{"id":164768,"date":"2025-06-04T14:45:10","date_gmt":"2025-06-04T14:45:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/164768\/"},"modified":"2025-06-04T14:45:10","modified_gmt":"2025-06-04T14:45:10","slug":"olafur-eliasson-ein-gespraech-ueber-seine-neue-ausstellung-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/164768\/","title":{"rendered":"\u00d3lafur El\u00edasson: Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber seine neue Ausstellung in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Erst in der Bewegung durch den Raum offenbaren sich den Besucherinnern und Besuchern die kleinen Wunder der Wahrnehmung, die Olafur Eliasson mit seiner Kunst kreiert.<\/p>\n<p>Olafur Eliasson, The lure of looking through a polarised window of opportunities, or seeing a surprise before it\u2019s reduced, split, and then further reduced, installation view: neugerriemschneider, Berlin, 2025. Photo: Jens Ziehe. Courtesy of the artist and neugerriemschneider, Berlin \u00a9 2025 Olafur Eliasson<\/p>\n<p>Ohne aufw\u00e4ndige technische Installationen kommt der K\u00fcnstler aus, in seinen Werken soll die Technik m\u00f6glichst klein und sichtbar sein.<\/p>\n<p>Olafur Eliasson, The lure of looking through a polarised window of opportunities, 2025 Photo: Jens Ziehe. Courtesy of the artist and neugerriemschneider, Berlin \u00a9 2025 Olafur Eliasson Installation view: The lure of looking through a polarised window of opportunities, or seeing a surprise before it\u2019s reduced, split, and then further reduced, neugerriemschneider, Berlin, 2025 Spotlights, polarisation filters, PET, steel, wood, motors, electrical ballast Dimensions variableBewusste T\u00e4uschung der Sinne<\/p>\n<p><strong>Lassen Sie uns \u00fcber Ihre Ausstellung sprechen: Sind die Kunstwerke speziell f\u00fcr die Galerier\u00e4ume entstanden?<\/strong><br \/>Ja, die Objekte wurden hier im Atelier f\u00fcr die Galerie direkt nebenan entwickelt, was hilfreich war, weil wir so noch \u00c4nderungen vornehmen konnten. Das Ziel der Ausstellung war es, etwas Einfaches, \u00dcberschaubares zu machen und darin trotzdem eine Art von Un\u00fcberschaubarkeit zu integrieren. Das strebe ich oft an. Es ist, als ginge man r\u00fcckw\u00e4rts in den Hauptraum der Ausstellung rein, so, als w\u00fcrde man ein Theater \u00fcber den Backstageraum und die B\u00fchne betreten. In der Ausstellung ist nichts verborgen, vor allem die Technik ist offengelegt, um zu zeigen: Man muss keine Magie haben, um ein Mirakel zu kreieren. Das Wunder ist nat\u00fcrlich, dass du etwas siehst, was nicht da ist und du versuchst zu verstehen, wie das sein kann. Das ist verf\u00fchrerisch. \u201eThe Lure\u201c aus dem Ausstellungstitel deutet auf den spielerischen Aspekt der Objekte hin. Man fragt sich, werde ich hier ausgetrickst? Momentan gibt es ja viel Bildschirmkunst und man denkt vielleicht kurz, dass das in meiner Ausstellung auch so w\u00e4re, aber gleichzeitig ist v\u00f6llig klar, dass die Dinge mit einfachen Mitteln gemacht sind.<\/p>\n<p><strong>Das ist in der Tat sehr charmant.<\/strong><br \/>Ich bin auch davon \u00fcberzeugt, dass die <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/en-route-ausstellung-dior\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Ausstellung<\/a> sch\u00f6n ist und habe keine Angst davor, etwas Sch\u00f6nes, Verlockendes zu machen. Man schaut ein Kunstwerk an, es ver\u00e4ndert sich, verschwindet, man wartet, dass es sich wieder zeigt. Die Objekte bieten sich dir an, sie wollen, dass du damit was machst. Sie sind im st\u00e4ndigen Ankommen begriffen und nie richtig da. Dadurch entsteht eine Art Verhandlungsraum zwischen K\u00f6rper und Raum, der dich fordert, dar\u00fcber nachzudenken, welche Dimension das Objekt hat, wie tief und weit entfernt es ist. Wenn wir unbekannte Gegenst\u00e4nde ohne Bezugsgr\u00f6\u00dfe betrachten, k\u00f6nnen wir ihre Gr\u00f6\u00dfe erst einsch\u00e4tzen, wenn wir uns darauf zu bewegen, darum bewegen wir uns fast permanent zwischen den Objekten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erst in der Bewegung durch den Raum offenbaren sich den Besucherinnern und Besuchern die kleinen Wunder der Wahrnehmung,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":164769,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[2076,296,29,30],"class_list":{"0":"post-164768","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-ausstellung","9":"tag-berlin","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114625638052259060","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=164768"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164768\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/164769"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=164768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=164768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=164768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}