{"id":164539,"date":"2025-06-04T12:43:09","date_gmt":"2025-06-04T12:43:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/164539\/"},"modified":"2025-06-04T12:43:09","modified_gmt":"2025-06-04T12:43:09","slug":"friedrich-merz-zu-gast-im-oval-office","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/164539\/","title":{"rendered":"Friedrich Merz zu Gast im Oval Office"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Nachricht wird f\u00fcr <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/friedrich-merz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> sicher beruhigend gewesen sein: \u201eAlso ich habe bei Merz ein gutes Gef\u00fchl\u201c, lie\u00df CSU-Chef <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/markus-soeder\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Markus S\u00f6der<\/a> in der ZDF-Sendung \u201eMarkus Lanz\u201c mit Blick auf den Besuch vom Bundeskanzler bei US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/donald-trump\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> am Donnerstag schon mal wissen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Genug geunkt, der Besuch im Oval Office wird f\u00fcr den CDU-Regierungschef die internationale Feuertaufe, das wei\u00df er selbst sehr genau. Neun Staaten in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> hat der neue Kanzler bereits besucht. Jetzt geht es erstmals \u00fcber den Atlantik, zum unberechenbaren, teils erratischen US-Pr\u00e4sidenten. Eine gr\u00f6\u00dfere B\u00fchne gibt es nicht, zumal durch die Lage in der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> und den durch die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/usa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> ausgel\u00f6sten Zollstreitigkeiten quasi f\u00fcr die ganze Welt etwas auf dem Spiel steht. Es ist ein wahrlich spektakul\u00e4rer Antrittsbesuch.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Inhaltlich wird es dem Vernehmen nach vor allem um drei Themen gehen: Zum einen um die Wirtschaftspolitik mit Blick auf den Handel und die US-Z\u00f6lle, zweitens die Verteidigungsausgaben und das Engagement in der Nato sowie drittens um die weitere Unterst\u00fctzung der Ukraine vor dem Hintergrund der bisherigen Gespr\u00e4che \u00fcber eine m\u00f6gliche Waffenruhe.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Insbesondere bei den hohen Z\u00f6llen ist aus deutscher Sicht Eile geboten, das Inkrafttreten der Stahl-Z\u00f6lle hat enorme Auswirkungen auf hiesige und ohnehin schon strauchelnde Unternehmen wie Thyssen. Auch die Autoindustrie d\u00fcrfte eine wichtige Rolle spielen. Inwiefern Trump jedoch bereit sein wird, Z\u00f6lle wieder zu reduzieren oder andere Deals in Aussicht stellen wird, ist im Vorfeld nicht auszumachen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mehr Gemeinsamkeiten d\u00fcrften hingegen bei den k\u00fcnftigen Nato-Zielen bestehen. So hat Deutschland mit der Grundgesetz\u00e4nderung und der Ausnahme f\u00fcr Verteidigungsausgaben bei den Schuldenregeln Vorkehrungen getroffen, um die eigenen Investitionen in R\u00fcstung hochzufahren. Die von Nato-Generalsekret\u00e4r <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mark-rutte\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mark Rutte<\/a> vorgeschlagene Formel von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts f\u00fcr Verteidigung und weitere 1,5 Prozent f\u00fcr verteidigungsrelevante Investitionen (also im Ergebnis f\u00fcnf Prozent Nato-Ziel f\u00fcr jedes Mitglied) findet in der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesregierung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> Anklang. In die zweite Kategorie fielen beispielsweise auch Investitionen in Br\u00fccken, Stra\u00dfen und H\u00e4fen, da diese vom Milit\u00e4r genutzt werden k\u00f6nnen. Allerdings, und da legt man in der Koalition wert drauf, ist man strikt aus eigenen Sicherheitsinteressen offen daf\u00fcr \u2013 nicht wegen m\u00f6glicher Forderungen anderer Nato-Partner.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was die Unterst\u00fctzung der Ukraine angeht, zeigt man sich in der Bundesregierung vorsichtig optimistisch. Doch man wei\u00df auch: Der US-Pr\u00e4sident kann seinen Kurs rapide und in v\u00f6llig entgegengesetzte Richtungen \u00e4ndern. Verl\u00e4ssliche Zusagen, die \u00fcber einen langen Zeitraum tragen werden, erwartet man daher mit Blick auf die k\u00fcnftige Kooperation f\u00fcr die Ukraine und gegen Russland kaum.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie bereitet sich Merz nun vor? Wenn man ihn in den letzten Tagen erlebt hat, wirkt er sehr bei sich. Er hat mit anderen Staatschefs \u00fcber Trump gesprochen, das stimmt. Aber der Kanzler ist auch der Auffassung, dass die Tipps anderer nicht immer wirklich hilfreich sind. F\u00fcr ihn spricht ein sehr verhandlungssicheres Englisch, das ein Zusammentreffen auf Augenh\u00f6he erm\u00f6glicht. Die kritische Haltung zur Migration und der sehr marktfreundliche Blick auf die Wirtschaft, den Merz nach wie vor hat, sind politisch keine schlechten Voraussetzungen. Merz will sich nicht einschmeicheln und auch jegliche Kritik am politischen System Deutschlands strikt zur\u00fcckweisen. Netter wird sicher das Gastgeschenk werden, es gibt ein gro\u00dfes Geheimnis darum &#8211; wahrscheinlich wird es die rheinland-pf\u00e4lzischen Wurzeln des US-Pr\u00e4sidenten ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zumindest geht man in der Bundesregierung also davon aus, dass es keine Konfrontation wie mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wolodymyr-selenskyj\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolodymyr Selenskyj<\/a> oder dem s\u00fcdafrikanischen Staatschef Cyril Ramaphosa im Oval Office geben wird.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Ehre, auf Einladung von Trump im G\u00e4stehaus, dem sogenannten Blair House, \u00fcbernachten zu k\u00f6nnen, wird als positives Signal gewertet, dass die US-Seite zumindest grunds\u00e4tzlich milde gestimmt ist vor dem Besuch. In dem Geb\u00e4ude unweit vom Wei\u00dfen Haus n\u00e4chtigten bereits Queen Elizabeth II. von Gro\u00dfbritannien, der Schah von Persien und Frankreichs Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/charles-de-gaulle\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Charles de Gaulle<\/a>.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Kanzler wird nur etwa 17 Stunden in der US-Hauptstadt sein. Er bricht am Mittwochabend nach einem Abendessen mit den Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder in Berlin auf und wird nach Mitternacht (Ortszeit) in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/washington\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Washington<\/a> erwartet. Das Programm im Wei\u00dfen Haus startet am Donnerstag am sp\u00e4ten Vormittag.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Merz und Trump sind sich erst ein Mal vor vielen Jahren fl\u00fcchtig in New York begegnet. Seit dem Amtsantritt des Kanzlers vor vier Wochen haben sie aber schon vier Mal telefoniert &#8211; ein Mal davon nur zu zweit. Der Tenor soll freundlich gewesen sein. Also eher gute Voraussetzungen &#8211; zun\u00e4chst zumindest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Nachricht wird f\u00fcr Friedrich Merz sicher beruhigend gewesen sein: \u201eAlso ich habe bei Merz ein gutes Gef\u00fchl\u201c,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":164540,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,775,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-164539","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-friedrich-merz","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114625157713436099","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164539","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=164539"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164539\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/164540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=164539"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=164539"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=164539"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}