{"id":163903,"date":"2025-06-04T06:55:09","date_gmt":"2025-06-04T06:55:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/163903\/"},"modified":"2025-06-04T06:55:09","modified_gmt":"2025-06-04T06:55:09","slug":"asien-konkurrenz-immer-staerker-deutsche-autobauer-geraten-ins-hintertreffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/163903\/","title":{"rendered":"Asien-Konkurrenz immer st\u00e4rker: Deutsche Autobauer geraten ins Hintertreffen"},"content":{"rendered":"<p>                    Asien-Konkurrenz immer st\u00e4rker<br \/>\n                Deutsche Autobauer geraten ins Hintertreffen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              04.06.2025, 07:58 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Deutschlands Autoindustrie k\u00e4mpft mit Umsatz- und Gewinneinbu\u00dfen, w\u00e4hrend asiatische Hersteller teilweise stark zulegen. Eine Trendwende soll nicht in Sicht sein. Experten warnen vor einer existenziellen Krise.<\/strong><\/p>\n<p>Die deutschen Autokonzerne verlieren gegen\u00fcber der Konkurrenz aus Asien an Boden. Das zeigt eine Analyse, f\u00fcr die die Pr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft EY die Zahlen der 20 weltweit f\u00fchrenden Hersteller ausgewertet hat. W\u00e4hrend die deutschen Konzerne im ersten Quartal dieses Jahres Umsatz und Gewinn einb\u00fc\u00dften, konnten vor allem die neuen Konkurrenten aus China deutlich Boden gutmachen.<\/p>\n<p>So nahm der Umsatz der drei deutschen Autobauer zusammengenommen um 2,3 Prozent ab. Nur VW schaffte noch ein leichtes Plus, BMW und Mercedes dagegen rutschten deutlich ab. Der Gewinn brach sogar bei allen Dreien ein, zusammengenommen um rund ein Drittel. \u00c4hnlich sah es bei den US-Herstellern aus, die zusammen 2,9 Prozent Umsatz einb\u00fc\u00dften und ebenfalls fast ein Drittel beim Gewinn.<\/p>\n<p>Deutlich besser lief es in Asien, vor allem in China. Hersteller aus der Volksrepublik legten beim Umsatz um knapp 15 Prozent zu, beim Gewinn sogar um 66 Prozent. Allen voran BYD und die Volvo-Mutter Geely legten kr\u00e4ftig zu. Auch Hersteller aus Japan und S\u00fcdkorea schlugen sich besser als Europ\u00e4er und Amerikaner. Am Ende kamen f\u00fcnf der sechs profitabelsten Autobauer der Welt aus Asien. Nur BMW schaffte mit 9,3 Prozent Umsatzrendite noch den Sprung auf Platz drei.<\/p>\n<p>&#8222;Gesch\u00e4ftsmodell steht auf dem Spiel&#8220;<\/p>\n<p>Eine Trendwende ist nach Einsch\u00e4tzung des EY-Marktbeobachters Constantin Gall nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Krise d\u00fcrfte sich im Laufe des Jahres weiter zuspitzen. &#8222;Die Autoindustrie muss gerade an vielen Fronten k\u00e4mpfen, f\u00fcr einige etablierte Hersteller steht das komplette Gesch\u00e4ftsmodell auf dem Spiel&#8220;, so der EY-Experte. &#8222;Wenn die Gewinne weiter erodieren, wird sich bei einigen Herstellern die Existenzfrage stellen, denn der Wettbewerbsdruck in der Autobranche ist derzeit brutal.&#8220;<\/p>\n<p>Die etablierten Autobauer &#8211; allen voran die deutschen &#8211; h\u00e4tten derzeit mit einer Vielzahl an Problemen zu k\u00e4mpfen: Die schwache Konjunktur bremse die Nachfrage, hohe Kosten und der schleppende Hochlauf der E-Mobilit\u00e4t dr\u00fcckten aufs Ergebnis. &#8222;Hinzu kommt das Wegbrechen des chinesischen Marktes, auf dem einheimische Player zunehmend die bisherigen westlichen Marktf\u00fchrer verdr\u00e4ngen&#8220;, erkl\u00e4rte Gall.<\/p>\n<p>Versch\u00e4rfend wirken die neuen Z\u00f6lle von 25 Prozent, die US-Pr\u00e4sident Donald Trump seit April beim Auto-Import erhebt. &#8222;Im schlimmsten Fall werden die angedrohten hohen Z\u00f6lle Milliarden-Einbu\u00dfen nicht nur bei den europ\u00e4ischen, sondern auch bei den US-Herstellern zur Folge haben&#8220;, bef\u00fcrchtet Gall. Das werde die Renditen weiter nach unten treiben. &#8222;Der Abstand zu den chinesischen Herstellern, die nicht in den USA vertreten sind, wird sich weiter vergr\u00f6\u00dfern.&#8220;<\/p>\n<p>Mehrere Hersteller und Zulieferer k\u00fcndigten in den vergangenen Monaten bereits Sparprogramme mit Stellenabbau an. Allein Volkswagen will bei seiner Kernmarke bis 2030 jeden vierten Job in Deutschland streichen. Nur mit Sparen sei es aber nicht getan, sagt Gall. &#8222;Die westlichen Autokonzerne m\u00fcssen sich komplett neu erfinden.&#8220; Dazu geh\u00f6re auch eine konsequente Digitalisierung, mehr Tempo bei der Fahrzeugentwicklung und schnellere Entscheidungen.<\/p>\n<p>Lernen bei der Konkurrenz<\/p>\n<p>Dabei k\u00f6nnten die Hersteller von den neuen Herausforderern aus Fernost lernen. &#8222;Gerade der Erfolg der chinesischen Anbieter hat gezeigt: Es geht nicht darum, einfach viel Geld zu investieren&#8220;, sagt Gall. &#8222;Mindestens ebenso wichtig sind Schnelligkeit, Flexibilit\u00e4t und eine klarere Fokussierung aller Investitionen.&#8220;<\/p>\n<p>Immerhin: Einen Achtungserfolg kann VW im ersten Quartal verbuchen. Beim Umsatz lagen die Wolfsburger laut der EY-Analyse hauchd\u00fcnn vor Toyota auf dem weltweiten Spitzenplatz. Beim Absatz und beim operativen Gewinn lagen dagegen die Japaner klar vorn. VW hatte zuletzt 2019 mehr Autos als Toyota verkauft, musste die Position als weltgr\u00f6\u00dfter Autobauer dann an die Japaner abgeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Asien-Konkurrenz immer st\u00e4rker Deutsche Autobauer geraten ins Hintertreffen 04.06.2025, 07:58 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":163904,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[3915,374,175,1726,170,169,3916,29,30,171,174,19545,173,172,373,55],"class_list":{"0":"post-163903","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-autohersteller","9":"tag-bmw","10":"tag-business","11":"tag-chinesische-autobauer","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-deutsche-autobauer","15":"tag-deutschland","16":"tag-germany","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-mercedes-benz-group-ag","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte","22":"tag-volkswagen","23":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114623789479979506","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/163903","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=163903"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/163903\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/163904"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=163903"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=163903"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=163903"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}