{"id":164837,"date":"2025-06-04T15:23:20","date_gmt":"2025-06-04T15:23:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/164837\/"},"modified":"2025-06-04T15:23:20","modified_gmt":"2025-06-04T15:23:20","slug":"umfrage-trumps-handelspolitik-belastet-in-usa-ansaessige-deutsche-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/164837\/","title":{"rendered":"Umfrage: Trumps Handelspolitik belastet in USA ans\u00e4ssige deutsche Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (Reuters) &#8211;     Die US-Handelspolitik unter Pr\u00e4sident Donald Trump l\u00e4sst die deutschen Unternehmen in den Vereinigten Staaten deutlich pessimistischer in die Zukunft blicken. <\/p>\n<p>\n              Nur noch 14 Prozent rechnen mit einer konjunkturellen Verbesserung in den kommenden zw\u00f6lf Monaten, wie aus einer am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervorgeht. Im Herbst 2024 &#8211; also vor Trumps Amtsantritt im Januar &#8211; lag dieser Wert noch bei 38 Prozent. Gleichzeitig gehen 44 Prozent der mehr als 100 befragten Unternehmen aktuell von einer wirtschaftlichen Verschlechterung aus &#8211; eine Versechsfachung im Vergleich zur vorigen Erhebung (7 Prozent). Auch bei den Gesch\u00e4ftserwartungen zeigt sich der Abw\u00e4rtstrend: Nur noch jeder dritte Betrieb rechnet mit einer positiven Gesch\u00e4ftsentwicklung, rund ein Viertel mit einer Verschlechterung.<\/p>\n<p>\n              &#8222;Was wir derzeit beobachten, ist eine regelrechte Zick-Zack-Politik der US-Regierung&#8220;, sagt DIHK-Au\u00dfenwirtschaftschef Volker Treier.\u00a0&#8222;Das sch\u00fcrt Unsicherheit, hemmt Investitionen und verunsichert selbst langj\u00e4hrig etablierte Unternehmen.&#8220; Die DIHK setzt deshalb auf die Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz nach Washington. Dort will der CDU-Politiker am Donnerstag mit Trump zusammentreffen. <\/p>\n<p>\n              Ein zentraler Grund f\u00fcr den Pessimismus der in den USA pr\u00e4senten deutschen Unternehmen ist den Angaben zufolge die  unberechenbare US-Handelspolitik. Seit M\u00e4rz \u00fcberschlagen sich in Washington die Ank\u00fcndigungen zu neuen Z\u00f6llen &#8211; auf Stahl, Aluminium, Autos und schlie\u00dflich breitfl\u00e4chig auf EU-Importe. Auch wenn einige Ma\u00dfnahmen kurzfristig wieder ausgesetzt worden seien, bleibe die Unsicherheit das Grundproblem.\u00a0&#8222;Was die Unternehmen heute vermissen, ist Verl\u00e4sslichkeit&#8220;, sagte Treier. &#8222;Die sprunghaften Ank\u00fcndigungen und R\u00fccknahmen von Z\u00f6llen l\u00e4hmen Investitionsentscheidungen und werfen grunds\u00e4tzliche Fragen zur Zukunft des Standorts USA auf.&#8220;<\/p>\n<p><b>&#8222;VERTREIBT KAPITAL UND VERTRAUEN&#8220;<\/b><\/p>\n<p>\n              Die Unsicherheit schl\u00e4gt auf die Investitionsbereitschaft durch. Nur noch 24 Prozent der deutschen Unternehmen in den USA planen aktuell, ihre Investitionen vor Ort auszuweiten. Im Herbst 2024 waren es noch 37 Prozent gewesen. Gleichzeitig geben nun 29 Prozent an, ihre Investitionen zur\u00fcckfahren zu wollen &#8211; zuvor lag dieser Wert bei lediglich 18 Prozent.<\/p>\n<p>\n              &#8222;Die Handelspolitik der USA zielt darauf, Industrie und Arbeitspl\u00e4tze ins Land zu holen&#8220;, sagte Treier. &#8222;Doch sie erreicht aktuell das Gegenteil &#8211; sie vertreibt Kapital und Vertrauen.&#8220; Investitionen w\u00fcrden vertagt, andere M\u00e4rkte werden zunehmend in Betracht gezogen.<\/p>\n<p>\n              70 Prozent der Firmen sehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als eines der gr\u00f6\u00dften Gesch\u00e4ftsrisiken &#8211; im Herbst 2024 lag dieser Wert noch bei 46 Prozent.\u00a0Auch Handelsbarrieren gewinnen stark an Bedeutung: 71 Prozent der Unternehmen berichten von Nachteilen durch die Bevorzugung einheimischer Anbieter &#8211; eine drastische Steigerung gegen\u00fcber nur 21 Prozent im Vorjahr. 41 Prozent der Unternehmen berichten mittlerweile von gest\u00f6rten Lieferketten. Im Herbst 2024 waren es lediglich 16 Prozent. Rechtsunsicherheit wird ebenfalls h\u00e4ufiger als Risikofaktor genannt: inzwischen von 21 Prozent der Befragten, fast eine Vervierfachung im Vergleich zu Herbst 2024.<\/p>\n<p> (Bericht von Rene Wagner, redigiert von Sabine Wollrab &#8211; Bei R\u00fcckfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (Reuters) &#8211; Die US-Handelspolitik unter Pr\u00e4sident Donald Trump l\u00e4sst die deutschen Unternehmen in den Vereinigten Staaten deutlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":164838,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,665,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-164837","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boerse","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114625786840183714","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=164837"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164837\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/164838"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=164837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=164837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=164837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}