{"id":164192,"date":"2025-06-04T09:30:10","date_gmt":"2025-06-04T09:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/164192\/"},"modified":"2025-06-04T09:30:10","modified_gmt":"2025-06-04T09:30:10","slug":"serie-zum-welt-de-jubilaeum-2001-zauberlehrlinge-aus-aller-welt-stroemten-ins-kino-um-ihr-idol-zu-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/164192\/","title":{"rendered":"Serie zum WELT.de-Jubil\u00e4um: 2001 \u2013 Zauberlehrlinge aus aller Welt str\u00f6mten ins Kino, um ihr Idol zu sehen"},"content":{"rendered":"<p>Die zehnteilige Zeitreise zum 30. Jubil\u00e4um von WELT.de \u2013 was bewegte die Menschen in den ersten Jahren unserer Online-Zeitung? Heute: 2001. Harry Potters Sprung aus dem Buch auf die Leinwand. Die Terroranschl\u00e4ge von 9\/11 als brutale weltgeschichtliche Z\u00e4sur. Und eine wichtige \u201eEntschl\u00fcsselung\u201c.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Vor 30 Jahren ging WELT.de online, und das Jubil\u00e4um nehmen wir bei WELTGeschichte zum Anlass, auf die Ereignisse zur\u00fcckzublicken, welche die ersten zehn Jahre pr\u00e4gten: Was waren in der ersten WELT.de-Dekade jeweils der <b>Lichtblick<\/b>, der <b>Schock<\/b> und die <b>Innovation<\/b> des Jahres? Heute: das Jahr 2001.<\/p>\n<p>Kinobegeisterte hatten in jenem Jahr jede Menge Spa\u00df: W\u00e4hrend es sich Cineasten alter Schule nicht entgehen lie\u00dfen, Stanley Kubricks SciFi-Klassiker \u201e2001 \u2013 Odyssee im Weltraum\u201c von 1968 anl\u00e4sslich seiner Wiederauff\u00fchrung auf der gro\u00dfen Leinwand zu bewundern, str\u00f6mten Fans von Blockbuster-Entertainment in Filme wie \u201eOcean&#8217;s 11\u201c und \u201eShrek\u201c.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wartete das Jahr mit zwei Gro\u00dfereignissen bei Literaturverfilmungen auf: Mit \u201eDer Herr der Ringe \u2013 Die Gef\u00e4hrten\u201c kam der erste Teil von Peter Jacksons epochaler Adaption von J.R.R. Tolkiens Fantasy-Romantrilogie in die Kinos. Ein globaler Hit, der aber \u201enur\u201c auf Platz 2 der weltweiten Kinocharts st\u00fcrmte. Den Box-Office-Spitzenplatz errang ein anderes mit Spannung erwartetes Fantasy-Epos (siehe unten).<\/p>\n<p>Derartige Zerstreuung und Ablenkung hatten viele in jenem Jahr angesichts schrecklicher Ereignisse auch bitter n\u00f6tig. Der Wirbel um die Rinderwahn-Seuche BSE, die ihren Ausgang in Gro\u00dfbritannien nahm, Ende 2000 nach Deutschland \u00fcbersprang und 2001 viele Negativ-Schlagzeilen machte, war da nur der Anfang. Ungleich schockierender und weltgeschichtlich einschneidend waren die Terrorattacken des 11. September.<\/p>\n<p>Lichtblick des Jahres: das Kino-Deb\u00fct von Harry Potter<\/p>\n<p>Die Fantasy-Jugendb\u00fccher \u00fcber den Zauberlehrling Harry Potter waren das wohl gr\u00f6\u00dfte literarische Ph\u00e4nomen zweier Dekaden. Von 1997 bis 2007 ver\u00f6ffentlichte die britische Autorin J.K. Rowling sieben B\u00fccher, die sich rund um den Globus insgesamt 600 Millionen Mal verkauften. Regelm\u00e4\u00dfig wurde das Erscheinen eines neuen Bands zum Happening, mit Schlangen kost\u00fcmierter Potter-Fans von jung bis alt, die vor Buchl\u00e4den campierten, um die ersten Exemplare zu ergattern.<\/p>\n<p>Da lag es nahe, dass Hollywood bei Rowling anklopfte, um die Filmrechte des ph\u00e4nomenal erfolgreichen Stoffs zu erwerben und eine Kinoreihe daraus zu machen. Rowling behielt bei dem Deal ein kreatives Mitspracherecht, damit die Filme dem Geist ihrer Buchvorlage entsprachen. Als Regisseur fungierte beim Auftaktfilm Chris Columbus, der zuvor unter anderem den Hit \u201eKevin \u2013 Allein zu Haus\u201c (1990) realisiert hatte. <\/p>\n<p>Viel Aufwand wurde betrieben, an Kulissen, Ausstattung und Spezialeffekten nicht gespart. Die Filmmusik von Altmeister John Williams k\u00f6nnen bis heute viele auf Anhieb nachsummen. Und mit Daniel Radcliffe fanden die Macher einen Harry-Darsteller, der die meisten \u00fcberzeugte; auch die Besetzung der weiteren Rollen fand Anklang. Weltweit spielte \u201eHarry Potter und der Stein der Weisen\u201c fast eine Milliarde Dollar ein, wurde der Nr.-1-Film des Jahres und bildete den Auftakt zu einer h\u00f6chst erfolgreichen Kinoreihe.<\/p>\n<p>Schock des Jahres: der Terror von 9\/11<\/p>\n<p>Es war eine schreckliche Z\u00e4sur, die f\u00fcr jeden sofort als solche offensichtlich war: der 11. September 2001. Die islamistische Terrorgruppe al-Qaida ver\u00fcbte verheerende Terroranschl\u00e4ge auf das New Yorker World Trade Center und das Washingtoner Pentagon, tausende starben.<\/p>\n<p>Ein schwerer Schock f\u00fcr die USA und seine Verb\u00fcndeten, und ein b\u00f6ses Erwachen nach den lebensfrohen 1990ern, in denen Schlagworte wie <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article254833062\/Silvester-1999-zu-2000-Als-die-Spassgesellschaft-endete-und-die-Krisenzeiten-begannen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article254833062\/Silvester-1999-zu-2000-Als-die-Spassgesellschaft-endete-und-die-Krisenzeiten-begannen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eEnde der Geschichte\u201c und \u201eSpa\u00dfgesellschaft\u201c<\/a> die Runde gemacht hatten. Nun war die Welt schlagartig eine andere. Die USA unter George W. Bush beantworteten die Terrorangriffe mit dem globalen \u201eKrieg gegen den Terror\u201c, der unter anderem in Afghanistan und im Nahen Osten ausgefochten wurde.<\/p>\n<p>Innovation des Jahres: die \u201eEntschl\u00fcsselung\u201c des menschlichen Genoms<\/p>\n<p>\u201eWas die Welt im Innersten zusammenh\u00e4lt\u201c trieb schon Goethes Faust um. Auch die Forscher des Humangenomprojekts besch\u00e4ftigten sich von 1990 bis 2003 mit derlei Fragen. Sie hatten das Ziel, das Genom, also das Erbgut des Menschen vollst\u00e4ndig zu entschl\u00fcsseln. Zeitweise waren mehr als 1000 Wissenschaftler in 40 L\u00e4ndern daran beteiligt.<\/p>\n<p>Im Februar 2001 verk\u00fcndeten die Forscher die Sequenzierung des menschlichen Genoms, was in Schlagzeilen der Medien meist unter dem Schlagwort \u201eEntschl\u00fcsselung\u201c viel Beachtung fand. Allerdings waren zu dem Zeitpunkt tats\u00e4chlich erst 83 Prozent des Genoms erfasst. Als vollst\u00e4ndig entschl\u00fcsselt gilt das menschliche Genom mit seinen 19.969 Genen seit Mai 2021.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/martin-klemrath\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/martin-klemrath\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Martin Klemrath<\/b><\/a><b> ist Managing Editor bei WELTGeschichte. Zu seinen Themenschwerpunkten z\u00e4hlen die Geschichte der USA, Technikgeschichte, Kulturgeschichte und Zeitgeschichte.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die zehnteilige Zeitreise zum 30. 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