{"id":165061,"date":"2025-06-04T17:24:09","date_gmt":"2025-06-04T17:24:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/165061\/"},"modified":"2025-06-04T17:24:09","modified_gmt":"2025-06-04T17:24:09","slug":"stefan-hensel-jordanier-bedroht-hamburgs-antisemitismusbeauftragten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/165061\/","title":{"rendered":"Stefan Hensel: Jordanier bedroht Hamburgs Antisemitismusbeauftragten"},"content":{"rendered":"<p>Hamburgs Antisemitismusbeauftragter Stefan Hensel und dessen Tochter waren gerade in Hamburg unterwegs und h\u00f6rten im Auto israelische Musik. Einem Araber passte das nicht \u2013 und die Situation eskalierte. Nun ermittelt der Staatsschutz.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Ein antisemitischer Vorfall sorgt in Hamburg f\u00fcr Entsetzen: Der Antisemitismusbeauftragte der Hansestadt, Stefan Hensel, ist offenbar selbst Ziel eines judenfeindlichen Angriffs geworden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.<\/p>\n<p>Wie die Polizei best\u00e4tigte, ereignete sich der Vorfall bereits am Abend des 25. Mai am Alsterglacis nahe dem Dammtorbahnhof. Hensel (45) befand sich mit seiner kleinen Tochter im Auto, als ein Lieferwagen neben ihm an einer Ampel hielt. Aus dem Fahrzeug des Beauftragten war laut Polizeiangaben ein israelisches Lied zu h\u00f6ren \u2013 offenbar der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die folgende Auseinandersetzung, die erst jetzt bekannt wurde.<\/p>\n<p>Der 57-j\u00e4hrige Fahrer des Lieferwagens, ein jordanischer Staatsb\u00fcrger, soll Hensel daraufhin antisemitisch beleidigt und bedroht haben. Laut Polizei kam es zu einer \u201everbalen Auseinandersetzung\u201c. Nach Informationen der \u201eBild\u201c-Zeitung, die zuerst berichtet hatte, beschimpfte der Mann Hensel unter anderem als \u201eKinderm\u00f6rder\u201c und \u201eSchei\u00df-Israeli\u201c und drohte ihm mit Gewalt. Hensel fuhr daraufhin weiter und alarmierte die Polizei.<\/p>\n<p>Nach Polizeiangaben hatte sich eine zuf\u00e4llig am Tatort befindliche Streifenwagenbesatzung des Vorfalls angenommen und ein Ermittlungsverfahren gegen den 57-J\u00e4hrigen eingeleitet. Der Mann blieb den Angaben zufolge nach Abschluss der polizeilichen Ma\u00dfnahmen mangels Haftgr\u00fcnden auf freiem Fu\u00df. <\/p>\n<p>\u201eIch bin schockiert\u201c<\/p>\n<p>Hensel \u00e4u\u00dferte sich am Mittwoch auch selbst zu dem Vorfall. \u201eIch bin schockiert und entsetzt \u00fcber die aggressive Reaktion des T\u00e4ters &#8211; ausgel\u00f6st allein durch ein hebr\u00e4isches Lied\u201c, sagte Hensel. Das zeige auf erschreckende Weise, wie weit dieser aufgeheizte, islamistische Antisemitismus gehe: \u201eEr kann jeden treffen, der j\u00fcdisch ist oder einfach hebr\u00e4ische Musik h\u00f6rt. Das ist aus meiner Sicht zentral f\u00fcr die Bewertung der Tat.\u201c<\/p>\n<p>Hamburgs Erster B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher (SPD) verurteilte den Vorfall ebenfalls scharf: \u201eDer Angriff auf den Antisemitismusbeauftragten des Senats ist eine weitere schwere Straftat in einer Serie zunehmender antisemitischer Vorf\u00e4lle seit 2023. Das ist erschreckend und besch\u00e4mend angesichts der historischen Verantwortung Deutschlands gegen\u00fcber Israel und dem j\u00fcdischen Leben in unserem Land.\u201c<\/p>\n<p>Auch die Zweite B\u00fcrgermeisterin Katharina Fegebank (Gr\u00fcne) sprach von einem \u201eerschreckenden Beispiel f\u00fcr den leider zunehmenden Antisemitismus\u201c. Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, \u201eklare Kante im Kampf gegen jeden Antisemitismus\u201c zu zeigen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcne Fraktion Hamburg verurteilte den Angriff ebenfalls \u201eaufs Sch\u00e4rfste\u201c. Fraktionsvorsitzender Michael Gwodsz erkl\u00e4rte: \u201eDie Attacke auf Stefan Hensel und seine Tochter ist absolut inakzeptabel und schockierend. Es ist unertr\u00e4glich, dass solche Angriffe f\u00fcr viele Menschen j\u00fcdischen Glaubens zum Alltag geh\u00f6ren. F\u00fcr uns ist ganz klar: Antisemitismus darf keinen Platz in Hamburg haben \u2013 wir m\u00fcssen alles daf\u00fcr tun, dass sich J\u00fcdinnen und Juden jederzeit sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Auch Sabine Ritter, religionspolitische Sprecherin der Linksfraktion, zeigte sich ersch\u00fcttert: \u201eDer Angriff auf Stefan Hensel und seine Tochter macht uns fassungslos \u2013 ihnen gilt unsere ganze Solidarit\u00e4t! Gerade die Tatsache, dass der Angriff sich auf offener Stra\u00dfe mitten in der Stadt ereignete, muss uns alle aufr\u00fctteln. \u201aNie wieder ist jetzt\u2018 darf keine leere Phrase sein.\u201c<\/p>\n<p>Dennis Gladiator, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, betonte: \u201eEs ist unerl\u00e4sslich, dass wir gemeinsam f\u00fcr eine offene und sichere Gesellschaft eintreten, in der j\u00fcdisches Leben selbstverst\u00e4ndlich und gesch\u00fctzt ist.\u201c Krzysztof Walczak von der AfD sprach von einem \u201eantisemitischen Angriff durch einen mutma\u00dflichen Islamisten\u201c und forderte, \u201eimportierten Antisemitismus\u201c klar zu benennen.<\/p>\n<p>Die Polizei hat Ermittlungen wegen Volksverhetzung und Bedrohung aufgenommen. Der Staatsschutz pr\u00fcft zudem m\u00f6gliche politische Hintergr\u00fcnde.<\/p>\n<p>jlau<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburgs Antisemitismusbeauftragter Stefan Hensel und dessen Tochter waren gerade in Hamburg unterwegs und h\u00f6rten im Auto israelische Musik.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":165062,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[712,57014,296,29,30,1000,692,7255,1381],"class_list":{"0":"post-165061","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-antisemitismus","9":"tag-antisemitismus-ks","10":"tag-berlin","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-gewalt","14":"tag-hamburg","15":"tag-joern","16":"tag-lauterbach"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114626262659209511","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/165061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=165061"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/165061\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/165062"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=165061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=165061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=165061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}