8222;dass wir zu einer ausgeglicheneren Lastenteilung bei der europ\u00e4ischen Verteidigung kommen&#8220;.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter\u00a0d\u00e4mpfte die Erwartungen an <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/friedrich-merz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Merz&#8216;<\/a> Antrittsbesuch bei Trump. Er selbst &#8222;erwarte kein sensationelles<br \/>\nErgebnis&#8220;, sagte er dem<br \/>\nRedaktionsNetzwerk Deutschland.\u00a0Die USA unter Trump h\u00e4tten &#8222;definitiv die<br \/>\nSeiten gewechselt&#8220; und &#8222;weniger Interesse an Europas Sicherheit als bisher oder an der<br \/>\ninternationalen regelbasierten Ordnung, sondern sind ins &#8218;Team<br \/>\nMultipolarit\u00e4t&#8216; gewechselt&#8220;.\u00a0Ein Ziel des Merz-Besuchs sei die Versch\u00e4rfung der US-Sanktionen gegen Russland, sagte Kiesewetter. Grunds\u00e4tzlich aber sei in diesem ersten Gespr\u00e4ch zwischen Merz und Trump &#8222;ein pers\u00f6nlicher Draht das Wichtigste&#8220;.\n<\/p>\n<p>            Deutschland und die USA        <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-05\/usa-besuch-johann-wadepuhl-marco-rubio-aussenpolitik\" data-ct-label=\"US-Besuch von Wadephul: Schon mal die Trumpstimmung f\u00fcr den Kanzler ausloten \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        US-Besuch von Wadephul:<br \/>\n                        Schon mal die Trumpstimmung f\u00fcr den Kanzler ausloten <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/23\/wissenschaftsstandort-deutschland-forschung-hochschule-usa-harvard\" data-ct-label=\"Wissenschaftsstandort Deutschland: Pl\u00f6tzlich begehrt wie Harvard\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Wissenschaftsstandort Deutschland:<br \/>\n                        Pl\u00f6tzlich begehrt wie Harvard<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/23\/geschichte-des-westens-demokratie-griechenland-freiheit\" data-ct-label=\"Geschichte des Westens: Sind wir im Westen am Ende?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Geschichte des Westens:<br \/>\n                        Sind wir im Westen am Ende?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                    Treffen zwischen Merz und Trump am Donnerstag        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bundesau\u00dfenminister Wadephul, der in der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-05\/usa-besuch-johann-wadepuhl-marco-rubio-aussenpolitik\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vergangenen Woche selbst in der US-Hauptstadt Washington zu Besuch war<\/a>, bewertete die Gespr\u00e4che mit seinem amerikanischen Amtskollegen <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/marco-rubio\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marco Rubio<\/a> als positives Signal: &#8222;Sie haben mich zuversichtlich gemacht, dass wir auch in Fragen, in denen uns Meinungsverschiedenheiten trennen, zu Einigungen im beiderseitigen Interesse kommen k\u00f6nnen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Er selbst habe ein &#8222;Urvertrauen in unsere transatlantische Partnerschaft&#8220;, sagte Wadephul. &#8222;Doch die letzten Monate haben uns auch gezeigt, dass diese Zukunft nicht selbstverst\u00e4ndlich ist.&#8220; Er vertraue aber darauf, dass das transatlantische B\u00fcndnis gewahrt werden k\u00f6nne\u00a0\u2013 &#8222;ohne Naivit\u00e4t und Illusionen&#8220;.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Merz reist am Mittwoch in die USA und wird am Donnerstag mit Trump im Wei\u00dfen Haus sprechen. Der Kanzler hatte im Wahlkampf die Einmischung der US-Regierung in die deutsche Innenpolitik kritisiert. Derzeit belastet auch Trumps Androhung von dauerhaft <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-05\/donald-trump-will-50-prozent-zoll-auf-waren-aus-der-eu\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hohen Z\u00f6llen auf Importe von EU-Waren<\/a> das Verh\u00e4ltnis. Mit Blick auf den Ukrainekrieg ringt Merz zusammen mit anderen europ\u00e4ischen Regierungschefs um eine gemeinsame Haltung mit den USA gegen\u00fcber <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a>.\u00a0Beobachter f\u00fcrchten, dass Merz im Wei\u00dfen Haus eine \u00e4hnlich unfreundliche Behandlung <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-03\/usa-ueberblick-trump-selenskyj-treffen-eklat\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie j\u00fcngst der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj<\/a> erfahren k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul\u00a0warnt vor dem geplanten Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":163228,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,56834,296,1173,106,775,13,1211,409,14,15,16,307,12,4017,4018,4016,64,4019,4020,320],"class_list":{"0":"post-163227","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-arthur-f","11":"tag-berlin","12":"tag-bundesregierung","13":"tag-donald-trump","14":"tag-friedrich-merz","15":"tag-headlines","16":"tag-johann-wadephul","17":"tag-marco-rubio","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-politik","21":"tag-russland","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-united-states","24":"tag-united-states-of-america","25":"tag-us","26":"tag-usa","27":"tag-vereinigte-staaten","28":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","29":"tag-washington"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114622314773661690","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/163227","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=163227"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/163227\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/163228"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=163227"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=163227"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=163227"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}